Prüfungsmaterialien für Studenten im WWW

Hallo,

mich beschäftigt seit einiger Zeit ein Thema:

Ich finde es interessant, dass Leute Abschlussarbeiten, die sie an Universtitäten geschrieben haben, ins Netz stellen mit Notenangabe, aber Zusammenfassungen von Prüfungsthemen (mit Notenangabe, sozusagen als Richtwert: das hab ich gelernt und habe ich mit diesem Wissen soviel Punkte gekriegt) nicht vorrätig sind.

Selbstverständlich ist es schwer, weil jeder Prüfer einen anderen Schwerpunkt setzt, das ist allerdings bei Abschlussarbeiten auch nicht anders. Teilweise stolpert man da über Arbeiten, die angeblich eine 1 bekommen haben, die aber alles andere als eine 1 sind.

Ich habe mich einfach gefragt, ob das nicht eine Möglichkeit für Absolventen sein könnte - neben der Veröffentlichung ihrer Abschlussarbeit - andere daran teilhaben zu lassen.
Vielleicht auch mit entsprechenden finanziellen Möglichkeiten, schließlich kostet das Downloaden als pdf-Dokument von Abschlussarbeiten ja auch etwas.

Teilweise findet man Thesenblätter bzw. grobe stichpunktartige Skizzen von Vorlesungen etc im Netz. Was ich allerdings meine, sind wirklich Volltexte mit evtl. Definitionen, Verweisen, Literaturangaben, sozusagen das Endprodukt der Informationsbeschaffung, praktisch ein Skript, mit dem man lernen kann.

Ich kenne einige Leute, die mit den Prüfungsmaterialen von ihnen bekannten Absolventen ihre Prüfungen vorbereiten.
Sie erfahren, dass der Max Mustermann seine Prüfung in dem und dem Fachbereich mit diesem Thema gemacht und hat eine gute Note bekommen hat. Also holen sie sich die Lernmaterialen, die Max zusammengestellt und mit denen er sich vorbereitet hat und schaffen ebenfalls eine gute Note.

Es wundert mich nur, dass es solche Portale für Referate, Interpretationshilfen u. Ä. für Schüler gibt, jedoch nichts vergleichbares für Studenten, besonders für die der Geisteswissenschaften.

Über Anmerkungen und Reaktionen würde ich mich sehr freuen.

Hi,

ich möchte mal auf den unteren Teil antworten:

Teilweise findet man Thesenblätter bzw. grobe stichpunktartige
Skizzen von Vorlesungen etc im Netz. Was ich allerdings meine,
sind wirklich Volltexte mit evtl. Definitionen, Verweisen,
Literaturangaben, sozusagen das Endprodukt der :Informationsbeschaffung, praktisch ein Skript, mit dem man
lernen kann.

Skripte gibt es in manchen Vorlesungen durchaus, allerdings
kann das von Fachbereich zu Fachbereich unterschiedlich sein
und diese werden u. U. auch aktualisiert oder geändert. In einem
Jura-Kurs (Öffentliches Recht) hatte ich ein 5 Jahre altes Skript, das noch Stand der Dinge war.

Aber: Es gibt sie meistens als Kopiervorlage und nicht im Internet,
da das Material auch Copyrights unterliegt, wenn hier Abschnitte
aus Büchern zur Verfügung gestellt werden.

Ich kenne einige Leute, die mit den Prüfungsmaterialen von
ihnen bekannten Absolventen ihre Prüfungen vorbereiten.
Sie erfahren, dass der Max Mustermann seine Prüfung in dem und
dem Fachbereich mit diesem Thema gemacht und hat eine gute
Note bekommen hat. Also holen sie sich die Lernmaterialen, die
Max zusammengestellt und mit denen er sich vorbereitet hat und
schaffen ebenfalls eine gute Note.

Ja, da hat sich eben einer die Mühe gemacht und für sich! etwas
zusammengestellt, das evtl. anderen nützt…
Dies kann sich im nächsten Semester aber schon wieder ändern,
da der Prüfungsstoff sich ändert, die Vorlesung geändert wird,
es neuere wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, neue Literatur
etc…

Es wundert mich nur, dass es solche Portale für Referate,
Interpretationshilfen u. Ä. für Schüler gibt, jedoch nichts
vergleichbares für Studenten, besonders für die der
Geisteswissenschaften.

Es gibt wahrscheinlich nicht viel im Internet! Ich habe Sozialwissenschaften studiert und hier gab es z.B. Kopiervorlagen für die Pflichtlektüre (das war aber nur die Grundlage !!).

Literaturhinweise sind im Vorlesungsverzeichnis und werden evtl. auch
später in der Vorlesung genannt. Hier ist der Student selbst gefordert, sich ein Bild über den Themenbereich etc. zu machen und
eine Theorie zu hinterfragen oder zu überprüfen, auch wenn mal ein Buch nicht auf der Literaturliste des Profs auftaucht, heisst es nicht, daß man es unbedingt ignorieren muss, wenn es zum Thema passt.

Ein Student soll sich den Stoff selbst erarbeiten und wie er damit
umgeht, dass sollte er ihm Rahmen seines Studiums mit Anleitung seines Professors und ihm Umgang mit Primär- und Sekundärliteratur lernen. Man kann sich Methodenwissen aneignen, um zu einer Lösung zu gelangen, aber die Lösung musst Du selbst erarbeiten.

Was Du willst ist eine „vorgekaute“ Lösung, die für Schüler noch angehen mag, aber dem wissenschaftlichen Arbeiten komplett widerspricht.
Gerade in den Geisteswissenschaften wird es noch schwieriger.
An jeder Universität kann es andere Schwerpunkte geben, andere Klausuren, also ist hier ein „wiederverwertbares Skript“
nur bedingt interessant. Das lohnt sich vielleicht für die Studenten an der gleichen Uni im gleichen Semester in der gleichen Vorlesung, aber der Aufwand lohnt sich meiner Meinung nach nicht.

Dazu kommt, daß Quellen nicht einfach so veröffentlicht werden dürfen.

gruss,
vordprefect

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