Hallo,
könnte mir jemand bitte den Unterschied zwischen einem Evaluation Board und einem Starter Kit erklären ?
Außerdem hab ich mal gehört, dass es auch Debugger in Hardwareform gibt, diese seien aber sehr teuer, aber auch sehr komfortabel. Wie nennt man diese Dinger ?
Vielen Dank im voraus,
Markus
Hi Markus
Außerdem hab ich mal gehört, dass es auch Debugger in
Hardwareform gibt, diese seien aber sehr teuer, aber auch sehr
komfortabel. Wie nennt man diese Dinger ?
Ein Debugger ist ein Werkzeug zum Auffinden, Diagnostizieren und Beheben von Fehlern in Hardware und Software.
Es gibt also keine Universal-Debugger, weder im Hard- noch im Softwarebereich.
Aber es gibt Hardware-Debugger für manche Anwendungszwecke, zB
JTAG (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/JTAG)
Logikanalysatoren (http://de.wikipedia.org/wiki/Logikanalysator)
ICE’s (In-Circuit Emulatoren) (http://de.wikipedia.org/wiki/In-Circuit-Emulator)
Gruss
ExNicki
Hallo Markus,
könnte mir jemand bitte den Unterschied zwischen einem
Evaluation Board und einem Starter Kit erklären ?
Das Evaluation Bord besteht meist nur aus eben diesem, meist plus Literatur.
Ein Starter Kit besteht meist aus einem Evaluation Bord, dazu benötigter Software (Assembler, Compiler usw.), Literatur und oft sind auch noch die Kabel dabei.
Außerdem hab ich mal gehört, dass es auch Debugger in
Hardwareform gibt, diese seien aber sehr teuer, aber auch sehr
komfortabel. Wie nennt man diese Dinger ?
ICE (In Circuit Emulator). Das Ding wird dann an Stelle der CPU eingebaut. Damit kann man dann auch in Echtzeit die Abläufe auf dem Bus oder auch der Register protokollieren. Auch gibt es recht komplexe Triggermöglichkeiten für Breakpoints. Der Preis beginnt so bei einem Kleinwagen und ist nach oben offen.
Moderne CPUs haben meist auch etwas Unterstützung fürs Debuggen auf dem Chip. Allerdings lassen sich damit keine Systeme aufbauen, welche in Realtime arbeiten können.
MfG Peter(TOO)
Hallo Markus,
ergänzend zum bereits Geschriebenen:
ICEs (Hardware-Debugger bzw. InCircuit-Emulatoren) sind aufwendig, teuer und sehr wertvoll - aber für neuere Prozessoren werden praktisch keine mehr angeboten. Es gibt nur noch die eingeschränkten Versionen über fest eingebaute Debug-Schnittstellen oder JTAG. Zum einen lohnen sich die Entwicklungskosten einfach nicht, zum anderen dürfte es auch schwierig sein, bei 90 nm-Technik noch zusätzliche Leitungen zu kontakten.
Logik-Analysatoren ausreichender Geschwindigkeit und Kanalzahl kosten etwa soviel wie Einfamilienhäuser, nützen aber im Embedded-Bereich fast nichts, weil sie nur an den Pins lauschen können und von den internen Bussen nichts mitkriegen. Ausserdem sind sie wegen der Natur der Sache äusserst komplex zu bedienen, wenn man sie 3 x mal im Jahr braucht, muss man jedesmal tagelange Einarbeitungszeit rechnen. Ich habe deshalb meinen seit mindestens 2 Jahren nicht mehr eingeschaltet, das traurige Schicksal teilt er glaube ich mit den meisten seiner Zunftgenossen.
Gruss Reinhard
Guten Morgen zusammen!
Erstmal vielen Dank für eure Hilfe! :o)
Der Peter(Too) ist wohl auch überall hier vertreten ;o)
Wäre jemand von euch so nett und würde sich das hier mal durchlesen?
Wir müssen nämlich für die Berufsakademie einen Praxisbericht schreiben, das hier ist ein Teil davon.
Stimmt das fachlich so ?
„…bekam seinen Namen daher, dass in diesem Raum alle Hilfsmittel zur Programmie-rung von Mikrocontrollern untergebracht sind. Genauer genommen umfasst das so-wohl den Software- als auch den Hardwarebereich. Der Softwarebereich besteht aus einer Vielzahl an Anwendungen. Eine davon sind die Entwicklungsumgebungen der unterstützen Hersteller, denn jeder Hersteller hat seine eigene Entwicklungsumge-bung.
