Prügel-Kater

Wenn du ihn nicht kastriert, dann wird dein Kater bei anderen unverantwortlichen Katzenbesitzern die Katze decken und die Besitzer werden die Kitten gegen die Wand werfen oder ertränken. Oft ist das heute immer noch der Fall.

Mein Kater ist kastriert. Er ist alles andere als träge. Er geht liebend gern auf Insektenjagd im Haus und jagt auch draußen alles Mögliche. Überaus verfressen war er schon zuvor. Wir behalten eben immer die Figur im Auge, und wenn er ein kleines bisschen zu rund wird, gibt es morgens weniger Trockenfutter.

Der Stoffwechsel verändert sich nach der Kastration. Es wird weniger Energie benötigt, da halt ein großer Teil der geschlechtshormonbedingten Aktivitäten im Körper wegfällt. Wenn man das Tier weiterhin so füttert wie zuvor, kann es passieren, dass das Tier zunimmt. Und wenn es fett ist, wird es träge. Behält man die Figur im Auge und passt ggf. die Rationen an, bleibt Katerchen schlank und beweglich.

Vorteile: In der Regel kein übelriechendes Markieren am Haus mehr. Der Kater verringert seine Streifzüge (muss keine rolligen Weibchen mehr suchen) und wird von anderen Katern nicht mehr ganz so stark angegriffen, weil er kein Konkurrent um Weibchen ist.

Nachbars Kater (kastriert) wird aber dennoch von unserer Katze (weiblich, kastriert) dennoch oft angegriffen. Dort geht es einfach ums Territorium, sie mag andere Katzen nicht und will niemanden in ihrem Revier haben. Er ist noch relativ neu im Revier. Sie hat sich halbwegs an unser Katerchen gewöhnt und sich mit ihm arrangiert.

Bis denne
Schnoof

Hallo,

Wenn du ihn nicht kastriert, dann wird dein Kater bei anderen
unverantwortlichen Katzenbesitzern die Katze decken und die
Besitzer werden die Kitten gegen die Wand werfen oder
ertränken. Oft ist das heute immer noch der Fall.

Oder auch nicht!

Ich finde es unverantwortlich, jeden, der auch nur eine Sekunde zögert bevor er eifrig in dem Chor „Jede Katze MUSS kastriert werden.“ mitschreit, als unverantwortlich hinzustellen.
Jeder Katzenbesitzer muß nach Abwägung aller ihn und die Katze betreffenden Faktoren ganz individuell seine Entscheidung treffen - und zwar ohne daß es gleich Klassenkeile hagelt.

Gute individuelle und sachliche Beratung stände diesem Forum besser als hysterisches Kastrationsgeschrei.

Zu dem vorliegenden Fall:
Kater müssen nicht zwangsläufig fett und träge werden, weil sie kastriert sind, aber auch die Kampfleidenschaft muß nicht zwangsläufig dadurch aufgehoben werden. Es gibt genügend kastrierte Kater, die immer noch gern ins Revier gehen und mit Kampfesspuren heimkommen. Aber im allgemeinen ist es nicht mehr so schlimm.
Für den Besitzer nerviger ist des Markierverhalten, daß durch Kastration oft, aber auch nicht immer, abgestellt werden kann.

Gruß Steffi

Wenn du ihn nicht kastriert, dann wird dein Kater bei anderen
unverantwortlichen Katzenbesitzern die Katze decken und die
Besitzer werden die Kitten gegen die Wand werfen oder
ertränken. Oft ist das heute immer noch der Fall.

Oder auch nicht!

