Prognose Energiepreise in der EU

Keine von denen ich wüsste. Es wird sicher welche geben. Aber das betrifft nur eine kleine Minderheit. Die meisten Autos parken hier am Straßenrand. Da müsste man schon ein Verlängerungskabel aus dem Fenster hängen, um die zu laden.

Keine, von denen ich wüsste. Ein paar Hotels bauen vielleicht welche für die Gäste, aber nicht für ihr Personal. In den nächstgelegenen Städten, in die die Pendler fahren, bieten die Arbeitgeber häufig nicht einmal Parkplätze an. Ich parke eine halbe Stunde Fußweg entfernt auf einem öffentlichen Parkplatz mit rund hundert Stellplätzen und zwei Ladesäulen, die fast immer belegt sind, wenn ich da ankomme.

Ja, wenn man es sich leisten und laden kann, dann ist das so. Aber genau da liegt das Problem - auch wenn es für jemanden, der nicht in einer strukturschwachen Region lebt, schwer vorstellbar ist.

Ob Du es glaubst oder nicht - andere sind auch schon auf diese Idee gekommen. Gerade diejenigen, die von den Preiserhöhungen am meisten betroffen sind, tun das längst, weil sie gar keine andere Wahl haben. Wenn so jemandem an den Kopf geworfen wird, dass er einfach nicht so viel rasen und ein paar Alufelgen weniger kaufen soll, dann kann ich Dir vorhersagen, bei welcher Partei er das nächste mal sein Kreuz machen wird. Solche Kritik kommt nämlich aus sozialen Blasen, in der er keinen Platz hat. Also wendet er sich Leuten zu, die wenigstens so tun, als ob sie ihn ernst nehmen würden.

Ich nehme an, dass Dich dieser 2-3 Kilometer lange Weg vom einzig möglichen Parkplatz bis zu Deinem Arbeitsplatz auch durch eine Kaktusplantage und mehrere Löwengehege führt.

Ich bin immer wieder froh, dass ich in den 20 Jahren, die ich in der Düsseldorfer Innenstadt wohnte, selten mehr als 50 Meter entfernt von meiner Wohnung einen Parkplatz fand. Die Zustände im Rest der Republik sind bekanntermaßen einfach grausam. Man hört ja wirklich schlimme Geschichten. Allein die täglichen Schießereien, die sich aus den Streitigkeiten über die Benutzung der richtigen Gehwegseite ergeben, kosten ja jährlich Millionen Menschen das Leben.

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Moin,

Dazu hätte ich gerne wirklich belastbare Zahlen von dir.

Darin liegt dein Problem in deiner Region, die aber keineswegs das Leben der restlichen 40 Millionen PKW Fahrer abbildet. Gerade die dörfliche Pampa, in der ich seit über 45 Jahre lebe, bietet typischerweise genau die Möglichkeiten, die vermisst werden. Hier gibt es überwiegend Ein- oder Zweifamilienhäuser mit Parkmöglichkeiten auf dem eigenen Grundstück und ein vergleichsweise einfacher Zugang zu Strom.
Wenn bei dir in der strukturschwachen Region kein nennenswerter Zugang zu Ladepunkten existiert, ist das bedauerlich, aber das sollte niemanden davon abhalten, allgemein gegen die Elekromobilität zu wettern.

Von wie vielen Menschen reden wir da? Dazu hätte ich gerne belastbare Zahlen von dir. Wie viele Menschen von wie vielen haben sich einen Einsparberater geholt, um die eigene Ausgabesituation zu durchleuchten?

Ich treffe auch eine Vorhersage, denn wenn diese andere Partei zum Zuge kommt, dann darf dieser jemand froh sein, wenn er überhaupt noch eine Alufelge an irgendeinem fremden Auto sehen kann.
Aber das ist eine andere Baustelle.

Dazu noch ein allgemeines Wort, denn diese gefühlt grobe allgemeine Ablehnung gegen ein Elektroauto empfinde ich als erschreckend und deutlich zu kurz gedacht. So zumindest empfinde ich deine Beiträge.

Ein attraktiver Gebrauchtmarkt kann nur dann entstehen, wenn es genügend Käufer für Neuwagen gibt. Die guten gebrauchten PKW von heute waren schließlich einmal Neuwagen, die man sich selber als Neuwagen oft nicht hat leisten können, so wie ich auch.
Wer aus rein persönlichen und evtl. nachvollziehbaren Gründen dagegen ist, der sollte ruhiger auftreten, denn es gibt durchaus Käufer für Neuwagen, die oft aus Unkenntnis oder Unsicherheit sich nicht klar entscheiden können. Gerade Diskussionen um „Es gibt keine Lademöglichkeit“ hilft da überhaupt nicht weiter, solange man die eigene Situation nicht unter verschiedenen Aspekten analysiert hat.

Sei so nett und verrate mir grob das Postleitgebiet, ohne dass du identifiziert werden könntest, dann schau ich mal, wie viele Stationen es in deiner Region gibt. Unsere nächsten Tankstellen liegen grob 3 bis 6 km entfernt und wenn Rushhour herrscht, wartest du auch 20 Minuten auf eine freie Zapfsäule. Daneben bieten sie übrigens auch Ladestationen an.
„Zu wenig“ ist für mich so ein extrem schwammiger Begriff, den glaube ich meist erst gar nicht.
Bei uns stehen im Umkreis von ca. 10 km rund 25 Ladesäulen. Diese Entfernung legen wir so oder so zurück, weil wir dort einkaufen müssen.
Oder du schaust selber nicht nur bei google, sondern auch bei https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ nach.

