Psychiater, Psychologen, Psychoanalytiker etc

Hallo Experten,

kann mir einmal jemand mal mit einfachen (kurzen) Worten erklären, welche Unterschiede zwischen einem Psychiater, Psychologen, Psychoanalytiker und Psychotherapeuten liegen?

Ich habe die entsprechenden Wiki-Artikel gelesen, aber die Abgrenzung fällt mir dennoch schwer.

Bei der Ausbildung gilt ja wohl (bitte korrigiert mich wenn nötig):
Psychiater = Arzt mit psychiatrischer Facharztausbildung
Psychologe = Hochschulstudium
Psychotherapeut = mit Diplom abgeschlossenes Hochschulstudium und eine anschließende Ausbildung
Psychoanalytiker = ???

Weiterhin frage ich mich, warum diese völlig verschiedenen Ausbildungswege (und noch einige mehr, wenn man an so abenteuerliche Konstrukte wie Heilpraktiker (Psychotherapie) denkt) existieren.

Wäre nett, wenn mir einmal jemand Licht ins Dunkel würfe :wink:.

Ideal wäre für einen so schematisch denkenden Menschen wie mich, eine Art Mengen-Diagramm, in dem man erkennen könnte, welche Aufgaben von wem übernommen werden.

Oder ein Beispiel:
Wohin geht jemand, der z.B. depressiv ist, und wie wird er von den einzelnen Personen behandelt?

Gruß und Danke schonmal,
Sax

Ich versuche das zu erleuchten und vervollständige dabei Deine Liste:

Psychiater:
-> Arzt mit fachärztlicher Weiterbildung. Aufgabengebiet: Bei Psychischen Störungen (also Störungen, deren Ursachen aus dieser Perspektive im Gehirn liegen): Therapie durch Medikamente (Psychopharmakotherapie)

Neurologe:
-> Arzt mit fachärztlicher Weiterbildung. Aufgabengebiet: Bei Störungen des peripheren Nervensystems. Also z.B. Störungen der Bewegungsfähigkeit aufgrund von Nervenschäden etc. Sie nehmen aber auch teilweise psychiatrische Patienten auf, da sie auch eine psychopharmakologische Ausbildung haben.

Psychologe:
-> Absolvent eines Hochschulstudiums der Psychologie (Diplom oder Master). Aufgabengebiet: Ohne eine Weiterbildung oder Prüfung als Heilpraktiker für Psychotherapie darf der Psychologe nicht psychotherapeutisch arbeiten.

Psychologischer Psychotherapeut:
-> Psychologe mit einer Weiterbildung in einem von den Kassen anerkannten Therapieverfahren. Das sind vor allem tiefenpsychologische Verfahren (z.B. Psychoanalyse) und verhaltenstherapeutische Verfahren (z.B. kognitive Verhaltenstherapie)

medizinischer Psychotherapeut:
-> Arzt mit einer Weiterbildung in einem von den Kassen anerkannten Therapieverfahren (s. oben).

Psychoanalytiker:
-> Eine Person (Arzt oder Psychologe), die eine Ausbildung in einem bestimmten Therapieverfahren hat: die Psychoanalyse. Das ist ein alter Begriff, die richtige Bezeichnung ist nun psychologischer Psychotherapeut, da nur dieser geschützt ist.

Psychotherapeut:
-> Eine Person (Egal welche andere Ausbildung, kann auch einfach nur nen Hauptschulabschluss haben), die einen Heilpraktiker für Psychotherapie hat. Diese Prüfung beinhaltet aber lediglich das Wissen um die Diagnostik einer Störung, nicht aber das Wissen darum, wie man eine Störung therapiert!!!

Heilpraktiker (Psychotherapie):
-> s. Psychotherapeut

Wohin man am besten mit einer Depression geht, das sollte eigentlich der Hausarzt wissen. Wenn es ein guter ist, der sich auf dem Laufenden hält, dann weiß er das auch.