Oft ist es dennoch der Fall. Und es werden häufiger tragende Katzen oder Katzen mit frisch geworfenen Jungen ausgesetzt oder eben jedes Jahr auf’s neue Kitten brutal getötet als dass es irgendwo tatsächlich Katzenmangel gibt. Ich habe ja nicht behauptet, dass es immer so ist. Ich schrieb: Oft. Und dabei bleib ich. Ich war schon an vielen Orten in Deutschland, und fast überall gab es solche Vorkommnisse. Entweder wird der Hund auf Katzen abgerichtet, damit keine auf den eigenen Hof kommt oder die Kitten werden ersäuft, falls sich nicht innerhalb der ersten 5 Tage ein Abnehmer findet. Manch ein Bauer wartet nicht mal diese 5 Tage.

Ich finde es unverantwortlich, jeden, der auch nur eine
Sekunde zögert bevor er eifrig in dem Chor „Jede Katze MUSS
kastriert werden.“ mitschreit, als unverantwortlich
hinzustellen.

Was bitte spricht objektiv gegen eine Kastration? Was kann ein nicht kastrierter Kater besser als ein kastrierter? Wozu muss eine Katze mindestens einmal werfen? Warum muss ein Kind unbedingt mal an einer Katze das Wunder der Geburt beobachten? Erleidet ein Kind tatsächlich einen Schaden, wenn es keine einzige Geburt live erlebt?

Jeder Katzenbesitzer muß nach Abwägung aller ihn und die Katze
betreffenden Faktoren ganz individuell seine Entscheidung
treffen - und zwar ohne daß es gleich Klassenkeile hagelt.

Schön. Und diese individuelle Entscheidung sollte nur aufgrund folgender Fragen erfolgen:
Will ich züchten?
Will ich Verantwortung für irgendwo entstehende Kitten übernehmen?
Werde ich dafür sorgen, dass alle, die von meinem Kater Kitten auf dem Hof haben, auch definitiv das Tierschutzgesetz einhalten und für vernünftige neue Besitzer sorgen, anstatt die Kitten zur Regentonne zu tragen?

Gute individuelle und sachliche Beratung stände diesem Forum
besser als hysterisches Kastrationsgeschrei.

Ich nannte Fakten, ich war nicht hysterisch. Was du schreibst, klingt da weitaus hysterischer. Alles, was du als sachliche Argumente noch anbringst, habe ich genau so und ein bisschen ausführlicher auch geschrieben. Und ich habe zusätzlich ein weiteres Argument angebracht, dass dir nun gerade nicht in den Kram passt. Warum eigentlich nicht? Was hast du gegen die Vermeidung von ungewünschtem Nachwuchs?

Ich bin in einem anderen Forum, in dem es eigentlich um eine bestimmte Hunderasse geht. Dort sind Halter aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Dort ist gerade vor 2 Monaten das Thema aktuell geworden, weil eines der Mitglieder dort ein paar Kitten (etwa drei bis vier Wochen alt) auf seinem Grundstück gefunden hat, die zum Teil schwer verletzt über den Zaun geworfen wurden. Er hat sie adoptiert, allesamt tierärztlich versorgen lassen und seine Hündin passt nun auf die Kitten auf. Er hat die Geschichte erzählt und daraufhin meldeten sich verschiedene andere Hundebesitzer aus den unterschiedlichsten Gegenden mit ähnlichen Geschichten.

Bei meinem Freund im Dorf ist im Juni ein Auto durchgefahren und die Insassen haben während der Fahrt ein paar Kitten aus dem Fenster geworfen.

Für den Besitzer nerviger ist des Markierverhalten, daß durch
Kastration oft, aber auch nicht immer, abgestellt werden kann.

Wenn, dann bitte vollständig:
Bei einer frühzeitigen Kastration innerhalb des ersten Lebensjahres kommt es gar nicht erst zum Markierverhalten oder es hört auf. Bei einem achtjährigen Kater ist die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht aufhört mit dem Markieren, relativ hoch.

Bis denne
Schnoof

5 „Gefällt mir“

Hallo Schnoof,

ich wollte nicht dich persönlich ansprechen, hätte mich nicht direkt an deinem Beitrag anhängen dürfen. Dafür entschuldige ich mich.

