hallo,
ich hätte mal eine frage:
seit etwa einem jahr bin ich nur noch krank. okay, ich hatte mal pfeiffersches drüsenfieber zu beginn, aber mittlerweile beobachte ich, dass ich jedesmal wenn ich emotionalem stress ausgesetzt bin, innerhalb von stunden eine dicke erkältung bekomme… so die letzten wochen…
anfang dezember stress - krank! dann legte sich dieser, es wurde wieder besser. war wieder fit!
freitag stress - abends wieder schlagartig halsschmerzen, übers WE fieber dazu… krank!
ich dachte immer, psychischer stress würde sich eher auf den magen auswirken oder viell. kopfschmerzen, verspannungen…
meinem magen geht es bestens, obwohl ich grad null hunger habe und vermutlich die letzten 2 wochen das gegessen habe, was ich sonst an 3 tagen konsumiere…
ich habe aber keinen hunger und will mich auch nicht zwingen, zumal ich eh ein paar kilos verlieren dürfte…
also: kann die psyche sich auch in „bakteriellen“ erkrankungen ausdrücken??
hallo sonja,
da deine gesamte aufmerksamkeit dem stress gilt, um diesen zu kompensieren, reagiert dein körper nach geraumer zeit mit schwäche (immunschwäche). er kann nicht mehr und da du dir keine auszeit gönst, gibt er dir eine ( erkältung). durch das pfeiffersche drüsenfieber und den stress danach, hat sich dein organismus noch nicht vollständig regeneriert.
wenn du dir es finanziell leisten kannst, lass dich massieren, nehme davor und/ oder danach ein schönes bad. das aber nicht nur einmalig sondern mindestens 4 mal. es gibt auch mobile masseure, betone das du eine medizinische massage haben möchtest von einem staatl. gepr. med. masseur. was auch gut ist eine entspannung „muskelrelaxation nach jacobsohn“, es wird gerne angenommen. lg konstanze
ich dachte immer, psychischer stress würde sich eher auf den
magen auswirken oder viell. kopfschmerzen, verspannungen…
Der Körper spricht in einer sehr viel reicheren Sprache!
Es schlagen einem eben nicht nur Sachen auf den Magen; manches macht einem Kopfschmerzen oder zerbricht einem den Kopf, manchen Menschen fehlt es an Rückgrat, und du brauchst offensichtlich deine Abwehrkräfte für andere Dinge als Erkältungen.
Da es diesen schönen Ausdruck „sekundärer Krankheitsgewinn“ gibt: Überleg mal, was du für Vorteile hast, wenn du krank wirst.
Anscheinend doch, dass du dich z.B. vom Stress erholen kannst, dein Körper sich ausruhen kann, keiner etwas von dir will.
Wenn sich bei dir was ändern soll, dann achte mehr auf dich!
Beobachte dich und registriere, was du brauchst!
Und reduziere den Stress!
ich hab dadurch GAR keinen vorteil! im gegenteil: ich stresse mich noch mehr, weil ich nicht zur arbeit kann und angst um meinen job habe!
ich hatte im letzten jahr 29 krankheitstage!! und das waren nur die, an denen ich mich nicht halbtot zur arbeit geschleppt habe…
daher verbinde ich kranksein mit einem ungeheuren druck… ich krieg regelrecht panik, wenn der hals kratzt!
im gegenteil: ich stresse
mich noch mehr, weil ich nicht zur arbeit kann und angst um
meinen job habe!
Weil du ja so unglaublich perfekt und unverzichtbar in deinem Job bist?!
ich hatte im letzten jahr 29 krankheitstage!! und das waren
nur die, an denen ich mich nicht halbtot zur arbeit geschleppt
habe…
daher verbinde ich kranksein mit einem ungeheuren druck… ich
krieg regelrecht panik, wenn der hals kratzt!
Wenn du nach meinem dezenten Hinweis nicht erkennen kannst, dass du vom Kranksein zumindest den Vorteil hast, dass dein Körper und deine Seele sich mal ein paar Tage ausruhen können und schützen vor den Anforderungen deines Alltags - dann lügst du dir richtig eins in die Tasche.
Du hast den Kontakt zu deinem Körper und deinen Bedürfnissen verloren. Für dich gibt es offensichtlích nur noch die Anforderungen in deinem Job, die du erfüllen musst.
Dein Perfektionismus macht dich krank.
Wach auf! Hör auf deinen Körper und was er wirklich braucht! Anerkennung im Job jedenfalls nicht. So wirst du nicht gesünder.
im gegenteil: ich stresse
mich noch mehr, weil ich nicht zur arbeit kann und angst um
meinen job habe!
Weil du ja so unglaublich perfekt und unverzichtbar in deinem
Job bist?!
