Provision

Guten Tag

Wir wollten uns im März eine Eigentumswohnung kaufen, aber hatten keinen blassen schimmer wie das so abläuft mit dem Wohnungskauf.
Also haben wir uns an einen Imobilienberater gewand der sich am nächsten Tag das Objekt unverbindlich ansah und die Kaufabwicklung mit Finanzierung für uns übernehmen wollte. Seine Honorarkosten würden nach Abschluß von der Bank bezahlt versicherte uns der Berater da er mit einer Bank zusammen arbeitet.

Es sollten 95000 Euro von der Bank aufgenommen werden weil wir die Wohnung noch sanieren müssen. Dieses wäre kein Problem versicherte uns der Berater.
Wir haben dann nach einigen Wochen endlich mal einen Finanzierungsplan bekommen obwohl es mehrere sein sollten. Diese Finanzierung war nur über 90000 Euro. Der Berater meinte da sei was falsch gelaufen und wir sollten uns keine sorgen machen er würde ja alles für uns regeln.
Nach dem wir den Kaufvertrag beim Notar unterschrieben haben bekammen wir wir einen Tag später Post vom Berater wo er uns mitteilte das die Finanzierung von 95000 Euro abgelehnt sei und mit einem höheren Zinssatz nachfinanziert werden müsse.
Darauf haben wir uns selber bei mehreren Banken erkundigt und haben eine eigene soliede Finanziereung von 95000 Euro bekommen.

Da es nicht zum Abschluß gekommen ist vordert der Berater nun ein Honorar von 900 Euro also 1 prozent von den 90000 Euro für seine geleistete Arbeit.

Meine Frage ist kann er das obwohl er uns arglistig getäucht hat, da er genau wußte das wir die Wohnung nicht gekauft hätten wenn die Finanzierung in höhe von 95000 Euro nicht bewilligt worden wäre.

Ich hoffe einer kann mir da vieleicht weiterhelfen.

Gruß Uwe

Hi Uwe,

Habt ihr einen Vermittlungsauftrag erteilt?

wenn ja, müßt ihr zahlen!

gruss

Nein wir haben keinen Vermittlungsauftrag unterschrieben.
Wir haben nur einen Darlehnsantrag unterschrieben für 95000 Euro und eine Schufa auskunft mehr nicht.
Gruß Uwe

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Das ist natürlich einem Vermittlungsauftrag gleichzusetzen.

Ihr könnt euch alerdings darauf berufen, daß nur die Bedingungen des Darlehensantrages gelten. (Prüfen ob dort Bearbeitungsgebühren vereinbart sind, die auch ohne Kreditvergabe fällig sind.

ansonsten vom Vermittler die „von euch“ unterzeichnete Provisionsvereinbarung anfordern, auf der die Rechnung begründet ist. falls eine solche nicht vorliegt möchte er die Rechnung stornieren.

gruss

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Danke für die schnelle Antwort
Es sind keine Bearbeitungskosten fällig für den Darlehnsantrag.

Habe heute Post vom Amtsgericht bekommen mit einer Hauptforderung:
Dienstleistungsvertrag gem.Rechnung vom ******
Der Antragsteller hat erklärt, dass der Anspruch von einer Gegenleistung abhänge, diese aber erbracht sei.Für den Fall eines Widerspruchs hat der Antragsteller die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt.
Also wird es vor Gericht gehen

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Habe heute Post vom Amtsgericht bekommen mit einer
Hauptforderung:
Dienstleistungsvertrag gem.Rechnung vom ******
Der Antragsteller hat erklärt, dass der Anspruch von einer
Gegenleistung abhänge, diese aber erbracht sei.Für den Fall
eines Widerspruchs hat der Antragsteller die Durchführung des
streitigen Verfahrens beantragt.
Also wird es vor Gericht gehen

