Prozeßkosten Gäfgen

Hallo,
ich habe den Fall nicht groß vefolgt, weil mich Senstationsjounalismus nicht interessiert, aber warum muß Herr Gäfgen 80% der Prozeßkosten bezahlen?
Ist es in Deutschland nicht üblich, daß die unterlegene Partei den größten Teil bezahlen muß? Wer soll sich da noch einen Prozeß leisten können, wenn man recht bekommt, aber trotzdem das Verfahren weitgehend bezahlen muß?

Cu Rene

Hallo

ich habe den Fall nicht groß vefolgt, weil mich
Senstationsjounalismus nicht interessiert, aber warum muß Herr
Gäfgen 80% der Prozeßkosten bezahlen?

Weil die meisten seiner eingeklagten Forderungen abgewiesen wurden (zB Schmerzensgeld).

Gruß, DW.

ich habe den Fall nicht groß vefolgt, weil mich
Senstationsjounalismus nicht interessiert, aber warum muß Herr
Gäfgen 80% der Prozeßkosten bezahlen?

Weil die meisten seiner eingeklagten Forderungen abgewiesen
wurden (zB Schmerzensgeld).

Die interessantere Frage ist vielleicht eher, wie der mittellos-unpfändbare Herr Gäfgen es schafft, immer wieder solche Prozesse zu finanzieren. Prozesskostenhilfe gibt es nur bei Aussicht auf Erfolg und Anwälte, wenn sie seriös sind (und nicht primär auf Werbung für ihre halbseidene Kanzlei per Boulevardberichterstattung hoffen), arbeiten auch nicht „für umme“. Die der Gegenseite sowieso nicht.

smalbop

Die interessantere Frage ist vielleicht eher, wie der
mittellos-unpfändbare Herr Gäfgen es schafft, immer wieder
solche Prozesse zu finanzieren.

Indem er PKH bewilligt bekommen hat.

Prozesskostenhilfe gibt es nur
bei Aussicht auf Erfolg

Und die hat das BVerfG bejaht.

Gruß
Dea

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Hallo,

Die der Gegenseite sowieso nicht.

War das nicht der Staat? Der Staatsanwalt ist doch sowieso da (natürlich kostet der auch was, aber das kann man sich imo „leisten“ selbst, wenn man verliert) oder war das etwa ein zivilrechtliches Verfahren?

Cu Rene