Psychoprobleme?!

Schonwieder ist die kleine Zartblut am Fragen…

Hallo erstmal.

Ich habe vor kurzem einen Artikel über meine inzwischen zerbrochene Beziehung aufgegeben. Ich muss gestehen, ich habe die neueren Antworten erst jetzt gelesen (nach der Archivierung), weil ich mich eher nicht heran getraut habe. In einer Antwort stand aber, dass in meinem Köpfchen wohl etwas nicht stimmt (nein, es war freundlicher ausgedrückt :wink: ) und ich mich deswegen mal ans Psychologie-Brett wenden sollte.

Undzwar: Es geht darum, dass ich an einer Beziehung klammerte, die eigentlich schon zum Scheitern werdammt war (irgendwie klammere ich mich immernoch daran) und nur noch in Selbstaufgabe meinerseits bestand. Es könnte Gründe dafür geben, die ich allerdings nicht öffentlich machen möchte (jedoch berichten werde, wenn sich jemand dafür interessiert, allerdings nur per Nachricht/E-Mail).
Außerdem ist da noch ein zweites Problem: Seit ich in einer WG wohnte, weg von meinen Eltern, traue ich mich keinen Schritt mehr hinaus, wenn ich in der WG jemanden hineintreten oder, in meiner Noch-Wohnung, jemanden im Treppenhaus höre.

Woran KÖNNTE das liegen? Beim zweiten Problem denke ich ja, dass es was mit meiner früheren Unordentlichkeit zu tun hat, da ich die gemeinsame WG-Küche ziemlich chaotisch hinterlassen hatte, wobei ich anmerken muss, dass ich diejenige war, die (trotzdem) am meisten machte. Wir hatten ein Mädchen dort, die war zwar nicht ganz soviel da wie ich, aber dennoch viel, und sie wusch in den 7 Monaten, die ich dort wohnte, vielleicht 3 oder 4 Mal auf.

Ich hoffe, ich konnte es halbwegs verständlich formulieren…

Danke im Voraus für eure Antworten =)

Hallo Zartblut!

Auch auf die Gefahr, dass jetzt ein verächtliches „Männer!“ kommt, aber ganz ehrlich: auch wenn Sie viel geschrieben haben, so haben Sie eigentlich nicht wirklich etwas gesagt.
Sie müssen wissen, in der Psychologie gibt es verschiedenes, das erklären könnte, warum etwas so ist. Es kann in der Erziehung liegen oder was mit Suggestibilität zu tun haben oder Sie haben eine Beobachtung gemacht, die Sie beeinflußt hat. Oder Sie wollen jemanden aus moralischen Gründen bestrafen etc.pp.
Und um es jetzt noch eine Spur schlimmer zu machen: man kann aus der Ferne noch nicht einmal einen Therapieansatz machen, weil dieser einerseits einen bestimmten Weg gehen muss UND auch noch auf den jeweiligen Menschen angepaßt werden muss.

Im Prinzip kann ich nur ins Blaue hinein raten, muss aber gleich im Vorfeld sagen, dass dies nicht zutreffen muss (kann, aber halt nicht muss). Ich bitte Sie, dass zu beherzigen und mir nicht böse zu sein…

Dass Sie sich an Ihren ehemaligen Partner (oder Partnerin) geklammert haben könnte etwas mit Verlustangst zu tun haben. Ich erlaube mir, Sie zu fragen, ob Sie als Kind zu sehr behütet waren ODER ob Ihnen eher zu viel Negatives widerfahren ist, dass Sie bei anderen Schutz suchten und der ehemalige Partner/Partnerin für Sie der „Bodyguard“ war. Sowohl körperlich, als auch seelisch.

Auch beim zweiten Problem kann ich nur raten: Irgendwie klingt mir das ganze nach Angst vor Konfrontation, Angst, dass jemand Ihnen „wehtun“ kann. Sie haben ja derzeit „keinen Schutz“.
Sie schrieben ja, dass Sie in der WG recht viel machen, so dass die „Unordentlichkeit“ nicht zwangsweise der Grund dafür sein muss (und wie es in Ihrem Raum aussieht, kann den anderen ja vollkommen egal sein…:wink:)
Aber auch zum Thema „Unordentlichkeit“ erlaube ich mir eine Frage: Sind Ihre Eltern sehr ordentlich und haben Ihnen auf irgendeine Art und Weise versucht „aufzudrücken“, dass Sie das auch zu sein haben?

Auch auf die Gefahr, dass Sie mir jetzt die Ohren strubbelig ziehen wollen, aber bei diesen Symptomen kann ich nur empfehlen, zu einem Therapeuten zu gehen. Was Sie schildern, das klingt nach einer so starken Einschränkung der Lebensqualität, dass Sie sich in die Hände eines Profis begeben und eine Therapie anfangen sollten.
Sie haben sich schon hingestellt und Ihre Probleme sehr vielen Menschen hier bei wer-weiss-was geschildert, und Anonymität hin oder her: hier sind alles Menschen.
Das ist ein großer Schritt und ich zolle Ihnen da höchsten Respekt und Achtung. Da sollte der Gang zum Psychologen doch eine Kleinigkeit sein…:wink:

LG
Michael Vogl