Ich lehne eine Kastration auch nicht prinzipiell ab, aber es geht mir absolut über die Hutschnur, daß jemand nur andeuten braucht, daß die Katze nicht sofort kastriert wurde, um sogleich den Titel „verantwortungsloser Tierhalter“ um die Ohren gehauen zu kriegen.

Ermordete und ausgesetzte Kitten, sowie viele verwilderte Katzen kann ich hier in meiner Gegend im allgemeinen nicht bestätigen. (Einzelfälle wird es sicher hier auch geben.) Hier muß man schon rumfragen, eh man jemanden findet, der einen Wurf „Allerweltskatze“ abzugeben hat. Vor Jahren konnte man einfach auf den nächsten Hof gehen, um Kitten zu finden. Das ist aber längst vorbei. Und ein inserierter Wurf ist in max 2 Tagen vergeben.

Auch wenn die Katzenwelt woanders anders und schlechter aussieht, sollte man statt einem „Du mußt!“ ein „Es wäre sinnvoll/nicht sinnvoll, weil…“ setzen.

Gruß Steffi

1 „Gefällt mir“

Gute individuelle und sachliche Beratung stände diesem Forum
besser als hysterisches Kastrationsgeschrei.

Ich nannte Fakten, ich war nicht hysterisch.

Ich gehe mal davon aus, dass Steffi nicht Dich speziell meinte, sondern eher andere in diesem Thread (mich vermutlich eingeschlossen).

Ansonsten kann ich nur für Deine Ausführungen danken, es ist nichts mehr hinzuzufügen. Bei einer Freigängerkatze muss überhaupt nix abgewägt werden.

In Steffis Gegend ist es anscheinend mit dem Katzenelend nicht so wie in anderen Gegenden Deutschlands. Dort sind Katzenwelpen praktisch Mangelware und man reißt sich um den Nachwuchs vom Bauernhof - zumindest beschreibt sie das so, ich habe keinen Grund daran zu zweifeln.

Leider ist das nicht überall so (ich habe schon in Frankfurt, Leipzig, Berlin und an 2 Orten im Rheinland gelebt und es extrem anders kennengelernt), und wenn ich von der hiesigen Tierheimleiterin wieder zu hören bekomme, dass zwischen Mai und September jede Woche 5-10 Katzenwelpen über den Zaun des Tierheims fliegen, bleibt mir die Sachlichkeit schonmal im Hals stecken.

Gruß,

Myriam

1 „Gefällt mir“

Danke für die vielen Antworten (die auf meine Frage bezogen waren!!!)

Ich habe ja auch nichts gegen eine Kastration ich wollte nur die Nachteile wissen…Deswegen habe ich ja gefragt,ob es sinnvoll wäre…man man man erst an MEINEM alter rumnörgeln aber dann selber im erwachsenen Alter voll den Krieg führen…Ich mein ich wohne in nem Dorf wo es sowieso hauptsächlich Kater gibt und die Weibchen sterilisiert sind…Naja wie auch immer ich denke ich werd meinen Kater kastrieren lassen,in der Hoffnung das er sich nicht mehr so viel prügelt und nicht meilenweit auf Katzen-Jagd geht…Ich finds trotzdem etwas übertrieben was jetzt hier abgeht…Ja katzen(oder allgemein)Quälerei ist scheiße das bestreitet keiner und seinen kater nicht zu kastrieren in einer Gegend wo es eh schon genug heimlose Tier gibt ist auch nicht verantwortungsvoll!!So und jetzt haben wir uns alle wieder lieb…

@Cess:Naaaja…das hört sich einfach so an als wäre ich minderbemittelt nur weil ich erst 15 bin :wink:

Viele liebe,nette und friedliche Grüße
*sarah*

Hallo,

Tierheimleiterin wieder zu hören bekomme, dass zwischen Mai
und September jede Woche 5-10 Katzenwelpen über den Zaun des
Tierheims fliegen…

Als ich hier einmal (vor ca. 5 Jahren) im hiesigen Tierheim nach einem Katzenwelpen fragte, gab es keine und es hieß, Welpen wären selten und immer sofort weg, wenn man mal welche bekäme.

