Hallo zusammen! Ich habe habe mich vor ca. 2 Jahren in Psychotherapie begeben (der Grund dafür war kein allzu dramatischer). Jedenfalls ging es mir seither viel besser und ich habe mich irgendwie an sie „gewöhnt“. Nun erfuhr ich heute, nachdem sie schon monatelang krank geschrieben war, dass sie nun wegen einer chronischen Erkrankung berentet wurde und ich somit also nicht mehr zu ihr gehen kann. Mal davon abgesehen, dass es mir natürlich für sie sehr Leid tut, bin ich ziemlich geschockt, dass der Therapie nun so ein jähes Ende gesetzt wurde. Zwar geht es mir momentan einigermaßen gut, jedoch könnte ich 1-2 Sitzungen pro Monat gut vertragen. Daher werde ich mir wohl oder übel einen neuen Therapeuten suchen müssen. Mir graut es aber davor, die ganzen Storys, die ich meiner Therapeutin in den letzten zwei Jahren erzählt habe, noch mal jemandem zu erzählen. Einfach wieder bei Null anzufangen. Mir kommt es vor, als hätte mich jemand zwei Jahre in die Vergangenheit gebeamt. 
Was meint ihr denn dazu? Und was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Die Therapeutin hat übrigens außer dem Bericht am Anfang nichts Schriftliches über mich verfasst.
LG Katrin
Bitte sie doch, quasi als letzte Bitte, eine Art Zusammenfassung über deinen psychischen Zustand zu schreiben, damit deine neue Therapeutin daran anknüpfen kann. Der Kommentar dass es niemanden gibt der dir jemals so geholfen hat o.ä. dürfte dabei noch etwas motivierend wirken 
Viel Glück dabei!
Danke für Deine schnelle Antwort! Ich denke mir aber, dass dieser Bericht auch nicht so aussagekräftig sein wird, sondern sich auf die wesentlichen Probleme beschränkt. Letztendlich muss ich dem Therapeuten dann doch noch mal meine ganze Lebensgeschichte erzählen, oder? (Psychologen bohren ja gerne in der Vergangenheit
)
Und das schafft man nicht in ein paar wenigen Sitzungen…
Um meine momentane Gefühlslage mal in Bildern auszudrücken:
Mir kommt’s vor als wäre ich beim Bergsteigen kurz vor dem Gipfel abgestürzt (bzw. von meiner Begleitung in die Tiefe gerissen worden). Und nun muss ich den ganzen Weg noch einmal beschreiten. Alleine oder mit einer mir bis jetzt unbekannten Person. Nicht gerade eine verlockende Vorstellung. Außerdem tun mir noch die Füße vom ersten Mal weh ;-.
Hallo,
erstmal:
Die Therapeutin hat übrigens außer dem Bericht am Anfang
nichts Schriftliches über mich verfasst.
Bist du dir da sicher, vielleicht hat sie während deines Besuches nichts aufgeschrieben sondern danach? Da würde ich nochmal nachfragen.
Wenn dies nicht der Fall ist wurde ja schon geschrieben sie um einen „Abschlussbericht“ zu bitten. Ausserdem könntest du deine Therapeutin fragen ob sie dir einen neuen Therapeuten empfehlen kann.
Viel Glück
Backs
Es gibt keinen Abschlussbericht
Hi
Wenn dies nicht der Fall ist wurde ja schon geschrieben sie um
einen „Abschlussbericht“ zu bitten.
Es ist in unserer Branche nicht üblich, einen Abschlussbericht zu verfassen. Schon der Antragsbericht ist eine ziemliche Belastung, denn man hat ja eh mit den vielen Therapestunden täglich genug Arbeit. Das kann man also vergessen.
Ausserdem könntest du
deine Therapeutin fragen ob sie dir einen neuen Therapeuten
empfehlen kann.
Daran habe ich allerdings auch gedacht. Sie sollte zuminest auf Nachfrage ein paar ihr „passend“ erscheinende Kollegen empfehlen.
Gruß,
Branden
Hallo Katrin,
mir kam spontan in den Sinn, dass dies auch als neue Chance gewertet werden kann.
Ich sehe es nicht so wie du, dass du noch mal bei Null anfangen musst und
die ganzen Storys, die
ich meiner Therapeutin in den letzten zwei Jahren erzählt
habe, noch mal jemandem zu erzählen.
Das ist m.E. nicht wichtig, denn es geht ja darum, wo du heute stehst und wo du hin möchtest. Fasse die Entwicklung der letzten 2 Jahre in eins, zwei Sätzen im Wesentlichen zusammen.
Es geht ja um das Ziel, nicht um die Vergangenheit.
Vor allem die Gesprächstherapie verleitet m.E. dazu, es sich einigermaßen gemütlich zu machen. Jedes Problem, das man hat, braucht man nicht mehr alleine lösen, man kann es ja mit seinem Therapeuten besprechen.
Ich denke, es geht auch darum, wieder in die Selbstverantwortlichkeit zu kommen und (wieder) mit beiden Beinen fest auf der Erde zu stehen.
Zwar geht es mir momentan einigermaßen
gut, jedoch könnte ich 1-2 Sitzungen pro Monat gut vertragen.
Also, überlege dir, was ist dein Ziel und was brauchst du noch, um es zu erreichen?!
Und siehe den neuen Therapeuten als Chance, mit ihm die letzten Schritte zu gehen, jene, die du mit deiner alten Therapeutin vllt. (noch?) nicht gegangen wärst.
Liebe Grüße
und alles Gute für dich
von jeanne
Hallo
Die Therapeutin hat übrigens außer dem Bericht am Anfang
nichts Schriftliches über mich verfasst.
Das ist unwarscheinlich, denn sie muss in regelmäßigen Abständen Verlängerungsanträge stellen.
Ansonsten ist es ganz wichtig, dass man nach einer gewissen Zeit ( zwei Jahre sind schon eine ganz schöne Zeit )wieder beginnen kann, alleine zurecht zu kommen.
Ich würde sie eventuell privat anrufen und um ein abschliessendes Gespräch und möglicherweise eine Empfehlung für einen Kollegen/ Kollegin bitten.
Gruß
Kosmokatze
Hallo!
Hallo
Die Therapeutin hat übrigens außer dem Bericht am Anfang
nichts Schriftliches über mich verfasst.Das ist unwarscheinlich, denn sie muss in regelmäßigen
Abständen Verlängerungsanträge stellen.
Leider ist es aber so (ich habe sie gefragt). Sie hat mir zwar eine neue Psychologin empfohlen, aber zu der möchte ich aus verschiedenen Gründen nicht gehen. Ich werde mir nun selbst jemanden suchen.
Danke für eure Tipps.
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Das ist unwarscheinlich, denn sie muss in regelmäßigen
Abständen Verlängerungsanträge stellen.Leider ist es aber so (ich habe sie gefragt). Sie hat mir zwar
eine neue Psychologin empfohlen, aber zu der möchte ich aus
verschiedenen Gründen nicht gehen. Ich werde mir nun selbst
jemanden suchen.
Hallo, frag bei der Krankenkasse nach. Du bekommst ohne Bericht des Therapeuten keine Psychotherapie genehmigt. Da liegen sicher Berichte ( als Anlage zu den Anträgen) vor.
Gruß
Kosmokatze