Psychische Probleme durch Mobbing

Hallo,

meine Schwester ist seit zwei Wochen krankgeschrieben weil sie auf ihrer Arbeitsstätte regelrecht von dem chef gemobbt wird. Da sie nur ein Betrieb mit drei personen sind, wovon der dritte nur stundenweise da ist, konnte sie sich auch an niemanden dort wenden.
Nachdem sie mehrere Wochen fast nicht geschlafen hat und den ganzen feierabend geheult hat und am donnerstag schon Angst hatte dass sie Montags wieder dort hin muss haben wir sie zum Arzt geschickt, der hat sie erst mal zwei Wochen krankgeschrieben damit sie zur Ruhe kommt. Erst traute sie sich nicht mal sich krankschreiben zu lassen, der Arzt musste sie lange überreden bis er sie soweit hatte dass sie ihm verprach am nächsten tag nicht arbeiten zu gehen.

Nach und nach kam dann raus dass der Chef sie jeden tag anschreit wie ein kleines kind und das vor den Kunden, nichts kann sie ihm recht machen und das hält sie nicht mehr durch. Er hat laut mit Kunden drüber geredet dass er sich eine neue Arbeitskraft suchen will und meiner Schwester zum nächsten Monatsende kündigen will.

Inzwischen ist sie ganz froh drüber wenn er ihr kündigt, aber sie hat eine Höllenangst nochmal ins Büro gehen zu müssen. Wenn ihr urlaub noch abgezogen wird müsste sie im Juni noch zwei Wochen auf Arbeit gehen, und davor graut ihr so sehr dass sie wieder richtige Panikattacken hat. Sie hat auch seit Wochen Durchfall und erbricht oft. Wir haben Angst sie macht irgendwas dummes, damit sie ein paar Wochen krankgeschrieben wird (und womöglich im Krankenhaus landet).

Wie können wir ihr helfen, wo können wir Hilfe für sie finden?
Der Chef hat inzwischen tatsächlich eine Stellenanzeige geschaltet, die Kündigung aber ist noch nicht eingetroffen, ist ja auch noch ein wenig zeit um die Frist einzuhalten.

Gibt es irgendwo ein spezielles Forum für Mobbing-Opfer?

Wir wären für entprechende links dankbar.

Barbara

Bei starkem Mobbing hat sie Anspruch auf Schmerzensgeld. Habe dir mal ein paar Links rausgesucht. Sie geben auch Hinweise auf Hilfestellen. Deine Schwester sollte sich an so eine Stelle wenden und sich dort kompetente Hilfe holen.

http://www.vnr.de/vnr/personalfuehrung/personalmanag…
http://openpr.de/news/47423-mobbing-bossing-die-expe…
http://www.lawchannel.de/lawchannel/cont/channel/cha…
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artike…
http://www.mobbinginfo.de/

Der letzte Link dürfte dir am meisten helfen.

Foren:
http://www.mobbing-nein-danke.info/forum/list.php?f=1
http://www.mobbing-abwehr.de/phpbbmd/phpBB2/index.php

Deine Schwester sollte sich gut informieren und wie gesagt eine sone Organisation anschreiben. Professionelle Hilfe ist sehr wichtig

hALLO bARBARA

Zum Mobbing gehören immer mindestens zwei: Einer der mobbt und einer, der sich mobben lässt. Das kannst Du schon in der Grundschule sehen, und am Arbeitsplatz ist es nicht anders.
Einer meiner Patienten brachte es mal vor Jahren auf den Punkt:
Love it, change it or leave it!

Gruß,
Branden

hi Barbara,

schön,dass Deine Schwester in Dir eine verständnisvolle Freundin findet.
Taras Tipps finde ich gut (sie bekommt auch ein Sternchen!) außer dem ersten mit dem Schmerzensgeld: in so einem kleinen Betrieb wird es schwierig sein, das Mobbing zu beweisen und die vielleicht berechtige Forderung durchzusetzen.
Mein Tipp: der Hausarzt/ärztin kann ohne Schwierigkeiten weiter krankschreiben. Deine Schwester kann sich beim Arbeitsamt ein Formular holen, das der HA ausfüllt, in dem ihr ärztlicherseits geraten wird, die Arbeitsstelle sofort/mittelfristig/langfristig aufzugeben. Dann bekommt sei keine(!) Sperre, auch wenn sie selbst kündigt.

Ohren steif halten wünscht
Synapse

1 „Gefällt mir“