Provision für PKV

Hallo,
mich würde mal interessieren wieviel Provision ein freier also nicht angestellter Versicherungsmakler oder Finanzdienstleister bei Abschluß einer privaten Krankenversicherung bekommt.
geht das nach Monatsbeiträgen?
pro Vermittlung pauschal?
oder sprechen wir darüber nicht?
gruss jörg

Hallo Jörg,

ich denke, das richtet sich erheblich nach der Gesellschaft. In der Regel wird eine Provisionshaftungszeit vereinbart, was bedeutet, dass bei einem Storno, der nicht aufgrund von Pflichtversicherung eintritt, eine Rückzahlung von Teilen oder der ganzen Provision zu erbringen ist.

Aber meist geht es nach Bruttomonatsbeitrag (mit oder ohne 10% Vorsorgeversicherung hängt auch von der Gesellschaft ab) und dann gibt es zwischen 2 und 10 Monatsbeiträgen brutto. Was dann eben versteuert werden muss.

Dies richtet sich natürlich nach Staffeln (wieviel Geschäft der Vertreter also im gesamten bringt und ähnliches).

Gruß
Marco

hallo Jörg,
hinzusetzen zu dem was marco sagt, ist noch: nicht alle Gesellschaften zahlen hohe Provisionen. Manche zahlen max. 4 Monatbeiträge, mache nur einen Bürokostenzuschuss. Bei manchen ist es die Folgeprovision, die Geld bringt.
Grüße
Raimund

Danke für die Auskünfte,
interessant ist, das über Suchmaschinen oder auch bisher in diesem Brett nichts zu diesem Thema zu finden war.
gruss jörg

hallo Jörg,
warum auch?
Das ist schließlich Verhandlungssache. Einen „Preis“ gibt es ja nicht.
Es kommt ja immer darauf an, ob er Ausschließlichkeitsvertreter ist (also einer, der wesentlich weniger Betriebskosten hat) oder Makler/Mehrfachagent. Und hier wieder, wie hoch sein Umsatz ist. Schließt er z.B. für eine Versicherung monatlich 20 Vollkrankenversicherungen ab, so bekommt er noch extra was dazu. Klar: es ist so wie bei einem Einzelhandelskaufmann: je mehr Persil er verkauft, desto mehr Naturalrabatt, EK-Nachlass… bekommt er. Schließlich soll er animieret werden, weiter guten Umsatz zu machen.
Eine wirklich kunden- + vertiebsfreundlichere Lösung gibt es nicht. Würden z.B. alle Gesellschaften sich einigen: ab jetzt gibt es nur noch 5 MB pro Abschluß, dann besteht weiter die Gefahr, dass der Vertrieb nur die Tarife verkauft, die mehr Gewinn bringen. Denn 5 MB von 150 € sind weniger Provision als 5 MB von 500 €.
Keine Prov? Also Honorar? Dann bricht das ganze Gewerbe ein. Denn der Kunde ist nicht bereit z.B. 1.500 € und mehr für den Abschluss zu zahlen. Das braucht aber der Selbständige, um existieren zu können. Also würde sich der Kunde vom Makler beraten lassen… und bei der Versicherung abschließen. Ergebnis: es gibt keine Makler mehr. Weiteres Ergebnis: die Versicherungen gehen reihenweise pleite. Eine andere Lösung: der Ratsuchende muss für jede Beratung bezahlen (wie beim vereidigtem Versicherungsberater), ob er abschließt oder nicht. Und, das muss einher gehen: es gibt von den Versicherungen keine Beratung und keine Direktabschlüssen.
Du siehst, alles nicht praxisgerecht.
Nein, die Provisionsregelung ist schon das beste. Auch wenn es nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist.
Grüße
Raimund

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