-> nein, eben das ist das problem! ich bin nicht unverzichtbar - JEDER ist ersetzbar und in der aktuellen wirtschaftslage kommt man ganz schnell auf die blacklist, wenn man oft krank ist…
ich hatte im letzten jahr 29 krankheitstage!! und das waren
nur die, an denen ich mich nicht halbtot zur arbeit geschleppt
habe…
daher verbinde ich kranksein mit einem ungeheuren druck… ich
krieg regelrecht panik, wenn der hals kratzt!
Wenn du nach meinem dezenten Hinweis nicht erkennen kannst,
dass du vom Kranksein zumindest den Vorteil hast, dass dein
Körper und deine Seele sich mal ein paar Tage ausruhen können
und schützen vor den Anforderungen deines Alltags - dann lügst
du dir richtig eins in die Tasche.
-> ich glaub, ich bräucht mal mehrere monate pause - aber so einfach geht das eben leider nicht… viell. sollte ich mal yoga oder was in die richtung ausprobieren! hatte gehofft, dass mir der sport einen gewissen ausgleich bringt…
Du hast den Kontakt zu deinem Körper und deinen Bedürfnissen
verloren. Für dich gibt es offensichtlích nur noch die
Anforderungen in deinem Job, die du erfüllen musst.
Dein Perfektionismus macht dich krank.
Wach auf! Hör auf deinen Körper und was er wirklich braucht!
Anerkennung im Job jedenfalls nicht. So wirst du nicht
gesünder.
Aber auf diesem Ohr scheinst du mir taub.
Ich sag nix mehr. Ist alles nur mhO.
LiebeGrüßeChrisTine
-> ich danke dir für deine meinung, und ich bin mir auch bewusst, dass es durch das reine selbst-stressen nicht besser werden wird… aber welcher weg ist mir, meinen verpflichtungen und dem AG gegenüber vertretbar?? heutzutage sollen wir doch alle nur noch funktionieren, und tun wir es nicht, stehen wir auf der straße…
ich bin mir auch
bewusst, dass es durch das reine selbst-stressen nicht besser
werden wird… aber welcher weg ist mir, meinen
verpflichtungen und dem AG gegenüber vertretbar?? heutzutage
sollen wir doch alle nur noch funktionieren, und tun wir es
nicht, stehen wir auf der straße…
Hallo Sonja
Die Gesundheit ist das Kostbarste, dass man hat.
Das Lustige ist doch auch, dass, wenn Du Dir nicht so einen Stress um das Kranksein machen würdest, Du wahrscheinlich gar nicht mehr so häufig krank wärst
In dem Fall muss man also versuchen einen Weg zu finden, den Teufelskreis zu durchbrechen.
Die Gedanken von der Jobsituation (und dem „was wäre wenn…“) auf schöne Dinge zu lenken.
Mir hat geholfen: Alle positiven Dinge, die einem auffallen, in einer Liste festhalten. Die Liste muss regelmäßig erweitert werden.
Und wenn’s mal grad nicht so gut läuft, drauf schauen.
also: kann die psyche sich auch in „bakteriellen“ erkrankungen
ausdrücken??
Ein Dozent von mir an der Uni sprach sogar von „psychosomatischen Fahrradunfällen“, die ein Mitstudent in der Kindheit hatte.
Das Wort „sekundärer Krankheitsgewinn“ schreckt viele Menschen ab - da leidet man gerade wie ein Schwein und dann kommt jemand und erzählt etwas von GEWINN???
Wenn es eine psychosomatische Krankheit ist, dann gibt es aber einen Grund, warum dein Körper das macht. Irgendeinen „tieferen Sinn“ verfolgt er dabei. Den solltesst du versuchen rauszufinden.
Hallo Sonja,
wenn Du Dich in dieses Thema umfassend einarbeiten möchtest, empfehle ich Dir: Torwald Dethlefsen/Rüdiger Dahlke: „Krankheit als Weg - Deutung und Be-Deutung der Krankheitsbilder“.
Dahlke ist der Auffassung, dass Krankheiten entstehen, weil der Mensch Angst davor hat, seine Weltsicht zu verändern, Sichtweisen zuzulassen, die ihn dazu bringen könnten, sein Leben zu ändern. Also wird das Ganze abgewürgt, es sackt ab auf die körperliche Ebene - die „Sollbruchstelle“ hierzu kann bei jedem Menschen woanders liegen.
Schattenarbeit ist angesagt, um das Ganze wieder hochzuholen, ein ehrliches In-den-Spiegel-gucken und Sich-selbst-erkennen - dann hat die Einheit Körper/Geist/Seele es nicht mehr nötig, sich als Krankheit zu manifestieren.
Gruß, Susanne