Programm-Icons selbst erstellen?

Hallo,

wie werden denn die kleinen Programm-Icons professionell (z.B. 3D-Effekten wie
unter Windows Vista oder unter http://www.drweb.de/webgrafik/images/nuvola.gif)
erstellt?

Zeichnet die Profis solche Icons aufgrund der geringen Größe (16x16 oder 32x32 Pixel)
wirklich Pixel für Pixel per Hand oder lassen sich da auch Schattierungs- und
Farbverlaufsfunktionen von den gängigen Bildbearbeitungsprogrammen nutzen?

Vielleicht kennt jemand gute Links oder Bücher zum Thema?

Im voraus besten Dank,
-Andreas.

Hallo,

im Grunde genommen kann fast jedes Programm ein Icon zeichnen. Es handelt sich um Bitmaps.

Die Bilder können von einem großen QUADRATISCHEM Bild auf z.B. die Größe 48x48 geschrumpft werden und dann als ICO abgespeichert werden. Sogar das Umsonst Programm Irfan-View kann diese Dateien abspeichern.

Problematisch wird es dann den Icon vernünftig aussehen zu lassen. Was groß gut ausschaut, kann verkleinert sch**** aussehen. Da ist ein wenig Hnadarbeit notwendig.

Dann sind Programme wie z.B. Microangelo Studio sehr hilfreich. Aber das kostet Geld. Es gibt meiner Erfahrung nach aber auch kostenlose. Einfach mal in einer Suchmaschine „Icon program freeware“ eingeben. Irgendwas wird sich schon finden.

Viel Spaß damit

Gruß
Edgar

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Hallo,

an der Handarbeit führt kein Weg vorbei, wenn es nach etwas aussehen soll, von Sonderfällen wie einem schwarzen Rechteck mal abgesehen. Einen von 16 x 16 auf 32 x 32 verdoppelten Kreis muss man genauso nacharbeiten wie in umgekehrter Richtung. Es lohnt sich aber immer, weil die Software dann viel professioneller aussieht.

Bei den meisten Entwicklungssystemen ist sogar ein Editor dabei, wenn auch oft recht versteckt, bei Borland z.B. ein „Bild-Editor“ - nicht preisverdächtig, aber ausreichend.

Gruss Reinhard

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Hallo Edgar,

im Grunde genommen kann fast jedes Programm ein Icon zeichnen.

Das war mir schon klar, es geht mir mehr um die Technik,
wie ich gut aussehende Icons selbst erstellen kann.

Die Bilder können von einem großen QUADRATISCHEM Bild auf z.B.
die Größe 48x48 geschrumpft werden und dann als ICO
abgespeichert werden.

Du meinst also, dass die Grafik-Profis die Icons in groß
erstellen, sie dann verkleinern und nachbearbeiten?

Dann hast Du ja erst mal noch mehr Arbeit gegenüber der Lösung
das Icon gleich in der Zielgröße von z.B. 32x32 zu erstellen,
oder?

Problematisch wird es dann den Icon vernünftig aussehen zu
lassen. Was groß gut ausschaut, kann verkleinert sch****
aussehen.

Eben drum, warum sollte man also mit einem großen Bild beginnen?

Dann sind Programme wie z.B. Microangelo Studio sehr
hilfreich. Aber das kostet Geld. Es gibt meiner Erfahrung nach
aber auch kostenlose. Einfach mal in einer Suchmaschine „Icon
program freeware“ eingeben. Irgendwas wird sich schon finden.

Kann ich nicht einfach gimp oder irgendein anderes beliebiges
Grafikprogramm nehmen? Oder gibt es Spezialprogramme für Icons, die
Funktionen wie „Glanzeffekt auf 16x16 Kugel malen“ fertig anbieten?

Sorry für die vielen Fragen, aber ich brauche eine möglichst genaue
Vorgehensweise, wie ich gut gemalte Icons selbst erstellen kann.

Gruß,
-Andreas.

Hallo Reinhard,

an der Handarbeit führt kein Weg vorbei, wenn es nach etwas
aussehen soll.

D.h. professionelle Effekte wie Schattierungen, Glanzlichter
und Transparenz muss man bei kleinen Icons Pixel für
Pixel per Hand setzen?

Dann fragt sich, woher man wissen soll, welcher Farbton
bei einem z.B. 4 Pixel breiten Schatteneffekt als nächstes
zu wählen ist. Muss ich da stundenlang ausprobieren bis es
einigermassen aussieht oder gibt es da feste Regeln wie
Helligkeit pro weiteren Pixel um 10% reduzieren?

