Prozedere VOR Operationen

Hallo liebe Wissende,

ich gestehe, dass ich noch nie im Leben operiert wurde und nicht weiß, ob das so üblich ist.

Mein Arzt hat mir eine Operation empfohlen, die ich allerdings nicht will. Im Internet bin ich auf einen alternativen Eingriff gestossen, den ich mir vorstellen kann und auch möchte. Mein Arzt möchte allerdings nach wie vor seinen Vorschlag, nimmt allerdings auf meinen Wunsch Rücksicht. Eigentlich wollte er mir am hiesigen Krankenhaus einen Termin für eine Voruntersung besorgen und mir telefonisch mitteilen.

Heute hatte ich ein Telefongespräch mit der Arzthelferin. Sie sagte mir, dass zuvor eine Kerspinn gemacht werden müsste und ich mit meiner Krankenkasse die Kostenübernahme klären muss. Beim Gesprächstermin sagte mir der Arzt allerdings schon, dass die Kosten übernommen würden. Das wundert mich jetzt irgendwie. Mir kommt es so vor, als ob mir meine Alternative (davon abgesehen wesentlich einfachere und schnellere Methode) einfach vergällt werden soll.

Ist es üblich, dass der Patient die Kostenübernahme klärt? Ist es nicht so, dass mit der Krankenhauseinweisung die Nötigkeit der Operation schon ausgesagt wird? Welcher Mensch lässt sich auch schon aus Jux und Dollerei operieren. (Wobei ich meine Wunschmethode nicht unbedingt als OP bezeichnen würde)
Aber gegen meinen Willen kann ich doch nicht operiert werden, oder?
Mir kommt das jetzt einfach so merkwürdig vor, weil ich das Empfinden habe, dass die mir mit aller Gewalt, die bevorzugte Methode des Arztes aufschwatzen wollen und mir meine selbstgefundene Methode vermießen.

LG

Sarah

Ohne zu wissen, um welche Art von Operation es sich handelt, produzt man nur heisse Luft!!
Gruss R.

Hallo Sarah,

niemand wird i.d.R. gezwungen, sich operieren zu lassen. Es gibt natürlich Ausnahmen wie z.B. entmündigte Patienten oder das bewußtlose Unfallopfer, aber hier kann man nicht von einem „Zwang“ sprechen.
Du bist für Deinen Körper selbst verantwortlich und wenn Du eine OP ablehnst, so ist das Dein gutes Recht.
Ob das natürlich klug und sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.
Gehe doch zu einem anderen Arzt und hole eine zweite (oder auch dritte) Meinung ein.
Eine OP ist eigentlich immer „ultima ratio“, auch wenn das der Job der Kollegen aus der OP-Zunft ist, aber man kann eben nicht für jedes Krankheitsbild eine Tablette einwerfen.
Ist eine OP indiziert, so wird auch das möglicherweise notwendige MRT von der Kasse übernommen.

Gruß, Jürgen

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Hi Sarah
Recht hat er, der Kollege Rudi (kurz drunter) - so theoretisch kann man das überhaupt nicht beurteilen.
Ganz häufig möchte Patientinnen z.B. lebensnotwendige gynäkologische Operationen nicht machen lassen, sondern sich lieber alternativ behandeln lassen. Das geht, salopp ausgedrückt, meistens in die Hose.
Die Chrirurgen und Frauenärzte operieren ja nicht aus sadistischer Lust oder um ihren OP-Katalog voll zu kriegen, jedenfalls in der Regel nicht (mehr), so dass wir davon ausgehen dürfen, dass die avisierte Operation notwendig ist.
Gruß,
Branden

Mißverständlich ausgedrückt
Hallo liebe Wissende,

die von meinem Arzt angeratene OP wäre eine Gebärmutterentfernung. Diese würde ganz klar übernommen werden.

Die, die ich möchte eine Embolisation. Ob dafür eine Kostenübernahme gemacht wird, muss ich selber abklären. Hier wäre auch wohl die Kernspinn, zumindest an unserem KH, notwendig.

