Psychotherapie: wo, wie und überhaupt sinnvoll?

Hallöchen,

so, eigentlich hab ich schon Bauchschmerzen dabei, überhaupt hier
rein zu schreiben, aber egal, ich werd versuchen, es so kurz wie
möglich zu machen.
Worum es geht: Ich habe schon seit längerer Zeit, mein Leben en in
den Griff zu bekommen (in der Form, dass ich nicht die Dinge tue, die
eigentlich notwendig wären, mich abkapsele oder regelmäßig früher
oder später einen Schritt zurück mache, wenn es, in welcher Hinsicht
auch immer, konkreter wird). Durch diverse Vorkommnisse verstärkt
sich bei mir immer mehr der Verdacht, dass ich irgend eine Art von
Versagensangst habe.
Nur so aus Interesse habe ich letztens mal einen kurzen Test im
Internet gemacht, demzufolge ich „im kritischen Stadium einer
depressiven Erkrankung“ bin. Ich bin mir da selbst nicht sicher,
zumal ich ja auch ab und zu (selten genug) mehr oder weniger gut
drauf bin. Natürlich ist so ein „Schnelltest“ mit Vorsicht zu
genießen, allerdings treffen einige der Dinge dort durchaus auf mich
zu.
Ich würde daran ja gern was ändern, das Problem ist nur, dass ich
aufgrund Arbeitslosigkeit und einer in die Hose gegangenen
Firmengründung über keinerlei finanzielle Rücklagen verfüge bzw. das
was ich durch einen 400-Euro-Job verdiene für Schulden drauf geht.
Also stellt sich die Frage, inwieweit eine Therapie (falls überhaupt
angeraten) von der Krankenkasse bezahlt wird. Kann mir jemand Tipps
dazu geben?

Hi Stephan,

vorab, eigentlich zeugt es von Zurechnungsfähigkeit, wenn man sich selbst kritisch beobachtet. Du bist mit Sicherheit niemand, der einem so dramaturgisch aufgebauschten Bild eines Psychophaten entspricht. Also, keine Angst! Die meisten Menschen, die Therapien in Betracht ziehen sind keineswegs die abgedrehtesten, die in der Welt so rumlaufen. Ein richtig Wahnsinniger scheut Therapeuten wie der Teufel das Weihwasser.

Wenn du nach einem Gespräch mit einen Therapeuten als bedürftig eingeschätzt wirst, dann trägt deine Kasse die Kosten einer Therapie. Da spielt deine finanzielle Situation keine Rolle. Das kann dir ein Therapeut aber im konkreten Fall am besten erklären. Es gibt da viele Möglichkeiten hinsichtlich Therapiemöglichkeiten. Ihre Dauer ist auch unterschiedlich. Da kann man so nichts über’s Knie brechend empfehlen. Der eine schwört auf das, der andere auf das. Ich persönlich halte grundsätzlich nichts vom Verscheiben irgendwelcher Medikamente. ich kenne Leute, die sofort irgendwas verschieben bekamen, aber, wie gesagt, davon halte ich überhaupt nichts.

Wozu man nur raten kann ist, dass du ein Institut oder einen Verein in deiner Nähe aufsuchst, wo man dich vorab berät und dich ggf. vermittelt. Hausärzte wissen in der Regel wer da wo weiterhelfen kann.
Wichtig ist das, weil du einen Therapeuten finden solltest, mit dem du gut kannst.
Fünf Sitzungen stehen dir immer wieder auf’s neue von der Kasse zur Verfügung um mit ihm/ihr warm zu werden, oder eben nicht. Du kannst sogar irgendeinen im Telefonbuch rauspicken und immer wieder schaun, ob sich seine Angebote für dich interessant anhören. Vorausgesetzt du hast es nicht mit einem Scharlatan zu tun, der irgendwelchen Hokus Pokus als Therapie verkauft und nichts mit Kassen zu tun hat.

Als Mann empfehle ich dir einen Mann als Therapeuten. Nicht weil Frauen es nicht drauf haben, sondern weil eine so offene Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht brenzlig werden kann.

