Hallo peherr,
In diesem Kontext frage ich mich gerade: lohnt es sich für
Ingenieure, zu promovieren?
Jain.
Es hat wie alles Vor- und Nachteil
Eine Promotion als Ing dauert häufig mal eben schlappe fünf Jahre, unter drei läuft nach meiner Erfahrung gar nichts, der Rekord den ich kenne liegt bei rund sieben Jahren, wobei der Kandidat in keiner Weise gedrömelt hat, im Gegenteil!
Für ein dauerhaftes Arbeiten an
der Uni ist es meines Erachtens sinnvoll (bis notwendig);
allerdings ist mein Ziel aktuell eher die Industrie.
Wenn Du in der (gehobenen) Lehre bleiben willst stimmt das sicher, aber wenn Du Dich als Laboring einrichten willst, reicht der Ing durchaus.
Wie sieht’s da aus? Wo sollte ich den Dr-Ing mitbringen, wo
reicht der Dipl-Ing, wo ist der Dr-Ing vielleicht
überqualifiziert?
Als DrIng wirst Du eher mit Führungsaufgaben betraut, ‚richtiges‘ Arbeiten im Labor kommt dann eher nicht in Frage, was Dir als Dipl.Ing. durchaus passieren kann.
Solltest Du also eher ein Praktiker sein, wäre das wohl weniger Dein Ding.
Wie sind eure konkreten Einschätzungen und Meinungen zum
Thema?
Es kommt auf die Firma an und wo Du arbeiten möchtest.
Ein Dr ist teurer und nicht immer von nöten.
Das Arbeitsfeld ist schmaler.
Eine Promotion kann (muß aber nicht) sehr befriedigend sein, weil sie (meist) sehr anspruchsvoll ist, andererseits bietet sie auch ein weites Feld für Frust 
Ein generelles Ja oder Nein kann also nicht gegeben werden, bei den Igeln ist es eben anders als bei den Chemikern, wo man ohne Dr so gut wie keine Jobchance hat.
Ob es sich finanziell lohnt kann man im Vorfeld nicht sagen.
Gandalf