Diese unsere beider Erfahrungen zeigen wohl am besten unser Problem miteinander.
(Ist hier die Welt noch heiler?)

Gruß Steffi

Hi,

@Cess:Naaaja…das hört sich einfach so an als wäre ich
minderbemittelt nur weil ich erst 15 bin :wink:

das war definitiv nicht so gemeint, es war einfach ein Hinweis, dass es sein könnte, dass du dich eben ob deines Alters noch nicht so gut mit dem Thema auskennst. Wir hatten immer Katzen, aber mit 15 hatte ich davon wenig Ahnung und mich erst nach und nach mit dem Thema befasst - bis dahin hat sich immer meine Mutter gekümmert.

Es war tatsächlich weder abwertend noch irgendwie anders negativ gemeint. Man sollte hier erstens manchmal dran denken, dass Menschen am PC sitzen, deren Tonfall man nicht hört, und vielleicht sollte man auch erstmal davon ausgehen, dass nicht jeder generell Böses will.

Gruß
Cess

Hallo Steffi,

Diese unsere beider Erfahrungen zeigen wohl am besten unser
Problem miteinander.

Ich für meinen Teil habe kein Problem mit Dir, und schätze Deinen kenntnisreichen Input z.B. zum Thema Homöopathie (von dem ich nix halte, aber das ist ja egal). Ich glaube Dir, dass für Dich das Katzenproblem einfach nicht sichtbar ist. In ländlichen Gebieten wird das Problem oft anders gelöst als durch Abgabe im Tierheim. Oder vielleicht leidet Eure Gegend wirklich an Katzenmangel …

(Ist hier die Welt noch heiler?)

Möglich. Hier mal ein Bericht aus einem Tierheim in Deiner (relativen) Nähe, in Peine. Ich zitiere:

„Wir haben eine derartige „Katzenschwemme“, so, wie ich sie noch niemals in all den Jahren zuvor, erlebt habe. Viele Katzenkinder werden uns, zum Teil erst einige Tage alt, gebracht.
Sämtliche Päppelstellen sind rund um die Uhr im Einsatz, um die Kleinen zu versorgen. […] Jeden Tag werden Katzenkinder abgegeben, im Alter von wenigen Stunden bis zu einigen Wochen. Viele von ihnen sind stark unterernährt, haben Parasitenbefall (innerlich wie auch äußerlich) und Schnupfen […] Wir haben keinen Platz mehr, um Kätzchen aufzunehmen, sämtliche Quarantäneboxen und Stuben sind belegt.“

http://www.tierheim-peine.de/forum/viewtopic.php?t=2…

Gruß,

Myriam

1 „Gefällt mir“

Hey

Ja okay wenn du das so meinst ist es in Ordnung…Nur wenn einem auf einmal so heftige Sachen um die Ohren fliegen geh ich davon aus das es negativ ist…Naja ich entschuldige mich dann für mein Vorurteil.Ja mit dem Tonfall stimmt…Ich find Internet generell eh unpersönlich,deswegen finde ich es auch zwecklos irgentwelche Diskusionen zu führen.

Gruß
*sarah*

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi

@In ländlichen Gebieten wird das Problem oft anders gelöst als durch Abgabe im Tierheim.

Stimmt.

Da muss ich nun wirklich (traurig) lachen, auf dem Land werden bis auf eins, falls eins gebraucht wird, alle Kätzchen erschlagen/ertrunken.

Die Hof Katzen bekommen die Reste. Da fragt kein Bauer „Trockenfutter?- ist das wirklich gut?“ „Was ist wohl besser - Sheba Lachs oder Kitekat Wild?“ rofl

Die Katzen sind auf dem Land Nutztiere, sie werden am Leben gelassen um Ratten und Mäuse zu fangen.