Hoffe das hilft dir weiter.

Ciao

Hilmar

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hallo hilmar,

du schreibst:

Als Mann empfehle ich dir einen Mann als Therapeuten. Nicht
weil Frauen es nicht drauf haben, sondern weil eine so offene
Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht brenzlig werden
kann.

ich finde diese anmerkung unangemessen und auserdem beeinflussend.

zum einen scheinen es deine erfahrungen zu sein, zum anderen weisst du gar nicht ob er ein derartiges anliegen oder problem hat, zum dritten stellt sich die frage nah dem geschlecht der oder des therapeuthen oft genug eher nach dem verhältnis zu den eltern, welches problematischer war - die einen suchen gerade jenes geschlecht mit dem sie mehr „probleme“ haben, die anderen das andere - unabhängig vom eigenen.
andere wiederum halten es wie du, und wenn jemand in sachen bindung ein problem hat - kann es auch wieder mal so mal so sein.

lange schreibe, kurzer sinn - ich weiss nicht warum du da vorgegriffen hast und beeinflussen wolltest, mir erscheint dieser punkt zu offensichtlich um ihn stehen lassen zu wollen. - zumal deinerseits einseitig beleuchtet - is des ne projektion deinerseits gewesen oder wie?

LG
nina

Ciao

Hilmar

Hallöchen,

so, eigentlich hab ich schon Bauchschmerzen dabei, überhaupt
hier
rein zu schreiben, aber egal, ich werd versuchen, es so kurz
wie
möglich zu machen.
Worum es geht: Ich habe schon seit längerer Zeit, mein Leben
en in
den Griff zu bekommen (in der Form, dass ich nicht die Dinge
tue, die
eigentlich notwendig wären, mich abkapsele oder regelmäßig
früher
oder später einen Schritt zurück mache, wenn es, in welcher
Hinsicht
auch immer, konkreter wird). Durch diverse Vorkommnisse
verstärkt
sich bei mir immer mehr der Verdacht, dass ich irgend eine Art
von
Versagensangst habe.
Nur so aus Interesse habe ich letztens mal einen kurzen Test
im
Internet gemacht, demzufolge ich „im kritischen Stadium einer
depressiven Erkrankung“ bin. Ich bin mir da selbst nicht
sicher,
zumal ich ja auch ab und zu (selten genug) mehr oder weniger
gut
drauf bin. Natürlich ist so ein „Schnelltest“ mit Vorsicht zu
genießen, allerdings treffen einige der Dinge dort durchaus
auf mich
zu.
Ich würde daran ja gern was ändern, das Problem ist nur, dass
ich
aufgrund Arbeitslosigkeit und einer in die Hose gegangenen
Firmengründung über keinerlei finanzielle Rücklagen verfüge
bzw. das
was ich durch einen 400-Euro-Job verdiene für Schulden drauf
geht.
Also stellt sich die Frage, inwieweit eine Therapie (falls
überhaupt
angeraten) von der Krankenkasse bezahlt wird. Kann mir jemand
Tipps
dazu geben?

Hallo Hilmar,

danke erstmal für die aufmunternden Worte.
Was Therapiearten angeht, habe ich mich noch nicht informiert,
allerdings halte ich auch überhaupt nichts davon, das allzusehr mit
Medikamenten zu behandeln. Wenn es so einfach wäre, könnte ich mich
auch mit Alkohol zuschütten, aber es geht ja nicht nur darum,
Symptome zu behandeln.
Danke jedenfalls für deine Tipps, ich werd mich mal informieren, was
es hier in Sachen Vereinen oder anderen Anlaufstellen so gibt und
gegebenenfalls auch mal meinen Hausarzt darauf ansprechen.

Fünf Sitzungen stehen dir immer wieder auf’s neue von der
Kasse zur Verfügung um mit ihm/ihr warm zu werden, oder eben
nicht. Du kannst sogar irgendeinen im Telefonbuch rauspicken
und immer wieder schaun, ob sich seine Angebote für dich
interessant anhören.

