Energielieferanten wie Rußland werden boykottiert, Handelswege sind durch den Irankrieg teilweise abgeschnitten, Infrastruktur wurde in einigen Fällen zerstört, Atomkraftwerke wurden in Deutschland aus politischen Gründen stillgelegt, in anderen Ländern können sie im Sommer oft nicht genutzt werden, günstige Speicherlösungen für erneuerbare Energien sind in den nächsten Jahren nicht in Sicht…
Wie wahrscheinlich ist es, dass sich die Preise für Rohstoffe zur Energieumwandlung innerhalb der nächsten 1-2 Jahre wieder auf ein vorheriges Niveau einpendeln?
Welche Arten von Energieträgern sind langfristig besonders betroffen? Rohöl und insbesondere Diesel?
Aber nicht weil sie Energielieferanten sind, sondern weil sie die Erlöse aus dem Verkauf von Rohstoffen dazu benutzen, die zivile Bevölkerung und Infrastruktur von harmlosen Nachbarstaaten anzugreifen.
Meinst Du fossile Brenn- und Treibstoffe?
Wie dem auch sei: der Preis für Rohöl war schon mal höher:
Alle erdölbasierten und natürlich erst recht die raffinierten. Aber zum Glück reagieren die Bürger ja und setzen vermehrt auf Elektroautos. Bei gleichzeitigem Anstieg der Erzeugung Erneuerbarer Energiequellen führt das zu einer rückläufigen Nachfrage.
Eigentlich schon. Eigentlich gibt es sie sogar und der Preisverfall war in den letzten Jahren ganz enorm. Hinzu kommt, dass in Deutschland gut zwei Millionen Batterien herumfahren und die gewerblichen Anbieter Schlange stehen, um Großbatterien bauen und ans Netz bringen zu dürfen. Leider haben wir in Berlin eine Ministerin, die Politik für die Fossillobby macht und den Netz- und Batterieausbau behindert.
Am Dienstag, dem 13. Januar, erreicht Christian Schmidt eine ungewöhnliche Nachricht. »Überlegungen für ergänzende Kriterien zur 10h-Regel« steht in dem Text an den Abteilungsleiter Strom im Bundeswirtschaftsministerium (BMWE). Gleich darunter sind fünf Vorschläge gelistet, die Batteriespeicher im Rahmen der sogenannten Kraftwerksstrategie fast unmöglich machen dürften.
Absender der Nachricht ist Holger Schäfer, der Cheflobbyist von EnBW. Der Energiekonzern will in Deutschland neue Gaskraftwerke bauen und betreiben, ebenfalls im Rahmen der Kraftwerksstrategie. Batteriespeicher sind die Hauptkonkurrenz dafür.
An Schäfers Textnachricht ist manches seltsam. Zum Beispiel, dass sie nicht auf Initiative von EnBW erstellt worden ist – sondern »auf ein Ersuchen des Ministeriums«. So schreibt es EnBW dem SPIEGEL, und auch das Ministerium dementiert es auf mehrfache Anfrage nicht. Schäfers »Überlegungen« waren also kein Lobby-Impuls – sondern eine Auftragsarbeit. Und zwar eine ziemlich einseitige.
So etwas hat früher mal für einen Rücktritt ausgereicht…
Die Preise für die Endkunden aber nicht, vor allem bei Diesel, deshalb auch meine Anmerkung zu zerstörter Infrastruktur. Mit dem vorherigen Niveau meinte ich die Preise vor dem Irankrieg.
Dass dies nicht signifikant ist sieht man an den Preistafeln der Tankstellen.
Wenn ein kommerzielles Unternehmen es als die wirtschaftlichste Option sieht Großbatterien als Energiespeicher zu bauen - wieso tut es dies dann nicht einfach? Die Bundesregierung verbietet doch keine Großbatterien. Oder sind diese derzeit evtl. doch nicht so wirtschaftlich und die Energiekonzerne fordern hohe Subventionen vom Steuerzahler?