Wenn eine Katze krank ist wird sie wieder gesund oder stirbt.
Dort wird auch kein Tier sterilisiert/kastriert- wozu auch? Das kostet Geld!

Die ungewünschte Brut wird getötet. Das kostet nichts.

Beim Gedanken daran dass irgendwelche Bauern Kätzchen bei einem Tierheim über den Zaun werfen kommen mir die Lach tränen, da der Gedanke absurder ist als die Theaterstücke von Harold Pinter.

Gruß

PS

Bitte keine Gutmenschbeiträge

Hallo,

Da muss ich nun wirklich (traurig) lachen, auf dem Land werden
bis auf eins, falls eins gebraucht wird, alle Kätzchen
erschlagen/ertrunken.

Früher ja. Aber in den letzten min. 15 Jahren ist mir nichts derartiges mehr bekannt geworden. Wozu auch, wenn man die Kleinen hier so fix los wird?

Die Hof Katzen bekommen die Reste. Da fragt kein Bauer
„Trockenfutter?- ist das wirklich gut?“ „Was ist wohl besser -
Sheba Lachs oder Kitekat Wild?“

Sicher, Sheba gibts bei Bauernkatzen bestenfalls zu Weihnachten. Sie leben eben viel von Mäusen - dem geeignetsten und natürlichsten Katzenfutter und bekommen zusätzlich Trockenfutter und eben auch Reste. Ich kenne niemanden mehr, der heutzutage nur Reste füttert.

Die Katzen sind auf dem Land Nutztiere, sie werden am Leben
gelassen um Ratten und Mäuse zu fangen.

Richtig! Sie erfüllen damit eine wertvolle Aufgabe.

Wenn eine Katze krank ist wird sie wieder gesund oder stirbt.

Wenn der TA wegen der Rinder kommt, wird schon auch wegen einer kranken Katze nachgefragt. Wenn sie denn richtig krank ist, aber eben nicht nur weil sie einmal geniest hat. Wenn allerdings die normale Behandlung nichts bringt, wird eine Bauernkatze nicht mit horrenden TA-Kosten durchgepäppelt. Das macht ein Bauer mit seinem Vieh auch nicht. Das kann Wirtschaftbetrieb sich eben nicht leisten.

Dort wird auch kein Tier sterilisiert/kastriert- wozu auch?

Damit man auch in Zukunft Mäusefänger hat.

Katzen sind auf einem Hof Wirtschaftstiere wie andere Tiere auch und haben die Aufgabe ihrer Art entsprechend zum Wirtschaftsbetrieb beizutragen indem sie schädliche Nager vertilgen. So vermeiden sie schädliche Verunreinigung und Verlust des Viehfutters, sparen Ausgaben für Bekämpfungsmaßnahmen und verhindern Vergiftungen anderer Tiere.
Als Gegenleistung werden sie vom Bauern versorgt wie jedes andere Tier des Hofes auch und leben wie es der Natur der Katze entspricht.

So viel zur Bauernkatze.
Die anderen Katzen im Dorf leben so, wie eben eine Gesellschaftskatze heutzutage auch anderswo lebt.

Gruß Steffi

Hallo Myriam,

der Bericht gab mir zu denken. Es ist wirklich nicht so weit entfernt. Aber die Struktur ist eine andere.

z.B. gibt es hier Aufgrund der besten Böden Deutschlands fast ausschließlich Ackerbauern. Die wissen es zu schätzen, daß ihr Leben nicht von den Bedürftnissen der Tiere eingeschränkt wird und wollen sich ihre Freiheit auch von einer Katze nicht nehmen lassen. Oder sie haben nur 1-2 kastrierte Draußenkatzen, die fix auch von Nachbars gefüttert werden können. Wenn von den Höfen keine Katzen mehr ausgehen, gibt es nur noch die zumeist kastrierten Katzen in den Baugebieten, die bewußt als „Gesellschafter“ angeschafft und entsprechend umsorgt werden.

