Hallo,
Woher kommt der Proxy-Server im Titel ??
Das habe ich mich auch gefragt.
Ein Proxy bringt die eigentlich nur etwas wenn beide Rechner
sehr oft auf die selbe Internetseite zugreifen.
Das ist grundsätzlich falsch. Ein „proxy“ (das ist das englische Wort für „Stellvertreter“ oder „Bevollmächtigter“) wird immer dann eingesetzt, wenn man – aus welchen Gründen auch immer – keinen direkten Zugriff auf eine Ressource zulassen möchte.
Aus einem LAN heraus wird z.B. sehr häufig der direkte Zugriff ins Internet untersagt. Dann dürfen die User über einen Proxy surfen. Um Problemen aus dem Weg zu gehen, werden mitunter bestimmte Adressen oder Seiten für den Zugriff gesperrt. Im Büro sollst Du eben nicht unter www.playboy.com Artikel über schnelle Autos lesen, unter www.gmx.de Deine private Post erledigen oder bei Ebay mitbieten oder oder oder.
Es gibt freilich auch „caching proxies“, dort werden dann besuchte Webseiten für einen gewissen Zeitraum gespeichert, um anderen Usern die Ladezeit zu verringern und die Netzwerkbelastung zu reduzieren.
Wieder andere Proxies filtern an zentraler Stelle Werbemüll heraus und sorgen dafür, dass User nicht mehr private Daten als unbedingt erforderlich an Websites weitergeben.
Es gibt auch „anonymizer proxies“, die eine ganze Kaskade von verschiedenen Proxies in einem ausgeklügelten System hintereinanderschalten, um die Herkunft der Abfrage zu verschleiern.
Bei reverse proxies wird nicht Zugriff von innen nach außen, sondern umgekehrt, von außen nach innen gesteuert. Man findet sowas häufig bei größeren Webservern, um z.B. SSL Zugriffe zentral anzubieten, die Last zu verteilen, etc.
Grundsätzlich kann ein Proxy für alle Möglichen Datenzugriffe, nicht nur für http/https verwendet werden. Häufig nutzt man Proxydienste auch, ohne es zu wissen. Wenn z.B. der Provider transparente Proxies für den Internetzugang seiner Kunden benutzt.
Abgesehen von der „reverse“ Variante sind alle diese Proxylösungen auch für einzelne User interessant und sinnvoll.
Gruß
Fritze