Psychosomatische Reha

Zum 31.10.2009 erfolgte meine Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen. Seit 01.11.09 AU krankgeschrieben. Verordnete Rehamaßnahme angetreten und am nächsten Tag MIT ÄRZTLICHEM EINVERSTÄNDNIS(also vorzeitig) ARBEITSUNFÄHIG entlassen, da ich emotional nicht in der Lage war die Reha durchzustehen. Ich weiss jetzt nicht was ich tun soll. Schreibt mich mein Hausarzt weiter krank? Bin ich weiterhin Krankengeld bezugsberechtigt? Ich bin arbeitswillig aber im Moment seelisch nicht in der Lage mich neuen Herausforderungen zu stellen, dazu kommen natürlich Existenzängste. Ich brauch noch ein bisschen Zeit, ambulante Psychotherapie wurde von den Rehaärzten dringend indiziert. Was kommt nun auf mich zu? Was muss, kann, darf ich tun? Vielen Dank für Ihren Rat.

hallo, leider ist das was sie da schreiben recht unkonkret. es ist mir nicht klar warum sie kündigen. sie können sich doch krankschreiben lassen, wenn sie krank sind. was war emotional an der reha so schwierig ? war es die falsche reha ? usw.
da ist mir eine konkrete antwort auch nicht möglich.

nur soweit :
wenn ambulante psychotherapie empfohlen wurde, dann sollten sie das wohl auch in angriff nehmen. von selbst wird nichts besser. als rat kann ich ihnen noch geben - suchen sie sich einen therapeuten oder eine therapeutin, die nicht nur eine der drei zugelassenen methoden gelernt hat, sondern auch alternativen beherrscht und anwendet.
rechtsfragen müssen sie mit einem anwalt klären.möglichst bevvor sie handeln. und was der arzt weiterhin tun wird, müssen sie den arzt fragen. das weiß nur er.

ich hoffe es hilft ein wenig. e.r.

Hallo,

leider kann ich Dir in rechlichen Fragen nicht helfen, da mir die Sachkenntnis fehlt.

Gruß

Seit 01.11.09 AU krankgeschrieben…
Verordnete Rehamaßnahme angetreten und am nächsten Tag MIT ÄRZTLICHEM EINVERSTÄNDNIS(also vorzeitig) ARBEITSUNFÄHIG entlassen…
Schreibt mich mein Hausarzt weiter krank? Bin ich weiterhin Krankengeld bezugsberechtigt?

Hallo Pilgrim42,
als ambulant arbeitender Facharzt für Psychosomatische Medizin habe ich schon wiederholt mit dem von Dir geschilderten Problem zu tun gehabt.
Was wird voraussichtlich jetzt passieren.

Dein Hausarzt (oder z.B. auch ein ärztlicher Psychotherapeut) wird dich einige Monate krank schreiben können.
Dann wird Deine Kasse den MDK (Medizinischen Dienst der Krankenkassen)einschalten.
Du wirst dort begutachtet und es wird eine Lösung gesucht. (Wiedereingliederungsmaßnahmen, vorzeitige Rente, noch einmal ein REHA-Versuch usw.)
Solltest Du allerdings vom MDK für „arbeitsfähig“ befunden werden, dich aber nicht so fühlen, dann kann die Krankenkasse das Krankengeld streichen.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Becker

Vielen herzlichen Dank für deine Antwort.

Viele Grüße

pilgrim

Zum 31.10.2009 erfolgte meine Eigenkündigung aus
gesundheitlichen Gründen. Seit 01.11.09 AU krankgeschrieben.
Verordnete Rehamaßnahme angetreten und am nächsten Tag MIT
ÄRZTLICHEM EINVERSTÄNDNIS(also vorzeitig) ARBEITSUNFÄHIG
entlassen, da ich emotional nicht in der Lage war die Reha
durchzustehen. Ich weiss jetzt nicht was ich tun soll.
Schreibt mich mein Hausarzt weiter krank?

ihm dürfte der Entlassbrief der ReHa-Klinik vorliegen, vermutlich schon; wenn eine psychosomatische ReHa zu belastend ist, wie wäre es mit einem Aufenthalt in einer Psychiatrie (ruhig mal zur Pforte von einer psychiatrischen Einrichtung gehen und sich beraten lassen!) … so 4 - 8 Wochen, wenn Personal und Kostenträger mitmachen

Bin ich weiterhin
Krankengeld bezugsberechtigt?

da bin ich nicht ganz sicher; der Anruf bei der Krankenkasse bleibt Dir sicherlich nicht erspart

Ich bin arbeitswillig aber im
Moment seelisch nicht in der Lage mich neuen Herausforderungen
zu stellen, dazu kommen natürlich Existenzängste. Ich brauch
noch ein bisschen Zeit, ambulante Psychotherapie wurde von den
Rehaärzten dringend indiziert.

s.o. … vielleicht eine psychiatrisch stationäre Unterbringung

Was kommt nun auf mich zu? Was
muss, kann, darf ich tun? Vielen Dank für Ihren Rat.

(ich habe sie mal gedutzt, war mir beim Schreiben einfacher)

  1. Mit dem Hausarzt sprechen
  2. bei der Krankenkasse anrufen (auch mit dem Hinweis auf AU Entlassung aus der ReHa… uU können die sich auch mit Deiner Erlaubnis den Entlassbrief anfordern, aber dies würde ich zu allererst mit dem Hausarzt besprechen und schauen was in dem Brief drin steht)
  3. abwägen einer Selbsteinweisung oder Überweisung (durch HA) in eine Psychiatrie!

mfg
Christian

Guten Tag,

ich habe die Anfrage leider heute erst erhalten. Habe zu dieser Frage aber leider auch keine kompetente Antwort zu bieten. Ich hoffe, andere Experten konnten gut weiterhelfen und wünsche einen guten Ausgang der Ereignisse.

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Thomaßen