Wie erstellst Du denn Deine Programmicons (Programm+Verfahren)
und wie lange brauchst Du für ein gut aussehendes Icon?

Fragende Grüße,
-Andreas.

Hallo,

um von hinten anzufangen: es dauert eben so lang wie es dauert - das Icon ist das Aushängeschild der Software, das hat man auf dem Desktop immer vor der Nase! Aber in 2 Std. sollte man was Brauchbares hinkriegen, gegenüber ein paar hundert Stunden für eine ernstzunehmende Software.

Du kannst dir natürlich in fast jedem Zeichenprogramm die Ausgabe auf 32 x 32 herunterskalieren lassen, aber ich bezweifle sehr, dass dir das Ergebnis gefällt (einfach Erfahrung sammeln). Im übrigen ist es notwendig, während der Bearbeitung das Resultat auch 1:1 zu sehen, sonst kann man die Wirkung einer Änderung nicht beurteilen. Ich nehme bisher immer einen der Resourcen-Editoren von Borland, weil die halt vorhanden sind wg. C++ oder Delphi.

Es ist generell lehrreich, gute Icons im Detail zu studieren, es ist oft erstaunlich, mit wie wenigen Pixeln man einen tollen Effekt erzielen kann; das schafft sowieso keine Software. Sieh dir etwa mal den Verknüpfungspfeil unten links an den Desktopicons an. Der Eindruck eines umgebogenen Pfeils ist fast reine Einbildung.

Gruss Reinhard

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Hallo Andreas!

Ich habe den Eindruck, dass Du unter Zeitdruck stehst. - So wird das nix!

im Grunde genommen kann fast jedes Programm ein Icon zeichnen.

Das war mir schon klar, es geht mir mehr um die Technik,
wie ich gut aussehende Icons selbst erstellen kann.

Um solch gut ausssehenden Icons zu erstellen[1], braucht man wirklich viel Muße und sollte Einiges(!) über Formen, Farben sowie Licht und Schatten wissen bzw. in die eigene Erfahrung gebracht haben. Und das nicht auch nur speziell in einem Grafik-/Bildbearbeitungsprogramm. Es ist da z.B. wichtig, dass Du erkennst, wie das Licht auf das dargestellte Objekt (z.B. einen dreidimensional wirkenden Button) einfällt, reflektiert wird, und wie das Objekt einen Schatten wirft. - Und das…

Die Bilder können von einem großen QUADRATISCHEM Bild auf z.B.
die Größe 48x48 geschrumpft werden und dann als ICO
abgespeichert werden.

Du meinst also, dass die Grafik-Profis die Icons in groß
erstellen, sie dann verkleinern und nachbearbeiten?

…lässt sich eben nur an realistisch großen Objekten gut erkennen. Deshalb verwenden Designer (das ist ein Beruf!) auch bildschirmgroße Vorlagen, die sie erst später von einem geeigenten Programm (bspw. einem Icon-Tool) kleinrechnen lassen.

Dann hast Du ja erst mal noch mehr Arbeit gegenüber der Lösung
das Icon gleich in der Zielgröße von z.B. 32x32 zu erstellen,
oder?

Nein. Eher weniger. - Es sei denn, Du arbeitest mit zweidimensionalen Objekten und ohne Licht und Schatten und mit wenig Farben/Farbnuancen.

Die sinnvollste Vorgehensweise erscheint mir, ein Grafikprogramm zu verwenden, mit dem man Vektorgrafiken erstellen und als Bitmaps ausgeben kann. (Ich denke, das leistet CorelDraw! oder z.B. auch OpenOffice Draw.) Anschließend sollte man dann mit einem Icon-Tool weiterarbeiten (Verkleinern von bspw. 400x400 auf 32x32 Pixel.)

Schau Dir 'mal den RSIconEditor an. (Siehe Google: http://www.google.de/search?q=rs+icon+editor) Mit dem solltest Du recht schnell zu brauchbaren Ergebnissen kommen.

Der RS Icon Editor (in mir vorliegender Version 1.00) hat folgende Eigenschaften bzw. Eigenheiten:

  • Unterstützt nur 32x32 große Icons.
  • Schreibt ausschließlich TrueColor-Icons (Eine Farbreduktion auf 256 oder 16 Farben und die Kombination verschiedener Größen usw. sollte mit einem anderen Tool wie dem IconShop 1.3 vorgenommen werden.)
  • Es wird einfache Transparenz unterstützt, d.h. transparente Bereiche sind zu 100% transparent, alles andere opak.
  • Bilder/Fotos usw. lassen sich per Copy&amp:stuck_out_tongue_winking_eye:aste als Icon einfügen, sogar dabei skalierbar.
  • Horizontale/Vertikale Farbverläufe.
  • und anderes…

Bei Bedarf, wenn Du mit Google… nicht weiter kommst, kann ich Dir die erwähnten Programmversionen zumailen.

