Hallo,
hier schreibt ein stinksaurer Xstrom, wenn es denn dem Xstrom so passiert wäre, was es natürlich nicht ist, man kennt ja die FAQ.
Ein nicht ganz unbedeutender Nahrungsmittelkonzern vertreibt Milchkaffee in Plastikflaschen mit Schraubverschluss, nennen wir den Hersteller mal „Vogelbaulé“ und das Produkt „Eilsendung“.
Nach Öffnen des Schraubverschlusses muss noch ein Aluminiumsiegel entfernt werden, um an das süße Aufputschmittel zu gelangen.
Diese Aktion findet im Auto statt, während einer Nachtfahrt.
Die Flasche wird teilentleert, fest verschraubt auf den Beifahrersitz gelegt.
Eine Zeit später soll der Rest getrunken werden, aber oh Schreck: Trappatoni!
Und warum ist die Flasche leer?
Weil sich deren Inhalt nunmehr auf dem Beifahrersitz befindet. Oder besser gesagt: IM Sitz.
Eine Nachprüfung der Flasche zu Hause mittels (übrigens nicht himmelblau eingefärbter) „Ersatzflüssigkeit“ ergibt: Diese Flasche ist nicht dicht zu bekommen. Völlig unmöglich.
Eine testweise beschaffte andere Flasche des gleichen Produkts zeigt:
Der Schraubverschluss ist auch dort nicht dichtend. Alleine das aufgeschweißte Alu-Siegel hält den Inhalt in der Flasche, der Schraubverschluss ist eher ein Show-Verschluss. Sieht nett aus, hat keine Funktion.
Hat schonmal jemand milchhaltiges gesüßtes Kaffeezeugs aus einem Polster im Auto entfernen müssen? Das ist praktisch unmöglich vollständig entfernbar und führt nach verschiedenen Quellen im Internet demnächst zu massiver Geruchsbelastung durch die verwesende Milch.
Wie sähe die Fachwelt in so einem Fall die Chance, dass der Hersteller im Falle der Notwendigkeit einer Neupolsterung des Sitzes den die 500€ übersteigenden Schaden ersetzen müsste?
(Der Showverschluss von „Vogelbaulé Eilsendung“ hat - ich muss das relativieren - schon eine Funktion: Er schützt das Aluminiumsiegel vor Beschädigung)