Psychologiestudium

Hey ihr!

Also, ich werde jetzt in ein paar Wochen endlich meine
Abiturklausuren schreiben, allerdings ist für mich ein Abi von 2,8
oder schlechter realistisch…wie sieht’s denn da mit dem nc beim Psychologiestudium aus? Konnte da leider nichts konkretes zu finden.

Hinzu kommt noch, dass ich nicht so die leuchte in Mathe bin, im Grundkurs hab ich in den letzten 4 Halbjahren 2 Unterkurse eingefahren und die anderen beiden Male nur 5 und 7 Punkte erreicht, aber Mathe ist da wohl recht wichtig, oder?

Kann mir irgendjemand näheres über das Psychologiestudium erzählen?

Liebe Grüße

Hallo,
zum N.C. findest du was in der FAQ:1860
LG Backs

Hallo,
zum N.C. findest du was in der FAQ:1860
LG Backs

Hallo!

Für Psychologie bist Du mit 2,8 jedoch praktisch chancenlos. Die Grenzen lagen in den letzten Jahren maximal bei 2,0 in Saarbrücken. Für die Mehrzahl der Hochschulen ist 1,5-1,8 der Grenzschnitt. Da wäre es SEHR unwahrscheinlich, sollte sich das so extrem ändern. Du solltest Dich also nach Alternativen umsehen.

VG, Stefan

Hola.

Ein wenig kann ich berichten, weil ich kürzlich einem Psychologiestudent Mathenachhilfe gab.

allerdings ist für mich ein Abi von 2,8
oder schlechter realistisch…

Hmm. Der letzte allgemeinbildende Abschluß Deines Lebens und dann eine 3?

Nunja, ändern kannst Du daran sowieso kaum noch etwas - konzentriere Dich auf die Prüfungen, hol alles raus. Jeder Notenpunkt zählt.

Ich könnte eine Tabelle beisteuern, mit der Du ein bißchen Herumrechnen kannst, wie die Prüfungsnoten die Durchschnittsnote beeinflussen. Das hilft ungemein, um sich noch realistische Ziele setzen zu können. Anders gesagt, zu wissen, was „abgeht“.

Zur Mathematik.
Ich habe mich im Vorfeld natürlich auch erkundigt, was ich mit demjenigen durchzunehmen hatte. Folgendes wurde mir mitgeteilt:

1. Mengen
Zahlenbereiche, Teilmenge, Durchschnittsmenge, Potenzmenge, Gesetze (assoziatives, kommutatives, distributives), DE MORGANsche Theoreme

2. Relationen
Ordnungsrelationen, Reflexivität, Transitivität, Äquivalenzrelationen,
Äquivalenzklassen, Relationsgraph, -tabelle, -diagramm, Symmetrie, Antisymmetrie, lineare Ordnung

3. Abbildungen, Funktionen, Mächtigkeit
Urbild, Bildmenge, Funktionsdiagramm, Surjektivität, Injektivität, Bijektivität, Umkehrabbildung, Funktionsbegriff, Bedingungen für Abbildung = Funktion, Abbildungskomposition, Mächtigkeit

4. Kombinatorik
Fakultät, Permutation, Kombination, Variation, SIMPSONsches Phänomen

5. Logik
Aussagen, Aussageverbindungen, Wahrheitsgehalt, Junktoren, BOOLEsche Algebra und BOOLEscher Funktionsbegriff, Rechenvorschriften der BOOLEschen Algebra*** (Neurale Elemente, Dominanz, Neutralität, Doppelte Negation, Idempotenz, Komplement, Absorption, Nichtorthogonale Minimierung, Kommutativität, Assoziativität, Distributivität jeweils 1. und 2. Form, Reduktion, Faktorisierung, Consensus und SHANNONsche Entwicklungssätze),
Tautologien, Kettenschluß, Abtrennungsregel

*** von mir auf Vollständigkeit ergänzt, in der Vorlesung kam es arg dünn

6. Distanz, Summen, Vektoren, Matrizen, Gleichungssysteme
Summenzeichen, Dreiecksungleichung, EUKLIDischer Abstand im R2, R3, Rn, Manhattanmetrik, Maximummetrik, individual scale, joint scale, Matrizenbegriff, Matrizenmultiplikation, Potenz einer Matrix, Anwendungen der Matrizenalgebra

7. Graphentheorie
Begriff des Graphen, Knoten, Kanten, ungerichteter Graph, gerichteter Graph, Darstellung von Graphen, Weg, Zyklus, Kreis, Begriffe des Multi- und Hypergraphen, Bedeutung und Anwendung der Graphentheorie

