Ich fühle mich bisschen in der Zwickmühle und möchte mal eure Meinung hierzu abfragen. Mit der Suche bei wer-weiss-was habe ich nicht das Richtige gefunden.
Ich habe bei einem Freund (DVAG) nach ausführlicher Beratung vor fast 2 Jahren eine Rentenvers. abgeschlossen. Nun hat sich mittlerweile auf ganz anderer Schiene - anderer Finanzdienstleister - eine neue, meiner Meinung nach deutlich bessere Renten-Absicherung angeboten: „Clevere Altersvorsorge mit Qualitäts-Sachwerten, die per Definition inflationsgeschützt sind (Investment-Dachfonds)“. Ich würde gerne dieses Angebot für mich rechnen lassen, ggf. auch annehmen, d.h. dann die bisherige Rentenversicherung kündigen oder stilllegen.
Mein Freund und seine Familie sind finanziell nicht auf Rosen gebettet
… Wisst ihr, wie lange Haftungszeit in der Regel beträgt (d.h. nach Jahren X passiert nix mehr)? Oder von welchen Provisionssummen ich da ausgehen müsste? Oder stimmt es gar, dass solche Rückforderungen nicht vom Privatvermögen des Maklers sondern aus einem „großen Topf bei der DVAG“ bezahlt werden?
Ich möchte es mir mit meinem Freund nicht verderben, aber auch kein
Geld „verschenken“ (ich rede hier von 5-stelliger Summe), wenn ihr versteht, was ich meine.
Ich habe bei einem Freund (DVAG) nach ausführlicher Beratung
vor fast 2 Jahren eine Rentenvers. abgeschlossen. Nun hat sich
mittlerweile auf ganz anderer Schiene - anderer
Finanzdienstleister - eine neue, meiner Meinung nach deutlich
bessere Renten-Absicherung angeboten: „Clevere Altersvorsorge
mit Qualitäts-Sachwerten, die per Definition
inflationsgeschützt sind (Investment-Dachfonds)“. Ich würde
gerne dieses Angebot für mich rechnen lassen, ggf. auch
annehmen, d.h. dann die bisherige Rentenversicherung kündigen
oder stilllegen.
Hallo, die Stornozeiten sind i.d.R. zwischen 2-5 Jahre.
Wenn du lange genug im Internet googelst, wirst du sicher ein Produkt finden, dass eine noch gefühlvollere Überschrift hat. Ich würde es im 1-Jahres-Turnus probieren.
Was glaubst du, wie phantastisch deine priv. Altersversorgung sein wird, wenn du sie jedes Jahr aufgrund von irgendwelchen Phrasen neu beginnst!?
bessere Renten-Absicherung angeboten: „Clevere Altersvorsorge
mit Qualitäts-Sachwerten, die per Definition
inflationsgeschützt sind (Investment-Dachfonds)“. Ich würde
Ganz Vorsichtig !!!
annehmen, d.h. dann die bisherige Rentenversicherung kündigen
oder stilllegen.
Dann ist das, was Du bisher eingezahlt zum größten teil oder sogar vollständig futsch.
dass solche Rückforderungen nicht vom Privatvermögen des
Maklers sondern aus einem „großen Topf bei der DVAG“ bezahlt
werden?
Das ist Unsinn, im Stornofall zahlt der Vermittler aus eigener Tasche.
kein
Geld „verschenken“ (ich rede hier von 5-stelliger Summe), wenn
Dann lass alles so wie es ist. Das Wechseln kostet Dich wahrscheinlich mehr, als Du angeblich an höherer Rendite erhälst.
„Clevere Altersvorsorge mit Qualitäts-Sachwerten, die per Definition
inflationsgeschützt sind (Investment-Dachfonds)“ ist die Original-Bezeichnung auf der Seite des Finanzdienstleisters -> Ascent. In einem Vortrag wurde genau erklärt, um wieviel es besser ist, in Dachfonds sein Geld zu stecken, als „nur“ in Rentenversicherung.
Insoweit gebe ich dir du recht, dass Fonds keine Versicherung ist. Da aber der Ertrag aus dem Fonds trotz weiterem Wachstums mehr verspricht als es eine Versicherung jemals kann, kommt man schon auf solche Umswitch-Gedanken.
