Hallo
Ich plane Richtung Biochemie/Genetik zu studieren, habe jetzt gehört, dass man Programmierkenntnisse dafür brauchen könnte. Welche Sprachen werden, wenn überhaupt, bevorzugt?
Danke schonmal
Gruß, Maren
Hallo
Ich plane Richtung Biochemie/Genetik zu studieren, habe jetzt gehört, dass man Programmierkenntnisse dafür brauchen könnte. Welche Sprachen werden, wenn überhaupt, bevorzugt?
Danke schonmal
Gruß, Maren
Hallo,
Wenn du in der Biologie programmierst, dann setzt Du die Maßstäbe. Will heißen: Es gibt keine Standards.
Viele Biologen, die ich kenne, bevorzugen Delphi/Pascal.
Natürlich kann C nie schaden. Großrechner verstehen immer noch Fortran, aber wenn du Pascal kannst, ist das auch kein Problem.
Praktisch für allen Statistik-Kram und viel Bioinformatik-Rechenkram ist R (www.r-project.org). Das ist auch (fast) eine Programmiersprache.
LG
jochen
Hallo Jochen,
vielleicht könnte man noch SPSS als Statistical-Software hinzufügen.
LG
Michael
Hi Michael,
Ja, oder auch SAS, Statistica, Stat, S+, … und einige Leute würden hier sogar Excel aufführen *schauder*
Aber das führt zu weit.
Im Prinzip ist das in Bio nicht anderes als in Mathe. Es ist gut, wenn man ein C(++) kann und R oder SAS oder SPSS, aber letztendlich kommt es darauf an, WAS man machen soll/will.
Ich würde jedenfall keine Genomdatenbank in SPSS aufziehen und keine ANOVA mit C rechnen wollen.
Grüße,
JPL
Beruhigung
Hallo Maren,
insofern dir die Algorithmen völlig klar sind, ist es einigen Studien nach völlig wurscht in welcher Programmiersprache (oder gar querbeet) man arbeitet. Nach kurzer Zeit der Einarbeitung waren alle Programmierer gleich gut unabhängig von der Programmiersprache.
Aber C (auch wenn ich es als Assembler mit Makros bezeichne - also zu Maschinennahe Mittelalter-Programmiersprache) ist keine schlechte Grundlage. Pascal/Delphi hingegen ist schon eher eine „richtige“ Hochsprache. Gar nicht zu sprechen von den Statistiksystemen, die ja schon angesprochen wurden.
Hauptsache die Basisc (Projekt-/Versionsmanagement, Dateiverwaltung, Datensicherheit) im Umgang mit der EDV werden gut vermittelt (daran mangelt es meiner Erfahrung nach in allen EDV-Kursen an/in VHS/Abendakademie/Firmen).
Gruß
Stefan
Huhu!
Ich bin inzwischen im 10. Semester Biologie, und mußte noch nie Programmieren.
Exel, Word, PowerPoint und R haben bisher gereicht.
(R auch nur, weil ich einen Ökologie-Kurs gemacht habe, für Biochemie oder Genetik habe ich das stumpf nicht gebraucht.)
Wenn du Programmieren kannst, ist das ein netter Bonus, der dich weiterbringen kann, aber kein muss.
Datenbankenkentnisse sind für angehende Genetiker bestimmt sehr nützlich (siehe Bioinformatik).
Welche Sprache jetzt am vorteilhaftesten ist, kann ich dir nicht sagen.
Das kommt vermutlich darauf an, was dein Dozent bevorzugt, wobei es auch immer noch viele Dozenten gibt, die der Meinung sind,
das Exel ein Gericht in der Sushibude ist.
Insgesamt kenne ich 2-3 Biologen, die programmieren können, davon ist eine Administratorin am Fachbereich.
Viele Grüße!
Ph.
Hallo,
noch ein Wort zu Datenbanken:
Zwar ist es korrekt, dass viele Biologen insbesondere in der (Molekular)Genetik die großen Datenbanken (mit)aufgebaut haben. Ich denke aber, diese Pionierzeit des Datenbankbaus ist vorbei. Biologen verschwenden ihre biologischen Fachkennnisse, wenn sie „einfach nur“ im Bereich Datenbankaufbau „wildern“.
In Zukunft wird ein größerer Bedarf für Programmierkenntnisse dahingehend bestehen, dass flexibel die verschiedensten Probleme gelöst werden können. Wenn jährlich neue Analysegeräte entstehen, die alle an die EDV angeschlossen sind, steht der Biologe schlecht da, der die Ergebnisse dieser Geräte ungeprüft von der oft stiefmütterlich entwickelten Geräte-eigenen Software übernehmen muss. Schöne und interessante Auswertungen der Datenfluten lassen sich meist nur mit speziell angepassten Programmen durchführen - und diese Programme muss man meist selbst entwickeln oder man muss die Daten so aufarbeiten, dass sie von einem anderen Programm verstanden werden (wozu man idR auch ein Programm schreiben muss).
LG
Jochen