8. Infinitesimalrechnung
Grenzwertbegriff, Begriff der Ableitung, Differentiale, Stetigkeit, Differenzierbarkeit, Differentiation und Differentiationsregeln, Klassifikation von Unstetigkeitsstellen, Kurvendiskussion, Extremwertaufgaben, Prinzip von CAVALIERI an Hand des berühmten Münzenbeispiels***, unbestimmtes Integral und Stammfunktion, bestimmtes Integral, Anwendungen der Integralrechnung (Flächenberechnung, Oberflächenberechnungen, Volumenberechnungen, Rotationskörper, numerische Integration)

***zum Verständnis in der Nachhilfe von mir ergänzt, kam in der Vorlesung nicht

Eine unglaubliche Stoffdichte, die in einem mörderischen Tempo und mit einem hohen Arbeitsrhythmus (zuhause) für die Studenten durchgepreßt wurde. Doch auch hier gilt: Das dort oben ist nur Orientierung - nimm Dir Studienordnungen zur Hand und informiere Dich *konkret* über Gepflogenheiten *konkreter* Universitäten. Es ist nunmal so, daß es überall anders gemacht wird. Allgemeine Aussagen helfen im Zweifel nicht weiter. Werde aktiv, sonst kämpfst Du gegen eine böse Überraschung nach der anderen.

wie sieht’s denn da mit dem nc
beim Psychologiestudium aus?

Ein NC ist keine stabile Größe. Er gibt lediglich an, welches schlechteste Abitur noch zugelassen worden ist in der letzen Immatrikulationsperiode. Konkret informieren! Recherche! Anfragen bei Unis!

Zum Rest Deiner Fragen können andere wesentlich besser weiterhelfen. :smile:

MfG

Hallo!

Ein NC ist keine stabile Größe. Er gibt lediglich an, welches
schlechteste Abitur noch zugelassen worden ist in der letzen
Immatrikulationsperiode. Konkret informieren! Recherche!
Anfragen bei Unis!

Da Psychologiestudienplätze von der ZVS vergeben werden, sind die Informationen dort sehr leicht und recht vollständig einsehbar.

VG, Stefan

3 „Gefällt mir“

Hallo,

tatsächlich dürfte das mit 2,8 erstmal düster aussehen.

Ich bin vor zwei Jahren mit 2,0 irgendwann nach Semesterbeginn noch nachgerückt, an eine Uni (vergessen welche) an die ich jedenfalls nicht wollte. Ob’s Saarbrücken war oder sowas ähnliches…weiß nicht.
Jedenfalls, viel drunter sollte das Abi wohl nicht sein, vor allem, wenn du irgendwie ortsgebunden bist oder eine Wunschuni hast.

Aaber: Was ist mit Wartesemestern? FSJ in irgendeiner psychologischen Einrichtung? Und ein bißchen jobben (studieren ist teuer…) Wenn du vier WS hast, dürfte das schon wieder anders aussehen.

Übers Studium weiß ich nichts, weil ich dann doch verzichtet habe, aber als ich mich darüber schlau gemacht habe, fiel mir auf, dass es große Unterschiede in der Ausrichtung der Studiengänge gibt. Je nach Uni ist deutlich mehr Naturwissenschaftliches drin oder das Fach ist mehr gesellschaftswissenschaftlich ausgerichtet.

Vielleicht ist es aufschlussreich, welcher Fakultät es jeweils zugeordnet ist, aber besonders informiert bin ich wie gesagt auch nicht.

Grüße
Sonja

Aaber: Was ist mit Wartesemestern? FSJ in irgendeiner
psychologischen Einrichtung? Und ein bißchen jobben (studieren
ist teuer…) Wenn du vier WS hast, dürfte das schon wieder
anders aussehen.

Also ich kann hier nur was zur Uni Jena sagen und dem letzten Wintersemester (06/07), da ging es bei 7 Wartesemestern los (Schnitt 2,4) … Allerdings ist Jena wohl auch eine relativ beliebte Uni.
Was für andere Unis gilt, weiß ich leider nicht.

Thorid

Moin.

Das zu Studienplatz: mit 2,8 erst einmal völlig aussichtslos.
Wartezeit: schwer zu sagen: mindestens drei, vielleicht vier oder fünf Jahre.
Tipp: erkundige Dich nach dem besten Studienberater, auch wenn´s weit weg ist, fahre hin und lass Dich über einen Quereinstieg beraten – arbeitsintensiv aber erfolgversprechend.

Inhaltlich: Mathekenntnisse sind zwar gut, aber die Methodenlehre (inklusive Statistik) ist was anderes – vor allem, weil Du vermutlich motivierter bist, weil Du merkst, dass Du das zum Studium einfach brauchst. Auch hier, such Dir den besten Berater.
Übrigens: Einige Unis werden ihre Zulassungen in naher Zukunft änder, verfolge das.

Grüße vom Vieux