Psychologische Hilfe beim Abnehmen

Hallo Ihr Wissenden!

Meine Tochter speckt ab (zehn Kilos sind schon weg). Nun hat sie eine ganz tolle Hose gesehen (die ihr jetzt noch nicht passt!), die sie kaufen möchte - um für die restlichen sieben Kilos einen (zusätzlichen) Ansporn zu haben.

Taugt dies als Motivation? Oder ist das dann am Ende hinausgeschmissenes Geld, wenn sie nach beispielsweise drei weiteren Kilos schlapp macht und nichts mehr geht?

Soll ich auf’s Geratewohl sagen: Kauf die Hose, Du schaffst es! Oder soll sie abwarten, ob sie ihr Traumziel (BMI 20,7) auch wirklich erreichen kann? Mit nur vier Kilo mehr (BMI 22,3) würde sie die Hose wahrscheinlich nicht zukriegen!
Andererseits könnte dieses begehrte Kleidungsstück natürlich der Ansporn sein, nicht nur noch drei sondern alle vorgenommenen sieben Kilos loszuwerden, weil sie sie ja jetzt schon hat und es ewig schade um das Geld wäre …

Hin- und hergerissene Grüße

Hanna

Hallo,

das kommt auf Deine Tochter an - je nachdem wie leicht sie zu motivieren ist und welchen Stellenwert Kleidung bei ihr hat.

Bei mir wirkt das in keinster Weise :wink:, denn ich bin schwer zu motivieren und Kleidung kommt bei mir gleich hinter Kernphysik.

Gruß & daumendrück,

Myriam

Huhu!

Bei mir wirkt das in keinster Weise :wink:, denn ich bin schwer
zu motivieren und Kleidung kommt bei mir gleich hinter
Kernphysik.

Das hast du toll gesagt! :smile:
Ich kann mich da ziemlich anschließen!

Obwohl bei mir im Moment doch tatsächlich Kleidung (okay, EIN
bestimmtes Kleidungsstück *g*) einen Hauptteil der Motivation liefert.

Hanna, ich persönlich glaube nicht, dass eine dusslige Hose (sorry) die
Motivation bringt. Entweder man will oder nicht. Und eine Hose ist halt nur
eine Hose. Für mich zumindest.

Ich würde eher einen Einkaufsbummel als Belohnung vorschlagen, wenn sie ihr
Ziel erreicht hat. Da findet sich sicherlich auch etwas ganz tolles! :smile:

Bye, Vanessa

Hallo Vanessa!

Hanna, ich persönlich glaube nicht, dass eine dusslige Hose
(sorry) die
Motivation bringt. Entweder man will oder nicht.

Der Wille ist ja bewiesen. Von allein rinnen nicht 10 Kilos einfach so hinunter. Es geht jetzt um den letzen Kick. Wenn es dann hart auf hart geht, wenn man sich jede 100 g mühsam erarbeiten muss und wochenlang nichts zu gehen scheint: Dann ist man leichter bereit, sich mit dem Zustand abzufinden, zudem sie ja mit beispielsweise 57 kg bei 1,60 m nicht mehr wirklich fett wäre.

Und eine Hose ist halt nur
eine Hose. Für mich zumindest.

Das ist ja nicht irgendeine Hose, sondern eine tolle, eine schöne, eine so richtig zum Angeben!

Ich würde eher einen Einkaufsbummel als Belohnung vorschlagen,
wenn sie ihr
Ziel erreicht hat. Da findet sich sicherlich auch etwas ganz
tolles! :smile:

Und wer soll das bezahlen? Ich? Ich bin pleite! Sie? Sie kann, wenn sie will, auch mit 57 kg einen Einkaufsbummel machen.
Wo ist also der Witz an diesem Belohnungseinkaufsbummel? *aufderleitungsteh*

Hanna

Huhu Hanna!

Mit dem Posting hast du dir doch im Grunde schon die für euch scheinbar
richtige Antwort gegeben: kauft die Hose! :smile:

Du glaubst dran; wenn deine Tochter das auch tut, sollte es ja funktionieren!

