Produkt-Positionierung?

Was muß eine Produkt-Positionierung alles beschreiben / beinhalten?

Danke für eure Antworten.
Gruß

Hallo Peter,

die Meinungen darüber gehen ziemlich auseinander. Ich verfasse meine Produktpositionierungen möglichst kurz, d. h. max. 1 DIN A 4 Seite. Darin führe ich aus, für welche Zielgruppe mein Produkt bestimmt ist, Hauptnutzen des Produktes, evtl. Zusatznutzen und worin sich mein Produkt positiv von den Produkten meiner Mitbewerber unterscheidet.

Voraussetzung für die Vorgehensweise ist natürlich, dass ich zuvor alle Umfeldfaktoren wie Gesetzeslage, politische Einflüsse, Wettbewerb, gesellschaftliche Strömungen, Umweltbewußtsein usw. über die Marktforschung analysiert habe. Es gibt Stimmen, die behaupten, all diese Aspekte gehören ebenfalls in die Positionierung hinein, aber das ist nicht meine Meinung.

Sicherlich kann ich Dir konkreter helfen, wenn ich wüsste, worum es überhaupt geht???
Melde Dich einfach bei mir…

Viele Grüße

Clemens

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Hallo Clemens,

danke für Deine Antwort. Es handelt sich um Brillengläser.

Gruß
Peter

Hallo Peter,

bei Brillengläsern ist vielleicht der Grundsatz „the product ist the hero“ am besten geeignet. Wahrscheinlich ist die Marktforschung und Marktanalyse (Augenoptiker, Handel usw.) zu dem Thema bereits abgeschlossen. Auch irgendwelche Zulassungsverfahren sind wohl abgehakt (ich trage zwar eine Brille, habe mir aber nie Gedanken darüber gemacht…), sodass die Positionierung auf die wichtigsten Thesen wie Haupt- und Zusatznutzen, positive Unterscheidungsmerkmale und Zielgruppe beschränkt werden kann. Bsp.:
Die X - Brillengläser sind für Menschen besonders geeignet, die viele Stunden am PC arbeiten. Durch die Schleif- und Poliertechnik (wenn’s sowas in deinem Business gibt)werden die Augen besonders geschont. Ein Effekt, der durch den stufenlosen Übergang von Nah und „Fern“-Sehen noch verstärkt wird. Die Gläser sind durch die einzigartige Beschichtung mit ??? besonders strapazierfähig und gegen Kratzer unempfindlich…

So in diesem Stil würde ich die Positionierung angehen. Bitte verwende mein Beispiel mit allem Vorbehalt, denn ich habe von Brillengläsern wirklich keine Ahnung. Ich bin im Dienstleistungsmarketing zu Hause, aber ich stelle mir vor, es ist einfacher Brillengläser zu positionieren, als irgendwelche abstrakten Industriedienstleistungen.

Also, viel Erfolg:smile:

Gruß
Clemens

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Was muß eine Produkt-Positionierung alles
beschreiben / beinhalten?

Grundsätzliche Parameter:

1.) Analysen

  • Marktsituation (kurz):
    darunter fallen: allg. Branchenanalyse (Wachstums- oder Krisenbranche, Zukunftsmarkt oder nicht, innovative oder traditionelle Branche, Produkt- und Innovationszyklen), Markenbewußtsein in diesem Markt, Marktpotential, Marktführer (Top 10)

  • Wettbewerbs(er)situation (ausführlicher):
    darunter fallen: Typ des Wettbewerbs im Markt (Verdrängung oder Felderoberung unbesetzter Märkte), Strategien von Wettbewerbern (reine Preisstrategien, Featurewarstrategien, Technologie-, Vertriebs- oder Marketingorientierte Strategien)

  • Produktanalysen (ausführlich):
    darunter fallen: Stärken-Schwächen-Analyse, Featurevergleiche

2.) USP-Positionierung:
a) Klare Ansprache der Zielgruppe (kommunikativ, funktional und preislich)

a) USP (= Unique Selling Positions des Produkts): Nutzenargumente, etwa „best price“ oder „low price“ oder „highest quality“ oder „best performance in essential properties“ (zur Vermeidung des me-too-Produktes).

b) Griffiger Markenname (Branding)

c) Relative Flexibilität der Positionierung gegenüber anderen Eigenprodukten (=> Produktlinie, Vermeidung von one-product-company Effekten). Dadurch Erhöhung der Wechselkosten für Käufer.