Hört sich gut an. Aber wie gesagt, ich hab im Moment noch keine
Ahnung, was für Therapiemöglichkeiten es da gibt.

Vorausgesetzt du hast es nicht mit einem
Scharlatan zu tun, der irgendwelchen Hokus Pokus als Therapie
verkauft und nichts mit Kassen zu tun hat.

Das müßte ich dann vermutlich eh selbst bezahlen und das fällt von
daher sowieso flach.

Als Mann empfehle ich dir einen Mann als Therapeuten. Nicht
weil Frauen es nicht drauf haben, sondern weil eine so offene
Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht brenzlig werden
kann.

Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen, und das wäre in meinem Fall
wohl auch recht wahrscheinlich, zumal ich in der Hinsicht auch nicht
gerade ein glückliches Händchen habe, um es mal so zu formulieren.

Hoffe das hilft dir weiter.

Definitiv, verbindlichsten Dank nochmals,

Stephan

ganz vergessen - mit dem rest war ich aber einverstanden*g

alternativ kann er auch über seine krankenkasse oder die kassenärztliche vereinigung nach einem passenden thera suchen.

übrigens - mit sog. koordinationsstellen etc. kenne ich niemanden, der gute erfahrungen gemacht hat.

LG
nina

hi stephan,

wenn medikamente wichtig sind, solltest du sie auch nehmen. vorweg hier schon entscheidungen zu fällen halte ich ehrlich gesagt für ungut für dich selbst und auch nicht gerade behandlungsförderlich wenn man vorher schon dinge ablehnt - obwohl man weder weiss ob und wenn was einen verschrieben werden kann (mal davon abgesehen dass du ehute nicht wissen kannst welche wirkstoffe dann wie wirken - das kann man aber alles erfahren wenn einem wirklich etwas verschrieben werden soll)

ergo - abwarten fände ich klüger als vorurteilsbehaftet heranzutreten.

Als Mann empfehle ich dir einen Mann als Therapeuten. Nicht
weil Frauen es nicht drauf haben, sondern weil eine so offene
Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht brenzlig werden
kann.

Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen, und das wäre in
meinem Fall wohl auch recht wahrscheinlich, zumal ich in der Hinsicht auch nicht gerade ein glückliches Händchen habe, um es mal so zu
formulieren.

mir persönlich ists ja wurst - aber haste schonmal an die möglichkeit gedacht, dass gerade WEIl du mit frauen ein gewisses umgangsproblem hast, es hilfreich sein könnte zu einer frau zu gehen?

will sagen - auch hier würde ich für mich nicht nur das WIDER anschauen sondern auch das FÜR - bevor ich entscheide ider den weg angehe.
das macht freier in den entscheidungen und auch klärt es den blick wie ich finde.

aber das ist meine sichtweise und ob du ihr etwas abgewinnen kannst/willst vermag ich nicht zu wissen.

ich wünsche dir aber so oder so alles gute auf deinem weg mit hilfe der therapie!!! helfen wird sie dir allemal!

LG
nina

Hallo Nina,

danke für den Hinweis. Ich bin mir da auch nicht so ganz sicher bzw.
ich weiß gar nicht, ob ich über sehr persönliche Sachen eher mit
einer Frau oder einem Mann sprechen könnte, wenn es im Rahmen einer
solchen Behandlung stattfindet. Aus der Erfahrung mit Bekannten
heraus würde ich ja eher darauf tippen, dass ich bei einer Frau eher
bereit bin, über meine Probleme zu sprechen. Allerdings sehe ich da
durchaus das Problem, dass sich das von meiner Seite aus gefühlsmäßig
in eine Richtung entwickeln könnte, die die Therapie ruiniert.