Natürlich weiss ich nicht, in wie fern sich die Kosten unterscheiden. Aber die Entfernung bedeutet 8 Tage Krankenhausaufenthalt und nach Auskunft meines Arztes insgesamt 4 Wochen krank, was ich bisher las ist aber 6 Wochen realistischer.

Die Embolisation bedeutet 4 Tage Krankenhaus ohne nenneswerte Krankschreibung anschließend.

Leider konnte ich das gestern, als ich es erfuhr, nicht mehr mit meiner Krankenkasse abdklären, da sie da schon nicht mehr besetzt war. Diesbezüglich muss ich mich also bis Montag gedulden.

Meine Frage war nun, ist es üblich, dass der Patient die Kostenübernahme abklärt? Ich habe einfach das Gefühl, dass mir die Embolisation vermießt werden soll, aber so leicht lass ich mich nicht beeindrucken. Das krieg ich schon geregelt und ein akuter Notfall bin ich nicht, hab also genügend Zeit in Ruhe alles abzuchecken.

LG

Sarah

Können
Hi du,

Vielleicht erfährst du bei deiner Krankenkasse, wer in deiner Umgebung den Eingriff beherrscht und dafür von ihr bezahlt wird.

http://frauen.qualimedic.de/Myome_therapie_embolisat…

Herzlich,
Christine

Hi Christiane,

vielen Dank, dann werd ich mich wohl bis Montag gedulden müssen und das bei meiner Krankenkasse nachfragen und abklären.

Ich wollte ja auch wissen, ob es eigentlich üblich ist, dass sich der Patient darum kümmert. (Klärung der Kostenübernahme)

Danke für den Link, jetzt kann ich mich auf jedenfall noch weiterinformieren und bin dann wohl auch „bewaffnet“ genug, mit Argumenten, falls es Probleme gäbe. Ich denke, ich habe auch ein breites Argumentationsfeld.

Danke und Grüße

Sarah

Hallo Sarah,

ich nehme an, Dein Arzt hat Dir zur Gebärmutterentfernung geraten, weil Du ein oder mehrere Myome hast? Das scheint mir eine sehr beliebte Maßnahme zu sein!

Auf gar keinen Fall solltest Du Dich überrumpeln lassen. Es gibt gar keinen Grund, dabei die Entscheidung übers Knie zu brechen. Bevor Du Dich entgültig entscheidest, solltest Du evtl. einmal einen weiteren Arzt, besser noch eine Ärztin fragen. Auch die Nachfrage bei der Krankenkasse nach alternativen Therapien und ihre Finanzierung ist sinnvoll.

Darüber hinaus solltest Du Dir Gedanken darüber machen, in wie weit Du von dem Myom behindert wirst und ob Du evtl. noch Kinder möchtest. Bevor Du Dir dabei nicht 100 %ig sicher bist, kannst Du schließlich nur im äußersten Notfall auf Deine Gebärmutter verzichten. Bedenke auch, dass Myome in der Regel beim Eintreten der Wechseljahre das Wachtum einstellen bzw. oft auch schrumpfen. Wenn Du keine starken Beschwerden hast, kannst Du auch mit dem Myom leben.

Leider findet man immer noch Ärzte, die das Thema völlig unsensibel und zügig angehen. Einer von denen hat vor einigen Jahren meine Mutter aus dem gleichen Grund völlig in Panik versetzt!

Viele Grüße

Anne

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Wie du selber schreibst, ist die Behandlungsmethode nicht sehr üblich im deutschen Raum (eher anglo - amerikanisch. Aus diesem Grund ist die Kostenübernahme nicht generell geregelt und muss deshalb von der Kasse bestätigt werden. Dieses ist aber Aufgabe der Patientin!
(Siehe auch Charité Berlin: http://web.rad.charite.de/static/pdf/…)
Andererseits würde ich mir das nocheinmal genau durch den Kopf gehen lassen, da ja die Gebärmutter nicht nur Muskelknoten entwickeln kann und mit dem hormonelle Haushalt absolut nichts zu tun hat (z.B. Oestrogenmangel). Ich rate zu einer ausführlichen Beratung!!
Gruß R.

