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Tecchannel.de / dpa.de informieren’
Polizeichef: Provider müssen Kundendaten länger speichern
12.08.2001 17:17:26
Anbieter von Internet-Zugängen sollten nach Ansicht des baden-württembergischen Landespolizeichefs Erwin Hetger im Kampf gegen die Computerkriminalität stärker in die Pflicht genommen werden.
„Daten der Kunden müssen länger als bislang gespeichert werden“, forderte Hetger in einem dpa-Gespräch. Zudem sollte die Polizei künftig auch Computer-Experten von außen um Rat fragen oder Fachleute in den Polizeidienst aufnehmen. „Nur dann können wir erfolgreich in den rechtsfreien Raum Internet eindringen“, sagte Hetger.
„Wir brauchen eindeutig mehr Experten für das Sicherstellen von Datenträgern“, forderte der Polizeipräsident. Auch müsse sich die Polizei stärker für "externen Sachverstand"öffnen. „Die Polizei muss sich von dem Gedanken verabschieden, sie könne alles mit eigenen Möglichkeiten und Bordmitteln erreichen“, so Hetger weiter.
Dringend erforderlich sei zudem eine bessere bundes- oder europaweite Koordinierung der so genannten anlassunabhängigen Recherche, also das „Surfen“ ohne Verdacht von Polizisten im Computernetz. „Diese Arbeit sollten sich künftig alle 16 Landeskriminalämter und das Bundeskriminalamt teilen, damit nicht mehrere Länder am selben Fall arbeiten“, schlug Hetger vor. Denkbar wäre es auch, einzelne LKA für Deliktsbereiche auszuweisen. Auf europäischer Ebene sollte Europol bei der Koordinierung die Federführung übernehmen.
„Natürlich müssen wir auch die Anbieter der Internet-Seiten stärker in unsere Ermittlungen einbeziehen“, sagte Hetger. Zurzeit müssten die Provider spätestens 80 Tage nach Begleichen der Rechnung die Daten der Kunden löschen. Diese Zeit ist Hetger zu kurz. Nach seinen Angaben brauche die internationale Justiz mindestens zwei Jahre, um die digitale Spur zurückzuverfolgen, die der Täter hinterlässt. Für die Provider seien damit zwar immense Investitionen verbunden. „Aber wer so etwas in die Welt setzt, der muss dafür auch geradestehen.“
Die Zahl der auf elektronischem Weg begangenen Straftaten ist Hetger zufolge in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte gestiegen. „Das Internet ist in die eigenen vier Wände eingezogen und dort macht Gelegenheit eben Diebe“, sagt der Polizeichef. „Die Palette ist weit: Betrügereien mit EC-Karten oder Zugangsberechtigungen zu Computern, fingierte Auktionen im Internet, missbräuchliches Nutzen der Verbindungsdaten von Netzanbietern, Software-Piraterie und vor allem auch Kinderpornografie“, zählte Hetger auf. (dpa/ssp)
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In den tecchannel.de Newsgroups/ Diskussion dazu heissts woertlich:
" Fick dich Hetger".
Ist diese massive Haltung richtig -abgesehen vom voellig deplaciertem unpassendem Ausdruck ?
Oder sollte die Polizei laengerer Zugang bei Provider-Kunden-Daten -also von uns ALLEN - gewaehrt werden?
Ist das nicht erhoehter Eingriff auf die persoenliche Freiheit samt Einschraenkung im Netz?
Gruss
dizarus