Hallo,
ich leide seit ca. 16 Jahren an mehr oder weniger heftigen Depressionen, habe allerdings nie eine Therapie ernsthaft in Erwägung gezogen. Nach einem missglückten Versuch mit Antidepressiva (ich schlief auf der Stelle ein, wenn ich sie genommen hatte!) vor ca. 12 Jahren nahm ich keine Medikamente mehr.
Vor 4 Jahren ging es mir derartig schlecht, dass ich dann doch endlich zu Antidepressiva (Cipramil) greifen musste, bzw. der Arzt sie mir verschrieben hat.
Aufgrund meines Krankheitsbildes brachte ich nie den Elan auf, mich auf die Suche nach einem Therapeuten zu machen, allein der Gedanke, diverse Wege machen zu müssen, Telefonate, Termine – all das lähmte mich regelrecht.
Vor 5 Monaten wurde mir wieder nahegelegt, einen Therapeuten aufzusuchen, da Antidepressiva alleine zwar die Symptome lindern, aber nicht das Problem lösen. Ich hatte gerade eine gute Phase und sagte zu.
Zu meinem grenzenlosen Glück war die Therapeutin deren Adresse mir meine Hausärztin gab, sehr sympathisch, wir verstanden uns auf Anhieb und sie hatte auch Termine frei.
Nun bin ich dort in Behandlung, zweimal wöchentlich, und ich sehe bereits kleine Fortschritte.
Ich möchte allen Mut machen, denen es ähnlich geht wie es mir ging. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich auf die Suche zu machen! Auch wenn es vielleicht nicht so glatt geht wie bei mir, nicht aufgeben!
Gruss und alles Gute!