Wann liegt eine erhebl. Störung der Orientierungsfähigkeit vor?Homozysteinämie,Atropie der Hirnrinde, Penisbruch, bds. Lungenembolie
(einzige Nichte überstand diese z. B. nicht), frische Ischämie im Hirn (Apoplex). Welche seelischen Auswirkungen sind denkbar?Bin Dauerredner und falle ständig ins Wort, weil ich fürchte, den Faden zu verlieren…Wer kann hier helfen?
Hallo,
so wie extreme psychische Belastungen organische Erkrankungen auslösen können, so können auch Krankheiten physischer Art psychische Probleme verursachen.
Das beginnt schon damit, daß sich der Kranke nicht wohl fühlt, dadurch nichts unternimmt, weil ihm die Lust und die Kraft dazu fehlt. Das kann wiederum dazu führen, daß er sich zurückzieht, Kontakte und Freunde verliert, in schlimmen Fällen kann das zu Depressionen führen.
Wer Potenzprobleme physischer Art hat, verliert möglicherweise einen Teil seines Selbstvertrauens, vermeidet intime Beziehungen, vereinsamt…
Wer häufig an Schmerzen leidet, nimmt zu viele Schmerzmittel, erkrankt zusätzlich an Nebenwirkungen. Die Schmerzen ermüden und kosten Kraft und wieder läßt die Lebenlust nach. Man kann sich zu nichts mehr aufraffen.
Jeder Mensch hat je nach Vererbung, Veranlagung unterschiedliche „Schwachpunkte körperlicher Art“ oder „Schwächen seelischer Art“, womit sich Erkrankungen des Körpers sehr unterschiedlich auswirken. Ein Optimist wird vieles besser verkraften und auch mit einer schweren Krankheit nicht so schnell mit schweren seelischen Schäden zu kämpfen haben. Der Pessimist hingegen neigt schnell zu Mutlosigkeit und dazu aufzugeben und stürzt damit schneller ab.
Man sagt z.B., daß Menschen, die Krebs bekommen dazu neigen ihren Ärger in sich hineinzufressen, wenn dann die Zellen ständig mit Ärger konfrontiert werden, werden sie krank. Hat man Krebs nimmt man oft rapide an Gewicht ab, hat Schmerzen, der Appetit läßt nach, man ist schwach, lustlos, verängstigt. Nach verstümmelnden OPs kommen evtl. sogar Suizidgedanken auf…
Ich glaube nicht, daß man hier eine eiserne Regel aufstellen kann, es gibt zahlreiche Varianten mit vielen Ausprägungen. Dazu sind die Menschen einfach zu verschieden. Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig arbeitet, kommt z.B. Diabetes - diese Menschen dürfen vieles nicht mehr essen. Ob seelische Probleme dazu kommen hängt davon ab, ob sie das akzeptieren und ob es ihnen nichts ausmacht, oder sie meinen, dann wäre das Leben nicht mehr Lebenswert.
Es gibt auch Erkrankungen, z.B. der Schilddrüse, die die Psyche besonders stark beeinflussen. Überfunktion und sie werden sehr aktiv, Unterfunktion und sie werden lethargisch. Doch auch hier ist die Schwere der Auswirkungen mit von der seelischen Kraft/Reserve abhängig. Andere hormonelle Störungen gehören ebenso zu dieser Kategorie, obwohl ganz unterschiedliche Organe der Auslöser sein können, oder ein unausgeglichener Stoffwechsel.
In der traditionellen chinesischen Medizin - TCM hat man diesbezüglich über mehr als 3.000 Jahre einen reichen Erfahrungsschatz aufgebaut, bei dem zahlreiche Aspekte des menschlichen Wesens, seelische, körperliche Einflüsse und jene der Umwelt berücksichtigt werden. Hier kannst du recht konkrete Hinweise zu deiner Frage finden.
Mit TCM muß man sich jedoch schon sehr intensiv befassen, um die Hintergründe verstehen zu können. In der TCM wird im Gegensatz zur konventionellen Medizin nie ein Organ allein betrachtet, sondern alle Interdependenzen innerhalb des Körper-Seele-Systems ebenfalls. Das führt häufiger dazu, daß die TCM Krankheiten heilen kann, bei denen die konventionelle westliche Medizin passen muß. Vielleicht ist das ein Thema für dich?
Gruß,
p+p