Nochmals, besten Dank für die Anmerkungen,

Stephan

Als Mann empfehle ich dir einen Mann als Therapeuten. Nicht
weil Frauen es nicht drauf haben, sondern weil eine so offene
Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht brenzlig werden
kann.

ich finde diese anmerkung unangemessen und auserdem
beeinflussend.

zum einen scheinen es deine erfahrungen zu sein, zum anderen
weisst du gar nicht ob er ein derartiges anliegen oder problem
hat, zum dritten stellt sich die frage nah dem geschlecht der
oder des therapeuthen oft genug eher nach dem verhältnis zu
den eltern, welches problematischer war - die einen suchen
gerade jenes geschlecht mit dem sie mehr „probleme“ haben, die
anderen das andere - unabhängig vom eigenen.
andere wiederum halten es wie du, und wenn jemand in sachen
bindung ein problem hat - kann es auch wieder mal so mal so
sein.

lange schreibe, kurzer sinn - ich weiss nicht warum du da
vorgegriffen hast und beeinflussen wolltest, mir erscheint
dieser punkt zu offensichtlich um ihn stehen lassen zu wollen.

  • zumal deinerseits einseitig beleuchtet - is des ne
    projektion deinerseits gewesen oder wie?

LG
nina

Ciao

Hilmar

Hallöchen,

so, eigentlich hab ich schon Bauchschmerzen dabei, überhaupt
hier
rein zu schreiben, aber egal, ich werd versuchen, es so kurz
wie
möglich zu machen.
Worum es geht: Ich habe schon seit längerer Zeit, mein Leben
en in
den Griff zu bekommen (in der Form, dass ich nicht die Dinge
tue, die
eigentlich notwendig wären, mich abkapsele oder regelmäßig
früher
oder später einen Schritt zurück mache, wenn es, in welcher
Hinsicht
auch immer, konkreter wird). Durch diverse Vorkommnisse
verstärkt
sich bei mir immer mehr der Verdacht, dass ich irgend eine Art
von
Versagensangst habe.
Nur so aus Interesse habe ich letztens mal einen kurzen Test
im
Internet gemacht, demzufolge ich „im kritischen Stadium einer
depressiven Erkrankung“ bin. Ich bin mir da selbst nicht
sicher,
zumal ich ja auch ab und zu (selten genug) mehr oder weniger
gut
drauf bin. Natürlich ist so ein „Schnelltest“ mit Vorsicht zu
genießen, allerdings treffen einige der Dinge dort durchaus
auf mich
zu.
Ich würde daran ja gern was ändern, das Problem ist nur, dass
ich
aufgrund Arbeitslosigkeit und einer in die Hose gegangenen
Firmengründung über keinerlei finanzielle Rücklagen verfüge
bzw. das
was ich durch einen 400-Euro-Job verdiene für Schulden drauf
geht.
Also stellt sich die Frage, inwieweit eine Therapie (falls
überhaupt
angeraten) von der Krankenkasse bezahlt wird. Kann mir jemand
Tipps
dazu geben?

gefühlsmässig - du meinst du könntest dich verlieben?

das tun sicher viele und das vergeht auch wieder, weil eben nur vorübergehend - und man kann sich auch in den thera „verlieben“ wenns das gleiche geschlecht ist - einfach weil zu zum ersten mal erlebst wie sich eine person nur um dich kümmert und nur du wichtig bist - aber die frage ist - wäre das wirklich ein problem oder einfach nur etwas was doch genau da super gut geübt werden kann - was echte verliebtheit ist und was nicht, jemand der damit umgehen kann dass du verliebtheits- gefühle fühlst - denn die frau ist ja schliesslich erwachsen…

andererseits, es ist ja gerade einer der gewünschten dinge - das der patient eine person findet der er vertrauen kann und bei der er sich wohlfühlt und neben den gesprächen auch etwas bekommt, was er vermisst hat im leben. - ob man sich deshalb automatisch verliebt weiss ich nicht. ich kenne leute die haben sich verliebt und welche die es nicht haben - dauerhaft war es aber niemand - ein echtes problem war es auch nie - es gibt ganze bücher zum thema therapie und verliebtheit des patienten.