Ich versuch’s 'mal:
Ein Psychiater ist ein ausgebildeter Arzt in der Fachrichtung Psychologie (nicht Chirurgie oder Innere Medizin zB), … also ein ‚richtiger‘ Arzt, ein studierter Mediziner. Er kennt die Hormone und und chemische Substanzen zB in Stoffwechsel, Gehirn und Nervensystem, die das Verhalten des Menschen beinflussen bzw steuern. Er kann zB Autismus, Demenz, Alzheimer, nach medizinischem Wissen diagnostizieren.
Ein Psychologe hat Psychologie an der Uni studiert und von Medizin, dem menschlichen Körper, Stoffwechsel usw nur soweit eine Ahnung, wie es verhaltenstypisch bedeutsam ist. Sein Focus liegt auf dem Verhalten (nicht nur) des Menschen in verschiedensten Situationen. Also eher ein Forscher des menschlichen Geistes und Verhaltens. Er kann Verhaltensweisen erklären, wie sich zB Gerüche, Hormone auf das Verliebtsein auswirken; oder kennt die Substanzen, die bei Jagd und Angst aktiv sind und weiß wie man sich wann warum verhält.
Der Psychotherapeut ist jemand (ein Mediziner? ein Heilpraktiker? ein Laie?), der in jedem Fall auf die Heilung und Behandlung psychischer Problem focussiert ist zB Traumata nach katastrophalen, persönlich erschütternden Erlebnissen, Neurosen, Psychosen, Ticks, Verhaltensauffälligkeiten oder ~abnormalitäten unter denen Patienten leiden. Er ist eher ein Heiler. Er deckt die psychologischen Mechanismen auf, an denen Menschen leiden und therapiert sie.
Der Psychoanalytiker ist dem Psychotherapeuten verwandt, indem er die Ursachen von psychischen Störungen aufzudecken sucht (Sigmund Freud, C. G. Jung), aber weniger ein Heiler, als ein Forscher der menschlichen Seele ist. So gehört zB Traumforschung und ~deutung bei ihm dazu (während derlei beim Psychotherapeuten zweitrangig ist). Archetypen (allen Menschen gemeinsame Traumbilder oder Wahnvorstellungen oder Ängste zB vor Spinnen, Schlangen, Fallangst, Platzangst und dergleichen), die Ursprünge menschlicher Verhaltensweisen und Abnormalitäten sind sein Gebiet.

Hallo Sax,
Es ist schon richtig, dass ein Psychiater ein Medizinstudium absolviert und danach ein Spezialgebiet wählt - eben Psychiatrie. Er muss ja schliesslich auch Medikamente verordnen.
Bei den anderen: Es gibt wohl eine Ausbildung in Psychologie, aber eben: da gibt es „Schnellbleichen“ etc.
Aber es ist wichtig zu wissen: Wenn Du Deinem Mitmensch gut zuhören kannst, d.h. auf seine Probleme eingehst, bist Du besser als mancher sog. Psychologe !
Mit Gruss: harta

Hallo, Sax,

kann mir einmal jemand mal mit einfachen (kurzen) Worten
erklären, welche Unterschiede zwischen einem Psychiater,
Psychologen, Psychoanalytiker und Psychotherapeuten liegen?

einen Überblick gibt auch FAQ:239

Gruß
Kreszenz

Hallo,

manchmal wüscht ich, man könnt’ hier auch Minuspunkte (Sternchen) vergeben…

Aber es scheint schon so: Mediziner & Psychologen haben keine Heilungserfolge, die Kassen finanzieren das nämlich nur aus Spass an der Freud’ und die Erde ist sowieso eine Scheibe…

Naja,
bestmöglichen Gruß
Patrick
(macht grad ne’ „Ausbildung“ als Psychologe & kann nicht zuhören…)

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Hallo Patrick,
weißt Du auch, ob die Weiterbildung zum Psychoanalytiker (es gibt ja verschiedene Schulen) Ärzten und Psychologen, zu deren Studium der Schwerpunkt klinische Psychologie zählte, vorbehalten ist? Es gibt ja auch Psychologiestudiengänge ohne klinische Psychologie (inkl. Entwicklungs- und Sozialpsychologie), außerdem wären Soziologen, Philosophen, evtl. andere Therapeuten theoretisch oder praktisch auch relativ gut darauf vorbereitet? Gerade Soziologen bringen doch ein anwendbares Vorwissen mit.

Oder weiß dies jemand anders?
Danke und Gruß
A.

