Psilocybin + Leberprobleme

Hallo,

weißt hier jemand ob Psilocybin bei Menschen mit einem Leberschaden besondere Probleme machen kann ?

Die Person hat Morbus Wilson (http://www.morbus-wilson.de/whatiswilson.html) und dadurch eine leichte Leberzirrhose.

PS: Ich weiß, daß Psilocybin und psilocybinhaltige Pilze dem BtMG unterliegen und Besitz, Erwerb und Handel damit strafbar sind.

Mit junggrünen Grüßen
Max


„Herr gib mir die Kraft die Dinge anzupacken, die ich ändern kann. Herr gib mir die Gelassenheit die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Und gib mir die Weisheit das eine von dem anderen zu unterscheiden.“

Hi,

Ich schätze mal, dass der normale Abbau von Psilocybin bei einer Leberzirrhose je nach Krankheitsgrad nicht mehr richtig funktioniert, d.h. es könnten sich auch unerwünschte Stoffwechselprodukte ansammeln etc.

Weiter führt längere Einnahme von psilocybinhaltigen Pilzen zu einer Leberschädigung (und ausserdem zu Depressionen, Psychosen, etc…)

Ich würde dringend von einem Psilocybin-Konsum abraten, insbesondere wenn’s der Leber eh schon an den Kragen geht. Aber:

PS: Ich weiß, daß Psilocybin und psilocybinhaltige Pilze dem
BtMG unterliegen und Besitz, Erwerb und Handel damit strafbar
sind.

warum fragst du das eigentlich?

Btw: Evtl. solltest du mal drüber nachdenken, sachlicher in die Drogenpolitik einsteigen und nicht nur eingene Interessen zu vertreten.

Grüße, Simon

Hallo Simon

Ich schätze mal, dass der normale Abbau von Psilocybin bei
einer Leberzirrhose je nach Krankheitsgrad nicht mehr richtig
funktioniert, d.h. es könnten sich auch unerwünschte
Stoffwechselprodukte ansammeln etc.

Weißt du das nähreres ?

Weiter führt längere Einnahme von psilocybinhaltigen Pilzen zu
einer Leberschädigung (und ausserdem zu Depressionen,
Psychosen, etc…)

Tut es das ? Ich habe leider bei meiner bisherigen Quelle keinen Hinweis auf eine hohe Lebertoxitität von Psilocybin gefunden - wie es bei vielen anderen Pilzgiften sicherlich der Fall ist - , bei chronischem Konsum vielleicht, aber den sollte man eh mit keiner Drogen betreiben.

Hast du noch irgendwelche interessanten Quellen zu dem Thema die ich befragen könnten ?

warum fragst du das eigentlich?

Btw: Evtl. solltest du mal drüber nachdenken, sachlicher in
die Drogenpolitik einsteigen und nicht nur eingene Interessen
zu vertreten.

Wie kommst du den auf die Idee, daß ich unsachliche Drogenpolitik betreiben würde ? Ich habe selbst keinen Leberschaden, sondern ich wurde von jemandem gefragt und deswegen versuche ich ihm eine möglich richtige Antwort zu geben u.a. durch nachfragen in diesem Forum. Ist das „unsachlich“ Leute über ihre speziellen Risiken aufzuklären ?

Gruß
Max

Hi,

Stoffwechselprodukte ansammeln etc.

Weißt du das nähreres ?

Nichts spezifisches, sorry. Ist nur ne allgemeine Erfahrung.

längere Einnahme von psilocybinhaltigen Pilzen zu
einer Leberschädigung (und ausserdem zu Depressionen,
Psychosen, etc…)

Tut es das ?

Ja, und nicht nur das.
Die Chance besteht aber auch, dass es gar nicht soweit kommt. Die Wahrscheinlichkeit, wegen einer akuten Depression nach Pilzkonsum Suizid zu begehen, ist vermutlich nicht riesig, aber sie besteht.

Ich habe leider bei meiner bisherigen Quelle
keinen Hinweis auf eine hohe Lebertoxitität von Psilocybin
gefunden

über die Höhe der Toxizität habe ich keine Daten.

wie es bei vielen anderen Pilzgiften sicherlich der
Fall ist

Ich bezweifle, dass man eine herkömmliche Pilzintox mit Psilocybin vergleichen kann.

bei chronischem Konsum vielleicht, aber den
sollte man eh mit keiner Drogen betreiben.

Naja, die Praxis sieht meistens doch chronisch aus, oder?

Hast du noch irgendwelche interessanten Quellen zu dem Thema
die ich befragen könnten ?

Den Pschyrembel würd ich mindestens konsultieren. Ansonsten fällt mir ausser Google nur deine örtliche Uni-Bibliothek ein.
Im Internet wär zu beachten, dass Toxikoligische Zentren offenbar nur notfallmedizinisch wichtige Infos bereitstellen. Probleme, die aus langfristigem Konsum entstehen, sind da ggf. nicht genannt.

Wie kommst du den auf die Idee, daß ich unsachliche
Drogenpolitik betreiben würde ?

Weil du mit „junggrünen Grüßen“ unterschreibst, und viele deiner Parteigenossen stellen bei diesem Thema leider eine gewisse Naivität und polemische Unkenntnis zur Schau.
Und deine bisherigen Publikationen zum Thema THC bestätigen das leider.

Ist das
„unsachlich“ Leute über ihre speziellen Risiken aufzuklären ?

Nein, das hab ich nicht gemeint, sorry. Das ist sogar wichtig, schliesslich versuche ich dir gerade bei deiner Recherche weiterzuhelfen.

Grüße, Simon