Promotion sinnvoll?

Hallo w-w-w,

ich nähere mich so allmählich dem Ende meines Studiums (Diplomstudiengang E-Technik), und natürlich macht man sich auch gelegentlich mal Gedanken „wie soll’s weiter gehen, wo will ich hin?“ …

In diesem Kontext frage ich mich gerade: lohnt es sich für Ingenieure, zu promovieren? Für ein dauerhaftes Arbeiten an der Uni ist es meines Erachtens sinnvoll (bis notwendig); allerdings ist mein Ziel aktuell eher die Industrie.
Wie sieht’s da aus? Wo sollte ich den Dr-Ing mitbringen, wo reicht der Dipl-Ing, wo ist der Dr-Ing vielleicht überqualifiziert?

Wie sind eure konkreten Einschätzungen und Meinungen zum Thema?

Für Anregungen bedankt sich schon mal jetzt ein nachdenklicher
peherr

Hallo,

zunächst einmal ist es als Ingenieur - im Gegensatz zu den Naturwissenschaften - nicht unbedingt erforderlich zu promovieren. Da die deutsche Industrie aber eher als konservativ einzuschätzen ist, kann man wohl davon ausgehen, daß die Promotion durchaus karrierefördernd ist. Das soll aber nicht bedeuten, daß man ohne Diss nicht aufsteigen könnte, aber es wird halt schwieriger werden.

Du solltest aber danach frage was Dir persönlich am besten liegt. Promotion nur aus Karrieregründen ist m.E. scheiße. Hast Du aber Lust ein paar Jährchen in die Wissenschaft hineinzuschnuppern, Arbeiten zu betreuen und Übungen zu halten, dann ist die Diss das richtige für Dich.

Die Möglichkeit zu forschen und zu lehren wirst Du nicht mehr bekommen, wenn Du Dich jetzt für die Industrie entscheidest. Dort kann man noch lange genug arbeiten :smile:

Gruß
Tom

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Hallo,

die Promotion macht man für sich. Weil man tiefer einsteigen will. In Euros zahlt sie sich in der Regel nicht aus. Wer wissenschaftlich arbeiten will, braucht sie in der Regel. In der Industrie ist sie eher unwichtig.

Gruß

Peter

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Hallo,
kommt auf die Firma an. Bei meiner letzten gab es keinen Abteilungsleiter, der nicht promoviert hatte.
Anderswo könnte man für praxisfern und überqualifiziert gehalten werden.
Generell kann man also nicht sagen, ob es sich lohnt oder nicht. Genau genommen kann man das ja nicht mal über das Studium überhaupt.
Gruß
loderunner

Hallo peherr,

In diesem Kontext frage ich mich gerade: lohnt es sich für
Ingenieure, zu promovieren?

Jain.
Es hat wie alles Vor- und Nachteil
Eine Promotion als Ing dauert häufig mal eben schlappe fünf Jahre, unter drei läuft nach meiner Erfahrung gar nichts, der Rekord den ich kenne liegt bei rund sieben Jahren, wobei der Kandidat in keiner Weise gedrömelt hat, im Gegenteil!

Für ein dauerhaftes Arbeiten an
der Uni ist es meines Erachtens sinnvoll (bis notwendig);
allerdings ist mein Ziel aktuell eher die Industrie.

Wenn Du in der (gehobenen) Lehre bleiben willst stimmt das sicher, aber wenn Du Dich als Laboring einrichten willst, reicht der Ing durchaus.

Wie sieht’s da aus? Wo sollte ich den Dr-Ing mitbringen, wo
reicht der Dipl-Ing, wo ist der Dr-Ing vielleicht
überqualifiziert?

Als DrIng wirst Du eher mit Führungsaufgaben betraut, ‚richtiges‘ Arbeiten im Labor kommt dann eher nicht in Frage, was Dir als Dipl.Ing. durchaus passieren kann.
Solltest Du also eher ein Praktiker sein, wäre das wohl weniger Dein Ding.

Wie sind eure konkreten Einschätzungen und Meinungen zum
Thema?

Es kommt auf die Firma an und wo Du arbeiten möchtest.
Ein Dr ist teurer und nicht immer von nöten.
Das Arbeitsfeld ist schmaler.

Eine Promotion kann (muß aber nicht) sehr befriedigend sein, weil sie (meist) sehr anspruchsvoll ist, andererseits bietet sie auch ein weites Feld für Frust :wink:

Ein generelles Ja oder Nein kann also nicht gegeben werden, bei den Igeln ist es eben anders als bei den Chemikern, wo man ohne Dr so gut wie keine Jobchance hat.

Ob es sich finanziell lohnt kann man im Vorfeld nicht sagen.

Gandalf

nix ausser „Danke für die Anregungen“ …
peherr