Hi Liberty,

danke, für die gute Antwort.

Gruß,
Sax

Hi Harta,

Bei den anderen: Es gibt wohl eine Ausbildung in Psychologie,
aber eben: da gibt es „Schnellbleichen“ etc.

was ist „Schnellbleichen“, der Begriff ist mir unbekannt.

Gruß,
Sax

Hallo,

danke für die guten Anworten bisher.

Dennoch habe ich noch zwei „Nachfragen“:

  1. Gehe ich richtig in der Annahme, dass der Psychiater eher versuchen wird, eine Verhaltensstörung medikamentös zu behandeln und ein Psychologe eher mit Hilfe von Gespächen, oder ist das zu vereinfacht?

  2. Warum wehren sich die medizinischen Psychotherapeuten und psychologischen Psychotherapeuten nicht intensiver dagegen, dass andere mit einer vegleichbar kurzen Ausbildung (z.B. Heilpraktiker (Psychotherapeut)) eigentlich fast den gleichen Beruf ausübern dürfen.

Landläufig dürfte ja nur wenigen der Unterschied zwischen einem „psychologischen Psychotherapeuten“ und einem „Psychoterapeuten“ bekannt sein.

Auch aus Patientensicht erscheint mir eine bessere Transparenz hier wünschenswert: Am Ende landet man bei einem Therapeuten, der kaum mehr Einfühlungsvermögen und Hintergrundwissen wie der beste Freund hat.

Gruß,
Sax

  1. Gehe ich richtig in der Annahme, dass der Psychiater eher
    versuchen wird, eine Verhaltensstörung medikamentös zu
    behandeln und ein Psychologe eher mit Hilfe von Gespächen,
    oder ist das zu vereinfacht?

Das ist sehr vereinfacht, stimmt aber manchmal. Allerdings wird in der modernen stationären Behandlung meist zweigleisig gefahren und es wird beides gemacht. Allerdings sind bei der Psychotherapie meist nicht nur Gespräche, sondern auch viele Übungen dabei. Das hängt von der zu behandelnden Störung ab.

Es gibt Störungen, bei denen es wichtig ist, sowohl mit Medikamenten, als auch mit Psychotherapie zu behandeln, bei anderen Störungen (z.B. Phobien) macht man nur eines von beidem. Die Langzeiteffekte sind aber gerade bei Phobien bei der Psychotherapie besser.

  1. Warum wehren sich die medizinischen Psychotherapeuten und
    psychologischen Psychotherapeuten nicht intensiver dagegen,
    dass andere mit einer vegleichbar kurzen Ausbildung (z.B.
    Heilpraktiker (Psychotherapeut)) eigentlich fast den gleichen
    Beruf ausübern dürfen.

Es ist ja nicht genau der selbe Beruf. Wenn man mit einer gesetzlichen Krankenkasse abrechnen will, ist man nur als psychologischer Psychotherapeut dazu berechtigt. Privatpatienten sind allerdings was anderes.
Dass ich als Psychologe nicht psychtherapeutisch arbeiten darf, eine Freundin von mir, die zwar einen HP, aber keinen blassen Schimmer von Psychologie hat schon… das ist echt frustrierend.

Warum sich entsprechende Leute in entscheidenden Positionen nicht stärker für eine Änderung einsetzen?
Schwer zu sagen. Das ist ja eine relativ neue Regelung. Wenn ich mich recht entsinne wurde sie 2001 eingeführt. Kann ich aber nicht ganz genau sagen.

Hi liberty,

nochmals danke!

Gruß,
Sax

Hallo harta

Er muss ja schliesslich auch Medikamente
verordnen.

Er m u s s überhaupt nicht. Er k a n n Medikamente verschreiben, wenn er es für sinnvoll und/oder notwendig hält.
Es scheint ein unausrottbares Vorurteil zu sein, dass wir Ärzte etwas davon „haben“, wenn wir ein Rezept ausstellen.
Wir kriegen eher Ärger mit dem Krankenkassen-Budget, wenn wir zuviel Medikamente verschreiben.
Gruß,
Branden

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Hallo!

weißt Du auch, ob die Weiterbildung zum Psychoanalytiker (es
gibt ja verschiedene Schulen) Ärzten und Psychologen, zu deren
Studium der Schwerpunkt klinische Psychologie zählte,
vorbehalten ist?

