Psinet

Hallo Experten,

Ich hab im Jahr 2000 als absoluter Börsenneuling auf Anraten meines Sparkassenleiters 500 Stck.Psinet zu 11,20€ gekauft.
Nach einem Auf und Ab im Kurs sind sie nach einem Delisting an der Nasdaq aus dem Handel in Deutschland verschwunden.
Sie werden nun nur noch im OTC in Amerika gehandelt.Bei einem
jetzigen Kurs von 0,005cent.Das Jahreshoch lag bei 8 cent.
Gibt es für so eine Aktie eine Chance ,wieder in den geregelten Handel zu kommen,oder wird da nur noch mit gezockt?
Das tägliche Handelsvolumen ist zur Zeit ungewöhlich hoch (200000-400000)Stck.Kennt sich jemand mit solch einem Fall aus.
Meine Versuche selbst Informationen zu erhalten sind bei
den Verantwortlichen in Deutschland gescheitert.Auch meine Kasse
bei der ich die Order getätigt habe,fühlt sich nicht zuständig.
Für ein paar Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Gruß Thomas

hi thomas,

psi net hat vor ca. einem halben jahr konkurs angemeldet, genauer gläubigerschutz nach kapitel 11.
das geld ist futsch, schreibe das ab. du warst also ein anleger mit hochriskanten geldanlegewünschen, sonst hättest du nicht gekauft.
wenn dein sparkassenleiter ahnung vom geldanlegen hat, warum ist er dann nicht auf seiner eigenen insel in der karibik?
folglich hatte er doch keine.
exc oder ivo können dir sagen, ob sich eine schadenersatzforderung gegenüber deiner sparkasse lohnt.

tschüß

strubbel

hi,

ich kenn psinet nicht aber die storry ist doch immer dieselbe, wielange soll den der tradinghorizont sein um diesen verlust wieder wett zu machen, so alt kann doch kein mensch werden,

wieso geht man eigentlich nicht aus der position wenn mehr als (sagen wir) 10 % verlust sind (Beispiel !!!),

also egal was für papiere im topf, lieber sich von trennen und beobachten ob der kurs sich stabilisiert und dann evtl. wieder kaufen als die nächsten 4000 jahre auf papieren zu sitzen die eh nicht wieder in die alten höhen kommen

uwe

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Erstmal Danke für die schnellen Antworten,
aber ich wollte eigentlich nur wissen was das hohe Handelsvolumen
im OTC im Augenblick zu bedeuten hat.Das mit dem Chapter 11 hab ich auch mitbekommen.
Vielleicht weiss ja jemand mehr.

Gruß Thomas

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Hallo,

Erstmal Danke für die schnellen Antworten,
aber ich wollte eigentlich nur wissen was das hohe
Handelsvolumen
im OTC im Augenblick zu bedeuten hat.

Also (nach deinen Angaben) 1000-2000$ Umsatz pro Tag ist (für normale Anleger) wirklich nicht viel.

Cu Rene

klares Jein

exc oder ivo können dir sagen, ob sich eine
schadenersatzforderung gegenüber deiner sparkasse lohnt.

Das ist verdammt schwer zu sagen.
Dafür weiss ich zu wenig über den konkreten Fall.
Man darf nicht vergessen, daß man bei so was ein Prozessrisiko eingeht und es relativ unsicher ist hier zu gewinnen.
Zum einen sind Banken zur Risikoaufklärung verpflichtet. Ich kann mir gut vorstellen, daß diese Beratung nicht über die gesetzlichen Anforderungen raus ging, aber das reicht schon. Viele Anleger - gerade in 2000 - habe die Risiken aufgrund des Booms auch gerne ignoriert.
Dann kommt noch hinzu, daß die Banken laut einem Gerichtsurteil nicht über alle Entwicklungen informiert sein können und müssen.

Wer Aktien eines Wertes hat sollte sich auch um die Nachrichten dazu selbst kümmern. Wer nicht mitbekommt, daß ein Unternehmen insovent ist, daß er im Depot hat hat ein generelles Problem mit Aktien.

Ich persönlich würde zwar mein Missfallen zum Ausdruck bringen, besonders wegen des nicht zuständigfühlens, aber auch wenn in den Medien der Eindruck erweckt wird, daß man nur seine Bank verklagen muss und dann vor Gericht sein Geld zurückbekommt: Die wenigsten Fälle gehen wirklich so aus. Mir wäre das Risiko auf den Kostensitzen zu bleiben bei diesem Streitwert zu hoch.

Gruß Ivo

Hallo,

Ich hab im Jahr 2000 als absoluter Börsenneuling auf Anraten
meines Sparkassenleiters 500 Stck.Psinet zu 11,20€ gekauft.
Nach einem Auf und Ab im Kurs sind sie nach einem Delisting an
der Nasdaq aus dem Handel in Deutschland verschwunden.
Sie werden nun nur noch im OTC in Amerika gehandelt.Bei einem
jetzigen Kurs von 0,005cent.Das Jahreshoch lag bei 8 cent.
Gibt es für so eine Aktie eine Chance ,wieder in den
geregelten Handel zu kommen,oder wird da nur noch mit gezockt?

Wohl kaum.

Das tägliche Handelsvolumen ist zur Zeit ungewöhlich hoch
(200000-400000)Stck.Kennt sich jemand mit solch einem Fall
aus.

Das hört sich für mich bei dem Kurs eher nach einem einzigen Schluss pro Tag an! Das ist wohl eher sau wenig!