Gruß,
-Andreas.

Wieso „Minus Andreas“?

Gruß & CU +DannyFox64

[1] Icons, wie Du sie bei Dr. Web ausgestellt siehst

Hallo +Danny.

Ich habe den Eindruck, dass Du unter Zeitdruck stehst. - So
wird das nix!

Ein bisschen Druck erhöht die Motivation :wink:

Um solch gut ausssehenden Icons zu erstellen[1], braucht man
wirklich viel Muße und sollte Einiges(!) über Formen, Farben
sowie Licht und Schatten wissen

Es ist da z.B. wichtig, dass Du erkennst, wie das Licht auf
das dargestellte Objekt einfällt, reflektiert
wird, und wie das Objekt einen Schatten wirft.

In der Offline-Welt ist das für mich auch kein Problem.
Ich hatte schon früh in der Schule gezeichnet und war
mit Bleistift und Buntstift Jahrgangsbester gewesen.

Das grundlegende Verständnis ist also vorhanden. Mein
Problem ist es jetzt, den Sprung in die digitale Welt
zu schaffen und statt mit Stiften mit einem Malprogramm
Bilder zu erstellen. Dazu fehlt mir momentan noch der
Plan, wie ich da einsteigen soll.

Deshalb verwenden Designer (das ist ein Beruf!) auch
bildschirmgroße Vorlagen, die sie erst später von einem
geeigenten Programm (bspw. einem Icon-Tool) kleinrechnen
lassen.

Weisst Du das sicher aus erster Hand oder ist das Deine
Vermutung? Die Artikel, die ich mittlerweile gefunden habe,
starten aufgrund der geringen „Leinwandgröße“ direkt im
Zielformat, da die berechneten Verkleinerungen zu ungenaue
Ergebnisse liefern, siehe z.B. http://www.gimp.org/tutorials/Creating_Icons/.

Die sinnvollste Vorgehensweise erscheint mir, ein
Grafikprogramm zu verwenden, mit dem man Vektorgrafiken
erstellen und als Bitmaps ausgeben kann. (Ich denke, das
leistet CorelDraw! oder z.B. auch OpenOffice
Draw.)
Anschließend sollte man dann mit einem Icon-Tool
weiterarbeiten (Verkleinern von bspw. 400x400 auf 32x32
Pixel.)

Prinzipiell würde ich lieber mit einem generellen Tool
wie Gimp arbeiten, anstatt mich in 2 oder 3 einzelne
Programme einarbeiten zu müssen. So wie ich das überblicke,
bietet Gimp sogar eher mehr Funktionen wie diese spezialisierten
Icon-Programme (Schatten, perspektivisches Verzerren, verschiedene
Filter etc.) oder gibt es ein zwingendes Argument für ein
Icon-Programm?

Vektorprogramme würde ich doch nur als Vorstufe zum Runterskalieren
benötigen, oder?

Gruß,
-Andreas.

Hi, Andreas!

Ein bisschen Druck erhöht die Motivation :wink:

Tja, sieht bei mir auch häufig so aus. Entweder bin ich unter den ersten drei oder fünf von hundert - oder schaff’s auf den letzten Drücker erst. - In jedem Fall scheinst Du mir aber cooler geworden zu sein. Das ist gut! :smile:

In der Offline-Welt ist das für mich auch kein Problem.
Ich hatte schon früh in der Schule gezeichnet und war
mit Bleistift und Buntstift Jahrgangsbester gewesen.

Das grundlegende Verständnis ist also vorhanden.

Sehr gut! Klasse!

Mein Problem ist es jetzt, den Sprung in die digitale Welt
zu schaffen und statt mit Stiften mit einem Malprogramm
Bilder zu erstellen. Dazu fehlt mir momentan noch der
Plan, wie ich da einsteigen soll.

Deshalb verwenden Designer (das ist ein Beruf!) auch
bildschirmgroße Vorlagen, die sie erst später von einem
geeigenten Programm (bspw. einem Icon-Tool) kleinrechnen
lassen.

Weisst Du das sicher aus erster Hand oder ist das Deine
Vermutung? Die Artikel, die ich mittlerweile gefunden habe,
starten aufgrund der geringen „Leinwandgröße“ direkt im
Zielformat, da die berechneten Verkleinerungen zu ungenaue
Ergebnisse liefern, siehe z.B.
http://www.gimp.org/tutorials/Creating_Icons/.