ich als laie habe darauf ja keine wirklich antwort, nur ideen, vermutungen und infos aus 2 hand - aber ich kann mir vorstellen - dass es eine gute seite hat wenn du genau das erlebst mit einer frau als thera und ich kann es mir auch negativ vorstellen - es hängt wohl von dir und der frau als personlichkeit ab - also im umgang miteinander.
ich kann es mir im idealfall als eine gute erfahrung vorstellen - gerade hinsichtlich dessen das verliebtheit keine schande ist, man sich nicht schämen mus und es nichtmal dann etwas ändern muss, wenn der andere nicht das gleiche fühlt . aber ob das nun so laufen würde oder kann, weiss ich nicht.
denkbar ist auch eine andere für dich negativ gefühlte variante.
oder aber du verknallst dich gar nicht - was wäre dann?*g - dann hättest du das problem gar nicht, wäre DAS ein problem?:wink: - aber des nur am rande…

vieleicht gibts einen einfachen weg für dich herauszufinden was dir guttut wenns soweit ist - mann oder frau:
meine idee wäre, dass du dir einen termin bei einer frau nimmst und einen bei einem mann - und beide male offen diese punkte ansprichst und einfach mal schaust was diese geschulten, erfahrenen erwachsenen profis sagen und ob die antwort vertrauenserweckend ist und hilfreich bei deiner entscheidung.-übrigens noch ein weiterer punkt - wenn du zu einer frau gehst muss die deshalb noch lange nicht 30 sein und superbüsch und genau dein typ - es kann auch eine reife mütterliche frau sein… ich weiss nicht ob deine phantasie nicht eher mit dir durchgeht und du auf diese weise probleme konstruierst für die es evtl gar nicht soviel raum gibt - es sei denn es wäre dir wurst wie sie ausschaut:wink:

du hast ja die wahl und diese probandenstunden - nutze es für dich!
du sollst dich wohlfühlen und alles was dir wichtig ist sollte gegeben sein - als vertrau auf dein gefühl und deine wahrnehmung und nutze die von der kasse angebotenen chancen herauszufinden was für dich der richtige weg ist und mit WEM.

alles liebe!

LG
nina

Hi Nina,

sexuelle Spannungen zwischen Klient und Therapeut sind in einer Therapie nicht dienlich. Ansonsten kochen Therapeuten und Therapeutinnen beide nur mit dem gleichen Wasser. Darum … Er setzt einen therapieerfolg nur damit aufs Spiel.

Ich darf auch beeinflussen, weil ich kein Therapeut bin. ;o)
Ich habe in einigen Büchern von diesem Problem gelesen und ich halte es für plausibel. Eine sehr offene Beziehung zum anderen Geschlecht in der Therapie kann problematisch werden. Außerdem ist er kein „harter Fall“.

Do you know what I mean?

Cheers

Hilmar

Hallo Stefan!

Mit

gegebenenfalls auch mal meinen Hausarzt darauf ansprechen.

wird wohl nichts draus, denn du musst dir beim Hausarzt den Überweisungsschein holen.

ich hab im Moment noch
keine:Ahnung, was für Therapiemöglichkeiten es da gibt.

Ein ganz großes: LEIDER werden bei Problemen deiner Art nur die Gesprächstherapie und die Psychoanalyse von den Kassen übernommen.
In der Psychoanalyse geht es hauptsächlich um dein freies Assoziieren, wenn überhaupt sagt der Therapeut mal „schauen Sie dort mal genauer hin“;
In der Gesprächstherapie erhälst du mehr Anregungen.
Mach dich am besten ein wenig schlau, was dir eher liegt.

Ich möchte nochmal wiederholen, was Hilmar bereits sagte: Suche dir unbedingt jemand, bei dem du dich 100%! (ohne Kompromisse!) wohl (angenommen, ernstgenommen,…) fühlst, das macht den Großteil des Therapieerfolges aus!

