Provokante Frage: wer ist der wirkliche Deutsche

‚bazi‘
nie jehört.

.

Hi,

und bei uns sind d´Schwobe äba - Spätzelfresser -
wobei wir uns alle im Ländle mögen.

Gruss Günter

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Oder täusche ich mich?

ja und nein, raimund.

hier in nrw zb. hast du diese meinung auch sehr oft gehört, niemals stoiber, dann lieber den schrööödiiiiii. hier hat man es auch nicht so gern, sich von einem by regieren zu lassen, hat wohl weniger mit der programmatik seiner partei zu tun , als vielmehr mit der person stoiber als bayer…

das ist daher auch nicht so sehr glücklich gelaufen für die cdu, und sicherlich ein grund für deren wahlniederlage. in unserer populistischen gesellschaft ist es eben sehr wichtig…die nachrichten so rübbbbbberzubringen, das sie auch positiv verstanden werden…inhalt hin, inhalt her, und da hatte schröööödiiiiiii die besseren karten…( sage ich jetzt wertfrei )

gruss vom tööömi

provokante Frage: wer ist der wirkliche Deutsche…
Hallo Raimund,

Doch wie oft hat man den Satz gehört:" Ein Bayer als Kanzler? Nie!"

Bayern hängt das Vorurteil an, konservativ bis hinterwäldlerisch, unsensibel bis grobschlächtig, mehr autoritär als demokratisch zu sein.

Das stammt aus den Zeiten, als Bayern noch vorwiegend Agrarlad war. Aber es gibt doch zu denken, dass als Ministerpräsident immer Typen gewählt werden, die diesem Klischee weitgehend entsprechen.

Vor Stoiber hatten Franz Josef Strauss und Hans-Jochen Vogel die Chance, Bundeskanzler zu werden. Hans-Jochen Vogel ist nie vorgeworfen worden, Bayer zu sein, er entsprach dem Klischee absolut nicht.

Liebe Grüße
Peggy

PS
Zugegebenermaßen war Hans-Jochen Vogel kein „echter“ Bayer, er stammt aus Göttingen. Aber da er seit Studienzeiten sein ganzes Leben in Bayern verbracht hat, Amtsgerichtsrat, dann viele Jahre OB von München war, wurde er allgemein als Bayer betrachtet. IHM hat das nicht geschadet.

hallo Peggy:

Doch wie oft hat man den Satz gehört:" Ein Bayer als Kanzler? Nie!"

Bayern hängt das Vorurteil an, konservativ bis
hinterwäldlerisch, unsensibel bis grobschlächtig, mehr
autoritär als demokratisch zu sein.

Das stammt aus den Zeiten, als Bayern noch vorwiegend Agrarlad
war.

Was aber zumindest seit 1945 nicht mnehr stimmt.

Aber es gibt doch zu denken, dass als Ministerpräsident
immer Typen gewählt werden, die diesem Klischee weitgehend
entsprechen.

Vor Stoiber hatten Franz Josef Strauss

der hat die Wahl damals gewonnen. Er hatte meines Wissens 43 % der Stimmen bekommen. Kanzler wurde er dashalb nicht, weil die FDP mal wieder anderen Fahnen nachlief.

und Hans-Jochen Vogel
die Chance, Bundeskanzler zu werden. Hans-Jochen Vogel ist nie
vorgeworfen worden, Bayer zu sein, er entsprach dem Klischee
absolut nicht.

Die Niete wäre auch nie Kanzler geworden.

Liebe Grüße
Peggy

PS
Zugegebenermaßen war Hans-Jochen Vogel kein „echter“ Bayer, er
stammt aus Göttingen. Aber da er seit Studienzeiten sein
ganzes Leben in Bayern verbracht hat, Amtsgerichtsrat, dann
viele Jahre OB von München war, wurde er allgemein als Bayer
betrachtet. IHM hat das nicht geschadet.

Es hätte ihm geschadet, wenn er sich als Kanzler hätte aufstellen lassen.
Mir sagt das alles nur eines: dass in Bayern mehr weltoffenere, tollerantere menschen Leben, als in ND.
Aber vielleicht täusche ich mich… bin ja schließlich als Bayer aufgewachsen… und das noch dazu in der schönsten Stadt der Welt: München :smile:
Grüße
Raimund

Hi!