Das könnte eine Erklärung für dies scheinbar begrenzte Phänomen sein.

Meine Katzen sind jedenfalls alles „Importe“, weil ich hier mit normalem Aufwand keine finden konnte.

Gruß Steffi

Hallo,

wenn es so einfach wäre, wäre es schön.

Wenn die Katzen rollig sind, leben sie alles andere als
monogam. So können bei einem Wurf Katzen, die Jungen
verschiedene Väter haben.

Da hilft es auch nicht wenn ein Kater von von vielen
sterilisiert ist.

Hallo Hartmut,
Du mußt aber Doch bedenken, dass Aufklärung hier wichtig ist!
Wenn mehr Kater kastriert sind und sich Sinn und Zweck rumsprechen- gerade in der Nachbarschaft, dann kann das sehr wohl was bewirken!
Die Flinte ins Korn zu schmeißen und zu sagen: Das bringt doch eh nichts!, ist jawohl nicht angebracht!

Liebe Grüße
Marah

Hallo,

natürlich muss aufgeklärt werden, und da gehe ich nach den Informationen die ich habe. Dazu gehört auch das Katzen eben mehrere Kater aufsuchen. So sehe ich den Erfolg nicht, wenn nur ein Kater nur sterilisiert wird.
Bei einem Kater der in das Haus kommt, sollte die Kastration vorgezogen werden, wilde Streuner, die dann eben sterilisieren.

Falls es ungenau rüber gekommen sein sollte, wir selber haben 2 Katzen und einen Kater, alle drei sind natürlich kastriert.

Gruß

hartmut

Hallo Steffi,

ich bin ein absoluter Katzenfan und liebe diese Tiere über alles. Habe selber welche die ich vor dem sicheren Tod gerettet habe und mit der Flasche gross gezogen habe.

Ich möchte deinen Ideealismus nicht zerstören und dich auch nicht persönlich angreifen, aber das was du da schreibst ist sehr weltfremd.
Ich glaube kaum , das ein Bauer in deiner Gegend dich fragt oder dir sagt heut habe ich 4 Katzenkinder ertränkt. Auf den Bauernhöfen ist es jetztauch möglich das die Kitten gleich nach der Geburt gefunden werden, da die Katzen zur Geburt die Nähe des Menschen suchen, weil sie selbst gut behandelt werden. Dadurch hat der Bauer sie gleich. Daher sind auch alle Jungtiere schon weg wenn du danach fragst.

Früher hat eine Katze ihre Jungen irgendwo im Heu oder Stroh bekommen und erst nach ca. 4 Wochen auf den Hof gebracht. Damit waren mehr Kitten auf dem Hof, wenn die dann wegenommen wurden war es offensichtlich, da man vorher auf die Jungtiere aufmerksam wurde.

Ich kenn diese Praxis zur Genüge, meine Großeltern hatten eine Landwirtschaft in sehr grossem Ausmaß. Für mich war es als Kind immer ein Gräul wenn mein Großvater die Jungen Katzen entsorgte. Als ich als Jugendlicher mich meinem Großvater entgegenstellte und ihm sagte ich lasse den Kater kastrieren meint er „Wenn du zu viel Geld hast brauch ich dir ja auch kein Taschengeld mehr geben.“ Ich bekam immer 2 Mark die Woche von meinem Opa. Von dem Tag an nicht mehr.

Als ich dann später auch noch Katzen gezüchtet habe verstand mein Opa gar nix mehr. Er meinte „Was willst du mit den nutzlosen Viecher die so lange Haare haben und nicht mal Mäuse fangen? Die bringen doch kein Geld“ Es waren Perserkatzen die ich züchtete.

