Liebe/-r Experte/-in,
es ist mir peinlich zu fragen-ist ja eigentlich total verrückt…
ich bin 22 und leide (vermute ich)seit über 5 jahren an depressionen-vielleicht ist es das auch nicht…also eigentlich kommt man ja damit zurecht-wenn man ein tief hat-gehts ja danach besser-aber ich habe es täglich(heimlich) aber will nicht mit meiner hausärztin reden-ist mir peinlich,bin doch noch so jung-aber ich bin irgendwie nicht normal-chronisch-trurig und meine seele tut mir weh…
nun ja normalerweise bin ich hier auf dieser seite um mich nach bafög zu erkundigen,aber ich dachte mir-.schr,mal unverbindlich…muss ich da was tun?will nicht mein leben lang-so trurig und verletzt sein… lg
Hallo Sternschnuppe!
Erstmal braucht es dir nicht peinlich zu sein, wenn du vermutest, dass du Depressionen hast oder oft depressiv bist. Viele Menschen haben verschiedenste seelische Probleme, die du gar nicht erkennst oder/und zum Teil erkennen kannst.
Wie ich erkennen kann, möchtest du ja nicht mehr diesen Zustand an Traurigkeit haben in deinem Leben. Also wäre es sinnvoll etwas zu ändern. Fast alle Menschen bekommen einmal in ihrem Leben eine Depression und daher ist es nichts, wofür du dich schämen brauchst. Auch deine Ärztin wird Verständnis haben, und dich dann zu einem Spezialisten überweisen. Die meisten psychologischen Psychotherapeuten oder Psychiater sind sehr liebe Menschen.
Auch ist es nichts schlimmes oder ungewöhnliches, dass junge Menschen eine Depression kriegen. Bevor du dir darüber aber Gedanken machen solltest, solltest du erstmal einen Spezialisten herausfinden lassen, ob du eine Depression hast. Dann wird dir geholfen. Daher kann ich dir nur raten es anzusprechen, wenn es dich belastet.
Mein Rat kann eine fachmännische Beratung nicht ersetzen.
Ich wünsche dir viel alles Gute!
vielen dank für die nette und schnelle antwort…
aber was soll ich meine hausärztin denn sagen?"ich habe depressionen"sie wird doch denken-ach das junge mädchen-hat wohl grad ein tief-gefühl…
aber das ist es nicht-ehrlich gesagt,ist mir erst heute morgen eingefallen-vielleicht zum arzt zu gehen…das gefühl ist jeden tag da-mal stärker mal schwächer…aber da!
durch die seelische belastung merke ich auch wie mein brustkorp schmerzt und mein herz…aber das reicht bestimmt nicht aus-um hilfe anbieten zu können - ich traue mich nicht…
Hallo Sternschnuppe!
Ich hatte mit 21 auch viele Tiefs.
Täglich allerdings ist dies ja dann doch wahnsinnig
quälend. Du hast ein gesundes Selbstempfinden, wenn
Du nicht willst, dauernd davon beeinträchtigt zu sein!
Gratulation!
Also: professionelle Hilfe ist angesagt!
Die Profis können das für die eigene Seele sortieren helfen, eine Vogelschau machen, für die man selbst
meist überfordert ist.
Es gibt in jeder nicht wahnsinnig kleinen Stadt eine
Möglichkeit, ein Gespräch mit staatlich finanzierten
Anlaufstellen zu führen.
„Psychologischer Notdienst“ / „Kummernummer“ / „Hilfsstelle für Jugendliche in Not“ und in ähnlichen Wortlauten. Vielleicht googeln für Deine Region.
GAANZ wichtig:
Die Selbsterkenntnis, daß Depressionen haben eine Sache ist, die Hilfe VERDIENT. Es ist völlig ok, Schwächen
im Leben zu zeigen und zu sagen:
Hier komm ich nicht weiter, um meiner Seele Willen brauch ich Support!
Schwäche zeigen zu können heißt STARK zu sein!
Ich kann mir immer noch ins Auge schauen, wenn ich
deklariere: ich bin bedürftig für Hilfe!
Das ist das, was die meisten abhält, sich welche zu holen, war für mich auch ein Sprung.
Hat man den mal gemacht, versteht man gar nicht mehr,
was daran so schwierig war.
Wenn der Hausarzt nicht vertrauenswürdig ist,
(der kann auch unkompetent reagieren und alles runterspielen
- stehst wieder da und keiner hilft Dir! -), suche Dir im Sinne oben erwähnter Stellen eine vorübergehende Hilfe.
In diesem Zusammenhang wird zu klären sein, ob eine kurze Begleitung reicht, oder eine intensivere Sinn bringt!
Jedes starke Unternehmen holt sich Hilfe in Form von Beratern, warum nicht also auch Du?!
Viel Glück!