Auch von mir beste Wünsche,
jeanne

Hallo, ich will das mal richtigstellen: von der kasse übernommen wird
verhaltenstherapie, tiefenpsychologische therapie und psychoanalyse.
gesprächstherapie wird nicht übernommen. anregungen sollte und kann
man in jeder therapie bekommen, wie der verfasser des vorigen
artikels zu dieser merkwürdigen ansicht über die psychoanalyse kommt
sollte er mal begründen. immerhin suchen hier menschen rat in einer
notsituation und wollen nicht über therapierichtungen plaudern.
viele grüße nashorn

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

danke den beiden Vorrednern. Falls es tatsächlich so ist, dass die
ersten fünf Sitzungen von der Kasse übernommen werden, dann sollte es
ja (hoffentlich) möglich sein, einen geeigneten Therapeuten bzw. eine
passende Thearierichtung zu finden. Was das „plaudern“ angeht, so bin
ich für jede Anregung offen, letztendlich entscheiden wird sich die
Richtung einer Therapie wohl sowieso erst in der Praxis.

Also dann, danke nochmals und schöne Tage,

Stephan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo Nina,

wenn medikamente wichtig sind, solltest du sie auch nehmen. […]

auch wenn es vielleicht so geklungen hat, würde ich Medikamente nicht
grundsätzlich ablehnen, allerdings würde ich gerade in diesem Fall
dann vom Therapeuten doch schon gern wissen wollen, was genau dadurch
bewirkt wird bzw. wie sich das auf mein Gehirn auswirkt. Als Laie
habe ich da zunächst mal ein mulmiges Gefühl, wenn ich Sachen nehmen
soll, die „in meinem Kopf rumpfuschen“, um es mal überspitzt zu
formulieren. Aber wenn es für einen Therapieerfolg notwendig ist,
wäre ich dazu schon bereit.

mir persönlich ists ja wurst - aber haste schonmal an die
möglichkeit gedacht, dass gerade WEIl du mit frauen ein
gewisses umgangsproblem hast, es hilfreich sein könnte zu
einer frau zu gehen?

Durchaus möglich, zumal ich ja (wie schon erwähnt, glaube ich)
trotzdem mit Frauen eher über persönliche Dinge reden kann, als mit
Männern. Aber auch da bin ich eigentlich offen und würde weder das
eine noch das andere von vorneherein ablehnen.

ich wünsche dir aber so oder so alles gute auf deinem weg mit
hilfe der therapie!!! helfen wird sie dir allemal!

Das hoffe ich sehr. Und vielen Dank dafür, dass du dir die Zeit
nimmst, hier so ausführlich zu antworten. Jetzt muss ich „nur“ noch
den ersten Schritt tun, und das tatsächlich in Angriff nehmen…

Schöne Grüße,

Stephan

gefühlsmässig - du meinst du könntest dich verlieben?

Das, oder zumindest ein gewisses Abhängigkeitsgefühl.

andererseits, es ist ja gerade einer der gewünschten dinge -
das der patient eine person findet der er vertrauen kann und
bei der er sich wohlfühlt und neben den gesprächen auch etwas
bekommt, was er vermisst hat im leben. - ob man sich deshalb
automatisch verliebt weiss ich nicht.

Na ja, die Gefahr besteht vermutlich trotzdem und ich vermute eher,
dass sie bei einer Frau größer wäre.

vieleicht gibts einen einfachen weg für dich herauszufinden
was dir guttut […]

Die Idee ist gar nicht schlecht.

-übrigens noch ein weiterer punkt - wenn du zu

einer frau gehst muss die deshalb noch lange nicht 30 sein und
superbüsch

Ob das nun wieder eine Rolle spielt, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt
nicht sagen.

du sollst dich wohlfühlen und alles was dir wichtig ist sollte
gegeben sein

Nach allem, was ich bisher gehört habe, ist das wohl das
allerwichtigste. Jedenfalls hoffe ich, dass mir die ganzen
Denkanstöße hier weiterhelfen. Vielen Dank nochmals.

Schöne Tag noch,

Stephan

Hallo Nina,

alternativ kann er auch über seine krankenkasse oder die
kassenärztliche vereinigung nach einem passenden thera suchen.

