Provisorische Dämmung eines Daches

Hallo,

wir wohnen zur Zeit übergangsweise bei Schwiegermutter unter dem Dach. Die beiden Zimmer sind einfach durch Panele unter den Dachsparren und „Sauerkrautplatten“ dazwischen eingebaut worden (anno Tobak). Darüber gibt es einen vollkommen ungedämmten Spitzboden und nebenan gleich einen ungedämmten Trockenboden. In beiden Fällen sieht man die mit Zement verstrichenen Dachsteine von hinten.

Da sich unser Umbau des EG bis ins nächste Frühjahr verzögert und es schon im letzten Winter dort teilweise unerträglich kalt war, würde ich gerne eine provisorischen billige Dämmung vornehmen, die nicht viel Zeit und Geld kosten soll. Das Dach stammt von 1930 und ist ohnehin in den nächsten Jahren fällig, dann wird es ordentlich gemacht.

Nur wie kann man jetzt für diesen Winter eine mehr oder weniger gute Dämmung erzielen, ohne gleich Bauschäden zu verursachen oder richtig Geld hinzulegen? Einfach Alu kaschierte Isoverrollen im Trocken- und Spitzboden zwischen die Sparren tackern? Oder Dämmkeile dazwischenschieben? Oder … ?

Mir ist klar, dass man damit keine mustergültige Dämmung erreichen wird (ist aber auch nicht Ziel der Aktion). Aber wenn ich für ein paar Euro erreichen könnte, dass es nicht mehr durch alle Ritzen pfeift wäre uns sehr geholfen.

Gruß vom Wiz

Hallo Wiz,

wir wohnen zur Zeit übergangsweise bei Schwiegermutter unter
dem Dach. Die beiden Zimmer sind einfach durch Panele unter
den Dachsparren und „Sauerkrautplatten“ dazwischen eingebaut
worden (anno Tobak). Darüber gibt es einen vollkommen
ungedämmten Spitzboden und nebenan gleich einen ungedämmten
Trockenboden. In beiden Fällen sieht man die mit Zement
verstrichenen Dachsteine von hinten.

Ist nicht einfach mit Ferndiagnose. Du kannst dir mit falschj eingebauter Dämmung ne Menge Scheiße ins Haus hole - angefangen von fließend kaltem Wasser aus den Deckenanschlüssen bis zu andere Unannehmlichkeiten. Ist es dir möglich, Fotos einzuscannen?
Den Spitzboden kannste du isolieren, indem du eine Folie auf ihm antackerst und dir z.B. 16 cm Steinwollmatten holtst und dicht und ungedrückt verlegst. Obendrauf KEINE Folie!

Da sich unser Umbau des EG bis ins nächste Frühjahr verzögert
und es schon im letzten Winter dort teilweise unerträglich
kalt war, würde ich gerne eine provisorischen billige Dämmung
vornehmen, die nicht viel Zeit und Geld kosten soll. Das Dach
stammt von 1930 und ist ohnehin in den nächsten Jahren fällig,
dann wird es ordentlich gemacht.

Versuch es im Trockenboden ähnlich, oder mit Styropor (laß dir kein Styrodur aufschwatzen, das ist sündhaft teuer :smile:. Bedenke aber, daß alle lecken Stellen potentielle Kondenswasserleitungen sind.

Nur wie kann man jetzt für diesen Winter eine mehr oder
weniger gute Dämmung erzielen, ohne gleich Bauschäden zu
verursachen oder richtig Geld hinzulegen? Einfach Alu
kaschierte Isoverrollen im Trocken- und Spitzboden zwischen
die Sparren tackern? Oder Dämmkeile dazwischenschieben? Oder
… ?

Mir ist klar, dass man damit keine mustergültige Dämmung
erreichen wird (ist aber auch nicht Ziel der Aktion). Aber
wenn ich für ein paar Euro erreichen könnte, dass es nicht
mehr durch alle Ritzen pfeift wäre uns sehr geholfen.

Gruß
Frank

Hi Wiz,

wie Frank schon schrieb, kann eine hopphopp-Isolierung viel Ärger machen (Feuchtigkeit), also nicht allzusehr huddeln.

Wenn es in absehbarer Zeit eh gemacht werden soll, warum nicht gleich ordentlich isolieren und den Unterbau improvisieren. Will meinen, wenn die Sparren groß (hoch) und stabil genug für eine ordentliche Isolierung sind, ordentlich mit Mineralwolle isolieren und nur mit einer Folie abdichten. Den Einbau der Mineralwolle hab ich alleine (ungeübt) für einen ca. 45 m2 Dachboden in drei Tagen hingekriegt. Noch einen Tag für die Dampfsperre, fertig.
Später kann dann der Rest gemacht werden (Rigipsplatten, Holzpaneele, oder was auch immer).
Hat der Vorteil, daß es ordentlich dicht (und somit warm) ist und Du nicht doppelt arbeiten und zahlen mußt.

Nur so als Gedankenstütze

Gandalf

P.S.
Was ist eigentlich aus der Überbrückung des Bachs geworden?!
Nur so interessehalber

Hallo Gandalf,

so ähnlich hatte ich mir die Sache auch vorgestellt, daher ja auch die Frage mit der kaschierten Fasermatte. Es sollen also schon halbwegst vernünftige Materialien zum Einsatz kommen, nur wird es eben einfach keine perfekte Dämmung, weil man ja einfach nicht überall dran kommt. Ich denke mir aber mal, dass ein entsprechendes Dämmen der erreichbaren großen Flächen im Spitz- und Trockenboden auf jeden Fall schon mal einen Effekt haben wird, um uns diesen Winter überleben zu lassen. Der Dachstuhl ist von 1933 und die eingebauten Zimmer sind mit einfachen Panelen direkt auf die Sparren gebaut. Da ist also in einigen Jahren vermutlich mal ein totaler Abriss und Neubau fällig. Nur interessiert mich dieser heute nicht und wird dann auch später nicht mehr so interessant sein, weil die Zimmer dort dann niemand mehr brauchen wird, wir also problemlos dann einen Rundumschlag machen können.

Heute sieht die Sache leider anders aus, da man uns unsere erste Baugenehigung nicht erteilt hat, und die zweite leider auch recht lange dauerte, hat uns unser Bauunternehmer jetzt vor ein paar Tagen davon abgeraten jetzt noch vor dem Winter anzufangen, und da braucht es jetzt halt eine Lösung, die uns über die kaltenTage bringt (mein Husten ist auch so schon nicht mehr feierlich).

Damit klärt sich dann auch die Frage mit dem Bach, wird erst wieder nächstes Jahr aktuell. Gerade heute fuhren aber einige schwere städtische Baumaschinen über die Brücke, die gerade den Straßenrand auf beiden Seiten neu befestigen. Denke mal, dass der Kipper mit Mineralgemisch auch nicht viel leichter war, als ein Mischer. Nur geht man natürlich immer ein Risiko ein, und man kann ja auch keine Fahrer zwingen, das Verbot zu mißachten. Wenn etwas passiert, wäre es mehr als peinlich, und an die Kosten möchte ich gar nicht denken. Unser Bauunternehmer ist aber ganz zuversichtlich, dass wir auch über den Feldweg hinten herum ans Haus kommen würden, und ansonsten habe ich ja jetzt ein paar Adressen.

Gruß vom Wiz

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