Ja und nein. Das kommt darauf an, welche Programme einer profanisiert. Ich habe schon (über Dr.-Web-Artikel) auf Mac-Systemen erstellte Icon-Sätze gesehen. Die max. Größe war da, glaube ich, 240x240px. Und da kommt es dann durchaus auf Nuancen von Schattierungen an.

Hast Du Dich schon mal bei Dr. Web durchgelesen. Liste: http://www.drweb.de/scope/scope.php?scopeform_sterm=…
Besonderes Beispiel: http://www.drweb.de/leseproben/icon-software.shtml

Dass aber spezielle Icon-Programme (die, wenn sie denn, alles beherrschen) die optimale Lösung ist, das ist Dir aber doch klar, oder?

Prinzipiell würde ich lieber mit einem generellen Tool
wie Gimp arbeiten, anstatt mich in 2 oder 3 einzelne
Programme einarbeiten zu müssen. So wie ich das überblicke,
bietet Gimp sogar eher mehr Funktionen wie diese
spezialisierten Icon-Programme (Schatten,
perspektivisches Verzerren, verschiedene Filter etc.)
oder gibt es ein zwingendes Argument für ein
Icon-Programm?

Gimp wird u.U. schon das Richtige sein; zumindest, wenn Du da einen Plan hast. Gimp hätte ich mir sicher auch schon installiert, wenn vor allem ausreichend Zeit dafür und noch genügend RAM für die Registry hätte. Selbiges gilt für Inkscape - http://www.inkscape.org/

Vektorprogramme würde ich doch nur als Vorstufe zum
Runterskalieren benötigen, oder?

Jein. Es ist richtiger oder besser, Entwürfe auf Vektor-Basis zu erstellen, und dann mit einem guten Bildbearbeitungsprogramm, von sagen wir ‚mal originalen TIFF- oder PNG-Dateien herunter zu skalieren. Das bringt nach meiner Erfahrung die besseren Ergebnisse. (Es hat sich aber in den letzten Jahren auch unheimlich viel getan. Neue Programm, die Funktionen besser bis optimal mit einander kombinieren, sag‘ ich nur.)

Es gibt verschiedene Grafikprogramme, die zwar Pixelgrafiken ausgeben, aber Zeichnungselemente wie Pfade unterstützen. Beispielsweise speichert Adobe/Macromedia Fireworks (zum Erstellen von Webgrafik, interaktiven Buttons, Rollovers usw.) im PNG-Format, kennt aber Pfade usw., die als Vektorgrafik eingelagert werden. CorelDraw arbeitet im hauseigenen CDR ähnlich, etc. pp. - Ich weiß nicht, ob Gimp das kann; wäre von Vorteil.
Da aber Gimp und Inkscape beide OpenSource-Projekte sind, kann ich mir vorstellen, dass sie beide sehr gut zu einander kompatibel sind.

Um aber nochmal auf das Stichwort „Malprogramm“ zurück zu kommen:
In Pixel-orientierten Programmen ist es häufig recht schwierig geschwungene Linien zu „zeichnen“. Bei Vektorzeichenprogrammen lassen sich Pfade (Punkte/Knoten und Kurven) normalerweise ziemlich gut nachbearbeiten.
(Inwieweit Grafiktabletts eine Alternative zur Maus sind, kann ich nicht sagen. Vor Jahren jedenfalls waren sie sehr fehleranfällig, und ich denke, das Anwendungsprogramm muss diese Eingabemöglichkeit unterstützen. Genaueres weiß ich da nicht.)

Mit welcher Grafik-Software kennst Du Dich denn jetzt schon aus? Und wie gut?

CU DannyFox64

Hallo Danny.

Mein Problem ist es jetzt, den Sprung in die digitale Welt
zu schaffen und statt mit Stiften mit einem Malprogramm
Bilder zu erstellen. Dazu fehlt mir momentan noch der
Plan, wie ich da einsteigen soll.

Gimp wird u.U. schon das Richtige sein; zumindest, wenn Du da
einen Plan hast.
Selbiges gilt für Inkscape - http://www.inkscape.org/

Danke für den Tipp mit Inkscape. Das werde ich mir mal
näher anschauen, da es eine gute Ergänzung zu Gimp zu sein
scheint.

Mit welcher Grafik-Software kennst Du Dich denn jetzt schon
aus? Und wie gut?

Na ja, ich mache gerade meine ersten Schritte mit Gimp
und digitalem Zeichnen/Malen und vermisse momentan etwas
meine analogen Buntstifte :wink:

Gruß,
-Andreas.