Alle sind Deutsche. Nur gibt es eben nicht „den Deutschen“,
sondern verschiedene Mentalitäten.

wohl wahr

Das man im Norden eher arrogant und borniert auftritt, muss
man eben schlucken.

Seh ich als original Süddeutscher (Nein, nicht Bayer, nur bayrischer Staatsbürger) ein wenig anders. Es wirkt nur arrogant und borniert…
aber das hat mit dem unterschiedlichen Sprachgebrauch und der unterschiedlichen Prägung zu tun. Norddeutsche sind genauso weltoffen und tolerant wie Süddeutsche. (Die größten Idioten in dieser Hinsicht habe ich in einer bestimmten bayerischen Region angetroffen… *grusel*)

Nord- und Süddeutsche trennt halt die gemeinsame Sprache.

Ich interpretiere das als Unsicherheit
gegenüber den in fast allen Belangen besser dastehenden
südlichen Bundesländern. Wenn einem nichts mehr einfällt, übt
man sich eben in Puritanismus.

Puritaner in Norddeutschland?
das glaubst doch selber nicht

Ausserdem stand bis ca 1970 Norddeutschland um einiges Besser da wie Bayern, und da war das Verhalten dem Vernehmen nach genauso.

Gruß
Mike

Hallo Raimund,

… Franz Josef Strauss

der hat die Wahl damals gewonnen. Er hatte meines Wissens 43 % der Stimmen bekommen. Kanzler wurde er deshalb nicht, weil die FDP mal wieder anderen Fahnen nachlief.

Die Zahl weiß ich nicht, meine mich aber zu erinnern, dass er gegenüber früheren CDU/CSU-Ergebnissen drastisch verloren hat.

… Hans-Jochen Vogel

Die Niete wäre auch nie Kanzler geworden.

Eine „Niete“ 12 Jahre lang OB von München, Deutschlands drittgrößter Stadt? :smile:
Ob er ein besserer Kanzler gewesen wäre als Kohl, gegen den er verlor, kann niemand prüfen. Aber sicher ein ehrlicherer.

Mir sagt das alles nur eines: dass in Bayern mehr weltoffenere, tollerantere menschen Leben, als in ND.

Und DIE wählen CSU? Einen Ministerpräsidenten, der sagt „in Bayern wird halt härter zugepackt?“ (Stoiber nach einer Polizei-Prügelorgie) Das nennst du weltoffen und tolerant?

Aber du hast recht, wenn das Doppel-l bei dir in „tollerant“ kein Tippfehler ist. Ein Tollhaus! :smile:

… bin ja schließlich als Bayer aufgewachsen… und das noch dazu in der schönsten Stadt der Welt: München :smile:

Ahh! Das erklärt Manches! München ist nicht Bayern. Dort findet man die Toleranz, die man im Umland vermisst. Deshalb war die Stadt seit Kriegsende von einer kurzen Episode abgesehen auch immer SPD-regiert!

Eins verbindet uns: Auch ich liebe München, habe zwei Jahre dort gelebt. Aber „schönste der Welt“ würde ich doch nicht sagen. Dazu muss man wohl dort geboren sein. :wink:

Liebe Grüße
Peggy

Ähm, naja…
Hi Raimund!

Gegen EINEN Bayern als Kanzler hätte ich vielleicht gar nix…

Aber DIESEN Bayern hätte ich mir in diesem Leben nicht als Kanzler gewünscht! Ich möchte nicht über seine politische Qualifikation urteilen - da tun sich die beiden vermutlich nicht viel.
Aber ein Kanzler ist nun mal der „Chef von Deutschland“ (so hat meine Frau versucht, es unserem Sohn zu erklären) - und ein solcher sollte schon gewisse Grundregeln von Kommunikation und Rhetorik beherrschen…

Grüße
Guido

Hi Mike!

Alle sind Deutsche. Nur gibt es eben nicht „den Deutschen“,
sondern verschiedene Mentalitäten.

wohl wahr

Das man im Norden eher arrogant und borniert auftritt, muss
man eben schlucken.