In der Tat ist die anschließende Approbation in dieser Zusatzausbildung der oben beschriebenen Personengruppe vorbehalten.

Psychologische Beratung - on analystisch oder anders motiviert - darf aber jeder anbieten. Das wird aber nicht durch die Kassen getragen.

Es gibt ja auch Psychologiestudiengänge ohne
klinische Psychologie (inkl. Entwicklungs- und
Sozialpsychologie), außerdem wären Soziologen, Philosophen,
evtl. andere Therapeuten theoretisch oder praktisch auch
relativ gut darauf vorbereitet? Gerade Soziologen bringen doch
ein anwendbares Vorwissen mit.

Die Studiengänge Medizin und Psychologie bereiten gezielt auf die Behandlung von Menschen vor. Ich glaube nicht, dass andere Studiengänge in der Grundlage diesen Anspruch genauso hoch halten. Ein Soziologe lernt meines Wissens in erster Linie, gesellschaftliche Strukturen zu untersuchen bzw. zu beurteilen. Der Zusammenhang mit der Untersuchung eines einzelnen Individuums erschließt sich mir nicht. Ein Philosoph betrachtet eher theoretisch, weniger konkret.

Psychologie heute ist eher Naturwissenschaft, das Wissen um den Menschen ungleich größer als in anderen (vergleichbaren) Fächern, die Schnittmengen mit der Medizin sind sehr groß.

Zentrales Element ist das ZNS, auch Funktionsweise und Bedeutung von Störungen innerhalb dieses Systems - und diese Kenntnis fehlt z.B. den anderen genannten Studiengängen in seiner Tiefe komplett. Die Kenntnis klinischer Störungsbilder (nicht nur rein Psychiatrische) ist meiner Meinung nach zudem äußerst relevante Vorraussetzung zur Approbation.

Da die Behandlung von Menschen schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen kann, sollten die Auflagen eben entsprechend sein.

Lieben Gruß
Patrick

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Hallo Patrick, danke für Deine Antwort.

Zitat: Ein Soziologe lernt meines Wissens in erster Linie, gesellschaftliche Strukturen zu untersuchen bzw. zu beurteilen. Der Zusammenhang mit der Untersuchung eines einzelnen Individuums erschließt sich mir nicht.

Dazu: Der Zusammenhang ist direkt: Die Medizin und Psychologie beschreiben die inneren, greifbaren (biologischen) Zusammenhänge, die sich auf die „Psyche“ auswirken bzw. lassen sie „entstehen“ und „leben“. Die Soziologie beschreibt die äußeren, greifbaren (soziologischen) Zusammenhänge, die sich auf die „Psyche“ auswirken.

Ich denke nicht, dass die „Psyche“ abhängiger vom eigenen Körper (das wäre dann ja vor allem genetisch) ist als von der „Außenwelt“, die sich aus „Systemen“ zusammensetzt, in die der Mensch eingebunden ist. Und diese ist ja auch so komplex, dass sie eine eigene Wissenschaft bildet. Daher ist vor allem der Zusammenhang Soziologie-Psychoanalyse für mich logisch. Verhaltenstherapie versucht die Umwelt eher auszuschließen, indem sie z.B. versucht, den Menschen zu „konditionieren“- dies aber im Sinne der „Außenwelt“ (Gesellschaft), ohne es zu merken (ohne sich damit auseinanderzusetzen, daher oftmals auch nicht ausreichend und wirksam, er ist trotzdem davon direkt beeinflusst und gesteuert).

Ich finde Soziologie (und die Erziehung der Gesellschaft bzw. ihrer Instanzen) da sogar viel aussagekräftiger als die Biologie des Menschen, auch wenn es diese auch „gibt“.

Gruß, Anwärter.

Achso, noch etwas:

Zitat: Zentrales Element ist das ZNS, auch Funktionsweise und Bedeutung von Störungen innerhalb dieses Systems - und diese Kenntnis fehlt z.B. den anderen genannten Studiengängen in seiner Tiefe komplett.

Wird das ZNS denn so „tiefgehend“ in der Pychologie behandelt?