-)

Wie sieht denn so eine ‚endgeile‘ Hose aus? Vielleicht sollte ich mir auch eine
kaufen?
Ich bin modisch so wenig auf dem Laufenden :wink:

Bye, Vanessa

Hallo Vanessa!

Mit dem Posting hast du dir doch im Grunde schon die für euch
scheinbar
richtige Antwort gegeben: kauft die Hose! :smile:

Hab ich das? Ich hab gedacht, beide Waagschalen (also Pro und Kontra) gleich schwer befüllt zu haben.

Du glaubst dran; wenn deine Tochter das auch tut, sollte es ja
funktionieren!

-)

Na gut, dann werde ich sie unterstützen, wenns schwierig wird!

Wie sieht denn so eine ‚endgeile‘ Hose aus? Vielleicht sollte
ich mir auch eine
kaufen?
Ich bin modisch so wenig auf dem Laufenden :wink:

Ich hab sie nicht gesehen, nur das Töchterchen schwärmt :wink:))

Hanna

Hallo Hanna,

richtige Antwort gegeben: kauft die Hose! :smile:

Hab ich das? Ich hab gedacht, beide Waagschalen (also Pro und
Kontra) gleich schwer befüllt zu haben.

Ich hab sie nicht gesehen, nur das Töchterchen schwärmt :wink:))

Also ich bin jetzt mal böse, Töchterchen nimmt ab und bekommt die Hose - toll. 6 Monate später, die Hose wird langsam öde, was nu? Mist im Laden hängt so eine schöne neue Hose, frustriert Schoki mapf, Klick Mami kauft mir eine Hose wenn ich abnehme, also weiter Schoki mapf und dann wieder abnehm - alternativ wäre auch ein Ausflug Richtung Magersucht denkbar!! Sorry, aber ich sehe das als Einstieg in einen Teufelskreis.

Gruss Jan

Hallo Jan!

Also ich bin jetzt mal böse, Töchterchen nimmt ab und bekommt
die Hose - toll. 6 Monate später, die Hose wird langsam öde,
was nu? Mist im Laden hängt so eine schöne neue Hose,
frustriert Schoki mapf, Klick Mami kauft mir eine Hose wenn
ich abnehme, also weiter Schoki mapf und dann wieder abnehm -

Also ganz so ist es nicht, denn die Hose kauft sie von ihrem eigenen Geld (hab ich im Ausgangsposting laut und deutlich geschrieben).
Die Frage ist halt nur: Hilft es als Motivation, wenn sie die Hose im Kasten liegen hat („Jetzt hab ich so viel Geld für die Hose ausgegeben, wär doch dumm, so kurz vor dem Ziel aufzugeben, dann wär das Geld ja rausgeschmissen!“)

alternativ wäre auch ein Ausflug Richtung Magersucht denkbar!!

Aber wieso das denn jetzt? Wie kommst Du auf diese Idee? Da würde ihr die teure Hose ja wieder nicht passen!

Sorry, aber ich sehe das als Einstieg in einen Teufelskreis.

Du musst Dich ein wenig mehr auslassen zu dem Thema. Noch begreif ich nicht, was Du mir sagen willst.

Hanna

Hallo Hanna!

Also ganz so ist es nicht, denn die Hose kauft sie von ihrem
eigenen Geld (hab ich im Ausgangsposting laut und deutlich
geschrieben).

Wo genau? Da steht nur Tochter will Hose kaufen.

