weiter unten habe ich eine diskussion zum thema titel fh/ba sehr
interessiert gelesen und da ging es auch um die promotion nach
einem fh- studium, daraus ergab sich für mich eine frage und
vielleicht könnt ihr auch da helfen.
wenn ich an der fh studiere und zwar in einem fach, das es so
oder ähnlich (meines wissens nach) nicht an einer uni gibt, gibt
es dann eine möglichkeit trotzdem zu promovieren?
Diese Frage wurde hier schon öfters erörtert, anscheinend besteht da ein imenser Bedarf!
Praktisch ist es so, daß den FH’s kein Promotionsrecht zugebilligt wurde. An die Universitäten erging aber die Auflage ihre Promotionsverfahren für besonders qualifizierte FH Absolventen zu öffnen. Dies ist auch geschehen, aber die Hürden liegen derart hoch, daß nur ein totaler Überflieger direkt in die Promotion wechseln kann. In der Regel muß die Diplomprüfung (Diplomarbeit + alle Scheine im Hauptstudium) an der FH mit „sehr gut“ (besser 1,5) abgeschlossen sein. Dann werden meist mehrere Feststellungsprüfungen an der Uni verlangt, die wieder mit einem bestimmten Notendurchschnitt bestanden werden müssen. Andere Unis verlangen gar ein universitäres Anpassungsstudium von 2 - 4 Semestern. Und wenn Du das alles geschafft hast, dann kannst Du wahrscheinlich während der Promotion nicht als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut arbeiten, sondern nur als technischer, da Du ja keinen Hochschulabschluß hast. Das macht so 600 - 1000 Mark netto aus.
Wenn Du dann fertig bist, paßt Du im kein Anforderungsprofil, da die Promotion nicht als wissenschaftlicher Hochschulabschluß anerkannt wird. Du könntest z.B. nicht zu einer FH Professur berufen werden, falls Dir das vorschweben würde
So jetzt bitte verzweifle nicht gleich, es gibt nämlich auch noch den Weg nach dem FH-Diplom ein Aufbaustudium an einer Uni zu machen und so in 3-4 Semestern das universitäre Diplom nachzuholen. Mittlerweile gibt es für sehr viele Studiengänge die Möglichkeit eines Aufbaustudiums (z.B. Maschbau, Verfahrenstechnik, Umwelttechnik, E-Technik, physikalische Technik, Technische Chemie, Wi-Ing.)
Ich bin diesen Weg an der Technischen Universität Clausthal gegangen und es hat sehr gut funktioniert!
Falls Du noch Fragen haben solltest, melde Dich einfach!
daß was du geschrieben hast, wußte ich schon. es geht mir darum,
daß ich ja schlecht ein paar semester an der uni machen kann,
wenn es mein fach oder ähnlich an der uni gar nicht gibt.
hat man dann überhaupt eine möglichkeit zu promovieren? und wie
kommen wir in diesen fächern zu professoren, wenn sie doch nicht
promovieren können, die fh- studierten? es gibt schon ein paar
studiengänge, die es an einer uni meines wissens nach nicht
gibt.(z.b. druck- und medientechnik)
promovieren können, die fh- studierten? es gibt schon ein paar
studiengänge, die es an einer uni meines wissens nach nicht
gibt.(z.b. druck- und medientechnik)
Wenn ich mir meine Profs so anschaue (Drucktechnik) dann sind darunter viele Physiker, Maschbauer, Chemiker, Vokswirtschaftler usw. soweit ich mich recht entsinnen kann hab ich noch keinen promovierten Drucktechniker als Prof in meinem Studiengang kennen gelernt.
Ich wußte ja nicht, daß Du so etwas spezielles studierst!
hat man dann überhaupt eine möglichkeit zu promovieren? und
wie
kommen wir in diesen fächern zu professoren, wenn sie doch
nicht
promovieren können, die fh- studierten? es gibt schon ein paar
studiengänge, die es an einer uni meines wissens nach nicht
gibt.(z.b. druck- und medientechnik)
Also z.B. die TU Darmstadt und die UGH Wuppertal bieten durchaus Drucktechnik an.
Wenn Du promovierst, ist es aber doch gar nicht so wichtig, ob Du genau auf Deinem Fachgebiet die Doktorarbeit anfertigst. Wichtig ist, daß Du anschließend Dr.-Ing. bist. Du könntest Dir z.B. ein Maschinenbauinstitut suchen, die mit Papiermaschinen oder Teilen davon zu tun haben. Du könntest Dir ein Verfahrenstechnisches Institut suchen die sich mit Trocknungsvorgängen beschäftigen etc. etc. Die Grundlagen sind doch überall die selben.