Eine weitere sind die sogenannten Compiler, sie übersetzen den vom Menschen ge-schriebenen Quellcode, also das Programm, in eine für den Mikrocontroller verständ-liche „Sprache“. Auch hier gibt es verschiedene Anbieter, vergleichbar mit den Ent-wicklungsumgebungen.
Als letzte hier aufgeführte Softwareanwendung möchte ich die Debugger erwähnen. Sie dienen zum Auffinden und Beheben von Fehlern im Programmcode und ermögli-chen eine schrittweise Ablaufverfolgung des Programms. Dadurch können Prozes-sorregister und Variabeln des Mikrocontrollers während des Programms ausgelesen werden. Das macht die Fehlersuche und –erkennung deutlich komfortabler, in man-chen Fällen sogar erst möglich.
Im Hardwarebereich gibt es eine Vielzahl an Hilfsmitteln, so z.B. die „Evaluation Boards“ und „Starter Kits“. Sie werden meist von Entwicklern zum Testen bestimmter Bauteile und deren Verhalten mit anderen Baugruppen herangezogen.“
Bitte um schonungslose Kritik !
Danke schön schon mal für die aufgebrachte Zeit und die Hilfe.
Liebe Grüße,
Markus
Hallo Markus,
Erstmal vielen Dank für eure Hilfe! :o)
Der Peter(Too) ist wohl auch überall hier vertreten ;o)
Man tutet was man kann 
Stimmt das fachlich so ?
"…bekam seinen Namen daher, dass in diesem Raum alle
Hilfsmittel zur Programmie-rung von Mikrocontrollern
untergebracht sind. Genauer genommen umfasst das so-wohl den
Software- als auch den Hardwarebereich.
Dazu kann ich nichts sagen, da fehlt der Kontext.
Der Softwarebereich
besteht aus einer Vielzahl an Anwendungen. Eine davon sind die
Entwicklungsumgebungen der unterstützen Hersteller, denn fast jeder
Hersteller hat seine eigene Entwicklungsumge-bung.
Eine weitere sind die sogenannten Assembler und Compiler, sie übersetzen den
vom Menschen ge-schriebenen Quellcode, also das Programm, in
eine für den Mikrocontroller verständ-liche „Sprache“. Auch
hier gibt es verschiedene Anbieter, vergleichbar mit den
Ent-wicklungsumgebungen.
Als letzte hier aufgeführte Softwareanwendung möchte ich die
Debugger erwähnen. Sie dienen zum Auffinden und Beheben von
Fehlern im Programmcode und ermögli-chen eine schrittweise
Ablaufverfolgung des Programms. Dadurch können
Prozes-sorregister und Variabeln des Mikrocontrollers während
des Programms ausgelesen werden. Das macht die Fehlersuche und
–erkennung deutlich komfortabler, in man-chen Fällen sogar
erst möglich.
Im Hardwarebereich gibt es eine Vielzahl an Hilfsmitteln, so
z.B. die „Evaluation Boards“ und „Starter Kits“. Sie werden
meist von Entwicklern zum Testen bestimmter Bauteile und deren
Verhalten mit anderen Baugruppen herangezogen."
Oft sind Evaluation Boards auch die günstigste Variante für Einzelstücke.
MfG Peter(TOO)
Als letzte hier aufgeführte Softwareanwendung möchte ich die
Debugger erwähnen. …
Hallo Markus,
das geht an der Realität vorbei: ein (reiner) Softwaredebugger ist nur anwendbar, wenn die Software auf der gleichen Hardware entwickelt wird, auf der sie laufen soll, z.B. Programme für PC. Für einen Microcontroller trifft dies aber nicht zu, denn die Software wird auf einem PC entwickelt, soll aber z.B. in einer Waschmaschine laufen. Waschmaschinen haben aber in der Regel weder Tastatur noch Maus noch Bildschirm noch überhaupt die nötige Leistungsfähigkeit. Debuggen von Microcontrollern geht also nicht ohne zusätzliche Hardware - dass Software zur Bedienung dazugehört, versteht sich von selbst.
Gruss Reinhard