ja, würde dann aber in all den Sätzen das „schon mal“ weglassen, denn das bedeutet dann das gleiche wie „prophylaktisch“. „prophylaktisch“ ist etwas, wenn man es vorbeugend tut, also bevor Schaden entstehen kann. „Schon mal“ bedeutet ebenfalls, dass man etwas vorher, früher getan hat.
dieses „schonmal“ wird (besonders im Ruhrgebiet, aber nicht nur dort) gebraucht im Sinne von vorsichtshalber, vorbeugend, vorausschauend. „Prophylaktisch schonmal“ ist deswegen doppelt gemoppelt.
dieses „schonmal“ wird (besonders im Ruhrgebiet, aber nicht
nur dort) gebraucht im Sinne von vorsichtshalber, vorbeugend,
vorausschauend. „Prophylaktisch schonmal“ ist deswegen doppelt
gemoppelt.
Aber das macht nichts, denn:
Dadurch wirkt der Satz sehr viel natürlicher.
Doppelmoppelungen (Redundanzen) sind in der Sprache häufig und nicht sinnlos.
Es gibt einen kleinen Bedeutungsunterschied: ohne das „schonmal“ sagt der Satz nur aus, dass man das mit dem Auto in der Zukunft machen wird; mit dem „schonmal“ rückt das Ereignis gleich viel näher — ein semantisches „gleich“ schwingt da mit. Das „schonmal“ ist also nicht vollkommen überflüssig.
klar umgangssprachlich kann man das schon machen, Zeigt, dass
man nicht wirklich über das nachdenkt was man sagt, sondern
halt plappert
Hast du eigentlich gelesen, was ich schrieb? Wenn ja, solltest du längst erkannt haben, dass „schonmal“ nicht überflüssig ist, denn der Inhalt ist nicht schon im Rest des Satzes verborgen.
Das kann man sehen, wenn man den Satz im Futur formuliert:
Ich werde mein Auto prophylaktisch in die Garage stellen.
vs.
Ich werde mein Auto prophylaktisch schonmal in die Garage stellen.
Ich hoffe, du bemerkst den von mir beschriebenen Bedeutungsunterschied — beim 1. Satz ist die „Tatzeit“ unklar, nur irgendwann in der Zukunft, beim 2. Satz rückt sie näher an die Gegenwart — semantisch gesehen schwingt unleugbar ein „gleich“ mit.
Außerdem klingt der 1. Satz in gesprochener Rede (wenn einem gerade die Idee kam, das Auto wegzustellen und man das so zu seiner Frau sagt) gestelzt und unnatürlich.
Deine Theorie, dass das „schonmal“ hier völlig überflüssig und gedankenlos sei, teile ich überhaupt nicht. Ich finde es eher gedankenlos, das zu behaupten. Das ist für mich eher Plapperei.
klar hab ichs gelesen, hab mir in meiner Antwort nur ein wenig Ironie erlaubt.
Man verdoppelt eine Bedeutung, um sie zu verstärken, das geschieht in der Umgangssprache recht häufig, ist sehr typisch für Umgangssprache. „Ich hab das schon sehr sehr oft gemacht“ oder „Ich hab es Dir extra besonders rechtzeitig gesagt.“ - „ich hab dich dolle, dolle lieb.“ - „Soetwas ist vollkommen unmöglich.“ - „Das kann überhaupt gar nicht sein.“
Das ändert aber alles nichts daran, dass die Bedeutung doppelt auftritt. Und ja, natürlich kannst Du mir beweisen, dass sich die Wörter doch unterscheiden. Klar. Keine zwei Wörter einer Sprache sind absolut synonym.
Ich hoffe, jetzt ist klar und verständlich, was ich gemeint habe.
Das ändert aber alles nichts daran, dass die Bedeutung doppelt
auftritt.
Und ja, natürlich kannst Du mir beweisen, dass sich
die Wörter doch unterscheiden. Klar. Keine zwei Wörter einer
Sprache sind absolut synonym.
Also was jetzt .
Für mich tragen ehrlich gesagt beide Phrasen ganz unterschiedliche Bedeutungen zum Satz bei. „Schon mal“ heisst, dass ich es recht bald tue, womöglich bevor ich noch etwas anderes tue oder etwas anderes geschieht. „Prophylaktisch“ liefert den Grund - „vorbeugend“, „zum Schutz“. Das eine ist also eine zeitliche Einordnung, das andere eine Begründung. Ich würde „schon mal prophylaktisch“ also echt nicht als ähnlich oder gar doppelt gemoppelt verstehen.
Deine Interpretation ist logisch unmöglich.
„Ich habe etwas getan“ bedeutet, dass die Handlung vorbei ist. „schon mal“ als „recht bald“ zu interpretieren, ist da nicht mehr möglich - „recht bald“ bedeutet ja „in der Zukunft“.
Man kann „schon mal“ allerdings nicht nur mit Vergangenheitsbezug, sondern auch mit Zukunftsbezug interpretieren. Was gemeint ist, hängt allerdings vom Verb das Satzes ab.
„Ich werde heute schon mal einen Vorrat an Chili fürs Wochenende kochen“ oder „ich werde mir im Mai mal das Restaurant angucken, in dem ich im Sommer meinen Geburtstag feiern werde“. In all diesen Sätzen beudeutet schon mal, dass irgendetwas jetzt oder in der nahen Zukunft, aber auf jeden Fall vorzeitig gegenüber einem noch weiter in der Zukunft liegenden Ereignis geschieht. Und das ist auch die eigentliche Bedeutung von schon mal: vorzeitigkeit.
habs grad ergoogelt und mit Hilfe alter w-w-w-Artikel und der Duden-Suche herausgefunden: pro - vor, und phylax - der Wächter.
Deine Interpretation ist logisch unmöglich.
„Ich habe etwas getan“ bedeutet, dass die Handlung vorbei ist.
„schon mal“ als „recht bald“ zu interpretieren, ist da nicht
mehr möglich - „recht bald“ bedeutet ja „in der Zukunft“.
Ich hatte jetzt mehr einen Satz wie „ich werde das Auto schon mal prophylaktisch…“ im Kopf.
aber auf jeden
Fall vorzeitig gegenüber einem noch weiter in der Zukunft
liegenden Ereignis geschieht. Und das ist auch die eigentliche
Bedeutung von schon mal: vorzeitigkeit.
Genau. Das habe ich mit dem zweiten Teil dessen, was ich mit schon mal verbinde, ja gemeint: „bevor ich noch etwas anderes tue oder etwas anderes geschieht“. Auf das „recht bald“ bin ich irgendwie über diese Vorzeitigkeit gekommen - man nennt ja nicht unbedingt eine explizite Handlung, gegenüber der das, was man „schon mal“ tut, vorzeitig ist. Aber wenn ich etwas gegenüber einer unbestimmten Handlung vorzeitig setze, ist es jedenfalls… „baldiger“ .