Liebe/-r Experte/-in,
ich hatte am 13. Juni diesen Jahres einen kleinen Autounfall. Es ist eigentlich nichts Schlimmes passiert - ein Auffahrunfall auf der Autobahn. Ich war Beifahrerin in dem Auto, das dem Vordermann aufgefahren ist. Keinem ist etwas passiert, nur ich hab Stauchungen an der Halswirbelsäule und an beiden Handgelenken, das aber durch Therapien immer besser wird.
Aber seit ungefähr drei Wochen bekomme ich immer Panik, wenn ich in einem Auto sitze (in den ersten Wochen nach dem Unfall war gar nichts) und selbst fahren traue ich mich im Moment überhaupt nicht. Und seit ein paar Tagen habe ich auch tagsüber einfach so Panikattaken (weil ich mir ausmale, was eigentlich während dem Autofahren alles passieren könnte) und träume von dem Unfall.
Ich wollte Sie nun fragen, ob es in meinem Fall sinnvoll wäre, eine Psychotherapie zu machen, oder ob ich total übertreibe und mir einfach ein bisschen Zeit lassen muss.
Mit freundlichen Grüßen,
Susi
Therapie ist sogar sehr sinnvoll. da es sich um ein traumatisches Erlebnis handelt.
Grüsse aus Wien
Peter Stöger, MSc
www.hypnosetherapie.at
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Liebe Susanne,
Ihre Symptome sind klar und eine Nachwirkung des Unfallgeschehens. Ihre Träume und Ihre Ängste beim Autofahren oder auch nur bei der Vorstellung, es tun zu wollen, sind der beste Beweis davon.
Daraus folgt: Sie haben eben nicht nur körperliche Beschwerden davongetragen, sondern auch seelisch-psychische. Ein solches Erlebnis ist immer mit einem Schock verbunden. Schocks enthalten immer eine emotionale Ladung: Hier ist es Angst. Die war vielleicht nur kurz da, wäre aber auch eine ganz normale Reaktion auf so etwas.
Ich empfehle Ihnen daher eine Verhaltenstherapie, die bezahlt die Krankenkasse. Auch sonst können Sie etwas dazu beitragen zum Abbau der Ängste, indem Sie das Geschehen haarklein einer Freundin oder dem Freund erzählen, und zwar mehrmals. Dabei verarbeiten Sie von selbst das Geschehen. Möglicherweise reicht das aber nicht und dann sollten Sie eine Verhaltenstherapie beginnen.
Mit freundlichem Gruß
Irene Behrmann
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Hallo Susi,
erstmal dankeschön für Ihr Vertrauen.
Grundsätzlich lebt unser Gehirn von Bildern.In Ihrem Fall ist ein Bild entstanden, welches das Gehirn als Alarmsignal wertet. Das ist z.B. bei einem Autounfall, wie bei Ihnen, der Fall. So lann es kommen, das bei Autofahrten das Gehirn denkt,dass wieder so etwas passieren würde, sprich, das Bild entsteht und bereitet Angst. Diese Angst, die ja eigentlich normal ist bei solchen Ereignissen, kommt nun immer wieder, obwohl kein Grund vorhanden ist.
Ich schlage Ihnen deshalb folgendes vor:
Versuchen Sie, wenn diese Gedanken, dieses Bild auftaucht, es durch ein anders zu ersetzen. Ein anders Bild, ist ein Bild, welches Sie sich vorher ausgesucht haben. Z.B ein schönes Urlaubsbild. Diese BIld sollten Sie dann so parat haben, dass Sie das andere, oder Ihre Gedanken quasi ersetzt. Als wenn Sie das neue Bild darüberschieben. Und: sagen Sie sich während der Autofahrt laut, es ist alles in Ordnung, die Fahrt wird gut gehen.
Üben Sie das zu hause, dass Sie das andere Bild, wenn Sie daran denken auch sehr gut sehen, und versuchen Sie es beim spazierengehen und dann beimk Autofahren.
- Wenn Ihnen das nicht gelingen sollte, weil Ihre gedanken, Bilder zu stark sind und Sie weiter Angst haben, dann wenden Sie sich an einen Psychotherapeuten der sich mit Traumatherapie auskennt, bzw. Hypnotherapie betreibt.
Vielleicht hilft es bei Ihnen jedoch schon so.
Lassen Sie sich Zeit, aber nicht mehr länger als ca. 3 Monate.
Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.
Liebe Grüße Susanne
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Liebe Susi,
Da ich in Urlaub war, antworte ich Dir erst jetzt.
