Hoffe dass hier jemand ein paar Tipps für mich hat… Einer unserer Profs ist für diesen Job wohl absolut ungeeignet, er bringt null rüber, keiner versteht was er uns sagen will, auf Fragen geht er überhaupt nicht ein, und wenn man versucht mit ihm darüber zu reden blockt er alles ab.
Da wir nicht daran glauben mit ihm als Dozent unsere Klausuren zu bestehen - zumal er den Ruf hat dabei sehr unfair zu sein und laut seinen Notenlisten eh die Hälfte der Mitschreibenden durchfällt - haben wir ein Schreiben mit Unterschriftsliste an den Studiengangleiter gegeben mit der Bitte um einen neuen Dozenten. Dieser sagt jedoch, dass er keine Möglichkeit hätte uns einen neuen Dozenten zuzuteilen, solange unser aktueller Prof nicht freiwillig die Vorlesungen nicht mehr hält. Ist das so richtig? Oder gibt es da irgendwelche (rechtlichen) Möglichkeiten, da der Prof sehr uneinsichtig ist.
Auf eine E-Mail mit der Bitte um ein Gespräch vom Studiengangleiter hat er z. B. nicht reagiert, woraufhin dieser das Gespräch nach Ende einer Vorlesung suchen und ihn „abfangen“ wollte. Dort waren wohl aber weder der Prof noch Studenten anwesend… Stand aktuell ist, dass es keine Möglichkeit gibt, solange der Prof „uns nicht freiwillig abgibt“… Indirekt kam der Tipp, ihn so lange mit Fragen zu nerven, bis es auch der letzte kapiert hat, so dass er evtl. entnervt freiwillig aufgibt…
Jetzt suchen wir nach Möglichkeiten die Sache voranzubringen, da wir überzeugt sind dass - spätestens nach dieser Aktion - ein Großteil der Gruppe die Klausur nicht schaffen wird, wenn wir bei diesem Prof schreiben sollten. Da es ein berufsintegrierender Studiengang ist und die Firmen für uns Studiengebühr zahlen haben einige bereits die Firmen mit eingeschaltet, um der FH Druck zu machen. Ebenfalls wurde nun auch die Asta mit eingeschaltet (Stickwort Professoren-Beurteilung…), von der dann die Info kam dass auch aus den Reihen des Vollzeitstudiums massiver Widerstand gegen diesen Prof kommt. Wäre super wenn uns hier jemand noch ein paar Tipps oder evtl. sogar ein Auskunft, welche rechtlichen Möglichkeiten wir haben, geben könnte.
Sorry für den langen Text, wollte nur versuchen möglichst genau die Sachlage darzustellen. Vielen Dank schon mal für (hoffentlich erfolgende) Antworten…
also dass ca. 50% durchfallen, war bei uns durchaus normal (zumindest an der Uni). Auch dass man in den Vorlesungen nicht wirklich was versteht, war durchaus an der Tagesordnung. Ich denke daher nicht, dass ihr mit den Argumenten wirklich weit kommt.
Mein Studiensemester hat es jedoch geschafft einen Prof abzusetzen, jedoch war das ein ganz anderer Fall: der Prof war ein absoluter Alkoholiker!!! Er hat sogar mal Montag morgens um kurz nach acht während einer Vorlesung ne Flasche Wein leergesoffen (sorry für den Ausdruck, aber so wie der das weggekippt hat wollte erst keiner glauben, dass da wirklich Alk drin war…).
Also bei uns ging das zuerst über die Fachschaft und dann über den Studiendekan. Dort haben wir ganz massiv Druck gemacht, nicht zuletzt mit Hilfe der Studentenvertretung.
Du musst dort aber halt auch ziehende Argumente liefern, nicht nur irgendwas von „den mögen wir nicht“. Bei uns fand definitiv fast kein Unterricht statt! Unabhängig von verstehen oder nicht: Während einer 1,5 Stunden dauernden Vorlesung erzählte er über eine Stunde aus seinem Privatleben. Das haben dann auch Studiendekan, Fachschaft und Studentenvertretung eingesehen, als sie mal anwesend waren.
