Psychosomatische Kur o.stationäre Therapie?

Hallo,
seit meiner Kindheit leide ich häufig unter Stuhldrang und
Durchfall.Jetzt wurde durch eine Gastrologin Lactoseintoleranz festgestellt.Aber trotz einer Ernährungsumstellung habe ich in Stress-
situationen heftige Probleme(z.B. wenn ich weiss, das keine Toilette
da ist).In der psychosomatischen Poliklinik wurde eine zusätzliche
Angststörung festgestellt.Dort wurde mir eine stationäre 4-6 wöchige
Therapie geraten oder eine psychosomatische Kur.
Für was soll ich mich entscheiden? Hat jemand Erfahrung damit?
Ich habe 2 kleine Kinder.Gibt es eine Möglichkeit das jüngere Kind
mitzunehmen?
Ich hoffe, es gibt jemanden, der mir mit seiner Erfahrung weiterhelfen
kann.
Vielen Dank schon dafür.

hallo, es gibt die mutter/ kind- kur.
da du fragst, würde ich die therapie vorschlagen um die …ursache…
deiner symtome herauszufinden. nur dann kann eine behandlung erfolgreich und langanhaltend sein. versuch beide kinder mitzunehmen. lg konstanze

Hi,

ob das dann aber wirklich eine Therapie gegeb die Ursache ist oder doch nur gegen die Symptome wissen wir noch nicht. Psychosomatisch hätte den vorteil, dass gelernt wird, mit den Symptomen so umzugehen, dass sie weniger Einfluss auf einen haben. Je nach Urache kann das dazu führen, dass die Krankheit besser wird. Als zweite Möglichkeit kann man dann immer noch eine stat. Therapie machen.
Grüße,
JPL

Hi

Ich habe auch eine Angststörung - im Prinzip genau das gleiche, was du auch hast - wenn kein Klo in der Nähe ist, bekomme ich Durchfall. Oder vor Prüfungssituationen etc.

Ich habe es durch eine halbjährige Therapie in den Griff bekommen (einmal die Woche ein einstündiges Gespräch bei einer Psychologin). Es ist nicht weg, aber ich habe gelernt, damit zu leben.

Eine Therapie hilft denke ich - auch wenn es vielleicht nicht die direkte Ursache des Durchfalls an der Wurzel packt, es macht einem Mut, man bekommt in jedem Falle eine höhere Lebensqualität.

Gute Besserung und Grüße

Laralinda

korrektur: bei einer mutter/ kind. kur, werden auch therapiegespräche geführt…also kur mit therapiegespräche ohne stationären aufenthalt.

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Hallo Laralinda,

vielen Dank für deine Antwort. Da habe ich wohl auch eine Leidensgenossin gefunden.
Mein Problem ist ausserdem,dass ich nach einem Verkehrsunfall auch
eine Angst habe alleine Auto zu fahren.4 Jahre nach dem Autounfall
hatte ich 1Jahr so eine Psychotherapie mit wöchentlicher Sitzung.
Und es hat mir nicht so richtig geholfen.
Die jetzige psychotherapeutische Ärztin meinte so eine Therapie dauert 2-3Jahre und die stätionäre Therapie evtl. auch die Kur wären
effektiver.Nun bin ich im Zweifel, was das Beste für mich und meine Kinder ist.Mit so einer Station und weg von meiner Familie kann ich
mich noch nicht so recht anfreunden. Viele Grüsse

Hallo,

ein Gedanke zum Kind mitnehmen während stationärer Therapie: wenn Du die Möglichkeit hast, das Kind bzw. beide Kinder währenddessen gut unterzubringen, hast Du unter Umständen die Möglichkeit, mehr aus der Therapie für Dich herauszuholen. Insbesondere hast Du so nach den Therapien die Zeit und Ruhe für Dich, vieles „nacharbeiten“ zu lassen, ohne Deine Aufmerksamkeit wieder aufs Kind lenken zu müssen.

Liebe Grüße,
Anna

Versuch mal eine ambulante Behandlung, es gibt sowas wie Tageskliniken, wo man abends wieder zuhause ist. Normalerweise versucht man die Patienten nicht aus der Familie und ihrem Umfeld herauszureißen. Es gibt auch immer noch den Haken, dass nach einer „erfolgreichen“ stationären Therapie ja wieder der Alltag wartet. Da kann es gerne zu Rückfällen kommen.