Ein Schritt in die richtige Richtung…
…ist es auf jeden Fall, allerdings habe ich den Gesetzestext der „Reform“ noch nicht gelesen. Und bekanntlich steckt da ja häufig „der Teufel im Detail“.
Soweit ich gehört habe, bestehen dieses leidige „Werbeverbot“ (wo sich seit Jahrzehnten sowieso kaum noch eine® dran hält) und die Sperrbezirksverordnungen (warum wurden die nicht gleich zumindest auf den Straßenstrich beschränkt, wo das Argument „Schutz des ÖFFENTLICHEN Anstandes und der Jugend“ ja noch nachvollziehbar wäre) weiterhin. Es bleiben also möglicherweise wohl nach wie vor genug „Angriffsmöglichkeiten“ durch den Staat.
Wichtig ist, daß die freiwillige, Unbeteiligte nicht belästigende Prostitution nicht mehr gesetzlich behindert wird und daß die dort tätigen Personen anderen Erwerbstätigen arbeitsrechtlich/ versicherungsrechtlich gleichgestellt werden.
Diese weltfremden, ignoranten „CDU/CSU-Rettungsphantasten“, die das einzige Ziel einer möglichen „Reform“ der Prostitutionsgesetzgebung darin sehen, „ausgestiegen zu werden“, (durch alles reglementierende und bestrafende Gesetze) richten mehr Schaden an, als daß sie „hilfreich“ sind.
Wenn schon die Prostitutionsausübung selbst (die ja nach CDU/CSU-Vorstellungen „niemand freiwillig machen kann“, wenn er/sie nicht „krank(?)“ ist) viele Frauen nicht davon abhält, ihren „Job“ freiwillig weiterzumachen, (weil es eben für manche überhaupt kein Problem ist), hätten die, die immer, ohne vielleicht mal zur Kenntnis zu nehmen, was die Betroffenen SELBST unter „Schutz“ verstehen, jeden und alles vor jedem und allem „SCHÜTZEN“ wollen, gern eine Gesetzeslage, die durch den „Verfolgungsdruck“ die Frauen zum „Ausstieg“ treibt.
Würden die „C-Parteien“ sich auf VON SICH(!) AUS ausstiegswillige Prostituierte beschränken, um DIESEN eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die „Gesellschaft“ zu ermöglichen, würde ich solchen Vorhaben durchaus zustimmen.
Die „Fixierung“ auf DIE(!) allerdings, die garnicht „raus“ wollen, lehne ich vollkommen ab, macht sie doch allzusehr deutlich, was wirklich dahinter steckt.
„Schutz“ und „Hilfe“ (im eigentlichen Sinne) ganz sicher nicht…!
Es bleibt zu hoffen, daß sich die neue Regelung etabliert und dazu beiträgt, eine klarere(?) Linie zwischen Prostitution und Kriminalität zu ziehen. Bisher war das jedenfalls immer (dank vieler sinnloser, kontraproduktiver Gesetze) gefährlich nah beieinander.
MfG Andreas