Man hat mir für eine Darstellung meiner Dienstleistung
(Grafikdesign, Gestaltung) den Titel oder Claim
Promotional art
vorgeschlagen. Er soll ausdrücken, dass ich für meine
Kunden (resp. deren Werbe- und Informationsmittel)
Kompetenzen, Ideen und auch künstlerisches Know-how
einsetze, die nicht jeder hat. Oder kurz: dass
ich auf einem professionellen Niveau arbeite.
Nun bin ich etwas unsicher, ob das englisch korrekt
ist, oder vielleicht doch zu sehr «deutsch gedacht».
Oder kann man ein Auge zudrücken angesichts einer
heftigen Konkurrenz auf diesem Gebiet und dem Bedürfnis
nach einem Slogan, den nicht jeder hat?
Was denkt Ihr?
Zudem frage ich mich, ob es im Rahmen von deutschem
Text vielleicht doch «Promotional A rt»
geschrieben werden sollte.
Hmmm, das scheint ja etwas missverständlich zu
sein.
Ich dachte beim gross geschriebenen Art nicht an
das deutsche Wort, sondern an die englische
Schreibweise von Titeln, wo oft alle Wörter
(zumindest alle Nomen) gross geschrieben werden!
Normalerweise würde man englisch am Satzbeginn „Promotional art“
schreiben. Da Du diesen Begriff im Sinne eines Slogans schreiben
willst, kannst Du auch „Art“ schreiben.
Ich gehe mal davon aus,dass Du Dich vorwiegend an ein
deutschsprachiges Publikum wendest, da wirst Du bestimmt wegen der
Schreibweise nicht angegriffen.
Zusätzlich kommt es noch auf die Gestaltung des Slogans an. Da kannst
Du allen „Korinthenkackern“ vorbeugen.
Vorschlag
PROMOTIONALART versal und zusammengeschrieben, wobei ein wortteil abgetönt ist,
also z.b. PROMOTIONAL in 90% grau und ART in 50%. alter wortmarkentrick.
das war jetzt offtopic, weil wir ja im fremdsprachenbrett sind,aber ich konnte
mich gerade nicht zurückhalten ;o) und hoffe es hilft.
viele grüße
cachoo
ferngestaltungen aller art
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Man hat mir für eine Darstellung meiner Dienstleistung
(Grafikdesign, Gestaltung) den Titel oder Claim
Promotional art
Hi, darf ich dich als erstes fragen, wer dir dies vorgeschlagen hat?
Deutschsprachig?
Nun, die anderen hier haben sich ja alle für den Ausdruck begeistert.
Ich möchte dir aber zumindest sagen, was ich mir beim Lesen dieses
Ausdrucks vorstellte:
Einen Künstler, der sich darauf spezialisiert hat, nicht Kunst für
den Kunstmarkt zu produzieren, sondern für kommerzielle Zwecke.
Der somit ähnlich wie ein Illustrator eingesetzt werden kann, aber
weniger als ein Illustrator nach Vorgaben/Vorlagen arbeitet.
Und in dieser meiner Interpretation sind zwei Dinge beinhaltet, die
auf dich wahrscheinlich nicht zutreffen. A) Künstler statt Graphic
Designer B) viel Eigenkreation, wenig Vorgaben.
Vielleicht solltest Du mal vorher einen field test machen - also mal
fragen, was Leute sich unter dem Titel ‚promotional art‘ vorstellen.
Dann wirst Du wissen, ob der Ausdruck irreführend ist oder nicht.
Und zu der Schreibweise: Erstes Wort gross, zweites klein ist ein no
no bei Titeln! Da mir Kleinschreibung aber sehr gut gefällt, könntest
Du natürlich alles (inkl firmenadresse etc) kleinschreiben. Oder aber
nur Grossbuchstaben verwenden: PROMOTIONAL ART.
"Er soll ausdrücken, dass ich für meine
Kunden (resp. deren Werbe- und Informationsmittel)
Kompetenzen, Ideen und auch künstlerisches Know-how
einsetze, "
Ich habe mich keinesfalls begeistert, Promotional Art passt aber hierzu finde ich.
Nun, die anderen hier haben sich ja alle für den Ausdruck
begeistert.
Das kann ich nirgendwo lesen.
Deiner Definition, was „Promotional Art“ aussagen könnte,
widerspricht Deine Auslegung.
„Künstler“ und „Grafik Designer“ schliessen sich nicht zwangsläufig
gegenseitig aus.
Ich danke Euch herzlich für Euer Echo, das
mehrere interessante Aspekte aufgedeckt hat.
In der „Quersumme“ lese ich grundsätzliche
Zustimmung heraus, so dass ich mich ermuntert
und gestärkt fühle, den fraglichen Begriff nun
auch zu verwenden.
Womöglich übernehme ich sogar die Anregung von
Kollege cachoo – ein spezielles Dankeschön
dafür! Das Prinzip kannte ich zwar bereits (habe
es ja selber auch schon angewendet), aber
tatsächlich hat man nicht immer alle gängigen
oder möglichen Gestaltungsmittel präsent. In
diesem Fall bin ich tatsächlich noch nicht
darauf gestossen.
An Isabel:
Ja, fragen darf man doch immer. Es war
tatsächlich eine Person deutscher Muttersprache.
Deshalb wollte ich mich ja hier vergewissern …
Deine Deutung des Begriffs scheint die Aspekte
in einzelne Schublädchen aufteilen zu wollen.
Ich finde, dass muss nicht sein. Wenn ich
Grafikdesigner (und danach auch Zeichenlehrer)
gelernt habe, so arbeite ich mit der Sprache der
Farben und Formen, der Zeichen und Bilder – im
Auftragsverhältnis. Wenn ich aus eigenem Antrieb
werkle, dann setze ich dieselbe Sprache in
freier künstlerischer Absicht ein. Und
dazwischen liegt ein Überlappungsbereich: warum
sollte ich nicht im Auftrag einer Firma,
Stiftung oder Organisation eine Wandgestaltung
für den Konferenzraum, eine Skulptur für den
Vorplatz oder ein Wasserspiel für den
Eingangsbereich schaffen?
Ich weiss: viele Leute denken, man könne nur auf
einem Gebiet gut und kompetent sein. Oft getraue
ich mich kaum zu sagen, dass ich neben der
Auftragsarbeit zeichne UND male UND
kalligrafiere UND Marmorskulturen haue UND
Metallplastiken löte …