Seh ich als original Süddeutscher (Nein, nicht Bayer, nur
bayrischer Staatsbürger) ein wenig anders. Es wirkt nur
arrogant und borniert…

Klar „wirkt“ es nur so.

aber das hat mit dem unterschiedlichen Sprachgebrauch und der
unterschiedlichen Prägung zu tun. Norddeutsche sind genauso
weltoffen und tolerant wie Süddeutsche. (Die größten Idioten
in dieser Hinsicht habe ich in einer bestimmten bayerischen
Region angetroffen… *grusel*)

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sich in diesem Punkt z.B. Weiden und Wittingen gar nichts nehmen…

Nord- und Süddeutsche trennt halt die gemeinsame Sprache.

Den Satz sollte man sich ausdrucken und einrahmen! Klasse!

Ich interpretiere das als Unsicherheit
gegenüber den in fast allen Belangen besser dastehenden
südlichen Bundesländern. Wenn einem nichts mehr einfällt, übt
man sich eben in Puritanismus.

Puritaner in Norddeutschland?
das glaubst doch selber nicht

Natürlich. Die da oben nennen es nur „hanseatische Beschedenheit“…

Ausserdem stand bis ca 1970 Norddeutschland um einiges Besser
da wie Bayern, und da war das Verhalten dem Vernehmen nach
genauso.

Wen interessiert das heute noch?

Grüße,

Mathias

Hallo,

also ich wohl nicht.
Meine Sippe sitzt zwar nun seit ungefähr 900 Jahren immer am gleichen Ort ( oder so 100 km drumrum) aber , dauernd fallen hier die Dänen ein , dann sind wir mal wieder kurz Dänen.
Dann werden die wieder von den Preussen oder wem vertrieben, dann sind wir wieder Deutsche. Und dann flüchtet hier noch das halbe Ostpreußen her, deren Abstammung ja auch eher zweifelhaft ist.
Da kann man ja nicht „sauber“ bleiben.

Grüsse

Heike

P.S. Was genau war nochmal ein Deutscher ?

hallo Heike,

P.S. Was genau war nochmal ein Deutscher ?

woran erkennt man ihn?
Am blondem Haar?
Am „germanischem“ Wuchs?
An den Schweißfüßen?
Oder der Hautfarbe?
Meiner Meinung nach daran, dass er den deutschen Pass hat und deutsch spricht.
Es ist ein Problem mit: der Deutsche, der Franzose, der Engländer…
Denn wenn es nach der „deutschblütigen“ Abstammung geht, dann sehen die Völker alle recht „alt“ aus, ganz besonders Deutschland. Hier haben wohl alle Völker Europas und Asiens und seit ´45 auch Afrika ihre Gene dagelassen.
Selbst die Germanen sind ein Mischvolk: aus den Steppen Asiens eingewandert und mit dem Hünengräbervolk vermischt.
Aber das hat mit Innenpolitik nichts zu tun.
Grüße
Raimund

hallo Guido,
ich finde es nicht besonders fair, einem Menschen eine einmalige schwache Stunde sein leben lang vorzuwerfen. Herr Stoiber hat damals bei der Christiansen eine mehr als schwwache Stunde gehabt: sein Enkel lag im Krankenhaus. Er war mehr bei dem Kleinen als bei der Diskussion. Nicht jeder steckt sein privates Problem einfach weg. Ich finde es schön, wenn Politiker auch Menschen sind.
Grüße
Raim,und

Es war nicht nur einmal!
Hallo Raimund!

Wäre es nur das eine Mal gewesen, hätte ich mich nicht zu Wort gemeldet!

Ich habe letztens per E-Mail ges(t)ammelte Werke bekommen…

Außerdem habe ich mir die beiden Kreuzfeuer-spezial(?)-Sendungen auf RTL angesehen und fand es befremdlich, dass er

a) eigentlich auf keine Frage konkret geantwortet hat
und
b) vor fast jeder Nicht-Antwort die Denkpausen mit betretenem Schweigen überbrückte

Schröder war wenigstens so clever, die Denkpausen mit „aktivem Zuhören“ zu überbrücken…

Grüße
Guido

Mir kommen die Tränen

schwwache Stunde gehabt: sein Enkel lag im Krankenhaus. Er war
mehr bei dem Kleinen als bei der Diskussion. Nicht jeder
steckt sein privates Problem einfach weg.

Eben darum geht es, Raimund.
Als Kanzler kann er sich keine „schwache Stunde“ leisten. Wenn er die grade dann hat, wenn es um Existenzfragen des Landes geht, dann ist das wohl mehr als fatal.
Bei der Christiansen ging es „nur“ darum ob er Kanzler wird oder nicht. Wenn er schon da durchhängt, dann, sorry, hat er eben nicht das Format für diesen Job.