Hört sich ingesamt etwas windig an, was der Immobilienmakler da gemacht hat. Allerdings mal ganz ehrlich: ihr habt keine ahnung von der materie gehabt und habt einen fachmann beauftragt, für euch tätig zu werden. dieser hatte euch in aussicht gestellt, dass ihr nichts bezahlen müsst, wenn ihr die finanzierung über ihn abschliesst.
nun ist die finanzierung über ihn geplatzt und er hat keine einnahmemöglichkeit mehr für seine geleistete tätigkeit.
findet ihr nicht, dass der aufwand, den er für euch getätigt hat, eine entlohnung wert ist? schliesslich hat der mensch sicherlich auch familie und muss evtl. damit zwei kleine mäuler stopfen und hat evtl. sogar noch angestelltenverantwortung …
und er hat für euch eine immobilie besichtigt und bewertet …

also, ich würde den freundlichen aussergerichtlichen vergleich suchen. vor gericht kann und wird vermutlich alles nur noch teurer und alle sind unzufrieden.
bekommt ihr nicht so eine lösung hin?

viel erfolg
marian

Doch sicher wissen wir das der Mann was für uns gemacht hat.
Als ich ihn angerufen habe um Ihn mitzuteilen das wir über eine andere Bank finanzieren wurde er sehr erbost und sagte uns wir sollten ihn nicht mehr kontaktieren und legte den hörer auf.Ein paar tage später bekammen wir die Rechnung über 900 Euro.Desweiteren mußten wir auch noch den Kaufvertrag beim Notar ändern weil der Berater eine löchung
von Bank zu Bank gemacht hat aber wir ja nun über eine andere Bank finanzieren geht das jetzt nicht mehr und die änderungskosten müssen wir auch bezahlen.

Er wußte ja genau das die finanzieren über 95000 Euro bei seiner Bank nicht möglich war und hat es bis nach der Unterschrift verschwiegen.
Für mich war das eine arglistiche täuschung seinerseits.
Vorallem mußten wir jetzt nach dem wir den Kaufvertag unterschrieben haben erst mal eine Bank finden die uns den gewünschten Kredit zu einem passenenden Zinssatz auch gibt was wir dann aber auch bekommen haben sogar zu einem besseren als den vom Berater.
Aber da sieht man wieder wenn man jemand vertraut ist man der dumme.

Gruß Uwe

Doch sicher wissen wir das der Mann was für uns gemacht hat.

tja, dann arbeitest du generel auch gerne umsonst, wenn der Kunde mit dir nciht zufrieden war, oder?

Als ich ihn angerufen habe um Ihn mitzuteilen das wir über
eine andere Bank finanzieren wurde er sehr erbost und sagte
uns wir sollten ihn nicht mehr kontaktieren und legte den
hörer auf.

Ich hätte auch nicht vor Freude gestrahlt.

Ein paar tage später bekamen wir die Rechnung über
900 Euro.Desweiteren mußten wir auch noch den Kaufvertrag beim
Notar ändern weil der Berater eine löchung
von Bank zu Bank gemacht hat

Was erzählst du jetzt da? das heißt doch daß ihr schon in einem ganz anderen Stadium der Verhandlungen wart, als du im ersten Post hast dargestellt. das ändert natürlich die Situation.

aber wir ja nun über eine andere

Bank finanzieren geht das jetzt nicht mehr und die
änderungskosten müssen wir auch bezahlen.

das gehört dazu. wenn ihr die Arbeit des vermittlers 1 ablehnt, kann er seine Leistung doch auch zurückziehen. Punktum wird euch euer Spie jetzt wahrscheinlöich teuerer als die erste Finanzierung.

Er wußte ja genau das die finanzieren über 95000 Euro bei
seiner Bank nicht möglich war und hat es bis nach der
Unterschrift verschwiegen.

„Nach der Unterschrift?“ Da hat er seine Leistung erbracht und du musst zahlen, weil du vertragswidrig die Fin nicht hat zustandekommen lassen. er hat seinen Auftrag erfüllt, als ihr die Fin hattest.

Für mich war das eine arglistiche täuschung seinerseits.

Nein! Denn ihr hättet lesen müssen, bevor ihr unterschreibt. Und dann auch noch nachfragen müssen, was denn jetzt wie finanziert wird. also etwas blau oder blauäugig müßt ihr da schon gewesen sein.

Vorallem mußten wir jetzt nach dem wir den Kaufvertag
unterschrieben haben erst mal eine Bank finden die uns den
gewünschten Kredit zu einem passenenden Zinssatz auch gibt was
wir dann aber auch bekommen haben sogar zu einem besseren als
den vom Berater.

Ja, wenn der Zinssatz immer entscheiden würde. Letztendlich entscheidet das gesamte Paket über den Gesamtaufwand ein geringerer Zinsatz hat oft die folge höherer Effektivkosten.