Die Frage ist halt nur: Hilft es als Motivation, wenn sie die
Hose im Kasten liegen hat („Jetzt hab ich so viel Geld für die
Hose ausgegeben, wär doch dumm, so kurz vor dem Ziel
aufzugeben, dann wär das Geld ja rausgeschmissen!“)

Nö, es demotiviert nur noch mehr wenn sie es nicht schafft oder nur noch 2cm Umfang zu viel sind und wochenlang nichts mehr vorwärts geht, ich hab auch solche Hosen rumliegen. Das nächste Problem, wird ihr die Hose auch noch dann gefallen wenn sie abgenommen hat? Mode kann sich ja schnell ändern und für 7 Kilo rechne ich mal mutige 2-3 Monate. Die Frage ist ja auch ob sie dann wirklich da abnimmt wo sie es sich wünscht, mit Sport kann man relativ schnell viel an Umfang verlieren. Weiss nicht ob sie da was macht. Jeden Tag 10km Radfahren oder so können Wunder wirken. Dann wiegt sie vielleicht immer noch 6 kg zuviel aber die Hosen passen.

Sorry, aber ich sehe das als Einstieg in einen Teufelskreis.

Du musst Dich ein wenig mehr auslassen zu dem Thema. Noch
begreif ich nicht, was Du mir sagen willst.

Essen sollte grundsätzlich nicht mit Belohnung oder Bestrafung verbunden werden, das ist ja gerade der Punkt bei Eßstörungen. Irgendwann verselbständigt sich das dann und es kommt zu Magersucht oder dem Gegenteil.

Gruss Jan

Hallo Jan!

Also ganz so ist es nicht, denn die Hose kauft sie von ihrem
eigenen Geld (hab ich im Ausgangsposting laut und deutlich
geschrieben).

Wo genau? Da steht nur Tochter will Hose kaufen.

Jaja, aber Du hast geantwortet: „Klick Mami kauft mir eine Hose wenn ich abnehme“, und daraus hab ich geschlossen, Du wollest mich davor warnen, dass ich mein Töchterchen in einen Jojo-Gewichtswechsel „dränge“, indem ich ihr nach jedem Erfolg tolle neue Klamotten finanziere.

Die Frage ist halt nur: Hilft es als Motivation, wenn sie die
Hose im Kasten liegen hat („Jetzt hab ich so viel Geld für die
Hose ausgegeben, wär doch dumm, so kurz vor dem Ziel
aufzugeben, dann wär das Geld ja rausgeschmissen!“)

Nö, es demotiviert nur noch mehr wenn sie es nicht schafft
oder nur noch 2cm Umfang zu viel sind und wochenlang nichts
mehr vorwärts geht

Ja, genau das war meine Befürchtung!!! Deshalb hab ich hier nachgefragt!

ich hab auch solche Hosen rumliegen

Das ist ein Erfahrungswert, der mir bei der Entscheidung sehr hilft.

Das
nächste Problem, wird ihr die Hose auch noch dann gefallen
wenn sie abgenommen hat? Mode kann sich ja schnell ändern und
für 7 Kilo rechne ich mal mutige 2-3 Monate.

Zwei, drei Monate halte ich für einen modemäßig überschaubaren Zeitrahmen.

Essen sollte grundsätzlich nicht mit Belohnung oder Bestrafung
verbunden werden, das ist ja gerade der Punkt bei Eßstörungen.
Irgendwann verselbständigt sich das dann und es kommt zu
Magersucht oder dem Gegenteil.

Aber um abzunehmen braucht man doch eine Motivation!
Man kann abnehmen, um sich körperlich wohler zu fühlen, sich seelisch wohler (weil attraktiver) zu fühlen oder um für die Gesundheit etwas zu tun.
Immer hat man ein Ziel vor den Augen, das einen für die Strapazen belohnt. Gerade mal die Magersüchtigen machen es aus reiner Freude an der Askese!

Darf ich Dich mal ganz indiskret fragen: Warum versuchst Du (oder hast Du zumindest versucht) abzunehmen? Du musst doch auch eine Motivation, ein Ziel, eine Belohnung vor Augen (gehabt) haben!

Hanna

Hallo Hanna!

Man kann abnehmen, um sich körperlich wohler zu fühlen,

Das ist ok.

sich
seelisch wohler (weil attraktiver) zu fühlen

Nein, das halte ich für einen falschen Ansatz - Attraktivität hat für mich nichts mit dem Gewicht zu tun.

oder um für die Gesundheit etwas zu tun.