Danke und Gruß
ullmies
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
-> Ascent. In einem Vortrag wurde genau erklärt, um wieviel
es besser ist, in Dachfonds sein Geld zu stecken, als „nur“ in
Rentenversicherung.
Diese Erklärung würde ich gerne einmal hören. Ich habe bisher noch überhaupt keine vernünftige Begründung (aus Verbrauchersicht) bekommen, warum es überhaupt Dachfonds gibt.
ist. Da aber der Ertrag aus dem Fonds trotz weiterem Wachstums
mehr verspricht als es eine Versicherung jemals kann, kommt
Das müssen die erstmal beweisen. Meinen Infomationen nach sind die Dachfonds nun überhauopt nicht die Renditekracher.
wenn du den vertrag nach 2 Jahren kündigst, dann bekommst du in der Regel den größten Teil deiner gezahlten Beiträge nicht zurück, denn die wurden für die Zahlung der Provision an den Vermittler verwendet. Das gilt, wenn es kein Riester-Vertrag ist. Bei Riester werden Abschlußkosten auf mehrere Jahre verteilt und du bekommst etwas mehr aber keinesfalls alle Einzahlungen aus deinen Vertrag zurück; dann muß der Vermittler allerdings auch zurückzahlen - und zwar aus der eigenen Tasche.
Ob die neue Altersvorsorge besser ist kann ich aus deine Beschreibung nicht schließen. Dachfonds sind generell mit Vorsicht zu genießen, da die Kosten dort sehr intransparent sind. Wenn Beispielsweise ein einzelner Fonds eine Kostenquote von 1,5% hat, der Dachfonds (der ja in verschiedene Fonds investiert) für seine Verwaltung aber auch nochmal 1% nimmt, so bist du sofort bei 2,5% Kostenquote … … und wieso Dachfonds inflationsgeschützt sein sollen will mir nicht in den Kopf. Die Inflation steht mit einem beliebigen (Dach-)fonds nur in einem sehr indirekten, eher gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang.
Die Kündigung oder das Ruhenlassen deines bisherigen Vertrages kostet dich auf jeden Fall bares Geld, im ungünstigsten Fall sind die Beiträge der ersten beiden Jahre fast vollständig verloren (du dürftest weniger als die Hälfte deiner Beiträge zurückbekommen). Wenn das Alter in deienr Visitenkarte stimmt, dann verlierst du ca. 10% deiner Gesamtbeitragssumme - das dürfte mit einem Alternativprodukt kaum aufzuholen sein - insbesondere da für den neuen vertrag dann ja nonchmals Abschlußkosten (etwa ein ganzer Jahresbeitrag) an den neuen Vermittler gezahlt werden.
Entscheiden mußt du natürlich selbst …
Grüße aus Mainz
Micha
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
„Clevere Altersvorsorge
mit Qualitäts-Sachwerten, die per Definition
inflationsgeschützt sind (Investment-Dachfonds)“
hört sich schon so schwachsinnig an, dass ich dafür noch
nichtmal Google anknipse.
Und auch als Laie musst Du doch merken, dass Du hier Äpfel mit
Birnen vergleichst, denn o. g. Fonds scheint ja keine
Rentenversicherung zu sein.
Gruß, M
Hallo M.
„Clevere Altersvorsorge mit Qualitäts-Sachwerten, die per
Definition
inflationsgeschützt sind (Investment-Dachfonds)“ ist die
Original-Bezeichnung auf der Seite des Finanzdienstleisters
-> Ascent. In einem Vortrag wurde genau erklärt, um wieviel
es besser ist, in Dachfonds sein Geld zu stecken, als „nur“ in
Rentenversicherung.
Hallo,
Asent, Ascent, da sträuben sich bei mir alle Nackenhaare. Die haben nichts anderes im Sinn, lang laufende Alterversorgung zu eliminieren und die Werte in ihre Ladenhüter reinszustecken. Der pot. Kunde hat seine Kosten schon lange hinter sich und wird dann mit einem neuen Kostenberg konfrontiert! Und dann noch der schwachsinnige Titel „inflationsgeschützte Dachfonds“. Aber es stehen ja jeden Tag immer wieder ein paar D… auf!