Aber da sieht man wieder wenn man jemand vertraut ist man der
dumme.

Nein, der Dumme ist der, der seinem Fin-Berater nicht vertraut und glaubt es besser machen zu können als der Fachmann.

gruss

solche Kunden wie euch habe ich auch immer geliebt. als ich denen dann nachher immer berechnet habe wieviel tausende sie verloren haben, hieß es: Ja bei Ihnen hätt ich ein Prozent zahlen müssen und der andere ist der Kumpel aus Schützenverein.

tja so kann Freundschaft 20000 Mark über 30 Jahre kosten.

gruss

Sorry vieleicht hab ich mich ja falsch ausgedrückt aber so wie du mich hier hinstellst ist das nicht OK.
Also fang ich noch mal von vorne an.
Im März wurde um die Ecke wo wir Wohnen kurzfristig eine Eigentumswohnung frei.
Wir haben uns dann die Wohnung angesehen und einen Preis verhandelt über 82500 Euro.Die Wohnung müsste aber noch saniert werden, Badezimmer und Küche alle Türen und fussböden Renovieren der Zimmer.Soweit so gut.
Mit Eigenleistung sind wir dann auf 95000 Euro gekommen die wir noch aufnehmen müssen.Habe dann ein wenig im Internet nachgelesen was man alles beachten muß beim Kauf einer Eigentumswohnung und da sind ja nun einige sachen zu beachten und man will ja nix falsch machen und haben dahher bei einem Imobielien F-Berater angerufen ob er an den auftrag Interesiert sei und was uns das kosten würde.Er wollte sich erst mal das Objekt unverbindlich ansehen und dann mit uns ein Beratungsgespräch machen über die möglichkeiten einer Finanzierung.Gesagt getan und zwei Tage später haben wir die Wohnung erneut aber dieses mal mit dem F-Berater besichtigt.Der Preis über 82500 Euro sei Ok für die Wohnung und sie würde ja durch eine Sanierung am Wert steigern.Wir machten dann einen Beratungstermin für den daraufvolgenden Tag bei uns aus.Ich sagte ihn das wir 95000 Euro Finanziert haben müssen und legte ihn unsere ersparnisse und Einkünfte hin.
Dies sei kein Problem meinte er bei dem Einkommen.Als ich ihn fragte wie hoch sein Honorar sei sagte er mir das er von seiner Hausbank bezahlt würde bei abschluß einer Finanzierung.Er wollte dann noch die Unterlagen vom Verküfer haben also Grundriss Eingentümer Protokol Grundbucheintrag und und und.ER sagte er würde erst mal alles auf seine richtigkeit überprüfen und einige Finanzierungsvorschläge vorbereiten wo wir uns dann in aller ruhe für einen entscheiden könnten.
Nur ab da kam aber nix mehr. Habe mehrmals in der Woche angerufen wie es den aussehe mit der Finanzierung.Alles sei bestens wurde uns Versichert sei alles in berarbeitung, brauchen uns keine Sorgen zu machen die 95000 Euro seien bewilligt, er habe nur noch keine zeit gehabt die F-Vorschläge bei der Bank abzuholen aber er hat schon einen Notartermin für uns vereinbart.
Eine woche vor Notartermin habe ich dann auch einen einzigen Vorschlag von der Bank mit der Post bekommen in höhe von 90000 Euro und wenn noch fragen offen sei soll ich den F-Berater anrufen.Das hab ich ja dann auch weil von 90000 Euro war nie die rede gewessen und der F-Vertrag war auch nicht so wie gedacht, da sollten wir dann über einen Bausparvertrag 8 Jahre nur Zinsen zahlen bis der angespart und zur auszahlung bereit sei, dabei hab ich ja einen Bausparvertrag der in 2 jahren fällig wird den ich ihm ja vorgelegt habe beim 1 Gespräch.Er meinte da sei was Falsch gelaufen ich sollte mir keine sorgen machen er regelt das schon.
Dann kam der Notartermin wo auch der F-berater dabei war und ich fragte nochmal wie es den jetzt mit der Finanzierung aussieht.Sei alles in ordnung wird so gemacht wie vereinbart können ruhig den Kaufvertrag unterschreiben was wir dann auch taten.
Zwei Tage später kam dann der Postbote mit dem Schreiben das eine nachfinanzierung von 90000 Euro auf 95000 Euro nicht möglich sei dieses würde sich auf die gesammte Darlehnsumme negativ auswirken.
Wie von 90000 Euro auf 95000 Euro davon war doch nie die Rede gewesen.
Ich den F-Berater wieder angerufen (geht nicht anders weil er immer unterwegs ist nur mal so am rande)und Ihn gefragt was das den jetzt sollte, er meinte nur wäre kein Problem würden das schon mit der Eigenheimzulage machen das hätte schon so seine richtigkeit.
Und bis dahin hatten wir noch keine Finanzierung bei der Bank unterschrieben.
So hatten wir uns das nun wirklich nicht Vorgestellt als wir zu einem F-Berater gegangen sind.
So ich hoffe das ich das jetzt doch einigermassen sachlich rübergebracht habe.
Ich habe bis jetzt noch nie einen Vertrag gebrochen und immer meine Rechnungen bezahlt.
Bin vieleicht ein wenig blauäugig gewesen wie du sagtest.
Und Ja ich hätte und würde mich auch lieber friedlich einigen aber 900 Euro find ich doch ein wenig zu hoch.