(„Du schaffst das!“)
Wolf-Christoph Müller aus Wien.
das ist so freundlich von ihnen,mir mut zuzusprechen-genau das ist es-dass die ärzte es vielleicht runterspielen-diese täglichen tiefs habe ich seit ca.7 jahren täglich,nur unterschiedlich stark…
genauer gesagt schwanke ich zwischen extremer euphorie und trauer…
eine nervige frage habe ich noch-wie kann man sowas denn behandeln?ich arbeite als pta in der apotheke und bekomme täglich rezepte über stimmungsaufhellende medikamente-sowas bräuchte ich…
es tut gut so etwas von einem erwachsenen zu hören-meine eltern sind da ganz anders-wir kinder müssen sie erziehen…liebe grüße und danke
es gibt überhaupt keinen grund, dass dir etwas peinlich ist! ob du wirklich depressionen hast, weiß ich natürlich nicht, sieht aber auch für mich als nicht-mediziner so aus, aber dass du dringenst zu einem arzt gehen solltest, ist sicher!!! mittlerweile weiß man, dass patienten, die an depressionen leiden, ein bestimmter stoff im gehirn fehlt. der wird durch entsprechende tabletten zugeführt und dadurch kann man ein normales leben führen…! (manchmal müssen verschiedene medikamente ausprobiert werden, bis man das richtige findet). das alles kann und sollte nur ein arzt entscheiden. wenn du nicht zu deiner ärztin gehen willst, such dir doch einen neuen arzt aus, der dich nicht kennt, obwohl du keinen grund hast, nicht mit deiner ärztin zu sprechen. sie wird verständnis haben und sehen, dass du behandelt werden mußt, egal wie alt oder jung du bist. ich finde es sehr schade, dass du dich schon solange quälst, obwohl dir geholfen werden kann, aber dazu mußt du offen und ehrlich sein!
trau dich und du wirst sehen, dass dir geholfen wird und du dann endlich dein leben genießen kannst…!!! alles liebe und gute für deine zukunft
liebe grüsse, rolf schoenrock, kummernummer. de
es gibt überhaupt keinen grund, dass dir etwas peinlich ist! ob du wirklich depressionen hast, weiß ich natürlich nicht, sieht aber auch für mich als nicht-mediziner so aus, aber dass du dringenst zu einem arzt gehen solltest, ist sicher!!! mittlerweile weiß man, dass patienten, die an depressionen leiden, ein bestimmter stoff im gehirn fehlt. der wird durch entsprechende tabletten zugeführt und dadurch kann man ein normales leben führen…! (manchmal müssen verschiedene medikamente ausprobiert werden, bis man das richtige findet). das alles kann und sollte nur ein arzt entscheiden. wenn du nicht zu deiner ärztin gehen willst, such dir doch einen neuen arzt aus, der dich nicht kennt, obwohl du keinen grund hast, nicht mit deiner ärztin zu sprechen. sie wird verständnis haben und sehen, dass du behandelt werden mußt, egal wie alt oder jung du bist. ich finde es sehr schade, dass du dich schon solange quälst, obwohl dir geholfen werden kann, aber dazu mußt du offen und ehrlich sein!
trau dich und du wirst sehen, dass dir geholfen wird und du dann endlich dein leben genießen kannst…!!! alles liebe und gute für deine zukunft
liebe grüsse, rolf schoenrock, kummernummer. de
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vielen dank…ich weiss-werde mir das überlegen,wenn es mir etwas besser geht-finde ich die idee plötzlich so absurd-ich versuche es erst mit homöopathie…natrium chloratum soll helfen(obwohl ich bezweifle dass eine nano-menge kochsalz was großes bewirkt)aber ich versuche es…es wäre schön,diese gefühle endlich los zu werden lg
gut! viel glück!
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Hallo Sternschnuppe.
Himmelhochjauchzend-ZuTodebetrübt…
Das ist eine spezielle Form von Depression.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Ausdruck „manisch-depressiv“ hier passt.
Bei psychischen Beschwerden geht es oft um „Emotionsverkehrsstau“ in der Seele.
Die Gründe können weit in der Vergangenheit angesiedelt sein.
Erst über Jahre baut sich dann ein kleiner Verkehrskollaps zusammen.
Im therapeutischen Gespräch hangelt man sich dann an allen Verkehrsschlangen entlang und will herausfinden, wo der Ursprung für das große unrunde Verkehrsaufkommen ist. Meist geht ein Entbergen der Nöte, die in Seelenkäfigen wie gefangene Tiere hinter den Gitterstäben hin- und herlaufen, indem man sie im gemeinsamen Gespräch ortet und verbal besucht.
Als wenn man einen Stein hochhebt und die gefangenen Schlangen darunter sehen das Licht und eine Möglichkeit, sich im Sonnenlicht zu verkriechen.
Dann ist der Platz spannungsfrei geworden.
Kein Motor mehr für seelische Stellvertreterkriege an der Jetzt-Alltagsfront.
Wie schnell und wie gründlich alle Steine gefunden und hochgehoben werden können, hängt vom Scout (Therapeut) ab, ob er gut Deine seelischen Fährten lesen kann und vom Gewicht der Steine. Manche können nur manche hochheben, manche sind einfach sehr schwer.
