Psychose und deren Behandlung

Hallo!

Mein Bruder (16) leidet zurzeit an einer sogenannten Psychose.
Diese war in ihrer akuten Phase so schlimm, dass wir uns nicht anders zu helfen wussten und ihn in die nächste Stadt in eine Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie brachten.

Er bekam dort dann sofort die Medikamente Truxal und Risperdal.
Unser Problem ist nun die Vorgehensweise dieser Anstalt. Wir haben mehrfach darum gebeten, das Medikament Risperdal zumindest herunterzusetzen, da mein Bruder über Nebenwirkungen klagt, wie zum Beispiel starke Sehstörungen. Als Antwort bekamen wir nur, dass diese ja das geringere Übel seien.
Die Medikation liegt nun seit drei Wochen bei 4,5mg pro Tag.

Nachdem es fast drei Wochen gedauert hat, bis uns überhaupt gesagt wurde, dass die Psychose wohl durch eine endogene Depression herbvorgerufen wurde, stehen wir der Sache noch skeptischer gegenüber, da man überall liest, dass dieses Medikament Depessionen eher noch verstärkt.

Insgesamt muss man sagen, dass eine Kooperation mit dieser Klinik sehr schwierig ist, da so gut wie keine Kommunikation vorhanden ist. Auf Nachfragen wird man mit Antworten abgebügelt wie „Wenn Sie mit unserer Arbeit unzufrieden sind, nehmen Sie Ihren Sohn doch wieder.“

Ebenso erscheint uns die Vorgehensweise fraglich, dass er die erste Woche auf dem Flur schlafen musste, oder bei nicht regelkonformen Verhalten für eine Auszeit auf den Flur geschickt wird.

Es geht nicht darum, ihn einfach nach Hause zu bekommen. Dass so eine Krankheit lange Zeit braucht, dass da viel aufgearbeitet werden muss, ist uns mehr als klar.

Aber sollte die Familie nicht zumindest mehr mit eingebunden werden, sollte man auf Nachfragen nicht mehr eingehen?
Und die Frage: Gibt es eine Alternative zu Risperdal oder ab wann sollte man es vielleicht mal mit einer niedrigeren Dosis versuchen?

Vielen Dank für eure Antworten.

Jan Schlößer

Hallo Jan,

es tut mir leid, daß Dein Bruder unter einer Psychose leidet. Gegen psychotische Symptome ist eine medikamentöse Behandlung mit Neuroleptika aber leider i.d.R. notwendig. Ihre schweren Nebenwirkungen sind da tatsächlich sehr oft das kleinere Übel. Mit Risperdal erhält Dein Bruder schon ein im Vergleich zu anderen Neuroleptika nebenwirkungsarmes Medikament. Die Tagesdosis von 4,5 mg liegt außerdem am unteren Rand der üblichen Dosierung.

Grüße,

Oliver Walter
(kein Arzt)

Hallo ihr

Also mein Onkel(29 J.) hatte auch eine Psychose und war in einem sehr schlechten Zustand.Er hatte dann höchst Dosis von meheren Medikamenten bekommen die aber dann wieder langsam runter dosiert wurden.Risperdal hatte er auch bekommen und sagte aber es ginge ihm noch schlechter damit.

Jetzt bekommt er „nur“ noch 1 Medikament Namens „Zyprexa“ mit dem er sehr,sehr gut zurecht kommt…die einzige Nebenwirkung worüber er klagt ist die Gewichtszunahme…aber e geht ihm wieder gut und er ist echt wieder ganz der alte.

Liebe Grüsse vom Zitronenfalter

P.S.Vielleicht gibt es ja noch Alternativen von der Klinik wo sich ihr Sohn zur Zeit befindet…mein Onkel war auch erst in einer anderen Klinik wo aber die Behandlung sehr zu Fragen wünschen übrig lies…in der 2ten Klinik sagten die Ärzte dann das die medikamentöse Behandlung zwar richtig war aber eben vieeel zu niedrig dosiert war.