Ja, wobei erfolgreich abnehmen nicht unbedingt gut für die Gesundheit sein muss.

Immer hat man ein Ziel vor den Augen, das einen für die
Strapazen belohnt.

Nein beim langfristigen Abnehmen und dem anschliessenden Gewicht halten, ist der Weg das Ziel. Wenn ich Strapazen auszuhalten habe, läuft was schief und die Gefahr eines Rückfalles ist gross. Das Gefühl meine Ernährung langsam in den Griff zu bekommen ist doch Motivation.

Darf ich Dich mal ganz indiskret fragen: Warum versuchst Du
(oder hast Du zumindest versucht) abzunehmen? Du musst doch
auch eine Motivation, ein Ziel, eine Belohnung vor Augen
(gehabt) haben!

Am Anfang war es für mich auch Motivation Attraktiver zu sein, aber nach dem ich einen Rückfall hatte und wieder 30 Kilo zugenommen habe - hab ich auch gemerkt das ich selbst auch so alles machen kann und es einfach nur die innere Ausstrahlung ist - die ja nach aussen leuchtet - die wichtig ist. Jetzt stelle ich langsam wieder meiner Ernährung auf Gesund um, weil ich arge Gesundheitlich Probleme habe - mit Schnarchen, schwitzen … Abgesehen davon spüre ich das mein Körper gerade nicht im Gleichgewicht und mein Wohlfühlgewicht deutlich niedriger ist. Ein anderer Wichtiger Grund ist für mich auch, das ich sehr gern Sport mache - wandern etc. und da stört jedes zusätzlich Kilo sehr stark.

Ich finde es auch schöner nach dem ich abgenommen habe mir schöne Sachen zu kaufen. Das ist dann muss(weil die alten Sachen zu gross sind - was IMHO die Beste Motivation ist) und Belohnung zugleich.

Gruss Jan

Hallo Jan!

Man kann abnehmen, um sich körperlich wohler zu fühlen,

Das ist ok.

sich
seelisch wohler (weil attraktiver) zu fühlen

Nein, das halte ich für einen falschen Ansatz - Attraktivität
hat für mich nichts mit dem Gewicht zu tun.

Für Dich nicht! Aber für manche hat Attraktivität durchaus auch etwas mit einer ästhetischen Figur zu tun.

oder um für die Gesundheit etwas zu tun.

Ja, wobei erfolgreich abnehmen nicht unbedingt gut für die
Gesundheit sein muss.

Erläuterung bitte!

Immer hat man ein Ziel vor den Augen, das einen für die
Strapazen belohnt.

Nein beim langfristigen Abnehmen und dem anschliessenden
Gewicht halten, ist der Weg das Ziel.

Für den Punkt „Ernährungsumstellung“ trifft dies durchaus zu.
Aber: Ein Mensch, der eine Ernährungsumstellung vollzieht, 30 kg abspeckt und sich dann wieder an den Badestrand traut, für den macht es einen Unterschied. Der hat, wenn er seine Zielfigur erreicht hat, tatsächlich ein Ziel erreicht.

Wenn ich Strapazen
auszuhalten habe, läuft was schief und die Gefahr eines
Rückfalles ist gross.

Für alles, was ich tue, stelle ich eine Kosten-Nutzen-Rechnung auf. Wenn ich denke, ich habe mehr davon, eine Tafel Schokolade zu essen als jetzt darauf zu verzichten, dann esse ich sie. Um sie nicht zu essen, brauche ich eine starke Motivation, und das Gefühl, „meine Ernährung in den Griff zu bekommen“, ist keine.

Das Gefühl meine Ernährung langsam in
den Griff zu bekommen ist doch Motivation.

Wie gesagt, das würde mich zum Beispiel überhaupt nicht motivieren.

