Hallo Ibolt,
ich hoffe ich habe deine Frage richtig verstanden und versuch’s mal:
Stressoren sind nicht gleich Belastungsfaktoren!
Stress* per se ist ersteinmal nichts Negatives. Das vergessen häufig die meisten Menschen.
Als Stressoren bezeichnet man alle inneren und äußeren Anforderungen in deren Folge es zu einer Stressreaktion kommt.
Das können völlig verschiedenene Situationen sein, wie etwa eine Naturkatstrophe oder eine ungerecht empfundene Beurteilung von einem Prof., Lachen oder dir begegnet Mr./Mrs. Right
Stress* bzw. eine Stressreaktion im Organismus selbst verläuft aber unabhängig von der Art des Stressors unspezifisch, unwillkürlich und automatisiert – stets nach dem gleichen Muster (Ergebnis der Evolution)
Stressoren
Äußere Stressoren sind z. B. ungünstiges Klima oder schwierige soziale Umwelt. Zu den inneren Stressoren zählen z. B. Behinderung, Depression, und Krankheit.
Eine weitere Unterteilung für häufige Stressoren sind:
-Physikaliche Stressoren (z. B. Lärm, Hitze, Kälte, Nässe)
- Physischen Stressoren ( z. B. Schmerz, Verletzung, Behinderung, Hunger)
-Psychische Stressoren wie Leistungsstressoren ( z.B. Zeitdruck, Überforderung, Unterforderung, Prüfungen, Klausuren)
-Soziale Stressoren (z. B. Kokurrenz, Isolation, Trennung, zwischenmenschliche Konflikte)
Psychische Stressoren
Erst die Bewertung ( gemeint ist die subjekive Bedeutung die man diesem Ereignis gibt) als unangenehm bzw. die fehlende Fähigkeit, sich auf die Situation und die besonderen Bedingungen anzupassen, können dann eine Stressreaktion auslösen, die wir als beeinträchtigend erleben.
Also – ein Stressor muss keine Belastung sein (Positiver Stress)
Ein Stressor wird zu einer Belastung erst bei negativem Stress (Eustress)
Die auftretenden Stressoren bei Studenten wie z. B. Belastungen durch Leistungsdruck oder Zeitdruck sind recht häufig gegeben. Dann ist der Stressor ein Belastungsfktor.
Psychische Belastungen sind immer Individuelle Auswirkungen
Wie sich psychische Belastungen auf den einzelnen Menschen auswirken, ist unterschiedlich.
Diese Auswirkungen sind nicht ausschließlich auf die Stärke und Dauer der Belastung zurückzuführen, sondern hängen auch von individuellen Faktoren wie körperlicher un seelischer Verfasstheit ab.
Wie ein Mensch Belastungen bewältigt, darüber entscheiden die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen.
Buchtipp: Ute Sonntag, Gräser, Stock (Hrsg) „Gesundheitsfördernde Hochschule“
Viel Glück! Falls noch Fragen, bitte mailen.
Wellkom