Das ist viele,viele Jahre her, mein Opa lebt nicht mehr, ich bin weggezogen und züchte auch keine Katzen mehr, aber die Einstellung der Bauern egal ob Viehbauern oder Ackerbauern hat sich im Bezug auf Katzen nicht geändert. Egal in welcher Ecke Deutschlands. Bestimmt auch nicht in deiner Gegend. Denn es wird dir niemand Rechenschaft ablegen was er mit den Kitten macht und dir auch nicht die Wahrheit erzählen.

Ich kämpfe bei Bauern dafür das die Kater kastriert werden bzw. Katzen sterilisiert. Weist du was die sagen? „Sowas ist unnütz das kostet Geld. Die schmeiß ich an die Wand das ist kostenlos.“ Ich hab bereits angeboten die Kosten zu übernehmen. Bei manchen Bauern darf ich es, bei anderen die sagen: „Das ist meine Katze und meine Jungen mit denen mach ich was ich will.“ Das ist die Realität. Junge Katze im Papkarton in der Mülltonne. 3 Tage alte Kitten im Müllsack auf einem See schwimmend und das nur weil der Sack auf Plastik war und der Stein vergessen wurde mit rein zu tun. Das ist das Los der Bauernkatzenkinder.

Es wäre schön wenn es solch eine Gegend geben würde wie du sie schilderst, aber daran glaube ich nicht. Denn wenn es so wäre, hätten es die Tierschutzorganisationen schon längst veröffentilcht und deine Gegend zum Musterlebensraum für Katzen erklärt.

Wie gesagt es ist kein Angriff auf dein Person, allerdings mußt du zugeben das du bestimmt nicht alles erfährst und dir nicht jeder berichtet was er tut.

Einen lieben Gruß Andy

2 „Gefällt mir“

Hallo, Schnoof!
Wir haben vor 5 Jahren zwei Katzenwaisen zu uns genommen, Bruder & Schwester. In ländlicher Gegend wohnend, gehe ich mit Deinen düsteren Ansichten zu unerwünschtem Katzennachwuchs konform. Die Leute, von denen wir die zwei Kleinen bekommen haben, ließen ihre Katzen immer frei herumlaufen, nix Kastration oder Tierarzt. Wenn Kleine kamen, die niemand wollte - wech mit Schaden. Jetzt erst, nachdem ich gleich gesagt habe, ich nehme zwei von den vier Waisen, haben sie die Winzlinge vier Wochen liebevollst mit dem Fläschchen gefüttert und seither umsorgen sie ihre Vierbeiner nach Noten. Sogar meine Schwiegerelten haben vor Jahren ihre Katze mit Kleinen in der Nähe eines Bauernhofes ausgesetzt - „die kommen schon zurecht“ - weil die Nachbarn sie sonst vergiftet oder totgeschlagen hätten. Tierarzt für Katzen - das gab’s einfach nicht. Friss oder krepier. (Auf meine Schwiegeltern habe ich natürlich zivilisierend eingewirkt :smile:

Für den Besitzer nerviger ist des Markierverhalten, daß durch
Kastration oft, aber auch nicht immer, abgestellt werden kann.

Wenn, dann bitte vollständig:
Bei einer frühzeitigen Kastration innerhalb des ersten
Lebensjahres kommt es gar nicht erst zum Markierverhalten oder
es hört auf. Bei einem achtjährigen Kater ist die
Wahrscheinlichkeit, dass er nicht aufhört mit dem Markieren,
relativ hoch.

Was ich eigentlich sagen wollte: Natürlich haben wir unsere Beiden zur empfohlenen Zeit kastrieren lassen, aber unser Kater - mittlerweile fünf Jahre alt - hat das wohl nicht mitbekommen. Er ist ein athletischer Kerl, der sein Revier verteidigt - nicht immer verletzungsfrei, wie ich schon öfter hier gepostet habe. Dieses Jahr war für ihn ziemlich schlimm! Ich habe beobachtet, wenn er seine *fünf Minuten* hat, sprintet er durch den Garten wie von der Sehne geschnellt und springt mit gewaltigen Sätzen in die Bäume, statt raufzuklettern. Soviel zur Trägheit kastrierter Kater. Obwohl mit sechs Monaten kastriert, markiert er kräftig, nur stinkt es nicht so ohrenbetäubend wie bei einem *echten* Kater. Deine Aussage, bei frühzeitiger Kastration käme es nicht zum Markieren oder hörte auf, stimmt also nicht unbedingt.