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Hallo Anne,

ja, es handelt sich dabei Myome, die jetzt ein bisschen das zicken anfangen. Ich war bei einem weiteren Arzt, der mir das gleiche empfohlen hat. Auf mein hartnäckiges Nachfragen nach Alternativen (ich hatte die Embolisation und eine Hormontherapie im Internet schon ausfindig gemacht) hat er mir gesagt, dass es eben diese Methode der Embolisation gibt, die aber nur ein Berliner Krankenhaus durchführt. Mittlerweile habe ich schon 4 Krankenhäuser ausfindig gemacht, die diese Methode durchführen, allerdings nur durch eigene Recherche.

Ich werde das auf keinen Fall übers Knie brechen. So eilig ist das bei mir nun auch wieder nicht.

In Panik hat er mich damit auch gesetzt. Aber mittlerweile hab ich wieder die Fassung gewonnen und bin schon recht fit in den Alternativmethoden.

Vielleicht sollte ich wirklich auch noch eine weibliche Meinung einholen, evtl. ist da mehr Verständnis vorhanden.

Danke und Grüße

Sarah

Danke Rudi,

nur, dass sie noch unüblich ist, heisst ja nicht, dass sie schlecht ist. Wenn das meine Aufgabe ist, dann bin ich ja beruhigt. Ich dachte, dass mir langsam das so schwer gemacht werden soll, weil mein Arzt absolut die andere Methode empfiehlt.

LG

Sarah


Hallo Sarah

Hmm, also wenn ich erhlich bin, finde ich schon das alles ein bisschen KOMISCH.
Darf ich dich fragen, wie alt du bist? Und ob du Kinder hast?

Ein Myom ist ein gutartiger „Tumor“, ich glaube man kann es eher Geschwulst nennen.

Ich finde, es so ein Quatsch, das dir das dein Arzt einreden will, hole dir noch eine 3te Meinung, denn was du nicht vergessen darfst, jede OP, bringt auch Risiken mit sich.

Sonst, was mich aber auch sehr wundert. Dein beh. Gyn, hat Belegbeten irgendwo in einem KH? Oder schickte dich in eine Privatklinik?

Eigentlich ist es ziemlich untypisch, das du vorher eine Kostenübernahme der Krankenkasse, bei so einer Sache brachst. Denn falls es aus medz. Gründennotwenidig ist, wieso will denn dein Doc dazu eine Kostenübernahme?

Ich kann dir als Tipp mit auf den Weg geben, schreibe dir die ganzen Fragen auf, vereinbare ein Termin und stelle die Fragen, die du noch hast!

Ich denke, das isi sehr wichtig für dich.

VG

Juma

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Hallo Juma,

Darf ich dich fragen, wie alt du bist? Und ob du Kinder hast?

Ja klar. Ich bin 42 und habe einen erwachsenen Sohn, die Familienplanung ist also abgeschlossen.

Ein Myom ist ein gutartiger „Tumor“, ich glaube man kann es
eher Geschwulst nennen.

Das stimmt. Man kann sehr gut damit Leben und es gibt viele Frauen, wo das niemals entfernt werden muss. Bei mir machen die Myome halt langsam „Ärger“.

Ich finde, es so ein Quatsch, das dir das dein Arzt einreden
will, hole dir noch eine 3te Meinung, denn was du nicht
vergessen darfst, jede OP, bringt auch Risiken mit sich.

Eine 3te Meinung werd ich mich jetzt auch noch holen. Diesmal von einer Ärztin. In diesem speziellen Fall kann eine Frau das evtl. besser nachvollziehen. Jede OP birgt Risiken, auch wenn sie für den Arzt natürlich Routine ist, so ist es einen Eingriff, und in diesem Fall ein großer Eingriff, in den Körper.

Sonst, was mich aber auch sehr wundert. Dein beh. Gyn, hat
Belegbeten irgendwo in einem KH? Oder schickte dich in eine
Privatklinik?