Am Anfang war es für mich auch Motivation Attraktiver zu sein,
aber nach dem ich einen Rückfall hatte und wieder 30 Kilo
zugenommen habe - hab ich auch gemerkt das ich selbst auch so
alles machen kann und es einfach nur die innere Ausstrahlung
ist - die ja nach aussen leuchtet - die wichtig ist.

Dass die Ausstrahlung wichtig ist, habe ich an einigen Dicken bemerkt. Die haben sich so selbstbewusst dahergeschoben, während ich (nicht ganz so dick wie sie) vor Scham am liebsten versunken wäre.

Jetzt
stelle ich langsam wieder meiner Ernährung auf Gesund um, weil
ich arge Gesundheitlich Probleme habe - mit Schnarchen,
schwitzen … Abgesehen davon spüre ich das mein Körper gerade
nicht im Gleichgewicht und mein Wohlfühlgewicht deutlich
niedriger ist. Ein anderer Wichtiger Grund ist für mich auch,
das ich sehr gern Sport mache - wandern etc. und da stört
jedes zusätzlich Kilo sehr stark.

Ich finde Deine Einstellung gut. Zu oft findet man die Motivation außerhalb der eigenen Person. Von Lady Di wird gesagt, dass sie abgenommen hat, um die Liebe ihres Mannes zu erringen - und als das nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat, hat sie sich in die Bulimie geflüchtet.

Hanna

Hallo Hanna!

oder um für die Gesundheit etwas zu tun.

Ja, wobei erfolgreich abnehmen nicht unbedingt gut für die
Gesundheit sein muss.

Erläuterung bitte!

Im Fettgewebe lagert der Körper einiges an Giften ein, durch das abnehmen werden die wieder in den Körper geschwemmt.

Zitat Udo Pollmer:

Moment – wir hatten gemeint, gerade Fettleibige hätten ein erhöhtes Herzrisiko?

Das stimmt. Aber es steigt noch mehr, wenn sie abnehmen. Ein abgehungerter Dicker ist eben etwas anderes als ein von Natur aus Schlanker – ein abgemagerter Mops rennt ja auch nicht plötzlich wie ein Windhund. Wer Diäten macht, hat ein erhöhtes Herzinfarktrisiko und eine geringere Lebenserwartung. Und zwar unabhängig davon, ob er das tiefere Gewicht hält oder nicht. Die schlimmste Nebenwirkung von Diätkampagnen ist allerdings die Essstörung. Bei Jugendlichen erhöht eine strenge Diät das Risiko, eine Essstörung zu entwickeln, um das Achtzehnfache.
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=9161&Catego…

Immer hat man ein Ziel vor den Augen, das einen für die
Strapazen belohnt.

Nein beim langfristigen Abnehmen und dem anschliessenden
Gewicht halten, ist der Weg das Ziel.

Für den Punkt „Ernährungsumstellung“ trifft dies durchaus zu.
Aber: Ein Mensch, der eine Ernährungsumstellung vollzieht, 30
kg abspeckt und sich dann wieder an den Badestrand traut, für
den macht es einen Unterschied. Der hat, wenn er seine
Zielfigur erreicht hat, tatsächlich ein Ziel erreicht.

Sicher hat er das, nur gerade da wird es kritisch - weil 30 Kilo kann keiner im Kopf verarbeiten. Statt sich über 5 Kilo weniger zu freuen ärgert man sich über die restlichen 25, ich denke nur noch maximal in 5Kilo Schritten und wieviel ich nun gesamt zuviel habe will ich gar nicht wissen - das würde mich erschlagen. Was ganz wichtig ist sich an den Badestrand getrauen mit 30kg weniger ist auch nicht so einfach - überall schlappert unnütze Haut rum.

Wenn ich Strapazen
auszuhalten habe, läuft was schief und die Gefahr eines
Rückfalles ist gross.

Für alles, was ich tue, stelle ich eine Kosten-Nutzen-Rechnung
auf. Wenn ich denke, ich habe mehr davon, eine Tafel
Schokolade zu essen als jetzt darauf zu verzichten, dann esse
ich sie. Um sie nicht zu essen, brauche ich eine starke
Motivation, und das Gefühl, „meine Ernährung in den Griff zu
bekommen“, ist keine.

