hallo,
ok, erst mal vorne weg, meine kids sind nicht zwischen 13 und 18, aber auch bei uns gibt es immer wiederkehrende debatten, über die zeitspanne der frei verfügbaren zeit, wegen dem nach hause kommen und etwas beteiligung im haushalt.
natürlich reagieren teens anders und teilweise heftiger und respektloser als es nun meine kids tun würden, aber ich denke als eltern sollte man dies aufmüpfige verhalten weder bei den kleinen noch den großen billigen.
ich weiß nicht in welcher form du schon versucht hast mit deinen kids eine regelung zu finden und wie bei euch diese diskussionen ablaufen, aber mein tip wäre einfach mal alle betroffenen an den runden tisch zu bringen ( er darf natürlich auch eckig sein
und versuchen eure angespannte situation zu klären.
ok, du wirst dir nun sagen, die hat ja gut reden, sie hat ja dieses theater nicht täglich in dieser form wie ich, und das hab ich ja schon alles versucht… dennoch würde ich genau dieses vorschlagen.
ich denke in einer gemütlichen stimmung diskutiert es sich besser, und am besten wenn man vorher gewisse diskussionsregeln ausmacht, an die man sich halten muss ( alles andere wäre total kindisch, das zieht immer). also, nicht laut werden, vernünftige argumente bringen, nicht beleidigt aufstehen und davon rennen. die umgebung würde ich auf gemütlich machen, also nicht das grelle deckenlicht einschalten, sondern eher dimmen oder wenn nicht anders möglich eben ein paar kerzen aufstellen, denn das entspannt. auf jeden fall sollten alle wirklich satt sein, denn ein hungriger magen fördert die entspannung nicht wirklich.
zudem denke ich, dass viele halbwüchsige sich zuwenig gedanken über das jugendschutzgesetz machen, und von daher trotzig reagieren. vielleicht sollte man dort ein paar gedankenstösse geben, warum ihr euch eben daran haltet. was schlimmstenfalls passieren kann, wenn nicht.
ich weiß, es ist eine sehr stressige situation, aber wirklich helfen kann man als außenstehender eh nicht, da muß jede familie ihren eigenen weg finden. nur eines ist sicher knallharte verbote helfen absolut nichts, im gegenteil.
in bezug auf den haushalt würde ich einen haushaltsplan erstellen, in dem jedes familienmitglied, auch die geknechteten gymnasiasten, ihren part übernehmen. ich denke, sie sollten schon lernen, dass man nur etwas bekommt, wenn man im gegenzug auch etwas dafür tut ( so bekommen sie schon mal eine ungefähre vorstellung von der arbeitswelt). und wegen des vergessens des ausschalten der lichter, würde ich einfach mal vorrechnen, welcher mehrbedarf sich daraus ergibt, und da heute jeder mehr oder weniger sparen muss, ankündigen, dass es weniger taschengeld gibt als sonst, da dieser mehrbedarf auch bezahlt werden muss.
Ich dachte Kinder sind schlimm wenn sie im Trotzalter sind,
ich dachte Kinder sind anstrengend wenn sie als Babys ganze
Nächte durchweinen und schreien aber das ist nichts gegen den
Nervenkrieg mit einem Bündel Hormone das ständig Forderungen
stellt aber nichts zurückgibt. Ich wusste nicht, dass die
schlichte Aufforderung, mal eben den Müll rauszubringen eine
etwa 90 minütige Debatte nach sich zieht. Und das täglich.
falsch gedacht…so würde es ja langweilig werden ohne die tägliche herausforderung. nein im ernst, das ist normal, gehört zu einer gesunden entwicklung dazu. ein kleiner trost, ich weiß…
Wie geht ihr damit um?
Was erlaubt ihr?
Was fordert ihr?
Müssen eure Kinder im Haushalt mithelfen, auch wenn sie arme
überforderte geknechtete Gymnasiasten sind?
Ich würde generell nur erlauben, was mich nicht in gesetzlichen konflikt bringt, wenn eben disse nur bis 22.00 erlaubt ist, dann geht es eben nur bis 22.00. ich habe zuhause mit meiner schwester einmal erlebt wie sie mit grüner begleitung heimkam, und welchen ärger das dann richtig gab, auch mit behörden.
fordern tu ich das im rahmen mögliche, zumindest von meinen „großen“ ( 5-9), tisch decken, zumindest an den wochenenden, eigene dreckwäsche in die waschküche tragen, müll raustragen, kleinigkeiten einkaufen, hund füttern, etc.
ansonsten solltet ihr eltern euch einig sein, was euch wichtig ist, und diese interessen auch geschlossen vertreten, so merken eure kids, dass ihr eine geschlossene gemeinschaft seid. so wird das gegeneinander ausspielen auch recht schnell unterbunden. gebt euch bescheid, wenn ein elternteil ein verbot ausgesprochen hat, und führt dies dann auch an, wenn das kind am nächsten tag sein glück beim anderen elternteil versucht.
ich wünsch euch viel glück bei euren debatten und kopf hoch, es heißt ja immer die kids wachsen da so schnell wieder raus wie rein.
lg tanya