Nein, er hat keine Belegbetten. Er will mich in das örtliche Krankenhaus einweisen. Einen direkten Vorteil hat er nicht. Außer, dass er sich die zukünftige Arbeitsgrundlage einer Patientin entzieht. Und, den Kollegen im KH einen Patienten für den „Facharzt“ zuschiebt. Er selber hat davon sicherlich überhauptnix.

Eigentlich ist es ziemlich untypisch, das du vorher eine
Kostenübernahme der Krankenkasse, bei so einer Sache brachst.

Jemand, ich glaube es war Rudy, hat gepostet, dass diese Emoblisation, die ich wünsche, nicht zu den gängigen Methoden gehören und der Patient in diesem Falle selbst die Kostenübernahme klären muss. Das werde ich dann morgen auch gleich machen.

LG

Sarah

Es gibt auch Therapienmöglichkeiten für Myome im Ayurveda. Ich kann Ihnen eine sehr engagierte Ärztin empfehlen, welche sich auf auyrvedische Frauenmedizin spezialisiert hat. Nicht immer kann eine OP umgangen werden. In manchen Fällen schrumpfen die Myome jedoch durch die Therapie.

Sandra Grünes, HP, Dipl.med. Ayurveda Spezialistin
Ayurveda Medizin, Ayur-Yoga-Therapie, Ernährungsberatung, Pulsdiagnose, medizinische Konsultationen
Adresse: Rosastr. 9
Stadt: 79098 Freiburg
Telefon: 0049 (0)761-2023234

Frau Grünes ist einverstanden, daß Ihre Kontaktdaten weitergegeben werden.

Vielen Dank Rudi,

für den Linkt, der leider nicht funktionierte. Habe mich aber trotzdem heute zu meiner Kasse begeben und der Sachbearbeiter war ganz verwundert, was ich bei ihm will. Dass die Patientin kommt sei ganz unüblich. Ohne Verordnung kann er nix machen. Ohne Kostenzusage keine Verordnung. Das scheint sich doch zu einer größeren Geschichte zu entwickeln.

Aber dennoch lieben Dank für Deinen Tipp bzw. Hinweis.

Wie du selber schreibst, ist die Behandlungsmethode nicht sehr
üblich im deutschen Raum (eher anglo - amerikanisch. Aus
diesem Grund ist die Kostenübernahme nicht generell geregelt
und muss deshalb von der Kasse bestätigt werden. Dieses ist
aber Aufgabe der Patientin!

Tja, wie soll ich das nur machen. Ich komm mir ein bisschen vor, wie der Hauptmann von Köpenick :wink:

Sie hat sich noch nicht so sehr in Deutschland durchgesetzt. Aber warum soll ich es mir schwerer machen, als nötig. Zumal es m.E. auch sicherlich billiger ist. Aber das kann ich nur vermuten.

entwickeln kann und mit dem hormonelle Haushalt absolut nichts
zu tun hat (z.B. Oestrogenmangel). Ich rate zu einer
ausführlichen Beratung!!

Das stimmt so nicht ganz. Wäre jetzt aber zu umfangreich um das detailliert zu beschreiben. Ich bin mittlerweile so beraten und informiert mittels Internet und Ärztebefragung… ich glaub, ich könnt den Eingriff mittlerweile selber machen, so genau weiss ich, was passiert :wink: Ich bräuchte nur einen Selbstbaukasten :wink:

Danke nochmals und LG

Sarah

Das stimmt so nicht ganz. Wäre jetzt aber zu umfangreich um
das detailliert zu beschreiben. Ich bin mittlerweile so
beraten und informiert mittels Internet und Ärztebefragung…
ich glaub, ich könnt den Eingriff mittlerweile selber machen,
so genau weiss ich, was passiert :wink: Ich bräuchte nur einen
Selbstbaukasten :wink:

Danke nochmals und LG

Sarah

Hallo Sarah,

was hältst Du davon, Dich mit dem Krankenhaus in Verbindung zu setzen, das solche Eingriffe durchführt? Rede doch mal mit der Verwaltung und frage nach, welche Ärzte diese Methode beführworten und gehe dann zu einem dieser Ärzte. Dort müssen sie doch wissen, wer ihnen die Patientinnen schickt!

Viele Grüße

Anne