Daher wurde diesem Prof nahegelegt, uns abzugeben (am Ende des Semesters, eigentlich hätten wir ihn zwei Semester lang gehabt).
Ich denke, in so nem Fall wie unserem hat man realistische Chancen, bei Deinem Fall… weiß nicht!
Grüße und dennoch viel Erfolg, Nina
P.S.: Unser damaliger Prof unterrichtet nun an der ortsansässigen BA…
für Deinen Studiengang gibt es eine Prüfungsordnung und eine Prüfungskommission. Diese Kommission würde ich offiziell ansprechen mit der Bitte um Überprüfung der letzten Prüfungen [Stichwort: Notenspiegel, Inhalt und Korrekturmaßstab] bei dem bewussten Prof. Sollte sich herausstellen, dass hier Unregelmässigkeiten oder Bewertungsmaßstäbe angelegt wurden, welche unangemessen sind, würde ich dann den Antrag stellen, dass die Prüfung durch einen Dritten - notfalls externen Prüfer - abgehalten wird.
Einen Prof. zu schassen ist somit das komplizierteste Verfahren was es gibt. Er ist auf Lebenszeit verbeamtet und man muss ihm eine Straftat nachweisen, damit er aus dem Amt genommen wird.
meine Erfahrungen sind nun schon ettliche Jahre alt, aber vielleicht hilft es trotzdem.
Wir hatten einen Prof. der in unserem Fachbereich keine Veranstalltung mehr kriegte, weil fachlich unter aller Kritik und menschlich sowieso. Er hatte die ‚Dienstleistungen‘ für andere Fachbereiche (Grundlagen der Chemie) zu übernehmen und war darüber eher wenniger begeistert. Entsprechend waren seine Vorlesungen und Klausuren. Erstere übelst, selbst ein Sack Kartoffeln kann es besser
und die Klausuren waren unverhältnissmäßig schwer. Ergebniss waren regelmäßig Durchfallquoten von 80 - 90 % (mit Galgenhumor hatten einige Studis ihm mal eine goldene Säge überreicht).
Dieser Prof war jahrelang unangreifbar, weil sich Rektorat und Prüfungsausschuß hinter ihn stellten.
Als er sich aber mit denen verkrachte, war er recht schnell freigestellt und später dann frühpensioniert.
Wenn also irgendwas passieren soll, muß das Rektorat bzw. der Dekan oder Fakultätsvorsitzende und/oder der Prüfungsausschuß auf Eurer Seite sein, sonst läuft mit großer Wahrscheinlichkeit nichts.
Gandalf
P.S.
Durchfallquoten von 50 % sind in einigen Fakultäten (bei uns damals z.B. Maschinenbau und E-Technik) Traumquoten bezüglich Duchkommen.
Es gab Zeiten, da waren 90 % in Fächern wie Mechanik die Regel.
wo ist der Prof denn? An einer Uni FH oder Berufsakademie? Privat oder Staatlich oder staatlich anerkannt? Ist es wirklich ein Prof oder ein Lehrbeauftragter? Wie lange gibt es den schon bei Euch?
Die erste Adresse ist der Studiengansleiter/Fachleiter.
Danach der Institutsleiter
Das Dekanat
Das Ministerium für Wissenschaft und Forschung. (Das wird immer wieder gern gesehen, wenn sich Studenten direkt ans Ministerium wenden. Die sprechen dann mit dem obersten Leiter und so weiter.) Macht immer wieder Laune.
Steter Tropfen hölt den Stein. Manch einer siehts dann von selber ein.