Doch weil ich dann nicht die ganze Tafel reinspachtel, sondern nur einen Teil - denn aber geniesse und dabei ein gutes Gewissen habe. Ich mache das so, weil ich als Schokoholiker sonst irgendwann unweigerlich einen Fressanfall bekomme. Dafür lass ich eben was anderes weg.

Dass die Ausstrahlung wichtig ist, habe ich an einigen Dicken
bemerkt. Die haben sich so selbstbewusst dahergeschoben,
während ich (nicht ganz so dick wie sie) vor Scham am liebsten
versunken wäre.

Also ich habe dich unter normalgewichtig eingeordnet, als ich dich im Sommer bei Kerbi gesehen habe. Kommt wohl immer auf den Blickwinkel an.

Gruss Jan

Hallo Jan!

Vorausschickend:
Wenn ich hier auch kämpferisch wirke und Du Dich regelrecht auseinander genommen fühlst:
Ich gehe nicht Dir an den Kragen, ich fühle nur den Behauptungen auf den Zahn.
Zu oft wird irgendetwas ungeprüft geglaubt, nur weil es sich zunächst gut anhört. Ich bin als Kind gelehrt worden, ALLES kritisch zu hinterfragen. Das hat zur Folge, dass ich jetzt ein sehr unangenehmer Zeitgenosse bin, und viele Leute fühlen sich von mir persönlich angegriffen. Dabei ist dies gar nicht meine Absicht! Ich habe nichts gegen Dich, ich habe noch nichtmal was gegen die Aussagen, die Du machst. Aber ich kann sie erst übernehmen, wenn ich sie auf Herz und Nieren geprüft habe.
Und das tue ich jetzt:

Im Fettgewebe lagert der Körper einiges an Giften ein, durch
das abnehmen werden die wieder in den Körper geschwemmt.

Wo kommen die Gifte ursprünglich her? Aus der Ernährung? Was machen Schlanke mit dem Gift aus der Ernährung, wo sie doch keine Fettgewebe zum Einlagern haben? In welche Körperteile / Organe werden die Giftstoffe geschwemmt? Richten sie dort mehr Schaden an als im Fettgewebe? Sind Schlanke somit vergifteter als Dicke?

Zitat Udo Pollmer:

Moment – wir hatten gemeint, gerade Fettleibige hätten ein
erhöhtes Herzrisiko?

Das stimmt. Aber es steigt noch mehr, wenn sie abnehmen.

Wodurch?

http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=9161&Catego…

Sehr interessant!

Ein Mensch, der eine Ernährungsumstellung vollzieht, 30
kg abspeckt und sich dann wieder an den Badestrand traut, für
den macht es einen Unterschied. Der hat, wenn er seine
Zielfigur erreicht hat, tatsächlich ein Ziel erreicht.

Sicher hat er das, nur gerade da wird es kritisch - weil 30
Kilo kann keiner im Kopf verarbeiten.

Wo ist das Problem? Die 30 kg plus - hat er die im Kopf verarbeiten können? Wenn ja, warum geht das dann nicht retour? Wenn nein, dann kann er die 30 kg in die Minusrichtung wahrscheinlich sehr leicht verarbeiten!

Statt sich über 5 Kilo
weniger zu freuen ärgert man sich über die restlichen 25, ich
denke nur noch maximal in 5Kilo Schritten und wieviel ich nun
gesamt zuviel habe will ich gar nicht wissen - das würde mich
erschlagen.

Jemand, der 30 kg abnehmen möchte, muss sich Etappenziele stecken. Ansonsten ist es wohl kaum zu schaffen.

Was ganz wichtig ist sich an den Badestrand
getrauen mit 30kg weniger ist auch nicht so einfach - überall
schlappert unnütze Haut rum.

Da hat es die holde Weiblichkeit besser: Sie versteckt den Schlabberbauch in einem Badeanzug.