Dann müße ich mich aber möglicherweise zumindest ein Stück weit irgend
einem Mitarbeiter der Krankenkasse anvertrauen, damit die da ein Urteil
fällen können. Das klingt vielleicht blöd, aber so ein Zutrauen zu
Kassenmitarbeitern habe ich nicht. Da werde doch schon eher direkt zu
einem Theraeuten/einer Therapeutin gehen.

Schöne Grüße,

Stephan

…was hier gemeint ist: jede Krankenkasse hat ein verzeichnis der
zugelassenen Psychotherapeuten und ebenso die kassenärztlichen
vereinigungen. man muß sich überhaupt nicht in irgendeiner art
anvertrauen sondern nur mitteilen, daß man die liste der zugelassenen
therapeuten möchte und diese wird dann zugesandt. der
kassenmitarbeiter erfährt nichts über gründe oder inhalte der
therapie; der therapeut erstellt ein gutachten über die notwendigkeit
einer psychotherapie das dann im verschlossenem umschlag direkt an
den ärztlichen gutachter geht. hier wird von allen beteiligten sehr
sorgsam und vorsichtig umgegangen weil eine psychotherapie auf
vertrauen und sicherheit gründet.
viele grüße nashorn

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo, ich will das mal richtigstellen: von der kasse
übernommen wird
verhaltenstherapie, tiefenpsychologische therapie und
psychoanalyse.
gesprächstherapie wird nicht übernommen. anregungen sollte
und kann
man in jeder therapie bekommen, wie der verfasser des vorigen
artikels zu dieser merkwürdigen ansicht über die psychoanalyse
kommt
sollte er mal begründen. immerhin suchen hier menschen rat in
einer
notsituation und wollen nicht über therapierichtungen
plaudern.

Hollala, da ist aber einer ganz schön aufgebracht! Gesprächstherapie wird de facto übernommen. Verhaltenstherapie habe ich vergessen aufzuzählen, aber da hast du natürlich recht. Tiefenpsychologische Therapie und Psychoanalyse habe ich in einen Topf geworfen. Also nun zu deiner Frage, wie ich zu meiner Ansicht über Psychoanalyse komme. Ganz einfach, weil ich einige Leute kenne, die eine Psychoanalyse gemacht haben. Es war so, dass es hauptsächlich um das freie Assoziieren ging, und der Therapeut/ die Therapeutin lediglich mal sagte „schauen Sie dort doch mal genauer hin!“. Zum anderen macht ja genau dies die Psychoanalyse aus, dass der Klient dadurch, dass er Zeit und Raum und das Gefühl, dass ihm zugehört wird, hat, sich selber näher kommt.
Ich habe mit keinem Wort die Psychoanalyse abgelehnt. Sie wäre nicht „mein Ding“, aber sie hat sicher auch viele gute Seiten und letztendlich, wie auch Stephan richtig bemerkt, muss jeder selbst schauen, was ihm liegt.
Noch zu deinem Satz, dass hier jemand in einer Notsituation steckt und es nicht um Therapiemethoden geht: Hättest du aufmerksamer gelesen, hättest du festgestellt, dass Stephan schrieb, er kenne sich da überhaupt nicht aus. Wenn ich an seiner Stelle stünde, würde es mich sehr wohl interessieren, welche Therapieformen von der Kasse übernommen werden.
Ich möchte mit dir nicht streiten, lass es hiermit gut sein, ok… Du hattest mich nach meiner Begründung gefragt, die wollte ich dir nicht vorenthalten.
Grüße,
jeanne

Hallo,

danke für den Hinweis, dann hatte ich das wohl gründlich mißverstanden.

Schöne Grüße,

Stephan

Hallo Jeanne,

Wenn ich an
seiner Stelle stünde, würde es mich sehr wohl interessieren,
welche Therapieformen von der Kasse übernommen werden.

Mir nützt jede Information, die ich in der Hinsicht bekomme und ich bin
sehr dankbar, dass sich ein paar Leute die Mühe gemacht haben, so
ausführlich zu antworten. Ich denke, zu viele Informationen kann man
eigentlich nie haben.

Liebe Grüße an alle,

Stephan