Nun sage mir was hättest du den jetzt an meiner stelle gemacht @local.

Gruß Uwe

Hallo Uwe,

deine Geschichte ist wirklich seltsam… Wir hatten auch vor dem Kauf unseres Hauses mehrere ( 3!) Immobilienberater angeschaltet. Wir wollten die günstigsten Konditionen letztendlich bekommen. Einige haben uns gepasst, einige nicht und es gab auch Fälle, wo unsere Anforderungen von der Bank abgelehnt wurden ( zu wenig Eigenkapitel bla…bla…). Aber das ein Berater nach einem mißlungenen Versuch von uns Geld erwarten würde: das ist doch absoluter Quatsch! Genauso wie ein Makler, der nur dann sein Gelg kriegt, wenn ein von ihm vermitteltes Haus verkauft wird und nicht von allen Leuten, die das Haus nur angeschaut haben, bzw. versucht haben eine Finanzierung zu bekommen und das nicht geklappt hat. Also, erkundige dich nochmal.

Elena

Hallo,

was Du auf jeden Fall machen mußt ist, dem Mahnbescheid widersprechen. Sonnst erhält er einen Titel und kann damit kassieren gehen. Wenn Du widersprochen hast, bekommt er das Ganze erst mal zurück und kann sich dann noch entscheiden, ob er das Klagerisiko wirklich eingehen will. Bis dahin hat es ihn 3 Euro gekostet.

Da es - zumindest nach Deiner Aussage - keinen Beratungsvertrag gibt, wird er wohl kaum mit einer Erfolgsaussicht rechnen.

Du kannst eine Betrugsanzeige bei der Polizei machen. Kommt immer gut. Aber: immer schön bei der Wahrheit bleiben, auch wenns schwer fällt oder unangenehm ist. Sonst geht so ein Schuß nach hinten los.

Gruß

Peter

Hallo!

Es ist legitim, daß eine (vorher) vereinbarte Summe auch dann an den Finanzierungsvermittler zu zahlen ist, wenn die Finanzierung nicht darstellbar ist. Denn das verschafft dem Vermittler eine Neutralität und Unabhängigkeit den Banken gegenüber, sodaß er die tatsächlich günstigste Variante heraussuchen kann.

Das muß aber vorher vereinbart worden sein. Steht in dem Antrag wirklich nichts davon, daß eine Gebühr zu bezahlen ist? Gibt es einen Verweis auf „Allgemeine Geschäftsbedingungen“, wo auf die Gebühren eingegangen wird (wobei ich bezweifle, daß das genügt)? Gibt es Zeugen, die bei der Besprechung dabei waren? Bitte Klären!

/Besserwissermodus ein/: Im übrigen - aber das wurde ja schon gesagt - hast Du trotz allem mächtig Glück gehabt. Denn ERST unterschreibt man den Darlehensvertrag und DANN unterzeichnet man den Notarvertrag. Wäre die Finanzierung wirklich gescheitert, wäre es richtig teuer geworden für Euch (Rückabwicklung, Gebühren, Zinsen, Schadensersatz, etc.). /Besserwissermodus aus/.

Viele Grüße

Armin