Hier kommen wir zu den Medikamenten.
Üblicherweise ist allein der Start einer therapeutischen Begleitung schon für´s subjektive Empfinden eine Labsaal („ich bin so froh, daß ich nicht mehr mit meiner Verzweiflung allein sein muß, ich habe jetzt ein Beiboot - puh!“).
Es kann auch sein, daß viele sehr schwere Steine existieren und das Aufheben sehr langsam in die Wege kommt, vulgo: die Depression sitzt sehr fest.
Dann kann einen trotz der persönlichen Erfahrung der therapeutischen Begleitung der ganze bekannte Symptom-Komplex noch ordentlich weiterbeuteln, die momentane Linderung ist (noch) marginal.
DANN kann es helfen, sich die Symtome mit Medikamenten vom Hals zu schaffen.
Es sind (lindernde) Krücken für die Heilung eines seelischen Beinbruchs. Den die Krücken allein nicht heilen können.
Aber es kann eben auch sein, daß der Beinbruch nur ganz langsam in der Heilung fortschreitet und die Krücken gegen die „täglichen Schmerzen“ schon viel tun, damit man den Tag überhaupt bewältigen kann.
Ich würde Medikamnete in Betracht ziehen, wenn eine Therapie gefunden und begonnen werden konnte.
Hier gilt übrigens: ordentliche Therapeuten (oder wäre eine Therapeutin Dir angenehmer? - vorher selbst überlegen!- ) geben eine Gratis-(Halbe-)Stunde.
Damit können beide einen Eindruck vom anderen bekommen und sich überlegen, ob sie als Team gut miteinander den Weg gehen können (" ob das matching passt!").
Also, wenn man den Eindruck hat, er/sie ist mir nicht so sympatisch - nicht rumquälen, tel. absagen und auf zur Suche eines nächsten Startgespräches.
Therapeuten, die gut helfen, kriegt man kaum, ohne daß sie normal zu bezahlen sind, wie Ärzte auch.
Bei entsprechendem Erscheinungsbild eines Patienten kann ein Arzt eine Gesprächstherapie allerdings verschreiben bzw. dafür zumindest einen Kostenteil die Kasse übernehmnen lassen.
Vielleicht mal zu einem anderen Arzt gehen und einfach drüber informieren?!
Medikamente würde ich gleich nur dann nehmen, wenn ich den Zustand ansonsten überhaupt nicht ertragen kann. Was ja durchaus bei Dir sein könnte. Das kannst Du selbst entscheiden.
Vielleicht könnte meine Bildersprache die Dinge etwas verdeutlichen.
Falls noch ein Aspekt auftaucht, kannst Du Dich nochmal melden.
Sollte es über dieses Forum zum Kommunikationsstau kommen, biete ich auch meine reguläre Mailadresse an:
[email protected] .
Dann viel Glück!
Wolf-Christoph Müller
das werde ich…nun klingt alles so nah,wenn man sich schon einen ratschlag holt-dann denkt man sich-ob der zustand wirklich so schimm ist,um einen arzt um einen termin zu bitten…
ich kenne auch jetzt schon viele"ursachen"die ich täglich vor er nase habe und meine situation ist auch nicht grade normal oder leicht…ich stecke zusätlich in der klemme…bin gefangen zwischen religiösen eltern und der welt in der ich aufgewachsen bin und richtig sein will lg
Hallo Sternschnuppe.
- Ich würde die Ideen, die ich schrieb, mal ein bischen „setzen“ lassen. Mit der Zeit wird sich eine vernünftige Balance für die nächsten Maßnahmen, die Du setzen kannst und willst, einstellen.
- Oder anders: nicht unwahrscheinlich wird der Zustand dann wieder so „drücken“, daß Du Dir denkst: jetzt will ich doch etwas unternehmen.
- Religiösität leben muß ja nicht heißen, weltliche Hilfe nicht in Anspruch zu nehmen. Anders: willst Du ein guter Gläubiger sein, bist Du das mit Hilfe, seelisch weniger zu leiden, sicherlich noch mehr.
Andererseits ist es auch ein wichtiger emazipatorischer Schritt Richtung Erwachsenwerden, zu sehen, vieviel Maß an Religiosität für Dich authentisch ist.
Das soll sich nicht gegen Religion allgemein wenden!
Viel Glück!
…Bei weiteren Aspekten, die Dir noch einfallen …
Du weißt schon!
ich danke ihnen für ihre hilfe und das interesse…ja,wenn 2 völlig verschiedene welten aufeinander prallen,ist es nicht einfach-aber ich werde es versuchen lg
Es ist wunderlich, wie die Zeit einem helfen kann,
die Dinge besser in Balance zu bekommen.
Unauflösliches wird plötzlich auflösbar.
Eine Nachbarin sagte immer „das wird schon…!“
Wird schon! 
Viel Glück.