Wenn du ihn nicht kastriert, dann wird dein Kater bei anderen
unverantwortlichen Katzenbesitzern die Katze decken und die
Besitzer werden die Kitten gegen die Wand werfen oder
ertränken. Oft ist das heute immer noch der Fall.
Oder auch nicht!
Oft ist es dennoch der Fall. Und es werden häufiger tragende Katzen oder Katzen mit frisch geworfenen Jungen ausgesetzt oder eben jedes Jahr auf’s neue Kitten brutal getötet als dass es irgendwo tatsächlich Katzenmangel gibt. Ich habe ja nicht behauptet, dass es immer so ist. Ich schrieb: Oft. Und dabei bleib ich. Ich war schon an vielen Orten in Deutschland, und fast überall gab es solche Vorkommnisse. Entweder wird der Hund auf Katzen abgerichtet, damit keine auf den eigenen Hof kommt oder die Kitten werden ersäuft, falls sich nicht innerhalb der ersten 5 Tage ein Abnehmer findet. Manch ein Bauer wartet nicht mal diese 5 Tage.
Ich finde es unverantwortlich, jeden, der auch nur eine
Sekunde zögert bevor er eifrig in dem Chor „Jede Katze MUSS
kastriert werden.“ mitschreit, als unverantwortlich
hinzustellen.
Was bitte spricht objektiv gegen eine Kastration? Was kann ein nicht kastrierter Kater besser als ein kastrierter? Wozu muss eine Katze mindestens einmal werfen? Warum muss ein Kind unbedingt mal an einer Katze das Wunder der Geburt beobachten? Erleidet ein Kind tatsächlich einen Schaden, wenn es keine einzige Geburt live erlebt?
Jeder Katzenbesitzer muß nach Abwägung aller ihn und die Katze
betreffenden Faktoren ganz individuell seine Entscheidung
treffen - und zwar ohne daß es gleich Klassenkeile hagelt.
Schön. Und diese individuelle Entscheidung sollte nur aufgrund folgender Fragen erfolgen:
Will ich züchten?
Will ich Verantwortung für irgendwo entstehende Kitten übernehmen?
Werde ich dafür sorgen, dass alle, die von meinem Kater Kitten auf dem Hof haben, auch definitiv das Tierschutzgesetz einhalten und für vernünftige neue Besitzer sorgen, anstatt die Kitten zur Regentonne zu tragen?
Gute individuelle und sachliche Beratung stände diesem Forum
besser als hysterisches Kastrationsgeschrei.
Ich nannte Fakten, ich war nicht hysterisch. Was du schreibst, klingt da weitaus hysterischer. Alles, was du als sachliche Argumente noch anbringst, habe ich genau so und ein bisschen ausführlicher auch geschrieben. Und ich habe zusätzlich ein weiteres Argument angebracht, dass dir nun gerade nicht in den Kram passt. Warum eigentlich nicht? Was hast du gegen die Vermeidung von ungewünschtem Nachwuchs?
Ich bin in einem anderen Forum, in dem es eigentlich um eine bestimmte Hunderasse geht. Dort sind Halter aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Dort ist gerade vor 2 Monaten das Thema aktuell geworden, weil eines der Mitglieder dort ein paar Kitten (etwa drei bis vier Wochen alt) auf seinem Grundstück gefunden hat, die zum Teil schwer verletzt über den Zaun geworfen wurden. Er hat sie adoptiert, allesamt tierärztlich versorgen lassen und seine Hündin passt nun auf die Kitten auf. Er hat die Geschichte erzählt und daraufhin meldeten sich verschiedene andere Hundebesitzer aus den unterschiedlichsten Gegenden mit ähnlichen Geschichten.
Bei meinem Freund im Dorf ist im Juni ein Auto durchgefahren und die Insassen haben während der Fahrt ein paar Kitten aus dem Fenster geworfen.
Für den Besitzer nerviger ist des Markierverhalten, daß durch
Kastration oft, aber auch nicht immer, abgestellt werden kann.
Wenn, dann bitte vollständig:
Bei einer frühzeitigen Kastration innerhalb des ersten Lebensjahres kommt es gar nicht erst zum Markierverhalten oder es hört auf. Bei einem achtjährigen Kater ist die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht aufhört mit dem Markieren, relativ hoch.
Bis denne
Schnoof