Wenn ich denke, ich habe mehr davon, eine Tafel
Schokolade zu essen als jetzt darauf zu verzichten, dann esse
ich sie. Um sie nicht zu essen, brauche ich eine starke
Motivation, und das Gefühl, „meine Ernährung in den Griff zu
bekommen“, ist keine.

Doch weil ich dann nicht die ganze Tafel reinspachtel, sondern
nur einen Teil - denn aber geniesse und dabei ein gutes
Gewissen habe.

Du bist eben - im Gegensatz zu mir - ein Ausbund an Selbstdisziplin!
Wenn ich eine Tafel Schokolade anbreche, ist sie in null-komma-nix aufgegessen!

Ich mache das so, weil ich als Schokoholiker
sonst irgendwann unweigerlich einen Fressanfall bekomme.

Den krieg ich mit dem ersten Stückchen. Da gibt es dann kein Halten mehr.

Dafür lass ich eben was anderes weg.

Gemüse? *breitgrins*

Also ich habe dich unter normalgewichtig eingeordnet, als ich
dich im Sommer bei Kerbi gesehen habe. Kommt wohl immer auf
den Blickwinkel an.

Der Arzt hat einen anderen Blickwinkel. Der hat letztens bei der Erstuntersuchung zur stationären Behandlung im Krankenhaus Adipositas diagnostiziert …

Somit fette Grüße

Hanna

Hallo Hanna!

Ich gehe nicht Dir an den Kragen, ich fühle nur den
Behauptungen auf den Zahn.

Das ist auch vollkommen ok, bin da auch nicht anders.

Zu oft wird irgendetwas ungeprüft geglaubt, nur weil es sich
zunächst gut anhört. Ich bin als Kind gelehrt worden, ALLES
kritisch zu hinterfragen. Das hat zur Folge, dass ich jetzt
ein sehr unangenehmer Zeitgenosse bin,

Wenn alle unangenehmen Zeitgenossen so wären wie du, wäre die Welt deutlich besser.

und viele Leute fühlen
sich von mir persönlich angegriffen.

Ich finde deine Art gut.

Und das tue ich jetzt:

Im Fettgewebe lagert der Körper einiges an Giften ein, durch
das abnehmen werden die wieder in den Körper geschwemmt.

Wo kommen die Gifte ursprünglich her? Aus der Ernährung? Was
machen Schlanke mit dem Gift aus der Ernährung, wo sie doch
keine Fettgewebe zum Einlagern haben? In welche Körperteile /
Organe werden die Giftstoffe geschwemmt? Richten sie dort mehr
Schaden an als im Fettgewebe? Sind Schlanke somit vergifteter
als Dicke?

Siehst du das ist eine gute Frage auf die ich die Antwort nicht kenne, denn von der Seite hab ich das noch gar nicht gesehen. Ich weiss nur das es um fettlösliche Stoffe ging, die eingelagert werden und so wie ich es verstanden habe im Fett keinen Schaden anrichten. Aber ich mach mich mal auf die Suche, hab nur im Augenblick wenig Zeit(deswegen dauern meine Antworten auch etwas lange). Wenn ich was finde schicke ich es dir.

Wo ist das Problem? Die 30 kg plus - hat er die im Kopf
verarbeiten können? Wenn ja, warum geht das dann nicht retour?
Wenn nein, dann kann er die 30 kg in die Minusrichtung
wahrscheinlich sehr leicht verarbeiten!

Also ich kann die plus Kilos nur in folgender Art verarbeiten, 30kg zuviel - Frust - Essen um zu vergessen - noch mehr Kilo zuviel - Frust - Essen … Ich meinte mehr das man dann vor einer riesigen Wand steht und das Gefühl hat da nie hoch zu kommen, also in dem Moment wo man erstmal die Kraft sammeln muss um mit dem Abnehmen anzufangen.