Zitat: Die Kenntnis klinischer Störungsbilder (nicht nur rein Psychiatrische) ist meiner Meinung nach zudem äußerst relevante Vorraussetzung zur Approbation.

Lernt man auch in Lehrberufen mit Praxisphasen teilweise gut kennen, zumindest so gut wie im Psychologiestudium. Jedenfalls ist das mein Eindruck, wenn ich mir die Lehrpläne des Studiums ansehe.

Zitat: Da die Behandlung von Menschen schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen kann, sollten die Auflagen eben entsprechend sein.

Das finde ich auch, aber ich frage mich, ob diese Auflagen die richtigen sind und andere nicht effektiver. Einige bekannte Psychoanalytiker haben eher andere Fächer studiert als Psychologie (vielleicht war es früher auch anders möglich). Ich finde das logisch, Menschenkenntnis lernt man ja nicht im Studium.

Gruß

Moin

Einige bekannte
Psychoanalytiker haben eher andere Fächer studiert als
Psychologie (vielleicht war es früher auch anders möglich).

Bis vor wenigen Jahren waren die meisten Psychoanalytiker Ärzte, hatten also als Basis Medizin studiert. Erst in letzter Zeit gibt es mehr Dipl.-Psychologen, die sich an einem Psychoanalytischen Institut weiterbilden wollen, als Ärzte.
Gruß,
Branden

Hallo,

ich meinte eher bekannte Psychoanalytiker wie Erich Fromm, der in Soziologie promovierte und dann „mit der Psychoanalyse in Berührung kam“ und dann PSychoanalytiker geworden ist. Vielleicht war das früher möglich? Naja, so viele warens wohl nicht- oder sie haben einfach ihre eigene Schule gegründet…

Gruß
A.

Hallo nochmal,

Zitat: Zentrales Element ist das ZNS, auch Funktionsweise und
Bedeutung von Störungen innerhalb dieses Systems - und diese
Kenntnis fehlt z.B. den anderen genannten Studiengängen in
seiner Tiefe komplett.

Wird das ZNS denn so „tiefgehend“ in der Pychologie behandelt?

Ja, stärker als im Medizinstudium. Ich musste sogar einen Präparierkurs im Grundstudium machen. Die Funktionsweise des ZNS ist heute Gegenstand der modernen Psychologie.

Zitat: Die Kenntnis klinischer Störungsbilder (nicht nur rein
Psychiatrische) ist meiner Meinung nach zudem äußerst
relevante Vorraussetzung zur Approbation.

Lernt man auch in Lehrberufen mit Praxisphasen teilweise gut
kennen, zumindest so gut wie im Psychologiestudium. Jedenfalls
ist das mein Eindruck, wenn ich mir die Lehrpläne des Studiums
ansehe.

Möglich, aber eben nicht die Grundlagen und die Diagnostik - und schon gar nicht in dem Umfang wie in einem Studium.

Zitat: Da die Behandlung von Menschen schwerwiegende
Konsequenzen nach sich ziehen kann, sollten die Auflagen eben
entsprechend sein.

Das finde ich auch, aber ich frage mich, ob diese Auflagen die
richtigen sind und andere nicht effektiver. Einige bekannte
Psychoanalytiker haben eher andere Fächer studiert als
Psychologie (vielleicht war es früher auch anders möglich).
Ich finde das logisch, Menschenkenntnis lernt man ja nicht im
Studium.

Darüber kann man sicherlich diskutieren. Der Trend insgesamt geht meiner Meinung nach eher von der Psychoanalyse weg. In der Psychologie ist diese kein Lehrgegenstand mehr an vielen Universitäten. Die Behandlung von psychischen Störungen wird sich meiner Meinung nach zukünftig eher an den Naturwissenschaften als an den Geisteswissenschaften orientieren. Psychologen werden eventuell einen naturwissenschaftlchen Abschluss brauchen, um im Anschluss zu approbieren. Ich halte diesen Weg für den Richtigen.

Im Studium die Grundlagen der Diagnostik, des ZNS, der wissenschaftlichen Methoden und der klinischen Störungsbilder, in der Prxis im Anschluss die Anwendung selbiger Theorie.

Lieben Gruß
Patrick