Frag’ doch einfach mal Deine Professoren was sie denn studiert haben, und auf welchem Gebiet sich ihre Promotion angefertigt haben. Da sind bestimmt einige dabei die durch puren Zufall in der Drucktechnik gelandet sind.
Interdisziplinär denken!
ganz lieb von dir, daß du trotz meiner etwas genervten antwort
geantwortet hast. das problem ist ja nicht die drucktechnik, ich
möchte mich nämlich auf die medientechnik spezialisieren und die
fällt bei uns nicht so technisch aus wie sich das fach anhört,
sondern ziemlich kreativ, natürlich schon in technischen
grenzen, sonst hät ich ja auch grafik design machen können.
Zu dem Thema „Promotion mit FH-Diplom“ mal eine doofe Frage:
Wenn mann einen Professor an der Uni findet, der bereit ist einen promovieren zu lassen, ist man dann nicht aus dem Schneider? Oder verlangt die Uni dann trotz Wunsch des Kollegen den gleichen Unsinn mit 2-3 Semestern Aufbaustudium und etlichen Prüfungen?
Ich dachte, dann wäre es kein Problem. Allerdings sind solche Professoren extrem rar. De facto scheitert die Promotion der FH-Studenten also am Unwillen der Universitätsprofessoren. Vermutlich Angst davor, dass die eigenen Studenten dann keinen oder einen geringeren Statusvorteil hätten.
Oder gibt es tatsächlich handfeste juristische Schwierigkeiten damit und ich sehe das zu blauäugig?
Ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt, einen Mediziner zu fragen, ob ich bei ihm promovieren könnte. Bei denen werden die Doktorarbeiten nämlich – naja fast – hinterhergeschmissen.
Zu dem Thema „Promotion mit FH-Diplom“ mal eine doofe Frage:
Wenn mann einen Professor an der Uni findet, der bereit ist
einen promovieren zu lassen, ist man dann nicht aus dem
Schneider?
Fast, denn:
Oder verlangt die Uni dann trotz Wunsch des
Kollegen den gleichen Unsinn mit 2-3 Semestern Aufbaustudium
und etlichen Prüfungen?
Genau so ist es. Über Promotionsordnungen kann sich ein Prof nicht hinwegsetzen.
Ich dachte, dann wäre es kein Problem. Allerdings sind solche
Professoren extrem rar. De facto scheitert die Promotion der
FH-Studenten also am Unwillen der Universitätsprofessoren.
Vermutlich Angst davor, dass die eigenen Studenten dann keinen
oder einen geringeren Statusvorteil hätten.
Nö.
Oder gibt es tatsächlich handfeste juristische Schwierigkeiten
damit und ich sehe das zu blauäugig?
Es gibt massive Schwierigkeiten, die sind in den Promotionsordnungen verankert. Allerdings trägt die Folgen der potentielle Doktorand, der seine Arbeit in den Gulli treten kann.
Ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt, einen Mediziner zu
fragen, ob ich bei ihm promovieren könnte. Bei denen werden
die Doktorarbeiten nämlich – naja fast –
hinterhergeschmissen.
Besorg dir einfach die Promotionsordnung für den Dr. hum. biol. an der Uni deiner Wahl (die Dinger findet man heutzutage im Netz) und schaue dort nach den Bestimmungen für FH-Absolventen.
Hast Du Dir schon mal überlegt ins Ausland zu gehen um dort den angelsächsischen Ph.D. zu erwerben? Z.B. nach England oder in die skandinavischen Länder? Dort gibt es in der Regel keine Anerkennungsprobleme, denen ist es wurscht ob Du von eine deutschen Uni oder FH kommst. Du könntest auch eine Doktorarbeit in Deutschland anfertigen und von einer englischen Uni betreuen lassen. Solche Fälle gibt es doch mittlerweile an fast jeder FH, da müsstest Du Dich mal umhören.
Die Frage ist halt was Du anschließend mit dem Titel anstellen willst.
… erstmal euch allen. ich hab ja noch ein bißchen zeit bis ich
fertig bin, vielleicht hat sich da dann schon was geändert.
im augenblick hat es mich nur sehr im zuge der diskussion um die
suche nach einem neuen prof für unsere fh interessiert. da man
so schnell keinen finden konnte, wollten wir als studenten mal
ein bißchen eigeninitiative entwickeln und das war nicht
erwünscht. uns wurden mehr als nur ein paar steine in den weg
gelegt, bis wir dann aufgeben mußten. daraus resultierten meine
fragen.