gibt es in der Psychologie Überlegungen zum Thema „Architektur des Gehirns bzw. des Bewustseins“?
Es geht mir nicht um Zuständigkeit verschiedener Gehirnregionen sondern ein Versuch die menschliche psyche ähnlich wie eine Softwarearchitektur zu modellieren.
Da gibts viele Möglichkeiten
Hi
Es gibt anatomisch beschriebene Areale, die bestimmten Funktionen zuzurechnen sind. Bei Frontalhirn-Verletzungen sind die Menschen häufig enthemmter als sie zuvor waren.
Es gibt auch die beiden Topologien von Freud, zuerst die Unterteilung Bewusstes - Unbewusstes, später dann seine Dreier-Konstellation Ich, es, Über-Ich.
Und natürlich gibt es auch diese sehr witzige Einteilung, in der man sieht, dass bei Männern das halbe Gehirn mit Sex und Autos voll ist und bei Frauen mit Schuhen und Handtaschen.
Gruß,
Branden
Es geht mir nicht um Zuständigkeit verschiedener
Gehirnregionen sondern ein Versuch die menschliche psyche
ähnlich wie eine Softwarearchitektur zu modellieren.
ja, solche Modelle gibt es schon lange. Sie wurden zuerst während der Entstehung des Kognitivismus in den 1950er Jahren entwickelt. Eines der ersten Modelle ist das von Broadbent.
der versuch, die funktionen des gehirns mit einer komplexen rechenweise einer software zu modellieren, wird bei den neurobiologen und hirnforschern zunehmend aufgegeben (vgl. hüther, gerald: bedienungsanleitung für ein menschliches gehirn). man merkt, dass die natur ein nicht mit programmen und noch weniger mit einzelnen lokalen zuordnungen von hirnfunktionsbereichen zu vergleichendes organ bereitgestellt hat. allein der versuch, dies in einem internetforum kurz nachzufragen, ermöglicht kein nur annäherndes verständnis des gehirns, dazu muss man viel lesen, meine ich, z,b. hier:
sagen kann ich dir, dass die rein biologischen modelle immer mehr in den hintergrund treten und eine modellvorstellung von funktionsweisen in den vordergrund kommt, die im rahmen der psychoanalyse verständlich werden. niemand hat bisher ein atom gesehen, man musste in der physik vorstellungen von atom-modellen entwerfen, damit man wissenschaftlich nachweisbare erkenntnisse gewinnen konnte.