Statt sich über 5 Kilo
weniger zu freuen ärgert man sich über die restlichen 25, ich
denke nur noch maximal in 5Kilo Schritten und wieviel ich nun
gesamt zuviel habe will ich gar nicht wissen - das würde mich
erschlagen.

Jemand, der 30 kg abnehmen möchte, muss sich Etappenziele
stecken. Ansonsten ist es wohl kaum zu schaffen.

Genau das meine ich mit im Kopf verarbeiten.

Wenn ich denke, ich habe mehr davon, eine Tafel
Schokolade zu essen als jetzt darauf zu verzichten, dann esse
ich sie. Um sie nicht zu essen, brauche ich eine starke
Motivation, und das Gefühl, „meine Ernährung in den Griff zu
bekommen“, ist keine.

Doch weil ich dann nicht die ganze Tafel reinspachtel, sondern
nur einen Teil - denn aber geniesse und dabei ein gutes
Gewissen habe.

Du bist eben - im Gegensatz zu mir - ein Ausbund an
Selbstdisziplin!
Wenn ich eine Tafel Schokolade anbreche, ist sie in
null-komma-nix aufgegessen!

Genau das ist aber der Punkt, zu lernen die nicht ganz zu verputzen. Aber wenn ständig Schoki rumliegt und das wird sich bei deiner grossen Familie kaum vermeiden lassen, reicht meine Selbstdisziplin auch nicht sehr weit :wink: Gestern hab ich mir Schoki mit 75% Kakao Anteil gekauft, die hilft sehr gut gegen Schokohunger - man muss sie aber mögen.

Der Arzt hat einen anderen Blickwinkel. Der hat letztens bei
der Erstuntersuchung zur stationären Behandlung im Krankenhaus
Adipositas diagnostiziert …

Naja Ärzte, ich hab noch keinen getroffen, der mir wirklich beim Anehmen geholfen hätte. Erst grosse Sprüche reissen und wenn man ihn dann ernst nimmt und nach Hilfe fragt -> Geh zur AOK zwecks Ernährungsberatung - als ob ich das nicht alles schon wüsste was die mir da erzählen …

Somit fette Grüße

Ebenfalls Jan

Hallo Jan!

Ich hatte jetzt ein paar Tage Stress und komme daher erst heute wieder zum Schreiben.

Ich gehe nicht Dir an den Kragen, ich fühle nur den
Behauptungen auf den Zahn.

Das ist auch vollkommen ok, bin da auch nicht anders.

:smile:)) Gut, wenn man in dieser Beziehung auf der selben Wellenlänge schwimmt, da ist dann ein Gedankenaustausch möglich.

Ich habe am Wochenende auf einem wer-weiss-was-Treffen mit Livia geredet. Das erhöhte Herzinfarkt-Risiko sieht sie nur bei Leuten, die mehr als 1 kg pro Woche abnehmen.

Ich meinte mehr das man dann vor
einer riesigen Wand steht und das Gefühl hat da nie hoch zu
kommen, also in dem Moment wo man erstmal die Kraft sammeln
muss um mit dem Abnehmen anzufangen.

Ja, sicher. Aber dieser Schritt ist ja schon getan.

Du bist eben - im Gegensatz zu mir - ein Ausbund an
Selbstdisziplin!
Wenn ich eine Tafel Schokolade anbreche, ist sie in
null-komma-nix aufgegessen!

Genau das ist aber der Punkt, zu lernen die nicht ganz zu
verputzen.

Mit welchen Tricks hast Du das gelernt?

Naja Ärzte, ich hab noch keinen getroffen, der mir wirklich
beim Anehmen geholfen hätte. Erst grosse Sprüche reissen und
wenn man ihn dann ernst nimmt und nach Hilfe fragt -> Geh
zur AOK zwecks Ernährungsberatung - als ob ich das nicht alles
schon wüsste was die mir da erzählen …

Hast Du schon versucht, Dir den nötigen Motivationsschub bei den Weight Watchers zu holen? Am Wissen mangelt es ja nicht, nur an der Durchführung!

Hanna