Dann wird man auch noch angesprochen, für die tätig zu sein - am besten Verwandtschaft und Freundeskreis abzuklopfen!
Hast du schon schlechte Erfahrungen bei oder mit Ascent gemacht? Ich habe bislang (und nicht nur von den „Agenten“) Gutes gehört. Trotzdem sind wir - nach den vielen lieben Stellungnahmen - vorsichtig, was Umswitchaktionen angeht, egal ob Ascent oder ein anderer Finanzdienstleister, von denen es ja sooooo viele gibt.
dann muß der
Vermittler allerdings auch zurückzahlen - und zwar aus der
eigenen Tasche.
Ob die neue Altersvorsorge besser ist kann ich aus deine
Beschreibung nicht schließen. Dachfonds sind generell mit
Vorsicht zu genießen, da die Kosten dort sehr intransparent
sind.
Wir würden erst auf Anfrage ein eigenes Konzept mit weitestgehend genauer Kostentransparenz erstellt bekommen. Im Vortrag wurde es doch eher allgemein gehalten-
Entscheiden mußt du natürlich selbst …
Klar, aber es war mir wichtig (als Newbie) hier mal in die Runde zu fragen. Nach den vielen Aussagen wissen wir schon weiter, werden es uns mal ganz unverbindlich anhören und dann weitersehen.
Wir würden erst auf Anfrage ein eigenes Konzept mit
weitestgehend genauer Kostentransparenz erstellt bekommen. Im
Vortrag wurde es doch eher allgemein gehalten-
Solltest du dieses konzept bekommen, dann musst du darauf achten, dass dein bestehender Vertrag auch mit dokumentiert wird (scahriftlich!!!) - dass also im Beratungsprotokoll drinsteht, dass du seit 2 jahren einen Vertrag bei der Verscherung XY hast. Das ist sehr wichtig, da du dann im Falle eines Falles auf Falschberatung klagen kannst. Inzwischen gilt hierzulande die europäische Vermittlerrichtlinie, nach der der Vermittler die Gründe für seine Empfehlung offen legen und dir gegenüber dokumentieren muss. Bitte niemals ein Formular unterschreiben, mit dem du dem Verzicht auf die Dokumentation des Verkaufsgesprächs zustimmst - und immer erst dann unterschreiben, wenn du das in Ruhe gelesen hast (am besten in Abwesenheit des Vermittlers).
Entscheiden mußt du natürlich selbst …
Klar, aber es war mir wichtig (als Newbie) hier mal in die
Runde zu fragen. Nach den vielen Aussagen wissen wir schon
weiter, werden es uns mal ganz unverbindlich anhören und dann
weitersehen.
… und dabei gilt natürlich die Grundregel: niemals sofort zu einer Unterschrift drängen lassen. Immer erst das Beratungsprotokoll lesen …
Diese Erklärung würde ich gerne einmal hören. Ich habe bisher
noch überhaupt keine vernünftige Begründung (aus
Verbrauchersicht) bekommen, warum es überhaupt Dachfonds gibt.
…Aus den gleichen Grund wie es fonds für Aktien gibt.
Eben Fondpicking anstatt Aktienpicking. Wer sich darunter nur ne Kostenpyramide vorstellt, nunja, der hat halt seine Meinung.
Solltest du dieses konzept bekommen, dann musst du darauf
achten, dass dein bestehender Vertrag auch mit dokumentiert
wird (scahriftlich!!!) - dass also im Beratungsprotokoll
drinsteht, dass du seit 2 jahren einen Vertrag bei der
Verscherung XY hast.
Und ich ergänze: da müssen auch die bekannten Daten des bestehenden Vertrags rein: Laufzeit, Beitragshöhe, garantierte + erwartete Rente, bei Kapitalwahlrecht die prognostizierte Höhe.
UND: da ja garantiert (!!) wird, dass der Fonds immer besser ist als jede RV, muss auch diese Aussage ins Protokoll.