Psychatrieaufenthalt freiwillig

hey leute,

ich möchte ein referat über psychatrische kliniken halten, find aber im internet zu vielen meiner fragen keine richtige antwort:frowning:
vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.
hier meine fragen:

  • wer darf eine psychatrische belastung feststellen?
    der hausarzt oder nur ein facharzt?

  • wenn leute freiwillig einen psychatrischen
    aufenthalt in einer klinik wollen, welche kriterien
    müssen erfühlt sein, dass sie überhaupt einen
    aufenthalt dort gewährleistet bekommen?

  • wer zahlt bei einem freiwilligen aufenthalt die
    entstehenden kosten? die krankenkasse oder man
    selbst?

  • ist bei geringfügigen psychischen erkrankungen ein
    aufenthalt in so einer klinik empfehlenswert oder
    sollte man sich anders therapieren lassen?

schon mal im vorraus danke!

mfg

Hallo wölkchen,

zu deinen Fragen:

  • wer darf eine psychatrische belastung feststellen?
    der hausarzt oder nur ein facharzt?

In der Regel überweist der Facharzt, da er über die entsprechende
Zusatzausbildung verfügt. Bemerkt ein Hausarzt Anzeichen einer
psychischen Erkrankung, so überweist er an den Facharzt.

Bei Kindern und Jugendlichen kann auch vom Kinderarzt eine Überweisung
kommen, da er ganz allgemein die Entwicklung des jeweiligen Kindes oder
Jugendlichen im Blick hat und hierzu auch die psychische Entwicklung
gehört. Bei Kindern und Jugendlichen erfolgt die Diagnose dann in der Klinik
oder vorher bei einem anderen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten.

  • wenn leute freiwillig einen psychatrischen
    aufenthalt in einer klinik wollen, welche kriterien
    müssen erfühlt sein, dass sie überhaupt einen
    aufenthalt dort gewährleistet bekommen?

Voraussetzung ist erstmal, dass überhaupt ein Platz in der Klinik frei ist.
Und je nach Klinik kann es da schon schwierig werden. Deshalb ist es
immer gut, das mit seinen Ärzten abzusprechen und sich selbst bei einem
freiwilligen Aufenthalt die Überweisung eines Arztes zu holen. Dann gibt es
auch kein Problem mit der Kostenübernahme durch die Krankenkasse.

  • wer zahlt bei einem freiwilligen aufenthalt die
    entstehenden kosten? die krankenkasse oder man
    selbst?

Die Krankenkasse zahlt nur bei medizinischer Indikation, d.h. es muss aus
ärztlicher Sicht (Diagnose) notwendig sein, in der Klinik behandelt zu
werden.

  • ist bei geringfügigen psychischen erkrankungen ein
    aufenthalt in so einer klinik empfehlenswert oder
    sollte man sich anders therapieren lassen?

Pauschal kann man das so nicht beantworten. Denn es kommt auf die
Erkrankung selbst und auch die Lebensumstände an. Ziel der Therapie
sollte sein, die Ursachen für die psychische Erkrankung herauszufinden und
zu bearbeiten, so dass diese langfristig nicht mehr belasten. Dafür kann es
zunächst wichtig sein, erstmal aus dem alltäglichen Umfeld herauszugehen.
Da wäre ein Klinikaufenthalt empfehlenswert. Denn die Ursachen liegen oft
in der Kindheit und können massive traumatische Erlebnisse sein. Diese
anzuschauen, kann erstmal eine große Krise auslösen, in welcher der
Patient stabilisiert werden muss. Danach schließt sich häufig eine
ambulante Therapie an.
Es kann jedoch auch sein, dass es gerade wichtig ist, im Alltag zu bleiben
und begleitend zur Therapie die alltägliche Struktur als stabilisierend zu
erleben. Auch ist es bei vielen Erkrankungen wichtig, Aspekte der Therapie
gleich im Alltag umzusetzen.
Es ist immer individuell, welche Therapie in welcher Form die richtige ist.
Gerade deshalb ist der Facharzt notwendig.

Ich hoffe, das hilft dir ein wenig weiter.
Lg Andrea

hey andrea,

danke, des hat mir sehr weitergeholfen :smile:

mfg nadine

hei ich hoffe ich kann dir helfen…
also so wie ich das kenne darf nur ein facharzt eine
diagnose als offiziell festlegen …der hausarzt
schickt dich, wenn er einen verdacht hat dass mit dir
etwas nicht stimmt zum psychologen o.ä. dementsprechend
kann also auch nur ein facharzt dich einweisen lassen
…wenn nötig sogar zwangsweise …der hausarzt kann nur
weiterleiten.

wenn man freiwillig in eine klinik will hat man immer
ein vorgespräch mit einem therapeuten oder dem oberarzt
der klinik …die stellen einen fragen …wie zb warum
man in die klinik will usw…eigentlich ist ein
statioärer aufenthalt nur nötig wenn man zu hasue nicht
mehr alleine klar kommt…die frage ist ein bisschen
schwirg zu beantworten da es bei jedem menschen anders
ist …es gibt ja unterschiede zwischen psychatrischen
und psychosomatischen kliniken …ich weiß aber nicht ob
du das auch wissen willst …kannst ja nochmal schreiben

nächste antwort: wenn du in einer psychatrie bist musst
du (nur einmal im jahr ) maximal 28 tage selbst
bezahlen. 10 € am tag das entspricht höhstens 280 €
kosten für den patienten selbst…privatpatienten
bekommen glaube ich die gesamte rechnug die sie erst
selbst bezahlen müssen aber dann zurück erstattet
bekommen…bin mir aber nicht so sicher.

keine psychische krankheit ist gering genug um nicht
beachtet zu werden …mann sollte trotzdem in eine
klinik gehen …auf den rat der ärzte hören …

ich hoffe ich konnte dir helfen…das ist natürlich nur
die sicht einer patientin…aber ich glaube nach 2
jahren habe ich genug erfahrungen um dir zu helfen…
lg dreiundacht

hey dreiundacht,

ich hätte wirklich noch viele fragen zu dem freiwilligen psychatrieaufenthalt, möcht aber dieses thema net so offen in wer-weiss-was debatieren.
kann ich dir vielleicht ne mail schreiben (bräucht aber dazu deine e-mail adresse).
oder bist du vielleicht in einem chat?
facebook z.b.

mfg nadine*