Hey Leute,
ich suche nach ner konkreten Definition des Wortes „Professionalität“…kann mir da jemand nen Tip geben?
gruß spencer
Hallo!
ich denke mal, ein ganz normales Wörterbuch sollte dir weiterhelfen können 
z.B. hier:
http://de.thefreedictionary.com/
Z.B. Wikipedia lesen
„Professionalität“…kann mir da jemand nen Tip p geben?
http://de.wikipedia.org/wiki/Professionalität
Viel Spaß beim Lesen & Gruß
Stefan
Hey,
danke für die schnelle Antwort.Aber bei uns an der Hochschule dürfen wir generell nichts als Quelle verwenden was in irgendeiner Weise mit Wiki… anfängt,ist unseren Professoren nicht wissenschaftlich genug weil da leider jeder seinen Senf quasi rein schreiben kann?!Und bei dem free dictionary ist leider keine Definition dabei…
gruß
Hi,
freedictionary ist genauso gut oder schlecht wie wikipedia.
Weißt Du, in einer Zeit, die noch gar nicht so lange her ist - damals, als das Wünschen noch geholfen hat, und alles besser war, und man noch mehr für sein Geld bekam, und ich noch schlanker war… aber ich schweife ab.
Also, vor noch nicht allzulanger Zeit *hüstel* gab es Wissen auch auf analogen Speichermedien. Diese nannten sich LExikon oder Wörterbuch und waren aus Papier gefertigt. Das Wissen, das sie enthielten, war auf feine Blätter gedruckt, die fein säuberlich mit Leinen gebunden und mit einem Papp- oder manchmal sogar *erschauer* Ledereinband umgeben und geschützt waren. Diese so kostbaren Werke wurden in eigens für sie gebauten heiligen Hallen verwahrt, und mit ihrer Bewachung und Pflege war eigens geschultes PErsonal betraut. Gebäude und Personal wurden nach dem griechischen WÜberbegriff für Lexika und Wörterbücher benannt: Bibliothek und Bibliothekar, nach biblos, das Buch.
Und wenn sie nicht ausgestorben sind, dann befinden sich heute noch immer Vertreter aller Arten an dem genannten Orte, unweit der Horte allen Wissens, der Universitäten.
die Franzi
Hallo Leute
dürfen wir generell nichts als Quelle verwenden was in
irgendeiner Weise mit Wiki… anfängt,ist unseren Professoren
nicht wissenschaftlich genug weil da leider jeder seinen Senf
quasi rein schreiben kann?!
Aha. Die Profs gehen also nicht nach inhaltlichen Kriterien, sondern nach der Herkunft der Meinung, Theorie. Nicht die geistige Leistung ist entscheidend, sondern das Medium, auf dem sie verbreitet wird.
Interessant.
liebe Gruesse
Martin B
Hi,
ich hab einmal einen Vortrag über russische Literatur gehalten, und habe den auf einem Wikipediaartikel aufgebaut. Es entstand große Heiterkeit, als ich da erzählte, dostojewski hätte die Toten Selen geschrieben. Einer meiner Schüler hat mich korrigiert, Gogol war der Verfasser.
Mir gebührt die Schmach, denn dieser Fehler hätte mir aus mehreren Gründen nicht passieren dürfen: Ich sollte den Verfasser auch ohne nachzuschlagen kennen, besonders, wen ich das Werk im Bücherregal stehen habe, und ich sollte wissen, das Wikipedia fehlerbehaftet ist und ich alles doppelt checken muss (auch wenn die Seite als Einstieg und Überblick brauchbar ist).
Schüler wissen das nicht - sie haben kein oder kaum Vorwissen, und sie neigen dazu, gedruckten Sachen wesentlich schneller zu glauben, als das Erwachsene tun.
die Franzi
Hallo Franzi
Das ist natürlich ärgerlich. Ich dachte immer, auf Wiki findet sich doch in absehbarer Zeit jemand, der das ausbessert. Tja - hmmm…
das Wikipedia fehlerbehaftet ist und ich alles doppelt checken
muss
Ich denke, das muss man sowieso mit jeder Quelle. Da streiten sich die Wissenschafter: jeder Einzelne will den Stein der Weisen gefunden haben und bekämpft direkt andere Standpunkte. Wenn ich mich auf die eine Quelle verlasse, dann bin ich verlassen. Von Wiki habe ich mir immer versprochen, von solchen tendenziösen Darstellungen verschont zu bleiben.
danke für deine Zuschrift!
lG
Martin B
Hi,
wenn man behauptet, Dostojewski habe die Toten Seelen geschrieben, ist das falsch.
Wenn man hingegen zwei etablierte Theorien zur Erklärung eines Sachverhaltes hat, ist das nicht unbedingt gleich etwas, das falsch ist.
Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet erstmal, eine verläßliche Quelle als solche zu erkennen. Ein Buch, das gedruckt und damit unveränderlich ist und vorher durch viele Hände gegangen ist und lektoriert wurde, ist ziemlich verläßlich. Wikipedia, das zu jeder Sekunde von irgendjemandem irgendwie verändert werden kann, ist das nicht.
Bevor man ein Buch veröffentlichen kann, muss man es erstmal schreiben, und dann muss man den Verlag überzeugen, sein Geld da zu investieren. Ein weiterer Grund, es von einem Fachlektor lesen zu lassen: denn der Fachlektor wird sein OK nicht geben, wenn da Stuß steht. Man braucht also erstmal eine gewisse Fachkenntnis. Bei Wikipedia kann man einfach losschreiben, im Suff, im Halbkoma, weil man gewettet hat, in bester Absicht - aber ohne die Fähigkeit, sich richtig auszudrücken, richtig zu zitierren oder Quellen zu arbeiten.
Da streiten sich die Wissenschafter: jeder Einzelne will den Stein der Weisen gefunden haben und bekämpft direkt andere Standpunkte. Wenn ich mich auf die eine Quelle verlasse, dann bin ich verlassen.
Das ist Wissenschaft: als allererstes sollte man im Studium lernen, dass es weitaus weniger sicherheit darüber gibt, was „richtig“ und was „falsch“ ist, als es einem die Schule erzählt. Dass die Schule Sachen extrem vereinfacht, ist notwendig. Man braucht Grundlagenwissen, um mitdiskutieren zu können, um Orientierung zu haben. Aber wenn man sich tiefergehend bescäftigen möchte, muss man anerkennen, das 1. man nichts weiß - Scio non scio. und 2. Nichts feststeht - Panta rhei. „Bekämpft“ wird da nicht, das ist kein haß. Aber man veröffentlicht natürlich seinen Standpunkt erst, wenn man überzeugt ist, dass er was taugt, und verteidigt ihn dann auch. Und es gibt oft genug Situationen, wo zwei oder mehr Wissenschaftler gleichzeitig „recht“ haben und sich gegenseitig ergänzen.
Was Wiki an so einer Stelle oft macht, ist, die Alternativen auslassen. Das macht das, was Wikipedia dann anbietet, aber weder richtiger noch volständiger. Nur einfacher zu lesen, weil man weniger denken muss. Wenn Dir das für die Privatlektüre genügt - bitte. Aber als wissenschaftliche Quelle gilt es nicht, denn da ist genau der Streit gesucht. Du solst zeigen, dass du zu einem Thema verschiedene Standpunkte gelesen, verstanden und verglichen hast und zu einer eigenen Meinung gekommen bist, die sich logisch aus dem Gelesenen ergibt. Auswendiglernen ist Schule, nicht Stuidum.
auf Wiki findet sich doch in absehbarer Zeit jemand, der das ausbessert.
Manchmal ja, manchmal nein - wenn ja, dann weiß man nicht wann, und ob volständig. Und dann findet sich trotzdem einer, der das „Richtige“ für „Falsch“ hält und wieder ändert… oer jemand erlaubt sich einen streich und schreibt absichtlich was falsches… nene, lass das mal.
die Franzi
Zum Gruße,
Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet erstmal, eine verläßliche
Quelle als solche zu erkennen.
Das ist richtig, sagt aber nichts über die tatsächliche Richtigkeit dieser Quelle in diesem einen, gerade gesuchten Bereich aus.
Verlässlich heißt ja nicht, dass das Gesuchte richtig ist, sondern lediglich , dass das Gesuchte mit großer Wahrscheinlichkeit richtig ist.
Ein Buch, das gedruckt und
damit unveränderlich ist und vorher durch viele Hände gegangen
ist und lektoriert wurde, ist ziemlich verläßlich.
Stimmt: ziemlich. Nicht mehr, nicht weniger.
Wikipedia,
das zu jeder Sekunde von irgendjemandem irgendwie verändert
werden kann, ist das nicht.
Man könnte allerdings auch argumentieren, dass das, was im Buch steht, dort erst mal wie festgemeißelt drin steht, bis zur nächsten oder gar übernächsten Ausgabe vielleicht (Errata/Corrigenda hier mal außen vor gelassen), während Wikipedia erheblich schneller irgendwelche Fehler ausbügeln kann, was auch getan wird. Zudem wird bei Wikipedia in vielen Fällen darauf hingewiesen, wenn ein Artikel noch nicht „rund“, also verbesserungsbedürftig, ist.
Bevor man ein Buch veröffentlichen kann, muss man es erstmal
schreiben, und dann muss man den Verlag überzeugen, sein Geld
da zu investieren. Ein weiterer Grund, es von einem Fachlektor
lesen zu lassen: denn der Fachlektor wird sein OK nicht geben,
wenn da Stuß steht. Man braucht also erstmal eine gewisse
Fachkenntnis. Bei Wikipedia kann man einfach losschreiben, im
Suff, im Halbkoma, weil man gewettet hat, in bester Absicht -
aber ohne die Fähigkeit, sich richtig auszudrücken, richtig zu
zitierren oder Quellen zu arbeiten.