Ob eine Therapie (z.B. eine Verhaltenstherapie oder eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) für Dich sinnvoll ist, kannst Du in den fünf probatorischen Sitzungen abklären, auf welche Du Anspruch hast, bevor Du einen Antrag auf Psychotherapie, bzw. auf Verhaltenstherapie stellst.
Du kannst Dir von Deiner Krankenkasse eine Liste aller kassenzugelassenen TherapeutInnen geben lassen. Dieser Liste kannst Du entnehmen, welche Therapiemethode die einzelnen TherapeutInnen anbieten.
Wenn Du keine weiteren, als die geschilderten Probleme hast, vermute ich, dass Dir mit einer Verhaltenstherapie am ehesten geholfen werden kann.
Es gibt TherapeutInnen, die nur ein bis zwei Probesitzungen durchführen und dann gleich den Therapieantrag stellen wollen (Probesitzungen werden z.B. geringer honoriert als therapeutische Sitzungen). Ich rate Dir, auf den 5 Probesitzungen zu bestehen, die Du auch auf mehrere TherapeutInnen verteilen kannst.
Mit freundlichem Gruß
Roswitha Mutschler
Mit
Hallo Susi,
Du „übertreibst“ überhaupt nicht: was Du erlebst ist ziemlich häufig (Posttraumatische Belasungsstörung). Wenn Du selbst etwas daran tun willst, darfst Du Deiner Angst NICHT nachgeben. D.h. Du musst trotz der Angst weiter Auto fahren, sonst breitet sich diese Angst immer weiter aus.-
Es wäre aber durchaus angebracht, Dir von einem Fachmann helfen zu lassen (www.psychotherapiesuche.de). Genau dafür sind wir ja da - und überdies bezahlt es ja auch Deine Kasse.
Alles Gute
Peter Groß
Liebe/-r Experte/-in,
ich hatte am 13. Juni diesen Jahres einen kleinen Autounfall.
Es ist eigentlich nichts Schlimmes passiert - ein
Auffahrunfall auf der Autobahn. Ich war Beifahrerin in dem
Auto, das dem Vordermann aufgefahren ist. Keinem ist etwas
passiert, nur ich hab Stauchungen an der Halswirbelsäule und
an beiden Handgelenken, das aber durch Therapien immer besser
wird.
Aber seit ungefähr drei Wochen bekomme ich immer Panik, wenn
ich in einem Auto sitze (in den ersten Wochen nach dem Unfall
war gar nichts) und selbst fahren traue ich mich im Moment
überhaupt nicht. Und seit ein paar Tagen habe ich auch
tagsüber einfach so Panikattaken (weil ich mir ausmale, was
eigentlich während dem Autofahren alles passieren könnte) und
träume von dem Unfall.
Ich wollte Sie nun fragen, ob es in meinem Fall sinnvoll wäre,
eine Psychotherapie zu machen, oder ob ich total übertreibe
und mir einfach ein bisschen Zeit lassen muss.
Mit freundlichen Grüßen,
Susi
Hallo Susanne,
ich würde Rat und Hilfe bei einem erfahren Diplom-Psychologen und Psychologischen Psychotherapeuten suchen, der mit der Krankenkasse abrechnen kann. Er sollte verhaltenstherapeutisch arbeiten. Besser Du suchst früh entsprechende Hilfe auf, damit das Problem sich nicht verschlimmert und chronisch wird.
Gruß
Winfried
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Hallo Susi,
was Sie beschreiben, ist eine posttraumatische Belastungsstörung. Ich würde Ihnen dringend zu Psychotherapie raten, am besten bei einem EMDR-Therapeuten/-in. EMDR ist eine recht effektive Methode, um solches Trauma-Erleben aufzulösen. Alternativ Verhaltenstherapie. Auf keinen Fall tiefenpsychologisch oder psychoanalytisch, es sei denn, die Therapeutin hat zusätzliche diese EMDR-Ausbildung. EMDR-Therapeuten finden Sie unter www.emdria.de, dort Therapeutensuche.
Ist das eine hilfreiche Antwort? Mit freundlichen Grüßen
Lea
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Es tut mir leid, dass mir diese Anfrage entganangen ist. Normalerweise antworte ich auf jede Anfrage. Ich hoffe das das „Problem“ inzwischen in die richtigen Bahnen gelenkt wurde. Wenn nicht, einfach noch mal schreiben.
Entschuldigung
Klaus