Grüßle,
Eva mit Toby & Linchen

wenn man denn schon davon ausgeht, daß die Anzahl Katzen
dezimiert werden muß (was ich in meiner Gegend nicht so sehen
kann), dann ist das eine sehr gute und vernünftige Methode.

Hallo, Steffi!
Wie schon gesagt, musste ich in diesem Jahre mit unseren beiden Katzen wiederholt zum Tierarzt, weil sie verletzt waren: die Katze von streunenden Katern gebissen, der Kater mit Blessuren vom Verteidigen des Reviers und einmal auch, weil er zu rasant auf einen Baum und wieder runter gesprungen ist. Mein Mann und ich haben seit 30 Jahren immer Katzen gehabt und ungefähr genauso lange gehen wir zu ein und demselben Tierarzt, weil er einfach prima ist und einfühlsam. So ein Typ wie aus der englischen Serie „Der Doktor und das liebe Vieh“ :smile: Wir haben uns bei meinem letzten Besuch ein wenig unterhalten und er meinte auch kopfschüttelnd: „Es gibt einfach zu viele Katzen“. Er wird - zumindest für unsere Gegend - wohl den Überblick haben, deswegen glaube ich, es gibt noch viel Aufklärungs- und Ermunterungsbedarf in Sachen Katzen-Kastration. Die gleiche Aussage höre ich auch von der Tierschutzbeauftragten in unserem Städtchen, die manchmal Prügel angedroht bekommt, wenn sie sich kümmern will.

Grüße,
Eva

Was ich eigentlich sagen wollte: Natürlich haben wir unsere
Beiden zur empfohlenen Zeit kastrieren lassen, aber unser
Kater - mittlerweile fünf Jahre alt - hat das wohl nicht
mitbekommen. Er ist ein athletischer Kerl, der sein Revier
verteidigt - nicht immer verletzungsfrei, wie ich schon öfter
hier gepostet habe. Dieses Jahr war für ihn ziemlich schlimm!

Ja, das haben wir ja auch gesagt. Das Kämpfen um Weibchen fällt weg, aber Revierverhalten ist ja kätzisch im Allgemeinen. Mein dominanter Kater hat es offenbar nicht nötig, auf sein Revier zu bestehen. Der hat sich einfach das Beste (also direkt um das Haus drumherum) ausgesucht und die anderen mussten weichen und damit leben. Meine Katze dagegen kämpft recht viel um das Revier, nachdem sie schon unserem Katerchen weichen musste. Noch einmal weichen wegen Nachbarskatze will sie nicht.

Ich habe beobachtet, wenn er seine *fünf Minuten* hat,
sprintet er durch den Garten wie von der Sehne geschnellt und
springt mit gewaltigen Sätzen in die Bäume, statt
raufzuklettern. Soviel zur Trägheit kastrierter Kater. Obwohl
mit sechs Monaten kastriert, markiert er kräftig, nur stinkt
es nicht so ohrenbetäubend wie bei einem *echten* Kater. Deine
Aussage, bei frühzeitiger Kastration käme es nicht zum
Markieren oder hörte auf, stimmt also nicht unbedingt.

Markiert er auch im Haus? Spritzt also mal so in Kniehöhe an die Wand? Ich hab einmal meine Katze draußen markieren sehen, da schoss förmlich ein Strahl nach hinten. Aber im Haus hat es keiner der beiden gemacht.

Bis denne
Schnoof