Was du über Wikipedia schreibst, stimmt so (zum größten Teil) nicht. Auch dort wird mit dem „Fachlektor“ (der Community bzw. deren jeweils „Wissenden“) gerungen und es werden hinter den Kulissen oftmals ziemliche Kriege um bestimmte Formulierungen usw. ausgefochten, so dass Wikipedia nicht ganz so weit weg von dem von dir Geschilderten ist.
Da streiten sich die Wissenschafter: jeder Einzelne will den Stein der Weisen gefunden haben und bekämpft direkt andere Standpunkte. Wenn ich mich auf die eine Quelle verlasse, dann bin ich verlassen.
Das ist Wissenschaft: als allererstes sollte man im Studium
lernen, dass es weitaus weniger sicherheit darüber gibt, was
„richtig“ und was „falsch“ ist, als es einem die Schule
erzählt. Dass die Schule Sachen extrem vereinfacht, ist
notwendig. Man braucht Grundlagenwissen, um mitdiskutieren zu
können, um Orientierung zu haben. Aber wenn man sich
tiefergehend bescäftigen möchte, muss man anerkennen, das 1.
man nichts weiß - Scio non scio. und 2. Nichts feststeht -
Panta rhei. „Bekämpft“ wird da nicht, das ist kein haß.
Kämpfe beinhalten nicht notgedrungen auch Hass.
Aber
man veröffentlicht natürlich seinen Standpunkt erst, wenn man
überzeugt ist, dass er was taugt, und verteidigt ihn dann
auch. Und es gibt oft genug Situationen, wo zwei oder mehr
Wissenschaftler gleichzeitig „recht“ haben und sich
gegenseitig ergänzen.
Wie halt bei Wikipedia auch.
Was Wiki an so einer Stelle oft macht, ist, die Alternativen
auslassen.
Das stimmt so aber nicht bzw. nicht durchgängig.
Das macht das, was Wikipedia dann anbietet, aber
weder richtiger noch volständiger. Nur einfacher zu lesen,
weil man weniger denken muss. Wenn Dir das für die
Privatlektüre genügt - bitte. Aber als wissenschaftliche
Quelle gilt es nicht, denn da ist genau der Streit gesucht.
Nun ja. Ich frage mich allerdings jetzt, womit du Wikipedia vergleichen möchtest. Was du Wikipedia (in Teilen) vorwirfst, kannst du (in Teilen) auch z.B. der Encyclopedia Britannica vorwerfen.
Du
solst zeigen, dass du zu einem Thema verschiedene Standpunkte
gelesen, verstanden und verglichen hast und zu einer eigenen
Meinung gekommen bist, die sich logisch aus dem Gelesenen
ergibt. Auswendiglernen ist Schule, nicht Stuidum.
Ja gut, aber wo spricht da jetzt etwas gegen Wikipedia?
auf Wiki findet sich doch in absehbarer Zeit jemand, der das ausbessert.
Manchmal ja, manchmal nein - wenn ja, dann weiß man nicht
wann, und ob volständig.
Das weißt du auch bei keiner anderen Enzyklopädie zu 100 Prozent.
Und dann findet sich trotzdem einer,
der das „Richtige“ für „Falsch“ hält und wieder ändert… oer
jemand erlaubt sich einen streich und schreibt absichtlich was
falsches… nene, lass das mal.
Ich finde nicht, dass man das lassen sollte. Natürlich sollte Wikipedia nicht die einzige Quelle sein, aber das gilt auch für den Brockhaus, die oben schon genannte Encyclopedia Britannica u.a.
Überdies haben mehrere Tests gezeigt, dass Wikipedia ziemlich gut abschneidet, wenn es um Qualität, Aktualität und Fundiertheit geht.
Gruß TL
Tja,was soll ich dazu sagen?Weiß nicht ob es denen vielleicht zu müßig ist jedes Mal zu kontrollieren ob die Inhalte der Quelle auf die man sich bezieht korrekt sind?!Und bei Wikipedia scheinen sie da etwas im Zweifel darüber zu stehen.Ich kann es nicht wirklich sagen,muss mich aber halt den Vorgaben beugen:wink:
Hallo alle
Tja,was soll ich dazu sagen?Weiß nicht ob es denen vielleicht
zu müßig ist jedes Mal zu kontrollieren ob die Inhalte der
Quelle auf die man sich bezieht korrekt sind?!
Ich aber sage Euch:
= = = = = = = = = = = = = = = =
Gründlichkeit und Genauigkeit sind ein Tugend!!!
Schlampigkeit ist aller Laster Anfang!!!
Drum gehet dahin und seiet den Anderen ein leuchtendes Beispiel!!!

Aber das dürfte bei einzelnen Wiki-Autoren (wie auch sonst) ganz unterschiedlich sein.
lG
Martin B
(Rufer in der Wüste)