Profi im Zerstören der Lebensqualität?

Hi zusammen,
mal sehen, wer was weiß:

Folgende Situation: Fam.A (2Erwachsene, 2 Kinder, 4,11) wohnt seit 10 Jahren in einem Dreifamilienhaus in einem ländlichen Gebiet in Bayern zur Miete. Alles klappte wunderbar, die 3 Mietparteien verstehen sich, auch das Verhältnis zum Vermieter passt.

Dann der Schock. Im April 06 zieht eine Partei aus, der neue Mieter ist ein 67-jähriger alleinstehender Rentner, der sich als Profi im Zerstören der Lebensqualität in Mietshäusern entpuppt (in seiner vorherigen Wohnung sind im Lauf von 10 Jahren alle Mietmieter entnervt ausgezogen, bis es der alte Vermieter geschafft hat, ihn wegen Störung des Hausfriedens herauszuklagen).

Nun macht es ihm Spaß, die Fam. A durch äußerst subtile und wohlüberlegte Äußerungen zur Verzweiflung zu bringen.

5 Min. Grillduft am Einzugstag sind zuviel - Kinderschuhe auf der von Fam.A alleingenutzten Treppe zum Obergeschoss stören optisch - einschüchternde Äußerungen gegenüber der Kinder beim Fußballspielen im Garten - Vertreiben der Nachbarskinder aus dem Garten, wenn die Fam. A Kinder mal kurz zum Trinken hochgehen - ständiges Beobachten der im Garten spielenden Kinder vom Fenster aus, auch wenn mal einer an die Büsche pinkelt usw.

Fam. A hat morgen ein Gespräch nur mit den Vermietern, um diese Geschichte irgendwie zu verändern.

Wer könnte Fam. A einen Rat geben?

Gruß, Wolfgang

Familie A müsste die eigene Ansicht ändern. Das nervtötende Verhalten des Rentners berechtigt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu einer Abmahnung. Der Rentner hat nur so lange Freude an seinem Verhalten, als es Familie A stört und sie sich beeinträchtigt fühlt.

So lange die Unterstützung der anderen Mitbewohner und des Vermieters vorhanden ist, wird sich Opa schwer tun, Unfrieden zu stiften.

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Hallo,

optisch - einschüchternde Äußerungen gegenüber der Kinder beim

böse und grimmig zurückschauen und dabei rülpsen, sich mit schmutzigen Fingern am eigenen Gesäß berühren, perverse Witze erzählen, Achselschweiß [ekeliges Parfüm] und Mundgeruch [Knoblauch und Zwiebel], Rotznase laufen lassen und und und …

Christian

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Hallo Wolfgang,
ich weiß, es gibt sie, ich kenne solche auch. Man glaubt es nicht, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Als hätten sie ihr ganzes Leben geübt, wie man andere zur Weißglut treibt und dabei glatt wie ein Ei ist, unangreifbar, rein,…

Was dagegen hilft? Ich habe mit anderen zusammen eine Maßnahme ausprobiert, hat geklappt, erfordert allerdings viel Lust am Theaterspielen und einige Wochen völlige Konsequenz:
Man selbst ist völlig unberechenbar, jeder einzelne. Im einen Moment super freundlich, hilfsbereit, plauderlaunig ihn anstrahlend. Bei der nächsten Begegnung ihn anraunzend, was ihm eigentlich einfällt so intolerant, respektlos Kindern gegenüber… Dann wieder, als sei er ein anderer, ihm erzählen, von dem üblen alten Mann der da eingezogen sein soll…
Das ganze Repertoire menschlicher Verhaltensweisen, halbwegs abgesprochen, damit es nicht durchweg gute Tage für ihn gibt, inkl. der Tipps die da schon kamen, mit dem Recht auf eigenes schlechtes Benehmen.
Und dann, eines Tages, einfach damit aufhören und sobald er auch nur ein unschönes Wort fallen lässt, leicht gönnerhaft mit der , „Aber nun ist ja gut, wir haben jetzt keine Lust mehr dazu, wollen Sie nicht auch damit aufhören?“- Masche kommen.
Dann, bei Bedarf, noch mal wiederholen, damit er weiß, dass geht auch so weiter, wenn er nicht Ruhe gibt.

Klingt nach mehr Aufwand als es ist, aber es war mehrfach so unglaublich wirkungsvoll, zumal die Kinder es geliebt haben: heute ihre Tasche rauftragen, morgen faule Tomaten an der Scheibe (ok. pfui:smile: )
Und Kinder sind für viele Alte eine bedrohliche Rasse.
Viel Erfolg
Susanne

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Danke für die Antworten!
Fam. A wird schauen, ob sich etwas von den Tipps in der Praxis umsetzen lässt.
Da ich aber die Familie kenne, glaube ich nicht so recht daran, dass die Vorschläge für die Familie geeignet sind!

Gruß, Wolfgang

Hi,
Ignorieren, so tun als ob er nicht da wär.
Hilft oft mehr als alles andere.
Was mir komisch vorkommt!
Woher IHR immer gleich wisst warum jemand aus
seiner alten Wohnung raus ist/sollte?
Dann noch:
Schuhe gehören auch nicht in den Hausflur :smile:
und in die Büsche muss man auch nicht reinmachen :smile:
Gruss
Frank