Als Beispiel:


Bildquelle: https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

IIRC gibt es noch die älteren größeren Dörfer im Osten, in denen man einen Plattenbau errichtet hat. Dennoch gibt es auch und gerade in diesen Ortschaften Wohnhäuser mit 1 oder 2 Familien, die über Strom verfügen.

-Luno

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Dazu fällt mir eine Diskussion mit einem Elektroauto-Skeptiker ein.

Zuerst sagte er, er würde sich wegen des immensen Wertverfalls kein neues Elektroauto kaufen.

Später sagte er, ein gebrauchtes würde er ja prinzipiell kaufen wollen - aber die Preise seien ja viel zu hoch.

Ja, so ist das wohl.

Ich sage immer: Es gibt Nutzer, für die geht ein Elektroauto zurzeit nur mit starken Einschränkungen. Stimmt halt.
Es gibt aber viele wohlhabende Einfamilienhausbesitzer, die jetzt und sofort umstellen könnten, es aber aus ideologischen Gründen nicht machen.

Von den vielleicht 50 Kunden, Verwandten und Bekannten, die einen Hybrid oder Vollelektrischen gekauft haben, haben alle bis auf einen gesagt, dass das nächste Auto ein vollelektrischer werden wird.

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Das ist ja das faszinierende: irgendwie finden die Leute immer Argumente gegen Elektroautos. Ich sehe und sah das Problem ja immer in den Städten, wo es viele Menschen, generell wenig Stellplätze und noch viel weniger Ladestationen pro Kopf gibt. Dort wird die Ladeinfrastruktur seit ein paar Jahren massiv ausgebaut und die Erprobungsphase für die Ladebordsteine war ein großer Erfolg. Ja, die Dinger kosten Geld und die ganzen Kabel auch, aber die fossile Infrastruktur kostete und kostet auch viel Geld.

Wir leben hier in einem klassischen Industriedorf: Industriellenvillen und kleine Mehrfamilienhäuser im Ortskern, darum Neubaugebiete mit Einfamilienhäusern. Auch hier scheint es grundsätzlich möglich zu sein, seine Elektroautos mit Strom zu versorgen, auch wenn die Stadt die Sondernutzung von Gehwegen für Ladekabel grundsätzlich untersagt (weil die Menschen viel häufiger über Ladekabel zu stolpern scheinen als über schlecht verlegte Pflastersteine, Kabel für Marktstände oder Elektroroller).

Dass es nun auch in ländlicher Lage mit Schwerpunkt auf Einfamilienhäusern nicht möglich ist, sein Auto zu laden, kommt nun auch für mich überraschend.

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Ja natürlich ist das so. In dem Beitrag, auf den ich ursprünglich geantwortet habe, wurde aber nicht differenziert - weder zwischen Regionen, noch zwischen Einkommensverhältnissen. Wer bei Beschwerden über hohe Spritpreise nur an Raser und Tuner denkt, dem muss mal deutlich gesagt werden, wie sehr er den Kontakt zur Realität verloren hat.

Für Leute, die sich das leisten können, sind Spritpreise natürlich kein Thema. Von denen spreche ich aber nicht. Hier im Ort wohnen die meisten als Mieter in Mehrfamilienhäusern. Wenn sie überhaupt feste Parkplätze haben, dann sie die ebenfalls gemietet und an keinem davon gibt es Ladepunkte.

Auf dem Land sieht es zwar anders aus, aber da leben kaum noch Leute mit geringem Einkommen. Die sind längst in die Ortschaften gezogen.

Zeige doch erstmal, dass Menschen, für die höhere Spritpreise ein Problem darstellen, so schlecht fahren, dass sich das für sie lohnt. Das ist der pauschale Vorwurf, den ich kritisiere.

Dann lies bitte noch mal was und vor allem über wen ich hier schreibe. Zum Glück leben in Deutschland noch nicht so viele Menschen am Existenzminimum, dass Elektromobilität allgemein keine Option wäre.

174XX

wir entfernen uns in großen Schritten vom Ursprungsthema, hin zum allg. Einlassungen bzgl. Elektromobilität, daher ein freundliches btt :wink:

edit MOD: o.t. entfernt (siehe Hinweis eins drüber), ab hier bitte beim Thema bleiben, Danke!

Um nochmal zum eigentlichen Thema zu kommen: Wie seht ihr die Preisentwicklung der Energiepreise, insbesondere für Dieselkraftstoff, in der EU? Oder traut sich wieder niemand eine Prognose abzugeben?

In einem Umfeld, das von erratischen Entscheidungen von einigen wenigen Irren bestimmt wird? Auf welcher Basis soll man da Prognosen abgeben? Am nächsten dran bist Du wahrscheinlich, wenn Du Dir die Preise an den Terminbörsen anschaust.

Klar ist aber auch, dass die Nachfrage nach fossilen Treibstoffen rückläufig ist, wie ich schon andeutete. Der aktuelle Nachfrageboom bei BEV wird den Trend weiter verstärken.

Da Du - mal abgesehen davon, dass diese Entwicklung angesichts der Substitution von Verbrennern durch Elektroautos einfach nur logisch ist - nach Quellen fragest: