Psychiater ?

wenn jemand zum psychiater gehen will, braucht er dafür eine überweisung oder kann er einfach so einen termin machen?
zahlt das die kasse überhaupt? oder ist das auf privatkosten?

mein arbeitskollege möchte gern zum psych, weil er probleme hat.

Horst

Hallo,
also als ich meine Therapie angefangen habe habe ich einfach einen Termin ausgemacht, allserdings bei einem Psychologen und niht bei einem Psychiater, kann Dir den Unterschied aber auch nicht genau erklären.
Die ersten Beratungsgespräche sind ohnehin kostenlos. Man sollte sie nutzen um herauszufinden, ob man mit der Person klarkommt. Wenn die Wellenlänge nicht stimmt kann man auch ruhig wechseln, bis man jemanden gefunden hat mit dem es passt, sonst macht meiner Ansicht nach die ganze Therapie keinen Sinn.

Danach wird man vom Hausartzt durchgecheckt und der Psychologe stellt einen Antrag be der Versicherung, der dann auch eigentlich immer bewilligt wird, außer man man ist schwer physisch erkrankt.

Ich hatte irgendwie Angst da anzurufen und das zu regeln, aber es war dann ganz einfach!
Gruß
schneehase

Hallo Horst,
falls sich nichts Grundlegendes geändert hat, ist es beim Besuch eines Psychiaters (Facharzt für Neurologie&amp:stuck_out_tongue_winking_eye:sychiatrie) genauso wie beim Besuch eines anderen Facharztes. Man kann auch ohne Überweisung einen Termin machen - zahlt dann aber wieder die Praxisgebühr von 10€. Mit Überweisung durch den HA („hallo, ich brauche eine Überweisung für den Neurologen“ geht auch:smile: spart man sich die.
Falls es um eine Psychotherapie gehen soll, hat die Krankenkasse zumeist eine Liste von Psychiatern, mit denen sie gern zusammenarbeitet. Diese kann man direkt anfordern. Meistens sieht es dann jedoch so aus, daß diese Ärzte kaum kurzfristige Termine frei haben und man eine Wartezeit von ca. 6 Monaten in Kauf nehmen muß. Die Krankenkasse verlangt aber meist, daß man es bei mind. 3 Ärzten auf der Liste probieren soll. Ich habe es erlebt, daß die Ärzte dann schon fragen „brauchen Sie eine Zu-, oder Absage?“. Eine Absage von denen ist nötig, damit man dann einen Therapeuten eigener Wahl nehmen kann, den die Kasse zahlt, wenn er bestimmte Voraussetzungen erfüllt (kenne die aktuellen nicht).
So, bis dahin erstmal. Hoffe, die Info hilft.
Gruß,
Christine

Hi Schneehase!

also als ich meine Therapie angefangen habe habe ich einfach
einen Termin ausgemacht, allserdings bei einem Psychologen und
niht bei einem Psychiater, kann Dir den Unterschied aber auch
nicht genau erklären.

Ich kann das kurz und knapp: Ein Psychiater ist ein Dr. med., der sich auf Neurologie etc. spezialisiert hat. Ein Psychologe hat Psychologie studiert. Ähnlicher Bereich, andere Schwerpunkte.

Gruß, Dine

hallo,

(…) bei einem Psychologen und
niht bei einem Psychiater, kann Dir den Unterschied aber auch
nicht genau erklären.

vielleicht hilft ja FAQ:239

gruß
ann

Hallo,

Ich kann das kurz und knapp: Ein Psychiater ist ein Dr. med.,
der sich auf Neurologie etc. spezialisiert hat.

ein Psychiater ist ein Facharzt für Psychiatrie. Der Facharzt für Neurologie heißt Neurologe.

Übrigens ist ein Arzt nicht immer Dr. med.

Grüße,

Oliver Walter

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Ergänzung
Hallo Horst
Nochmal grundsätzlich:
Von den genannten Behandlern unterscheiden wir 4 :

  1. Psychiater = Facharzt, der sich mit den schwereren Geiteskrankheiten beschäftigt, z.B. schizophrene Psychosen, manisch.-depressive Psychosen, Wahnerkrankungen etc.
  2. Neurologe = Facharzt, der sich mit körperlichen Erkrankungen des Nervensystems beschäftigt, sowohl im Kopf als auch an peripheren Nerven wie Ischias oder von kaputten Bandscheiben eingeklemmten Nerven
  3. Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (bislang auch als Facharzt für Psychotherapeutische Medizin bekannt) - beschäftigt sich mit psychosomatischen Erkrankungen wie z.B. Magengeschwür durch lang andauernde Konflikt-Situation zuhuse oder im Beruf oder Depression oder Angstzustand etc.
  4. Psychologischer Psychotherapeut = klinisch ausgebildeter Diplom-Psychologe, der sich ebenfalls mit versch. neurotischen Erkrankungen beschäftigt, Depressionen, Angst etc.

Gruß,
Branden

ein Psychiater ist ein Facharzt für Psychiatrie. Der Facharzt
für Neurologie heißt Neurologe.

Übrigens ist ein Arzt nicht immer Dr. med.

Jajaja, ich weiß. Ich wollte damit eigentlich nur die verschiedenen Studiengänge deutlich machen.
Weiterhin dachte ich, dass sich ein Psychiater auch verstärkt mit Neurologie beschäftigt, daher mein „etc.“ im Posting vorher. Aber korrigier mich gerne…
Gruß, Dine

Hallo Horst!

Wenn man meint krank zu sein, dann kann man mittlerweile zu dem Arzt seiner Wahl gehen. Praxisgebühren fallen pro Quartal nur einmal an, ausser bei Zahnärzten, da müsste man 20,00 EUR insg. bezahlen.

Einen Gang zum Hausarzt zuvor würde ich - so die Richtung der Erkrankung bereits feststeht - ablehnen, da dadurch nur Zusatzkosten für alle Versicherten entstehen. Ob man die Praxisgebühr nun entweder beim Hausarzt bezahlt, oder direkt beim Psychiater, macht m.E. nach keinen Unterschied. Ein späterer Besuch beim Hausarzt in diesem Quartal würde keine zusätzliche Praxisgebühr fällig werden lassen. Der Hinweis, dass man persönlich eventuell Gebühren sparen kann ist falsch, und würde wie erwähnt nur die Gemeinschaft der Versicherten belasten.

Gleiches gilt im übrigen auch für einen Therapeuthen.

Vielleicht ist sinnvoll vorher abzuklären, welche Erwartung man an die Behandlung stellt bzw. was das Problem charakterisiert. Erhofft man sich „psychotherapeutische“ Hilfe, so wäre der Zusatz des „Psychotherapeuthen“ anzuraten. Den kann sowohl ein Mediziner als auch ein Psychologe haben und er setzt eine i.d.R. 3-jährige Zusatzausbildung in Psychotherapie vorraus. Hierbei ist dann noch die Form der angebotenen Therapie relevant: Nicht jede Form der am Markt angebotenen Therapien wird von den Kassen anerkannt.

Ist das Problem jedoch eher neurologischer Art oder scheint medimenkatöse Hilfe indiziert, sollte im ersten Anlauf ein Arzt (Neurologe bzw. Psychiater) aufgesucht werden. Alles weitere wird sowieso der Fachmann dann empfehlen können.

Lieben Gruß
Patrick

Hallo Horst,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass einige Therapeuthen erst einmal private Stunden anbieten, die man dann bezahlen muß. Nach einem gegenseitigem Abchecken und stattgegebenem Antrag bei der Krankenkasse wechselt man dann in die von der Kasse getragene Therapie.Das organisiert dann aber der Doc.

Sinn der Übung: Feststellen, ob der Klient auch willig ist etwas dazu beizutragen.

die nummer 3 oder 4 könnten es sein.
mein kollege hat probleme wegen seiner kindheit und jugend. er wurde von seinen eltern nie anerkannt, also was er geleistet hat war immer mist oder nicht beachtungswürdig. dabei ist er weder missraten noch hat er irgendwie dreck am stecken.
er leidet darunter, dass seine eltern seit jeher seinen jüngeren bruder bevorzugt haben und es auch heute noch tun.
er hat mir da so einiges erzählt, wobei ich aber eher der meinung bin, dass seine eltern mal zum psych müßten und nicht er. wenn meine eltern mich so behandeln würden oder es so gemacht hätten, dann wäre ich auch so mit den nerven runter. ich hätte schon längst keinen kontakt mehr mit denen. aber naja, das ist meine meinung.

vielen dank für die ganzen antworten. ich werde sie weitergeben und hoffe, dass mein kollege hilfe bekommt um sich da durchzusetzen und seinen eltern mal die meinung geigt. das kann er nämlich nicht.
sein selbstbewußtsein ist schier gen null gesunken und das belastet ihn auch beruflich.

Horst

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Hallo Horst

wobei ich aber eher der
meinung bin, dass seine eltern mal zum psych müßten und nicht
er.

Das ist ja häufig so. Das eine gebiert das andere. Ich meine, nicht nur, dass die Alten sich fortpflanzen, sondern auch gleich ihre Neurosen mit auf den Weg geben. :wink:
Gruß,
Branden