Während meines lange zurückliegenden Studiums erlebte ich mehrere Profs, die desinteressiert und weitgehend zusammenhanglos ihren Stoff abspulten und insgesamt eine Demonstration didaktischer Unfähigkeit boten. Ungeeignete Profs sind aber praktisch nicht aus ihrer Position zu entfernen, solange sie sich formal korrekt verhalten und keine Straftaten begehen. (Sau-)Mäßige Leistungen eines Beamten sind kein Grund, ihn nicht bis zur Pensionierung auf seinem Posten zu lassen. Ist leider so und gilt überall, wo Beamte sitzen (was nicht heißen soll, daß Beamte grundsätzlich schlechte Leistungen abliefern). Dein Vorhaben ist deshalb aussichtslos.
Aber auch ohne die faktische Unangreifbarkeit durch das Beamtenrecht wäre es für Studenten schwer, einen Prof auszuhebeln. Bei der Beurteilung der Vorlesungsqualität hat man den subjektiven Eindruck, aber kaum objektiv festzustellende Kriterien und Meßgrößen an der Hand. Die Durchfallerquote heranzuziehen, ist zweischneidig. Immerhin handelt es sich bei den Durchgefallenen nicht um durchgefallene Professoren, sondern um durchgefallene Studenten. Die Argumentation liegt auf der Hand, daß es nicht Aufgabe eines Profs sein kann, möglichst vielen Studenten den Leistungsnachweis hinterher zu werfen. Und schon stündest Du mit Deiner womöglich berechtigten Kritik an der Wand. Außerdem wird man hohe Durchfallerquoten querbeet bei verschiedenen Fächern und verschiedenen Profs feststellen.
Versuche also, das Beste aus der Situation zu machen und vergeude keine Zeit mit von vornherein aussichtslosen Ansinnen.
ich kann Deine Sorgen gut verstehen. Unsere Profs sind mehr oder weniger zu gebrauchen. Aber wir machen es ganz einfach so: Ist der Prof zu sch… holen wir uns ein oder zwei Bücher und lernen daraus. Zu den Vorlesungen gehen wir nicht hin. Wozu auch?
Und was die Klausuren angeht: Hey, 50% der Teilnehmer bestehen. Sie zu, dass DU auch dazu gehörst! Bei uns sind 50% Durchfallquote auch keine Seltenheit…
Schreibe hier stellvertretend für die ganze Gruppe, weil wir nach Lösungen suchen. Haben schon ein Schreiben bei unserem Studiengangleiter abgegeben, mit 4 von 45 Unterschriften, einer war nicht da und eine ist zwar grundsätzlich dafür, fand es jedoch zu hart formuliert…
So weit waren wir auch schon, nur gibt es hier das Problem dass wir schon mehrfach gehört haben, dass er nicht alles, was in Büchern steht, als richtig anerkennen würde, nur das aus seinem eigenen… Und das ist wohl fürs Selbst-Studium auch nicht unbedingt das beste…
So weit waren wir auch schon, nur gibt es hier das Problem
dass wir schon mehrfach gehört haben, dass er nicht alles, was
in Büchern steht, als richtig anerkennen würde, nur das aus
seinem eigenen… Und das ist wohl fürs Selbst-Studium auch
nicht unbedingt das beste…
Hallo Steffi,
diesbezüglich haben es die Studenten in den Natur- und Ing.-Wissenschaften vielleicht etwas leichter. Aber auch da gilt, daß man die Bücher seines Profs tunlichst kennen sollte. Etliche Profs überarbeiten ihre im Laufe der Zeit entstandenen Vorlesungsscripte und machen ein Buch daraus. Hast Du das Buch, weißt Du, was er erzählen wird. Eigentlich kann es der Student kaum bequemer haben.
Ich hab noch mal ein bißchen gegraben: Bis zum Vordiplom gab es bei uns (E-Technik) bei einigen Scheinen über die Hälfte Durchfaller! Das regt (abgesehen von den durchgefallenen Studenten) niemanden auf, ist vielmehr ganz normales Sieben.