Ich habe mich entschieden, im WS 09 ein Psychologiestudium zu beginnen. Mir ist bewusst, dass ich um den bis zu 30% und mehr betragenden Anteil Statistik und Mathe in keinem Fall herumkomme.
Allerdings scheint es mir Unterschiede an den Universitäten zu geben - bei manchen wird das Fach der naturwissenschaftlich-mathematischen Fakultät zugeordnet, bei anderen der geisteswissenschaftlichen.
Kann mir jemand eine Uni empfehlen, bei der der Schwerpunkt vielleicht eher auf den geisteswissenschaftlichen Bereich und die Persönlichkeitspsychologie/Psychotherapie gelegt wird?
Über eine Antwort freue ich mich.
MfG
Laura
P.S.: Wie gesagt, ich bitte davon abzusehen, mich darüber aufklären zu wollen, dass Mathe, Biologie und Physik grundlegende Bestandteile des Studiums sind, um nachher zu empirisch-experimentellem Arbeiten in der Lage zu sein - das ist mir klar!
Moin
In Deutschland kommst du um Mathze / Statistik nicht herum, außerdem ist die sogenannte akademische Psychologie hierzulande ziemlich frei von psychoanalytischen und tiefenpsychologischen Theorien.
In Argentinien Psychologie zu studieren bedeutet Psychoanalyse und Tiefenpsych. zu lernen, hierzulande gibts halt Statistik und Lerntheorie, Verhaltenstherapie, kognitive Verfahren.
Wenn man später therapeutisch arbeiten will, halte ich das Medizinstudium hierzulande für eine geeignetere Basis. Das ist natürlich meine ganz persönliche Erfahrung - andere werden das wahrscheinlich anders sehen.
Gruß,
Branden
Kann mir jemand eine Uni empfehlen, bei der der Schwerpunkt
vielleicht eher auf den geisteswissenschaftlichen Bereich und
die Persönlichkeitspsychologie/Psychotherapie gelegt wird?
Mein Tipp: schau Dir die Studienordnungen der einzelnen Unis genau an. Such nach Stichworten wie „qualitative Methoden“ (NICHT quantitativ!) und Tiefenpsychologie, in der Diagnostik vielleicht auch noch nach persönlichkeitsorientierten Ansätzen. Schau Dir die Websites der einzelnen Lehrstühle an und sieh nach, an welchen Forschungsprojekten die Herrschaften arbeiten.