Hallo.
Wahrscheinlich wird euch das Thema sehr merkwürdig vorkommen, aber ich würde gerne das Thema Fahrhilfen, also ESP etc., von der psychologischen Seite her beleuchten.
Dazu wären hilfreich:
-eigene Erfahrungen
-evtl. Studien
-erforschte Phänomene, die zum Thema (Sicherheit) passen
Verhalten sich Fahrer mit Fahrhilfen anders als andere? Fühlen sie sich sicherer? Fahren sie dementsprechend vielleicht schneller? Verlassen sie sich darauf, dass sie „gerettet“ werden, wenn etwas passiert? Werden sie passiv?
Ich hoffe, ihr könnt mir ein bisschen helfen.
hallo,
ich kann nur mit dem aufwarten, was ein hier allseits
bekannter Schreiber Anekdudel nennt:
Parkhilfen verleiten dazu, rückwärts
in blöd geparkte, silbrig
glänzende Toyotas zu fahren.
Wenn ich mich nicht auf meine Parkhilfe
verlassen hätte, die aber ausgefallen war,
hätt ich selber geguckt!
Gruß
Elke
Wenn ich mich nicht auf meine Parkhilfe
verlassen hätte, die aber ausgefallen war,
hätt ich selber geguckt!
Hallo Elke,
das hört sich doch schon mal gut an. 
- Lehre
Fahrhilfen mögen manchmal helfen, verursachen aber größeren Schaden, wenn sie ausfallen, als wenn sie erst gar nicht da gewesen wären, da sich der Mensch auf die Funktionsfähigkeit verlässt.
Verhalten sich Fahrer mit Fahrhilfen anders als andere? Fühlen
sie sich sicherer? Fahren sie dementsprechend vielleicht
schneller? Verlassen sie sich darauf, dass sie „gerettet“
werden, wenn etwas passiert? Werden sie passiv?
Ich meine, dass Fahrhilfen und allgemein die KFZ-Sicherheitstechnik in alltäglichen Situationen zu wenig präsent sind, um für ein Sicherheitsgefühl zu sorgen. Die meisten Fahrer haben von ihren Airbags glücklicherweise bisher nur den Schriftzug auf dem Lenkrad gesehen, die Funktion des ESP ist Vielen gar nicht geläufig.
Die PKW-Hersteller bemühen sich im Rahmen ihrer Sicherheitskonzepte auch, den Fahrer als „Sensor“ einzusetzen. Sie nutzen dabei die Dosierung aller Umgebungseinflüsse auf den Fahrer. Wenn man die Führung der Sitze verbessert, muss man damit rechnen, dass der Fahrer schneller in die Kurve geht, weil er die Fliehkraft als nicht so stark einstuft. Akustik spielt auch eine große Rolle. Oberklasse-Limousinen vermitteln v.a. durch ihre starke Geräuschdämmung ein Sicherheitsgefühl. SUVs werden aufgrund ihrer reinen Größe als sicher empfunden.
Idealerweise sollte das Fahren möglichst stressfrei sein, aber von Außen noch so viel physikalisch zum Fahrer durchdringen, dass er in kritischen Situationen rechtzeitig Muffensausen bekommt.
Ich glaube also, die Sicherheit, die der Fahrer mit seinen Sinnen empfindet, beeinflusst ihn deutlich mehr als das Wissen um technische Einrichtungen. Diesen steht man ja auch oft skeptisch gegenüber. In der Anfangszeit der Airbags war die Angst vor Fehlzündungen und Verletzungen z.B. bei Brillenträgern weit verbreitet.
Hallo.
Verhalten sich Fahrer mit Fahrhilfen anders als andere? Fühlen
sie sich sicherer? Fahren sie dementsprechend vielleicht
schneller? Verlassen sie sich darauf, dass sie „gerettet“
werden, wenn etwas passiert? Werden sie passiv?
Nur am Rande. Die beste „Fahrhilfe“, die ich mir
vorstellen könnte, wären - aus dem Lenkrad heraus-
klappende lange Messer, - die klappen immer raus,
wenn sich der Fahrer anschickt, zu schnell zu
fahren oder wenn er den Sicherheitsabstand
unterschreitet.
Ich bin überzeugt, *das* würde die Sicherheit im
Strassenverkehr enorm erhöhen …
Grüße
CMБ
hallo philip,
ich kann nur eigene erfahrungen/beobachtungen beitragen:
fahrhilfen wie z.b. einparkhilfen oder abstandswarner gaukeln eine verkehrssicherheit vor, die zu keinem zeitpunkt gegeben ist.
das fängt aber schon früher an: nimm eine ente und nimm einen mercedes (können auch andere automarken sein. ich meine hier die klassen). fahre mit beiden 100 km/h.
bei der ente denkst du, sie hebt gleich ab (sämtliche flughafengeräusche sind ja schon da), mit dem mercedes gleitest du bei gleicher geschwindigkeit allenfalls durch die landschaft. das subjektive empfinden in der ente (BOAH! ist das schnell!) deckt sich mit den objektiven tatsachen. 100 km/h IST schnell. spätestens, wenn unausweichlich ein hindernis auf uns zu kommt.
im mercedes habe ich überhaupt keinen bezug zur geschwindígkeit. auch mit der doppelten geschwindigkeit habe ich noch immer das (falsche) sichere gefühl, das auto zu beherrschen.
wenn du allerdings fahrhilfen meinst, die z.b. einbeinigen das fahren eines PKWs erlauben: sowas ersetzt körperliche mängel. das finde ich ok.
aber schon beim ABS weiß ich es nicht mehr so genau. wir haben damals in der fahrschulke noch stotterbremse gelernt. um die zu beherrschen mußte man die straßensituation genau einschätzen können. man MUSSTE! heutzutage tritt man bei einer vollbremsung eben voll drauf. ABS macht das schon. oder nicht.
gruß
ann