Meine Versuche selbst Informationen zu erhalten sind bei
den Verantwortlichen in Deutschland gescheitert.Auch meine
Kasse
bei der ich die Order getätigt habe,fühlt sich nicht
zuständig.
Für ein paar Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Wozu möchtest du den Informationen haben?

Gruß Ivo

Schadenersatzforderung
Hallöchen,

exc oder ivo können dir sagen, ob sich eine
schadenersatzforderung gegenüber deiner sparkasse lohnt.

die Forderung sollte man auf jeden Fall geltend machen. Die Frage ist, was dabei rauskommt. Bist Du ein wertvoller Kunde, dann ist die Chance auf jeden Fall höher, als wenn sich der Depotwert auf insgesamt 2000 euro beläuft. Wenn man nicht einen Beratungsfehler nachweisen kann (man bezeichnet sich als risikoaversen Anleger und bekommt Neuer Markt-Werte aufgeschwatzt), dann wird es über den Rechtsweg äußerst schwierig, auch wenn die Rechtsprechung in den letzten Jahren sehr bankenfeindlich entschieden hat.

Aus Kulanzgründen zahlt eine Bank nur, wenn sie sich was davon verspricht. Scheut sie die Öffentlichkeitswirkung oder befürchtet sie den Verlust einer ansonsten profitablen Kundenverbindung, wird gezahlt, ansonsten nur nach Gerichtsurteil, oder weil der jeweilige Mitarbeiter einen guten Tag hatte. Und auch letzterem ist idR ein Riegel vorgeschoben. Rückerstattungen über 5000 müssen bei uns von der Geschäftsfeldleitung genehmigt werden. Das dürfte bei anderen Instituten ähnlich gehandhabt werden. Wie der olle Wehrhahn schon sagte: Wie haben es nicht vom ausgeben, sondern vom behalten.

Gruß
Christian

Off Topic Wehrhahn
Wie der olle

Wehrhahn schon sagte: Wie haben es nicht vom ausgeben, sondern
vom behalten.

Hi,

den Spruch kenne ich. In Duesseldorf kenne ich eine Wehrhahnstrasse. Ist der gleichnameige Mensch ein bekannter DÜsseldorfer Bankier?

Max

Hallöchen,

den Spruch kenne ich. In Duesseldorf kenne ich eine
Wehrhahnstrasse. Ist der gleichnameige Mensch ein bekannter
DÜsseldorfer Bankier?

ich hab´ natürlich den fauxpas gebracht: Der Mann hieß Werhahn, also ohne das erste „h“. Dies vorab.

Die Düsseldorfer Str. „Am Werhahn“ hat aber m.E. (allein schon aufgrund der Schreibweise) nichts mit der Werhahn-Gruppe zu tun. Die allerdings treibt sich nicht nur im Bereich Banken um, sondern hat noch diverse andere Tätigkeitsfelder (http://www.werhahn.de) und gehört m.E. zu den größten rein privat geführten Unternehmensgruppen in Deutschland (Sitz: Neuss). Wilhelm Werhahn selber wurde noch vor 50 Jahren mit den anderen Geldgiganten wie Flick und Thyssen in einem Atemzug genannt. Ich hab mal ein nettes Buch zu dem Thema gelesen („Die Geldgiganten“). Sehr aufschlußreich.

Gruß
Christian

Hallo Ivo,

erstmal Danke für deine Einschätzungen.
Mich hat eigntlich nur interessiert ,wieso jetzt plötzlich wieder
ein im Verhältniss zum letzten Jahr hohes Handelsvolumen eingesetzt hat.2001 hatten die als Umsätze von 10-20000 Stck.
am Tag.Heute sind es manchmal 500000 .Hat so eine Aktie eine Chanche wieder in den geregelten Markt zu kommen?
Mit dem Verlust habe ich mich schon lange abgefunden und ich sehe
auch keine Chance von der Kasse etwas zurück zuholen.
Mir geht es nur darum ,zu erfahren ,wie es sich verhält,
wenn solch ein Unternemen ,das Chapter 11 erhalten hat,wieder auf die Beine kommt.Sind durch Chapter 11 die Ansprüche eines
Aktionärs erloschen?

Vielleicht hast du ja eine Antwort für mich.

Gruß Thomas

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Moin.

Mir geht es nur darum ,zu erfahren ,wie es sich verhält,
wenn solch ein Unternemen ,das Chapter 11 erhalten hat,wieder
auf die Beine kommt.

Dann steigen die Aktienkurse und die Dividendenausschüttung nimmt irgendwann wieder gigantische Ausmaße an, sozusagen, und alle sind zufrieden.

Sind durch Chapter 11 die Ansprüche eines

Aktionärs erloschen?

Nein, Du hast das Recht, Miteigentümer einer Gesellschaft zu sein, die nahezu pleite ist. Nachdem - im Falle einer effektiven Pleite - alle Vermögensgegenstände auf die Gläubiger verteilt wurden, hast Du das Recht, von dem Rest, den es so gut wie nie gibt, entsprechend Deinem Anteil an der AG etwas zu bekommen. Du hast aber auch das Recht darauf zu hoffen, daß der Laden wieder auf die Füße kommt.

Vielleicht hast du ja eine Antwort für mich.

entsprach das den Vorstellungen? :wink:

Gruß
Christian

Hallo Christian,

Danke,genau das wollte ich eigentlich wissen.Und nicht mal mein
Sparkassenberater konnte mir das sagen.

Gruß Thomas

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