Gruß Eckard.

Hi raimund

ich finde es nicht besonders fair, einem Menschen eine
einmalige schwache Stunde sein leben lang vorzuwerfen.

EINMALIG?
sag mal, wie lange dauert denn bitteschön bei dir eine Stunde?
Rhethorisch und Kommunikativ ist der Mann seit Jahren eine schlichte Katastrophe.
(Eigentlich seitdem ich den bewusst wahrnehme…)

Gruß
aus dem Stoiberland
Mike

Wahlergebnisse…
Hi Peggy
1976 Erhielt die Union 48,6 % der Zweitstimmen (mit Kohl als spitzenkandidat)
1980 43,6 %…

Du hast Recht, üble Verluste

Quelle: http://www.bundeswahlleiter.de

Gruß
Mike

(kein Münchner, trotzdem Tolerant :smile:))
(ist ein Scherz)
(nix für ungut)

falsche Frage
Nochmal hallo Raimund,

eigentlich wolltest du ja fragen, warum Stoiber mit Aussagen wie „Ein Bayer als Kanzler? Nie!“ abgelehnt wurde.

Dass vor Stoiber auch schon Strauss auf Ablehnung stieß, und warum das so war, haben wir schon weiter unten diskutiert.

Jetzt aber fällt mir auf: Wir hatten ja schon mal einen bayrischen Bundeskanzler: Ludwig Erhard!

Er entsprach nicht dem bayrischen Klischee und wurde aufgrund seiner Leistungen als Wirtschaftsminister gewählt.

Die Fähigkeiten, die ein Kanzler haben muss, hatte er aber nicht. Er war der einzige Kanzler, der zurücktreten musste.

Ob das Stoiber nicht auch so gegangen wäre? Wo an seinen Fähigkeiten schon vorher gezweifelt wurde? Was gar nichts mit seinem Status als Bayer zu tun hat?

Liebe Grüße
Peggy

PS1
Was ich in meinem untrigen Beitrag vergaß: Der Spruch „Ein Bayer als Kanzler? Nie!“ ist mir auch mir quer runter gegangen. Meine Ablehnung und sicher die vieler lag in seiner Person. Wenn man das mit dem bayrischen Klischee verknüpft, ist das eine Herabminderung aller Bayern.

PS2
Ich hoffe, dass du als Münchener einen Franken als Bayern akzeptierst. Jenseits des Weißwurstäquators kennt man solche feinen Unterschiede jedenfalls nicht. :wink:

hallo Peggy
dieser Satz (und damit die Ablehnung) kenne ich schon sehr lange. Ich habe nächste Verwandte in DO, HH, usw. Und bin auch beruflich kreuz und quer durch D gereist.
Ob jetzt ein Bayer sich gerade mal um die Kanzlerkanditatur bewirb oder nicht: der Satz steht.
Was bei Kanzlern meist nicht beachtet wird: er gibt zwar in vielen Fällen die richtung vor, doch Alleinherrscher in Form des Absolutismus´ist er nicht.
Ich glaube auch nicht, dass Stoiber schlechter als Schröder wäre, eher das Gegenteil. Persönlich mag ich ihn überhaupt nicht. Das hat aber mit seiner (und der CSU) Politik nichts zu tun. Lieber ihn wählen und dann eine fähige Partei, als einen Kumpel, der gut Schulterklopfen und Würstchen essen kann, aber eine unfähige Partei hat.
Ich muss ja nicht mit ihm in´s Bett steigen (brrrrrr!):smile:

PS2
Ich hoffe, dass du als Münchener einen Franken als Bayern
akzeptierst. Jenseits des Weißwurstäquators kennt man solche
feinen Unterschiede jedenfalls nicht. :wink:

Na, ja… kennst Du den Spruch: ein Frank und ein Schwab bleibt ein … !:smile:))
Nein, natürlich sind Franken (und Schwaben) auch gute Bayern (auch wenn sie uns von Napoleon zwangsweise aufs Auge gedrückt wurden):smile:
Ich habe übrigens auch eine zeitlang in Bamberg gewohnt und im Umfeld gearbeitet.
Grüße
Raimund